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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MUNICIPAL WASTE, TOXIC HOLOCAUST
Ort Hamburg, Hafenklang
Datum 13.08.2012
Autor Marc Schallmaier & Verena Jurawitz
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An einem recht schwlen Sommerabend ldt das Hafenklang zu einer geballten Ladung Thrash Metal. Ein groes "Ausverkauft" am Eingang wundert hier wirklich niemanden: TOXIC HOLOCAUST und MUNICIPAL WASTE geben sich die Ehre, um den anwesenden Kuttentrgern aller Altersgruppen an diesem Montag einen groartigen Feierabend zu bescheren. Vorfreudig hndereibend betreten auch wir den Kultschuppen an der Elbe, schieben uns am Merchstand vorbei, begutachten dabei kurz die aushngenden Shirts (bei so abgefahrenen Motiven kann man auch 'mal bunt tragen), und schielen Richtung Bhne.

Toxic Holocaust Toxic Holocaust

TOXIC HOLOCAUST erffnen den Abend ohne groes Palaver mit "War Is Hell" und reien auf Anhieb die wachsende Meute mit. Erhobene Fuste und wackelnde Kpfe wohin das Auge reicht. Moshen, Pogen und Circlepit bei groartiger Musik, da ist fr jeden Besucher etwas dabei. Die Stimmung ist sowohl auf, als auch vor der Bhne ausgelassen. Musiker und Fans sind voller Elan bei der Sache und man feiert ein 35mintiges Set bestehend aus acht Titeln. Zwischendurch ist nur minimal Zeit zu verschnaufen, den einen oder anderen Titel anzusagen oder erstaunt anzumerken wie groartig das Publikum an einem Montag Abend abgehen kann. Aber dieses Kompliment mu man den Jungs aus Portland ebenso machen. Ich habe sie vorher noch nicht live gesehen, war aber wirklich auf Anhieb begeistert wie sie ohne Probleme den Saal zum Kochen gebracht haben. Apropos Kochen: Nach einem kurzen Aufbegehren durch einen "Toxic Holocaust"-Chor beginnt die Umbaupause und ein nicht enden wollender Strom aus begeistert schauenden, verschwitzten Menschen bahnt sich den Weg an die frische, "kalte" Luft.(Verena).
Dem ist nicht viel hinzuzufgen, TOXIC HOLOCAUST sind der ideale Einheizer fr den Rest des Abends. Als MUNICIPAL WASTE das letzte Mal die Hansestadt beehrten, brachten sie gleich zwei Vorbands mit, aber keine der beiden Truppen hatte auch nur ansatzweise das entfachen knnen, was TOXIC HOLOCAUST an diesem Abend mit dem Publikum anstellen. Ohne Gnade werden die Thrash Nummern abgefeuert. Ein ordentlicher Teil des Publikums gibt schon einmal richtig Gas, und das soll sich ja beim Hauptact noch steigern. Da das Hafenklang nicht ber einen Fotograben verfgt, packe ich vorsichtshalber Knieschoner und Sturzhelm aus und frage die Leute, die direkt in meiner Nhe stehen, ob sie auch eine Haftplichtversicherung haben...(Marc)

Huch, Strae voll, Hafenklang leer. So schnell kann das gehen. Diese ungewohnte Menge an Platz und Luft bleibt jedoch nicht lange. MUNICIPAL WASTE tragen gerade noch das eine oder andere Instrument auf die Bhne, posen nebenbei fr dankbare Fans vor den Knipsern und stecken mit ihrer guten Laune die so langsam wieder eintrudelnden Massen an. Massen ist gut. Massig Spa gibt es dann auch gleich als die Headliner, angefeuert von Sprechchren "Municipal Waste are gonna fuck you up!", die Bretter betreten und eine Stunde sauber zusammenspielen, nicht schlecht. Auch hier lassen die Besucher sich nicht zweimal auffordern sich vllig zu verausgaben: Alles Gute kommt von oben. Municipal Waste Municipal Waste Neben den Armen sind nun auch ganze Krper ber den Kpfen unterwegs und bahnen sich ihre Wege von der Bhne nach hinten zum Mischpult und wieder zurck. Nicht selten sind gleich mehrere Stagediver und Crowdsurfer gleichzeitig luftboxend oder nahezu laufend unterwegs. Nebenbei gibt es natrlich wieder Moshen und Circlepit fr Fortgeschrittene. Nach Abkhlung jappst man da allerdings vergeblich. Mich verschlgt es im spteren Verlauf des Konzertes vor die Tr, Luft und Wasser sollen meinen Kreislauf aufmbeln. An sich eine gute Idee, aber ich habe ungefhr zehn Minuten gebraucht um mich nach drauen zu kmpfen, nur um dann festzustellen: oh Mist, jetzt kommst du gar nicht mehr rein. Naja, hrt man sich die letzten Titel eben im Vorraum an und beugt am Ende erschpfte Leute wie sie glcklich aus dem Gebude tapern. Alles in allem ein gelungener Abend. Ausgeglichen, wie wohl auch die restlichen Gste und die Musiker, treten wir den Heimweg an, entlang der blau beleuchteten Elbe.(Verena)
Warum spielen MUNICIPAL WASTE im Hafenklang? Da passen maximal 200 Leute rein, und das Quartett aus Richmond knnte locker auch eine Lokalitt mit 500 Pltzen rappelvoll bekommen. Aber wahrscheinlich geht dann genau das flten, was so einen Abend wie heute ausmacht. Publikum und Band verschmelzen zu einer Masse. Zeitweise sind mehr Stagediver auf der Bhne als Musiker, die Krper fliegen im Minutentakt durch die Gegend und allen macht es Spa. Die Band nimmt es mit Humor, wenn mal einer etwas lnger auf der Bhne bleibt, bevor er mit einem satten Schubser zurck in die tobende Menge bugsiert wird. Und ja, zum aller ersten Mal sehe ich live, dass ein Typ auf dem Moshpit luft, unfabar! Der Schwei kommt aus allen Poren, die Meute und die Band verlangen sich alles ab, um zum Schlu sich glcklich in den Armen zu liegen. Was fr ein Tag, was fr ein Konzert.
Da fllt es auch nicht wirklich ins Gewicht, dass der Sound eher unterirdisch ist. Diese Energie und dieses Adrenalin wrde manch Dealer gerne auf Flasche ziehen. Ein absolutes Hammer Konzert von MUNICIPAL WASTE, die einen bunten Querschnitt ihrer bisherigen Verffentlichungen spielen.(Marc)

Setlist: MUNICIPAL WASTE

  • Intro
  • Unleash The Bastards
  • Mind Eraser
  • You're Cut Off
  • Wolves Of Chernobyl
  • The Thrashin' Of The Christ
  • Beer Pressure
  • Authority Complex
  • Acid Sentence
  • Black Ice
  • Wrong Answer
  • The Fatal Feast
  • Toxic Revolution
  • Bangover
  • Sweet Attack
  • Headbanger Face Rip
  • Terror Shark
  • Repossession
  • Sadistic Magician
  • Born To Party





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