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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HELSTAR
Ort Weiher, Live Music Hall
Datum 07.09.2012
Autor Thorsten Schwalbach
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HELSTAR feierten dieses Jahr ihr 30 - jhriges Bestehen nicht nur mit einem schicken DVD / CD - Paket, sondern auch noch mit einigen Konzerten in Europa. Auf dieser Tour machten sie auch in der gemtlichen Live Music Hall in Weiher Station. Also, auf ging es in den Odenwald. Leider war das mal wieder so ein Tag, wo es auf der Arbeit nicht so lief wie vorgestellt. Der Verkehr auf Deutschlands Straen war auch nicht ganz ohne, was dazu fhrte, dass wir leider die beiden Vorgruppen EMERALD und THE ORDER OF CHAOS komplett verpassten. Als wir in Weiher ankamen begann gerade der Umbau fr HELSTAR. Irgendwie schade, aber auch nicht mehr zu ndern. Bekannte besttigten uns aber, dass beide Bands beim Publikum sehr gut ankamen. Whrend HELSTAR waren die Musiker der Vorbands komplett im Publikum und feierten gut ab. Auch einiges an Merchandise dieser Bands wurde verkauft, weshalb das Konzert fr EMERALD und THE ORDER OF CHAOS sicherlich ein erfreuliches und auch erfolgreiches Erlebnis war.

Helstar Helstar

Nach einer gut 30 - mintigen Umbaupause kamen HELSTAR auf die Bhne und legten mit "Angels Fall To Hell" vom letztem Album "Glory Of Chaos" recht zgig los. Die Band zeigte von Anfang an eine Spielfreude, die einfach begeisterte. Egal ob vor knapp 100 Besuchern wie in Weiher oder im greren Rahmen wie auf ihrer DVD - HELSTAR geben einfach immer alles. Die beiden Gitarristen Larry Barragan und Rob Trevino rifften um die Wette, wechselten sich mit filigranen Melodien ab und waren dazu noch sehr agil. Ihre Bewegung wurde von Basser Jerry Abarca noch bertroffen, der mit seinem przisen Spiel zusammen mit Schlagzeuger Mikey Lewis fr den ntigen Groove sorgte, wirklich pausenlos unterwegs war und dazu oberfreundlich mit den Fans kommunizierte. Der Mann hatte an diesem Abend definitiv seinen Spa, den er gerne auf das Publikum bertrug. Hauptattraktion bei HELSTAR bleibt natrlich Meistersnger James Rivera, der mal wieder in Hochform war und souvern durch die Show fhrte. Der Mann braucht eigentlich nur auf die Bhne zu kommen und hat das Publikum im Griff. Das machte er aber auch hier wieder derartig sympathisch und begrte zwischendurch einfach mal die Fans in der ersten Reihe mit herzlichen Umarmungen, wodurch von Anfang an die Bindung zwischen Band und Publikum da war. Dieses "WIR" - Gefhl bei Band und Publikum war in Weiher von Anfang bis Ende gegeben. Wie genial James als Snger ist zeigte er sehr schnell in "The King Is Dead", in dem er die Melodien und Screams einschl. der prgnanten Chre problemlos umsetzte. Dabei untersttzten die Fans ihn lautstark und Larry und Rob wechselten sich mit schnellen Lufen ab als wre es das normalste der Welt.

Helstar Helstar

HELSTAR spielten an diesem Abend einen homogenen Querschnitt durch ihre Karriere und so folgten auf den eher "feelingbetonten" Klassiker "Toward The Unknown", in dem Rob mit einem lngeren tappinggeprgten Solo berzeugte mit "The Plague Called Man" und dem riffbetonten "Pandemonium" zwei neue Songs, die nicht weniger enthusiastisch ankamen. Nach dem vertrackten "To Sleep Per Chance To Scream", in dem James besonders im gefhlvollen Chors berzeugte, gab es dann die Mglichkeit, etwas zu verschnaufen, als HELSTAR ihren bersong schlechthin "Winds Of War" anstimmten. Melodiser ausdrucksstarker variabler Gesang, abwechslungsreiche Gitarren, auch mal mit jeder Menge Feeling, Tempowechsel, Groove und ein Publikum, das alles gab - dieses Epos zhlt definitiv zu den absoluten Klassikern und wurde hier virtuos und begeisternd umgesetzt. Danach holte einen das schnelle "Good Day To Die" mit seinem von der ganzen Band "geshouteten" Chorus in die harte Welt zurck. Anschlieend folgten weitere Klassiker, die total abgefeiert wurden, bevor James vor "Alma Negra" eine amsante Ansage ber Massenmrder erzhlte und HELSTAR dann nach diesem Song unter donnerndem Applaus zum ersten Mal von der Bhne gingen.

Wenig spter kam die Band zurck um in "The King Of Hell" und dem vom Publikum begeistert mitgesungenen "Run With The Pack" nochmal so richtig abzurumen. Nach ihrer Setlist sollte jetzt eigentlich Schluss sein. Die Jungs gingen kurz von der Bhne, entschlossen sich aber angespornt von den enthusiastischen Reaktionen spontan, ihren Gig um "Burning Star" zu erweitern. HELSTAR zeigten in diesem Song nochmal ihre Klasse und die Fans gaben wirklich alles. Leider war dann endgltig Schluss. Unter dem absolut verdienten frenetischen Jubel ging die sichtlich glckliche Band von der Bhne. Lange weg waren die Jungs aber nicht. Gut 10 Minuten spter kamen alle Bandmitglieder raus, mischten sich locker unters Publikum und waren wirklich fr jeden Spa, jedes Foto, jeden Drink und jedes Schwtzchen zu haben. Schade dass wir schon nach einer guten Stunde fahren mussten, aber ausgerechnet am folgenden Samstag rief morgens die Arbeit. Ich htte noch Stunden mit den superfreundlichen Jungs abhngen knnen.

Helstar Helstar

HELSTAR haben in Weiher mal wieder gezeigt, dass sie eine der kompetentesten und spielfreudigsten Bands sind. Aber ganz nebenbei haben sie sich komplett als die netteste, fanfreundlichste und sympathische Band erwiesen, die man sich vorstellen kann. Das dankten ihnen die Fans und fast jeder ging mit DVD und / oder T-Shirt nach Hause (natrlich zu fairen Preisen), die die Jungs dankbar signierten. Wer HELSTAR auf dieser Tour nicht erlebt hat hat definitiv was verpasst. Aber fr diese Unglcklichen gibt es zwei Mglichkeiten, sich von den Livequalitten der Band zu berzeugen: Zum einen natrlich das aktuelle DVD / CD - Paket. Und zum anderen gibt es ja noch die "70000 Tons Of Metal" - Kreuzfahrt, bei der die Band Ende Januar dabei ist. Also, auf nach Miami, die Party geht weiter...




Setlist HELSTAR:
  • Angels Fall To Hell
  • Dark Queen
  • The King Is Dead
  • Toward The Unknown
  • The Plague Called Man
  • Pandemonium
  • To Sleep Per Chance To Scream
  • Winds Of War
  • Good Day To Die
  • Trinity Of Heresy
  • Evil Reign
  • Baptized In Blood
  • Alma Negra
  • Zugabe 1:
  • The King Of Hell
  • Run With The Pack
  • Zugabe 2:
  • Burning Star





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