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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing WWE - SMACKDOWN WORLD TOUR 2012
Ort Hamburg, O2 World
Datum 02.11.2012
Autor David Lang
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Laut Murphys Gesetz luft alles schief, was schief laufen kann. Lsst man mal auen vor, dass ich erneut in den Genuss von Freikarten kam, lie Herr Murphy im Vorfeld unseres Hamburg-Trips ganz schn den Hammer kreisen. Gleich mehrfach sprangen mir die Mitfahrer ab, einen Tag vor dem Trip krankheitsbedingt sogar mal eben zwei gleichzeitig. So fuhren wir schlielich zwar nur zu dritt (1000 Dank auch an Anna fr die mehr als spontane Zusage!), doch mit sckeweise Vorfreude in Richtung Hansestadt.

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Nach einer entspannten und kurzweiligen Hinfahrt und problemlosem Einchecken im Hostel, machten wir uns zeitig auf den Weg zur Halle, schlielich durfte ich vor Showbeginn noch Teil der Pressekonferenz sein. Leider fehlten die angekndigten Superstars Sheamus und Dolph Ziggler (die dazugehrige Mail muss im Spam-Wust untergegangen sein), und die als Ersatz eingesprungenen Ted Dibiase und William Regal hatten natrlich nicht das gleiche Standing, doch gerade Gentleman Mr Regal erwies sich, aufgrund seiner beraus eloquenten und witzigen Art als gute Wahl. Nach einer relativ kurzen Konferenz, in der ich zudem derjenige mit den meisten Fragen war (man bedenke, dass ich erst 10 Minuten vor Beginn erfuhr, dass meine geplanten Fragen hinfllig waren) ging es schnellen Schrittes zu meinen Mitstreitern in die Halle.

Erffnen durfte die Veranstaltung die "Mexican Sensation" Sin Cara, der dem unbekannten Luchador El Local (wie sich rausstellen sollte, Alberto del Rios Ringsprecher Ricardo Rodriguez) zeigen durfte, warum COO Triple H so groe Stcke auf ihn hlt. Jedenfalls war nach rund 10 Minuten und einigen spektakulren Moves schon Schicht im Schacht. Der Superstar-Level wurde im nchsten Match nicht gerade in ungeahnte Hhen geschraubt, als Ted Dibiase auf Ex-NXTler Johnny Curtis stie. Die beiden lieferten sich ein solides, wenn auch recht unspektakulres Match, welches vermuten lsst, dass man mit Curtis in naher Zukunft noch mehr vorhat. Whrend Glanz und Glamour im Ring also noch in berschaubaren Dimensionen stattfand, machte sich das Hamburger Publikum nach und nach seine eigene Party und trieb den Stimmungslevel stetig nach oben. Nicht ganz unschuldig daran: der Schreiber eures Vertrauens, der sich gerne ans Revers heftet, gemeinsam mit Nico "Kane" Kaden, mit den "I Am The Tag Team Champions!"-Rufen (nein, kein Schreibfehler) angefangen zu haben.

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Das nchste Match sollte eins der unterhaltsameren an diesem Freitag Abend darstellen und, groe berraschung, Schuld daran waren die Diven. Genauer gesagt, Kaitlyn und Natalya, die ein gutes Tempo vorlegten, tolle Aktionen zeigten und auch ordentliche Reaktionen erhielten. Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, dass Kaitlyns Einzugsmusik stark nach dem unsglichen "Du hast den schnsten Arsch der Welt" klingt?! Gruselig.
Eine weitere berraschung sollte folgen, denn im folgenden Tag Team Match konnten die Usos die Prime Time Players, also Darren Young und Titus O' Neil besiegen. Womglich war das ursprnglich mal Plan B, schlielich werden aktuell ja eher die PTP gepusht. Doch warum in einer nicht aufgezeichneten House Show mal etwas wagen?! In die offiziellen Geschichtsbcher wird das ohnehin nicht eingehen. Jimmy und Jey Uso wurden vom Hamburger Publikum jedenfalls schn abgefeiert und zeigten mehrere schne Aktionen. Im "Fan's Choice"-Match standen sich anschlieend Alberto del Rio und Randy Orton gegenber, die mittlerweile eine gute Chemie miteinander verbindet. So kam die Hansestadt in den Genuss einer feinen Abreibung fr del Rio. Dabei durfte der "Apex Predator" selbstredend seine beliebten Signature Moves auspacken und das Match erwartungsgem mit den 3 entscheidenden Buchstaben beenden: RKO!

Wade Barretts geplatzter Push (eine Verletzung im Februar verhinderte den stetigen Aufstieg an die Spitze abrupt) soll so langsam wieder an Fahrt aufnehmen. Behutsam wird der Brite aktuell in den TV-Shows wieder aufgebaut, doch in Deutschland kann man natrlich schlecht eine laufende Storyline weiterfhren. So kam Dschrmenie also in den Genuss einer schnen Matchpaarung. Der ehemalige Bareknuckle Boxchampion darf sich mit dem blaubltigen Veteranen anlegen. Zwei Englnder, zwei Generationen, Barrett vs. Regal! Und bekam der brtige Hne auch einiges an Motivation aus dem Publikum, William Regal war derjenige, der von der Mehrheit der Zuschauer abgefeiert wurde. Bei der Vergangenheit des groartigen Technikers aber auch kein Wunder, hat er doch jahrelang fr Otto Wanz' CWA "gecatcht". Zum Matchausgang nur soviel: die Usos sollten als berraschungssieger fr einen Abend gereicht haben. Wade Barrett legte sich brigens schon vor dem Match mit den deutschen Fans an, indem er betonte, wen er alles umpumpen wrde. Neben Franz Beckenbauer und den Klitschkos fanden sich auch Rafael van der Vaart und David Hasselhoff in seiner Liste wieder... nicht schlecht.

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Der groe Anteil an "Smart Marks" in der O2 World wurde, wie schon beim Barrett / Regal Match deutlich, als The Miz in die Halle kam. Das Gromaul schleicht sich sukzessive in den Graubereich der beliebten Heels und knnte dort schon bald Dolph Ziggler Gesellschaft leisten. Sein Gegner und amtierender Intercontinental Champion Kofi Kingston drfte nmlich gerade den erwachsenen Fans eine Spur zu glatt sein. So verwunderte es dann auch nicht weiter, dass Mike Mizanin locker genauso viel Zuspruch erhielt wie das eigentliche Face, zumal The Miz abseits des ringerischen einfach die greren Entertainerqualitten mitbringt. Wie er Ringrichter Charles Robinson verhhnt, indem er wie dessen groes Idol Ric Flair durch den Ring stolziert... ein Spa fr jeden "Smark". Das Match selbst war kurzweilig und mehr als ordentlich fr einen Event dieser Grenordnung. Titelwechsel? Na klar... rusper. Im Main Event standen sich schlielich der frisch gebackene World Heavyweight Champion Big Show und Herausforderer Sheamus gegenber, die zwar nicht das Niveau ihres fantastischen Titelmatchs vom "Hell In A Cell"-PPV halten konnten (groe berraschung... nicht), die O2 World aber doch noch ein letztes mal fr diesen Abend zu lautstarken Reaktionen anheizen konnten. Schade nur, dass man das Ganze nicht etwas sauberer enden lassen konnte. Einen Riesen wie Paul Wight sollte man ruhig auch bei House Shows als dominant darstellen.

Fazit: Die Matchcard war zwar schon mal cooler, die Fans aber bisher nicht. Hamburg feierte sich anschlieend noch selbst und die "I Am The Tag Team Champions!"-Rufe hallten noch lange nach.

Bildrechte: WWE





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