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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SUMMERS END OPEN AIR 2003
Ort Andernach, JuZ
Datum 22.08.2003
Autor Thorsten Dietrich & Johannes Giesen
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Das zweite Summers End Open Air hatte tolles Wetter und ca. 1100 Besucher. Der Beginn um 18.00 Uhr haben wir leider nicht geschafft, so dass wir die Koblenzer Band Godmode leider verpasst haben.
Als wir um ca. 18.45 ankamen, sahen wir noch paar Lieder der Band Sincere. Das Publikum war recht sprlich vor der Bhne und schaute grtenteils gelangweilt wie wir auf das Treiben der Band, die optisch wie eine Mische aus Sub Seven und den Donots daherkam und leider auch so hnliche Musik wie die erst genannten machten.
Summer's End - Klick! So ging mir die Combo meilenweit am Allerwertesten vorbei, weshalb ich lieber einige Freunde bequatschte oder mir die Leute ansah.
Es war wohl wie immer so, dass die Fans wegen den Headlinern J.B.O. und Subway To Sally gekommen waren. Die Mischung beider Bands war schon fast revolutionr, auer das beide deutsch singen, scheinen sie nicht viel gemeinsam zu haben, doch es funktionierte.
Manchem Besucher des Festivals konnte man mit aller Toleranz (die ich eh nicht habe) kaum ohne ein Grinsen entgegentreten. Vom kleinen schlecht geschminktem Vampir ber bierbuchige Vokuhilas, einige sehr seltsame Gestalten und unpassend angezogene Frauen (......) bis zum normalen Metaller war alles vertreten. Da fielen die rosa J.B.O. Shirts weniger auf, als manche unpassende Hotpants oder andere Gruseligkeiten. Schn dass alles so locker und friedlich verlief bei diesem gemischtem Publikum.
Viel Zeit zum schauen, trinken und quatschen hatte ich dann ohnehin, da eine ca. 50 mintige Umbaupause kam, wonach der erste Headliner Subway To Sally auftrat.
Die Subways gingen direkt in die vollen und spielten eine Menge Songs der bei manchen umstrittenen aktuellen "Engelskrieger" Platte, was etwas schade ist, da diese schon einige Monate alt ist und man den Fans wohl lieber ein Greatest Hits Programm htte bieten knnen. So wurden einige ltere Songs nicht gespielt, da man ja Songs wie "Knochenschiff", "Kleine Schwester" und "Falscher Heiland" zockte. Die sieben Musiker standen wie immer verteilt auf der etwas kleinen Bhne fr solche eine groe Formation. Mittelpunkt der Show waren fr Summer's End - Klick! mich Fish, Bodenski und Frau Schmitt. Bodenski hat immer mehr die Rolle eines Co-Sngers, eine Tatsache, die mir entweder frher nicht so ersichtlich war, oder auch von mir bersehen wurde. Die Mittealterelemente wurden aber nicht ganz weggeschlossen und so kamen auch mal Flten, Drehleier und der Dudelsack zum Zuge, wenn auch weniger als sonst. Ich persnlich vermisse aber die Percussioneinlage mit den Schdeln von frher, wo immer schn die Funken schlugen. (Oh Mann ich rede ja schon wie einer von der Retro Front, "Frher was alles besser?" Nein, nur manches) Das Publikum war anfangs noch etwas reserviert und so ein Stehpublikum, es sollte noch bis zum letzten Drittel dauern bis etwas mehr Stimmung aufkam um die Snger Eric "Fish" Hecht sehr bemht war. Songs wie "Die Schlacht" und "Das Opfer" oder "Henkersbraut" konnten aber auch jeden begeistern und zeigen, dass die tourfreudigen Subways zu den besten deutschen Livebands gehren. Die Miniflammenwerfer waren ein guter optischer Gag und das Feuerspucken waren nette Effekte, aber wenn sie alleine spielen brennt und rummst es meiner Meinung nach noch mehr. Mit "Herrin des Feuers" konnte das Publikum entspannen und die "Feuersulen" erblicken, die sich auf der Bhne auftaten.
Ohne die Zugabe der "Ruber" durften die Sieben dann nicht von der Bhne gehen.
Routinierte, gute Vorstellung und faire Merchandisepreise lassen ber die Sallys nur eines sagen: Kommt bald wieder!
Dann kam wieder eine eeeeewig lange Umbaupause, worauf ich mir dachte, dass ich J.B.O. sowieso nur gaaanz selten witzig finde ("Verteidiger des Bldsinns", "Ich will Lrm" und ein, zwei andere Songs). Da ich eh krank war, bin ich nachdem sie immer noch am umbauen waren heimgefahren und habe nur noch beim raus gehen den Opener "Ein Fest" (Pet Shop Boys Cover "Go West") gehrt. Dabei bin schreiend zum Auto gerannt.
Summer's End - Klick! Das konnte ich mir auch leisten, da Kollege Johannes sich den debilen Haufen noch angetan hat und dazu jetzt was sagt. Was fr ein tapferer Mann!
J.B.O. spielte leider erst kurz vor 23 Uhr und brachten den zahlreichen Fans zahlreiche Hits, wobei mir als Manowar Fan die "Carry On" Verarsche (.... "Forever J.B.O.") und der True Metal Gag "Verteidiger des Bldsinns" am besten gefallen hat. J.B.O. hatten nette Bhnenaufbauten, wie rosafarbene Marshalls und am Ende ein groes J.B.O. Logo, doch irgendwie fand ich es schade, dass Subway vor dieser Cover Combo spielen musste. Gut, der Gag mit Pavarotti bei "Roots Bloody Roots" war aber schon witzig. Aber vieles lie mich nicht mal grinsen.
Kurz nach 24 Uhr war aber auch schon Schlu, da man nur bis um Mitternacht Krach machen durfte. Die Fans hatten jedenfalls ihren Spa und das ist auch die Hauptsache.

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