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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing TRIVIUM, AS I LAY DYING, CALIBAN & UPON A BURNING BODY
Ort Hamburg, Docks
Datum 08.11.2012
Autor Marc Schallmaier
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Ein wirklich tolles Billing stand fr den heutigen Abend auf dem Programm. Demzufolge war der Beginn des Konzertes schon auf 19.00 Uhr angesetzt, und wenn ich mich sonst immer wieder ber die frhen Anfangszeiten aufrege, so hatte dass diesmal doch seinen guten Grund. Das Konzert war auch schon frhzeitig ausverkauft, so dass man vor der Halle mehrere Leute mit einem Schild "Suche Karte" sehen konnte. Big Ball Big Ball Nachdem ich dieses Mal ohne Probleme ins Hamburger Docks hereinkam, wollte ich meine Jacke an der Garderobe abgeben. Aber die Schlange zur Abgabe der Klamotten ging mehr oder minder einmal um die komplette Halle herum, weswegen ich mir diesen Stau schenkte und mich auf den Weg zum Fotograben machte. Allerdings sollte dies nicht das letzte Mal sein, dass ich mich ber die komplett vollgestopfte Halle aufregte.

Aber erstmal zur Musik, denn den Abend begannen die mir vllig unbekannten UPON A BURNING BODY. Die Herren konnten mich musikalisch nicht vllig berzeugen, zu beliebig und austauschbar klang der Metalcore, der da von der Bhne kam. Allerdings konnten die Amerikaner den Preis fr das beste Outfit an diesem Abend einsacken. In feinem Zwirn und mit Weste und Hemd machten die Jungs eine echt gute Figur. So vergingen die gut 30 Minuten einigermaen zgig, ohne dass es nennenswerte Vorkommnisse gab. UPON A BURNING BODY waren stndig in Bewegung und nutzten die groe Bhne ausgiebig. Hier und da ein gutes Riff, ein paar nette Breakdowns und das war es dann auch schon. Als Anheizer auf jeden Fall ganz okay.

Als zweites starteten dann CALIBAN aus Hattingen. Die Band bekam fr ihr letztes Album "I Am Nemesis" durch die Bank richtig gute Kritiken, so dass auch eine Menge Leute im Publikum wegen ihnen gekommen waren. Und auch CALIBAN nutzen den Raum auf der Bhne, sprangen und hpften zu ihren Songs wie "Davy Jones" und "It's Our Burden To Bleed", und feuerten dass Publikum immer wieder an. Die eine oder andere Ansage ging zwar irgendwie unter, aber das konnte weder CALIBAN noch den Zuschauern die Laune verderben. Als vorletztes kam das Cover "Sonne" von RAMMSTEIN, was vom Publikum mchtig abgefeiert wurde und der Refrain wurde aus vielen Kehlen mitgesungen. Mir gefllt diese Version auch sehr gut, allerdings stutzte ich dann doch ein wenig, als man ganz klar erkennen konnte, dass nicht nur die Synthie Effekte aus der Konserve kamen, sondern auch einige der Gitarrenpassagen. Schon komisch, denn die Riffs und Harmonien sind ja nicht so schwer. Aber auch egal, die Stimmung war gut, und nach fast 40 Minuten war der Auftritt vorbei.

As I Lay Dying As I Lay Dying

Kommen wir dann zu AS I LAY DYING, die ebenfalls begeistert vom Publikum aufgenommen wurden. Allerdings musste ich auch ein wenig schmunzeln, als Snger Tim Lambesis auf die Bhne kam. Der sieht nmlich mittlerweile aus wie eine chinesische Leistungsschwimmerin, zumindest was den Krperbau angeht. Denn im Gegensatz zu seinen muskelbepackten Oberarmen und seinem durchtrainierten Oberkrper inklusive Stiernacken, fllt der Rest des Krpers irgendwie ab, und ein wenig sah das so aus, als htte man zwei unterschiedliche Menschen zusammen geschraubt. Dazu hatte Tim Lambeses auch noch ein Podest ganz vorne an der Bhne stehen, der dadurch noch grer wirkte. AS I LAY DYING spielten einen guter Querschnitt durch ihr Schaffenswerk, und so gab es Songs wie "The Darkest Nights", "94 Hours" und "Cauterize". Irgendwann in der Mitte des Sets traf ich dann die Entscheidung, mal schnell eine Zigarette zu rauchen und auf dem Rckweg ein Getrnk zu kaufen. Ein schwerer Fehler, wie ich schnell feststellte. Die Halle war so dermaen voll, dass es kaum mglich war, sich den Weg nach drauen zu bahnen, um in den Raucherbereich zu kommen. Dort angekommen war dieser Bereich dermaen berfllt, dass viele schon davor ihre Kippen rauchten. Das tat ich dann auch, und auf dem Rckweg ein Bier zu kaufen glich einem vlligen Himmelfahrtskommando. An den beiden Tresen in der Halle arbeitete eine (!) Tresenkraft. Das dauerte natrlich, genauso wie der Rckweg zum Fotograben. So war der Auftritt dann auch schon so gut wie vorbei, als ich wieder an dem Punkt stand, wo ich losgegangen war. Schner Schei. Die Schlangen zu den Toiletten, gerade fr Mnner, soll ebenfalls ellenlang gewesen sein, dies wurde mir zumindest so zu getragen. Zum Abschluss von AS I LAY DYING gab es dann noch "The Sound Of Truth" und "Within Destrcution", dann war fr die Amerikaner Feierabend.

Als letztes stand dann TRIVIUM auf dem Programm. Deren letztes Album "In Waves" fand ich persnlich eher durchwachsen, umso mehr war ich auf die Setlist gespannt. Bevor das Quartett aus Florida allerdings loslegte, wurde das Licht gedimmt und es tnte "Number Of The Beast" von IRON MAIDEN aus den Boxen. Ein Klassiker, der bei jedem Metal Fan automatisch den Fu mitwippen lsst. Trivium Trivium Dann aber war es soweit und die Mannen um Matthew Heafy betraten die Bhne um mit "In Waves" und "Like Light To The Flies" loszulegen. Der Sound kam glasklar aus den Boxen, wie brigens bei allen Bands am heutigen Abend. TRIVIUM spielten frisch und munter auf. Bei der Kommunikationen mit dem Publikum belie man es bei den blichen Floskeln, denn der Zeitplan war eng gesteckt und man wollte dann doch die Spielzeit fr Musik und nicht fr Smalltalk nutzen. Ansonsten verlief der Auftritt relativ unspektakulr, TRIVIUM spielten routiniert ihren Set mit Songs wie "Black", "Ember To Inferno" und "Dying In Your Arms" runter, ohne dass es irgendwelche nennenswerte Ereignisse gab. Irgendwie wirkte der ganze Auftritt wie eine Pflicht Erfllung, alles einstudiert und wird dementsprechend nach Schema F runtergearbeitet. Sicherlich, zu diesem Zeitpunkt waren TRIVIUM schon sehr lange auf Tour, aber die einst hochgesteckten Erwatungen an diese Band werden an dem heutigen Abend nicht erfllt. Auch die eher durchschnittlichen Kritiken am letzten Album sollten dem Vierer Warnung genug sein. Vielleicht tte den Jungs eine kleine kreative Auszeit mal ganz gut, um dann mit frischen Krften wieder ganz vorne anzugreifen.





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