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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing TESTAMENT, DEW SCENTED
Ort Wiesbaden, Schlachthof
Datum 21.03.2013
Autor Thorsten Schwalbach
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TESTAMENT zhlen zu meinen ganz groen Helden. Chuck Billys krftige ausdrucksstarke Stimme, Eric Petersons przise Riffs und variable stets virtuos umgesetzte Songs, all das begeistert jetzt schon seit Jahrzehnten. Dazu noch die melodise Gitarrenarbeit des "Gromeisters persnlich", Alex Skolnick, dieses Paket passt einfach. Nach ihrem Hammeralbum "Dark Roots Of Earth" schickte mich die Band dann auf eine echte Achterbahnfahrt. Zuerst Freude, als die Jungs mal wieder Headlinershows besttigten (auch in einiger Entfernung) und dann Enttuschung, als diese gestrichen wurden. Danach der Oberburner: Fr die Nachholshows stand Wiesbaden an, also mal ein Konzert ohne groe Anfahrt. Und diese Show wurde genutzt, um nachmittags mal als Fanboy Autogramme abzugreifen und sich den Soundcheck (von auerhalb der Halle) anzuhren. Dabei zeigte sich die ganze Band absolut freundlich und erfllte der Handvoll wartender Fans jeden Foto- und Autogrammwunsch. Wirklich ein tolles Erlebnis, das etwas lnger dauerte als erwartet. Da ich nochmal nach Hause musste habe ich erste Band, die mir unbekannten BLEED FROM WITHIN, dann komplett verpasst, was aber bei dem Highlight am Nachmittag sicher zu endschuldigen ist.

Dew Scented Dew Scented

Zur zweiten Supportband DEW - SCENTED schafften wir es aber fast pnktlich zurck zum Schlachthof. Die Jungs legten von Anfang an gut los und waren enorm spielfreudig. Snger Leif Jensen ist eine echte "Rampensau", war in Wiesbaden sehr agil und brllte sich wirklich beeindruckend durch die Songs. Sein Gesang ist sicher nicht sehr abwechslungsreich aber auf jeden Fall eigenstndig und ehrlich. Als Frontmann schaffte er guten Kontakt zum Publikum und lockerte das Ganze mit coolen Sprchen auf ("Wenn ihr nicht lauter TESTAMENT schreit fliegen wir wohl morgen von der Tour..."). hnlich wie spter der Headliner setzte auch diese Band auf eine Mischung aus neuen Songs vom aktuellen 2012er - Album "Icarus" wie dem Opener "Sworn To Obey" oder spter dem groovigen etwas gemigteren "Storm Within" und lteren Stcken. Die Songs von DEW - SCENTED lagen in Wiesbaden eher im Uptempobereich, allerdings streute die Band auch etwas langsamere Nummern ein und hielt die Sache spannend. Die Gitarristen rifften sich dynamisch durch die Songs und teilten sich die melodischen Leadpassagen auf, wobei Rory Hansen ein paar mehr Parts spielte als sein Gegenber Marvin Vriesde. DEW - SCENDED schafften es in Wiesbaden, jemanden wie mich, der mit ihrer Musik nur sehr wenig vertraut ist, zu berzeugen und passten mit ihrem aggressivem Thrash Metal sehr gut ins Vorprogramm von TESTAMENT. Insgesamt drfte diese Tour fr die Jungs bestimmt ein Erfolg gewesen sein.


    Setlist DEW - SCENTED:
  • Intro
  • Sworn To Obey
  • Turn To Ash
  • Soul Poison
  • Cities Of The Dead
  • Reawakening
  • Never To Reurn
  • Storm Within
  • Thrown To The Lions
  • Acts Of Rage
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Whrend der anschlieenden Umbaupause ging erst mal ein kollektives Staunen durch den Schlachthof als die Crew das Backdrop von TESTAMENT aufhngte. Das Teil war wirklich gigantisch, fllte die ganze nicht gerade kleine Wand hinter dem Schlagzeug aus und zeigte das Cover das aktuellen Albums "Dark Roots Of Earth" in sehr geschmackvollem Schwarz - Wei - Design. Kam sehr gut an und derart gigantisch sieht man so etwas nicht bei jeder Band. Nach einer guten halben Stunde ging dann endlich das Licht aus, ein mystisches Intro vom Band das auch die amerikanische Nationalhymne enthielt ertnte, die Helden des Abends kamen nach und nach auf die Bhne und wurden allesamt mit frenetischem Beifall empfangen. TESTAMENT legten mit dem schnellen Opener "Rise Up" ihres aktuellen Albums direkt sehr dynamisch los und die Fans gingen von Anfang an euphorisch mit. Alex Skolnick und Eric Peterson legten enorme Spielfreude vor, was einen unweigerlich mitriss und prsentierten mit hohem Knnen ihre Riffs und melodischen Leads. Und mitten drin stand Chuck Billy mit seinem grn leuchtendem Mikrostnder (hatte ein bisschen was von Chuck "Skywalker"), war stndig in Bewegung und sang / brllte sich mit seinem einzigartigen Charisma die Seele aus dem Leib. Wer von Chucks agiler Bhnenprsens nicht mitgerissen wird dem ist halt nicht zu helfen. Er war stets Mittelpunkt der Show und wirklich gut bei Stimme. Den Refrain des Openers sang er im Wechsel mit den begeisterten Fans. Der Anfang war also schon mal gelungen. Danach ging es lckenlos in die Hymne "More Than Meets The Eye" ber, deren Chre die Fans weiterhin enthusiastisch mitsangen. Wer mit solchen Hammersongs startet muss noch wirklich starke Perlen parat haben um das Stimmungslevel zu halten, was aber bei TESTAMENT problemlos der Fall ist. Danach ging es in "Burnt Offerings" mit leicht mystischen Gitarreneinstieg von Gromeister Skolnick tief in die Vergangenheit, was bei den Fans genauso gut ankam wie das aktuelle Erffnungsdoppel.

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Anschlieend war dann Zeit fr das neue Album und zwar mit insgesamt drei Songs. Das brachiale "Native Blood" leitete Chuck mit einer lngeren Ansage zur Indianer - Thematik des Songs ein. Whrend diesem Stck startete er sein begeistertes Plektrumwerfen und zwar mit seinen eigenen Pleks die passenderweise mit Skull mit Indianerschmuck und dem Aufdruck "Chief" versehen war. Also klar wer hier das Sagen hat. In "True American Hate" ging Alex Skolnick so richtig aus sich raus und sang den Chorus tatkrftig mit, bevor sich im eher mystischen Titelstck Alex und Eric mit melodischen Leads gegenseitig bertrafen. Greg Christian lieferte dazu den ntigen Groove und war wie whrend des restlichen Gigs sehr agil unterwegs. Der Aufforderung "Into The Pit" kamen zahlreiche Fans dankend nach und gaben im Publikum richtig Gas. In den ruhigen Passagen des atmosphrischen "Eyes of Wrath" war mal etwas Zeit zum verschnaufen und in den schnelleren Passagen berzeugte Gene Hoglan als dynamische Rhythmusmaschine. Bei "Over The Wall" begeisterten die beiden Gitarristen im bekannten Soloteil mit ultraprzisem Zusammenspiel absolut. Im "The Gathering" - Doppelpack "D.N.R. (Do Not Resuscitate)" und "3 Days In Darkness" durfte zuerst Eric Peterson und dann Alex Skolnick jeweils mit einem lngeren Solopart glnzen wofr es den verdienten Applaus gab. Zum Abschluss gab es noch den Titeltrack des Vorgngeralbums "The Formation Of Damnation", bei dem sich Chuck mal wieder kniend vor den Fans ausdrucksstark die Seele aus dem Leib brllte. Es ist immer wieder faszinierend zusehen wie er am Ende des Konzertes noch die Power fr diesen Song aufbringt. Danach war Schluss (ohne Zugabe, aber mit absolut akzeptabler Spielzeit) und Chuck stellte die Band vor, bevor Jungs absolut enthusiastisch verabschiedet wurden und sich dafr herzlich und berzeugend bedankten. Die Setlist war bei den anderen Konzerten der Tour auch nicht anders, war also wohl Konzept darauf zu verzichten, mal von der Bhne zu gehen.

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TESTAMENT haben in Wiesbaden mal wieder mit ihrer Power, ihrer Spielfreude, ihren fetten Riffs und ihrer Virtuositt begeistert. Dabei bercksichtigten sie erfreulicherweise smtliche Bandphasen, wobei die alten Klassiker und die neue Songs vom Publikum gleich begeistert abgefeiert wurden. Ein wirklich toller Tag ging zu Ende und zuknftig sollte der 21.03. als offizieller TESTAMENT - Celebration - Day gefeiert werden. Jungs, bitte kommt bald wieder, fr mich seid ihr einfach eine der am meisten mitreienden aktuellen Livebands!!!










    Setlist TESTAMENT:
  • Rise Up
  • More Than Meets The Eye
  • Burnt Offerings
  • Native Blood
  • True American Hate
  • Dark Roots Of Earth
  • Into The Pit
  • Practice What You Preach
  • Riding The Snake
  • Eyes Of Wrath
  • Over The Wall
  • The Haunting
  • The New Order
  • D.N.R. (Do Not Resuscitate)
  • 3 Days In Darkness
  • The Formation Of Damnation





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