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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing JAG PANZER, DOOMSWORD, BATTLE ROAR, BATTLE RAM, SAVALLION DAWN, TYRANT EYES
Ort Kln-Porz, JuZ
Datum 26.09.2003
Autor Roland Wohde
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Metal Alive!

Unter diesem Motto fanden sich am Freitag dem 26.09.03 ca.150 bis 200 Metalbegeisterte (darunter auch illustre Gste wie Gtz vom Rock Hard und Gerrit P. Mutz von Sacred Steel) im Jugendzentrum Kln-Porz ein! Fr dieses Treffen gab es sechs gute Grnde:
Tyrant Eyes, Savallion Dawn, Battle Ram, Battle Roar, Doomsword und Jag Panzer!!!
Nachdem wir etwas versptet unsere Anreise gestartet hatten und sich das JuZ in Kln-Porz schwerer ausfindig machen lsst als der derzeitige Aufenthaltsort Sadam Husseins (erschwerend kam die absolut untaugliche Wegbeschreibung eines uns leider unbekannten Verfassers hinzu), kam ich mit Kollegen Dietrich und Reimann dank der Hilfe von Promoterin Melanie immerhin schon um 21.00 an!

Battle Ram - Klick! So verpasste ich leider die Auftritte von Tyrant Eyes und Savallion Dawn. Nachdem altes Bier weggebracht und frisches Klsch fr sage und schreibe 1 Euro (0,33l) besorgt war, konnte der Abend fr mich nun endlich mit Battle Ram beginnen. Die fnf Jungs aus Italien (Daniele DiLoreto vocals, Davide Natali und Gianluca Silvi guitar, Mirko Santini bass, Pierpaolo Sita drums) boten bei ordentlichem Sound einen guten Gig. Der Mix aus Coverversionen (u.a. Fifth Angel, Exiter) und eigenem Material, welches schlicht als klassischer Heavy Metal bezeichnet werden kann, ging gut ins Ohr und in den ersten Reihen kreisten bereits die Matten. Besonders auffallend war Daniele DiLorento, der mit seiner krftigen Stimme und den geilen Screams absolut berzeugen konnte. Schade war nur, dass es auf der Bhne so gut wie keine Bewegung gab. Das sollte sich in Zukunft aber noch ndern, denn die Bandgrndung im Sommer 2001 und der erste Gig im Januar 2002 liegen ja noch nicht allzu weit zurck. Und als die Bandmitglieder bei einem Priestcover komplett ihre Rollen tauschte, konnte sie auch in Sachen Spafaktor noch punkten und im Saal flog das erste mal richtig die Kuh. Daumen hoch! (Homepage: www.battleram.it)

Battle Roar - Klick! Weiter ging es mit Battle Roar aus Griechenland. Die Jungs nutzten den Abend, um ihr gerade erschienenes Debutalbum "Battleroar" zu promoten. Wie auch bei den vorhergehenden Battle Ram war ein ordentlicher Teil der Bangerschaft bereits mit dem Material der Band vertraut und sorgte in vorderster Front fr Stimmung. Die Band um Snger Marco Concoreggi (Manos Karazeris und Kostas Tzortzis guitar, Nick Papapdopoulos drums, Kostas Makrikostas bass) spielten ihren epischen Metal mit Spass und lieferten eine solide Show bei recht gutem Sound. Auch auf der Bhne zeigte sich jetzt etwas mehr Bewegung und die gesamte Band war recht agil. Im groen und ganzen konnten sie mich jedoch nicht so begeistern wie ihre italienischen Kollegen, da sich der Gig nach meinem Geschmack ein wenig dahin zog. hnlich mssen es auch andere empfunden haben, denn die Reihen lichteten sich und man lie sich dazu verleiten, noch mal ein wenig Bier zu organisieren. War bei diesen Preisen und der ansteigenden Temperatur im Raum durchaus entschuldbar. (Homepage: www.battleroar.com)

Doomsword - Klick! Doomsword - Klick! Nach der kurzen Bierpause ging es auch schon weiter mit Doomsword aus Italien.
Die Truppe um Bandleader Deathmaster zog mit einem leider etwas matschigem Sound in die Schlacht, um ihr mittlerweile drittes Album "Let battle commence" vorzustellen. Dieses Manko nderte jedoch nichts an der magischen Wirkung der doomig epischen Hymnen auf einen guten Teil der Anwesenden (mich eingeschlossen). Absolut glaubhaft und im positiven Sinne des Wortes kultig gab man neue wie alte Songs zum Besten. Und htte Frontwikinger Deathmaster bewaffnet mit seinem Trinkhorn nach einem Song wie "Onward into battle" zum Angriff gegen die Unglubigen gerufen, so wren ihm wohl nicht wenige gefolgt. Lediglich einige Male kam er mir ein wenig ausser Puste vor, aber nach einer gepflegten Bierdusche legte er sich erneut voll ins Zeug und beendete den Gig (der mir viel zu kurz vorkam) mit einem gewagten Stagedive! Cool!!! (Homepage: www.truemetal.org/doomsword)

Jag Panzer - Klick! Jag Panzer - Klick! Um fast genau 0.00 Uhr war es dann soweit. Jag Panzer kamen, sahen und siegten! Von der ersten bis zur letzten Minute des Gigs konnten die Jungs aus Colorado durch die Bank berzeugen. Bei einem zum Glck wieder einwandfreiem Sound verwandelte die Mannschaft um den Tyrant den Raum in eine Halle des Glcks. Wo man hinsah gab es wahlweise fliegende Haare, offenstehende Mnder oder verzcktes Grinsen! Getrieben von den hmmernden Drums von Rikard Stjernquist und dem treibenden Bass von John Tetley spielten und bangten sich Chris Broderick und Mark Briody ins Nirvana und ber allem triumphierte die Stimme von Harry Conklin, der einfach eine unglaubliche Gesangsleistung hinlegte. Obendrein bringt es dieser Mann fertig, trotz eines gewagten Outfits und eines breiten Dauergrinsens einfach nur metal zu sein. Ich kenne jedenfalls nicht viele Leute, die mit Nietenarmbndern ber Longsleeve-rmeln und obendrein noch Hosentrgern nicht lcherlich wirken!
Geboten wurde vorwiegend lteres Material vom Kultalbum "Ample Destruction" (z.B. "The crucifix", "Warfare", "Generally hostile" und "Licensed to kill"), auerdem "Shadow thief", "Black" und "Tyranny" von "The Fourth Judgement". Aber natrlich gab es auch Songs der letzten drei Alben (z.B. "The moors", "Chain of command" und "Viper" der Platte "Age Of Mastery") und natrlich "King at a price" von "Thane To The Throne" sowie "Take to the sky" und "Frozen in fear" der Scheibe "Mechanized Warfare" zu hren. So war also fr jeden etwas dabei und die Band hatte wohl genauso viel Spass wie alle, die diesen absoluten Hammergig miterleben durften! Nach knapp 90 Minuten (inklusive Zugabe) wahrhaftem Heavy Metal verlieen Jag Panzer nass und offensichtlich gut gelaunt die Bhne. (Homepage: www.jagpanzer.com)

Jag Panzer - Klick! So zeigten uns alle hier beteiligten Bands einmal mehr, was man in einem kleinen Raum (der wie eine Mischung aus alter Turnhalle und kleiner Aula daherkommt) auch ohne riesige Lichtanlage und fette Boxenwand alles umblasen kann!!!
Dank gilt auch den Mitarbeiter des JuZ, die im Bistroraum die durstigen und hungrigen Banger schnellstmglich zu super Preisen versorgt haben.
Mein Beileid noch all denen, die an diesem Abend nicht dabei sein konnten weil sie nix vom Gig wussten oder die Lokation vielleicht nicht gefunden haben... Eine andere Entschuldigung gibt es eigentlich nicht!
Fazit: Metal is still fucking alive!!!

Fotos: Christian Gerken / www.MetalMafia.de
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