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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SIX FEET UNDER & DEW-SCENTED
Ort Hamburg, Grnspan
Datum 18.08.2012
Autor Marc Schallmaier
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An diesem Samstag stand nicht nur ein groartiges Konzert auf meinem Terminplan, sondern auch das erste Saisonspiel meiner Fuballmannschaft. So machte ich mich dann auch frisch geduscht auf den Weg ins Grnspan nach Hamburg, allerdings krperlich doch schon einigermaen erschpft. Der Sommer gab an diesem Tag noch einmal richtig Vollgas, so dass die Dusche nach dem anstrengenden Fuballspiel eigentlich berflssig war. Bereits nach fnf Minuten in meinem Auto hatte mein Deo den Geist aufgegeben und die Suppe lief. Da das Grnspan, freundlich ausgedrckt, nicht zu den optimal klimatisierten Rumlichkeiten in Hamburg fr Konzerte gehrt, machte ich mich auf weitere schweitreibende Stunden gefasst.
Am Ort des Geschehens eingetroffen kam dann erst einmal Ernchterung, denn die Band DEADBORN spielten ebenfalls im Vorprogramm, aber komischerweise waren sie nirgendwo angekndigt worden. Und whrend ich auf meine Akkreditierung wartete, hrte ich noch die letzten Takte vom Auftritt von DEADBORN. Schade, leider habe ich davon nichts mitbekommen, so schlecht klang das zumindest nicht. Allerdings sollte sich mein Einlass auch noch weiter verzgern, da die beiden Kollegen vor mir Probleme mit ihrer Akkreditierung hatten. Ich kenn diese Problematik nun auch schon, trotzdem muss man da meiner Meinung nach nicht solch ein Heckmeck veranstalten, den die beiden Herren vor mir zur Schau stellten. Egal, bei mir war alles in Ordnung, und so ging ich ins Grnspan, whrend mir eine Menge Leute entgegenkamen, um frische Luft zu schnappen. Das war auch angebracht, lag die Temperatur innen drin bestimmt schon bei 30 Grad.

Dew-Scented Dew-Scented

Als die Umbaupause sich langsam den Ende nherte und ich mit meiner Ausrstung Richtung Fotograben strebte, wurde es dann noch einmal wrmer im Laden. Die Leute drngten langsam wieder zurck ins Grnspan, dass nicht komplett ausverkauft war. DEW- SCENTED kamen auf die Bhne um den Anwesenden schon einmal einzuheizen. Im Fotograben, mit all den Scheinwerfern, war es dann nochmal ein paar Grad heier und mir lief der Schwei in Strmen runter. Beim zweiten Song musste ich kurz durchatmen und lehnte mich, an einem Ende der Bhne, gegen die Lautsprecher, ich war bereits jetzt fix und fertig. Pltzlich sprte ich ein aufmunterndes Klopfen auf meiner Schulter. Zu meiner Verwunderung war es Frontmann Leif Jensen, der mir wissentlich zuzwinkerte und mir den Klaps gegeben hatte. Na, bei dem "Ritterschlag" musste ich natrlich weiter machen und lie die Kamera ordentlich arbeiten. Leider war es dass dann aber auch schon mit den Hhepunkten, der Rest des Auftritts verlief recht routiniert und ohne jegliche Aufreger.
Das Hamburger Publikum machte zudem dass, was ein Groteil unseres Landes ber den gemeinen Hamburger denkt: man gab sich recht reserviert. Auer den ersten drei Reihen gab es kaum Bewegung, dies mag aber auch der hohen Temperatur geschuldet sein. So begab ich mich dann auch whrend der letzten zwei Songs Richtung Ausgang, um etwas frische Luft abzubekommen, und ein Becher Wasser zu trinken. Ich glaube ich hab vorher noch nie bei einem einzelnen Konzert ein Wasser getrunken. DEW-SCENTED bekamen den blichen Applaus, mehr gab es vom Publikum leider nicht.

Nach einer weiteren kurzen Umbauphase und traditionellen Heavy Metal Klassikern als Pausenradio kamen dann SIX FEET UNDER auf die Bhne. Bei Snger Chris Barnes konkurrieren mittlerweile die Lnge der verfilzten Haare mit der Lnge seiner Ohrlppchen. Dank dem intensiven tragen dieser Ohr Tunnel hngen ihm die Dinger fast bis zum Kinn. Wem es gefllt.....stimmlich ist dem Mann natrlich nichts vorzuwerfen. Es ist ja teilweise kaum zufassen, was der Kollege an komischen Lauten hervorbringen kann. Six Feet Under Six Feet Under Wenn ich da noch an die ersten CANNIBAL CORPSE Scheiben denke, wo sogar professionelle Journalisten der schreiben Zunft es nicht wahr haben wollten, dass Chris Barnes ohne technische Hilfsmittel "singt". Auch seine musikalischen Mitstreiter sind gut drauf und es ging mit Volldampf nach vorne los. "Feasting On The Blood Of The Insane", "No Warning Shot" oder auch "The Day The Dead Walked" gehrten zum Startprogramm. Leider gab es weder bei der Vorband noch bei SIX FEET UNDER eine Setlist, aber eine Menge der Songs kennt man als Fan ja auch so. Die Temperaturen nahmen jetzt schon fast unmenschliche Zge an, es war brllend hei und endlich kamen auch die Besucher in Wallungen. Die Band berzeugte als Einheit und vor allem Bassist Jeff Hughell mit seinem 7saitigen Bass war ein echter Blickfang. Noch mehr Blicke zog Chris Barnes auf sich, der immer wieder seinen Kopf kreiste und seine beeindruckende Mhne ins rotieren brachte. Dass der Mann auch witzig sein kann, davon konnte man sich auch berzeugen. Irgend ein Typ aus dem Publikum warf ein T-Shirt auf die Bhne. Der Snger nahm es in die Hand und fragte ein wenig irritiert, was er denn damit soll. Also warf er dass Leibchen kurzerhand wieder zurck, um dann anzumerken, dass der Werfer lieber den BH seiner Freundin htte werfen sollen, schlielich wrde er "Boobs" richtig cool finden. Der Auftritt ging dann auch gleich weiter, und mit ein wenig Konservation war das Publikum auch schon zufrieden. Es folgten dann noch zum Beispiel "Deathklaat", "Seed Of Filth" und "Reckless". Zu meiner persnlichen Verwunderung spielten SIX FEED UNDER keinen einzigen Songs ihrer "Graveyard Classics" Alben. Dabei htte ich doch fest mit "TNT" gerechnet. Zum Abschluss gab es stattdessen den CANNIBAL CORPSE Klassiker "Hammer Smashed Face", und danach war dann Feierabend. Der Auftritt war gut, aber ohne nennenswerte Hhenpunkte. Vielleicht lag es daran, dass SIX FEET UNDER nicht nur Club Konzerte spielten sondern auch zu Gast auf einigen Festivals waren. Richtig enttuscht war aber eigentlich niemand, den man vor dem Grnspan antraf. Und da auch der Eintrittspreis im humanen Bereich war, kann man von einem guten und gelungenen Abend sprechen.





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