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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SUMMER'S END FESTIVAL - THE INDOOR SESSION 2012
Ort Andernach, Juz Live Club
Datum 25.08.2012
Autor A. Meyer & T. Dietrich, Fotos: D. Schfer
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Im Jahre 2011 gab es beim "Summer's End Open Air" ein Unwetter, wodurch die ganze Bhne unter Wasser gesetzt wurde und einiges zu Bruch ging. So musste man das Ganze kurzfristig leider ins Haus verlegen, welches circa 650 Leute fasst. Dieses Jahr hat man das einfach bewusst gemacht, was bei diesem wechselhaften Mchtegernsommer gar nicht verkehrt ist. Mit ein paar Bnken und einer Pommesbude vor der Tr, gab es aber auch in den Umbaupausen die Mglichkeit in der Sonne zu sitzen. Alle Bands bis auf die beiden skandinavischen Headliner, hatten einen Merchstand. Zudem hatte ein Hndler auch seinen Verkaufsstand in Sachen CDs & Co. aufgestellt, so dass man sich in den Pausen sicherlich nicht langweilte! Dass nur etwa 250 Leute da waren kann man vielleicht mit dem berangebot und ein in Mainz stattfindendes Zwei-Tage-Open Air fr die gleiche Zielgruppe begrnden. Manche sagen, dass STRATOVARIUS keine echten Headliner mehr sind, 2013 werden beide Events aber an unterschiedlichen Wochenenden aktiv sein, gut so! (Thor)


DestinationsCalling DESTINATIONSCALLING DESTINATION'S CALLING

Den Opener machten um 16 Uhr die sddeutschen Melodic Metaller von DESTINATION'S CALLING, die mit den in Eigenregie verffentlichten, superben "Invisible Walls" und "End Of Time" schon fr Furore sorgten und nach einem Song die Menge von circa 80 Leuten direkt auf ihre Seiten zogen. Der oft zweistimmige Gesang der beiden Gitarristen Christian Grter und Markus Christian ist live echt gut und auch in Sachen Bewegung hat die Truppe seit meinem letzten Konzert auf der "Headbanger's Night" vor ein paar Jahren etwas an Schchternheit verloren. So war es dann kein Problem die frhen Fans zu begeistern und zum Applaudieren zu bekommen. Das haben sie so gut gemacht, dass sie 2013 noch einmal auftauchen drfen! (Thor)



    Setlist: DESTINATION'S CALLING
  • Feel the Rain
  • Trapped in Silence
  • Dreams died on the road
  • Turning Away
  • End of Time
  • Walls of Babylon
  • Destination's Calling


Dragonsfire Dragonsfire DRAGONSFIRE

Die hessische Band DRAGONSFIRE spielt sich seit Jahren den Arsch ab und nimmt jedes Konzert mit. So muss das auch sein, wenn man weiterkommen will. Ihr Heavy Metal ist die ruppige Variante mit dem Snger Thassilo Herbert, der lospoltert wie der gemigte Sohn von Lemmy und Songs, die unglaublich rau und erdig daher kommen. Kommunikation mit dem Publikum schreiben die vier Musiker gro, wobei das oft Schlagzeuger Jan Mller bernahm, welcher das Publikum anpeitschte. Teilweise warf er sich mit Frontmann Thassilo Herbert die Blle zu, manchmal dachte ich aber: "weniger ist mehr. Trotzdem hat sich die Band mit der riesigen roten Pommesgabel, mit der sich jeder Fan fotografieren lassen konnte, durch ein gelungenes Set geprgelt, bei dem neben Songs der beiden Alben auch Oldies wie "Kings", von ihrer Debt EP, serviert wurden. Auch wenn man mit Ersatzgitarrist unterwegs war, DRAGONSFIRE geben immer alles und haben an den eigenen Liedern Spa. Das kommt an beim Publikum! (Thor)






    Setlist: DRAGONSFIRE
  • My Mashed Insane Brain
  • Kings
  • Blood For Blood
  • Dragonsfire Rockxxx
  • Devil's Road
  • Raging Fire
  • Wings Of Death
  • Shine On
  • Burning For Metal
  • Oath of Allegiance


Custard Custard CUSTARD

CUSTARD aus dem Ruhrpott habe ich vor Jahren mal auf einem "Swordbrothers Festival" gesehen. Ein Album fand ich auch ganz nett, aber seitdem hat auch nahezu die gesamte Belegschaft bis auf Drummer Chris Klapper gewechselt, so dass man 2012 in Andernach von einer ganz anderen Band sprechen kann. Dabei berraschte Snger Oliver Strasse, den man optisch eher in derbere Metalgefilde des Pagan oder Death Metal einordnen knnte (das macht vielleicht der Bart), durch eine abwechslungsreiche Stimme, bei der auch die Schreie saen. Im krassen Gegensatz dazu waren seine mit angenehmer Stimme vorgetragenen, freundlichen Ansagen. Der Rest der Band agierte bis auf die neue Gitarristin Anna positiv routiniert. Laut Drummer Chris ist die Dame nur wenige Monate bei der Truppe, was die Unsicherheit und das Schauen aufs Griffbrett bzw. zum anderen Gitarristen natrlich erklrt. Die Mnner im Publikum haben ihr wahrscheinlich nur auf den Ausschnitt gestarrt, womit ich sicherlich nicht ganz falsch liege. Auf das, Ende 2012, erscheinende neue Album bin ich aber wirklich sehr gespannt und hoffe auf einen echten Kracher! (Thor)


    Setlist: CUSTARD
  • Death from above
  • Creature
  • 300
  • Freedom
  • Charons Call
  • Chance
  • Time To Bleed
  • Dragonslayer
  • Poke The Flames
  • Up To The Sky


RedCircuit RedCircuit RED CIRCUIT

RED CIRCUIT habe ich erst im Mrz bei der Headbangers Night in Konken gesehen, so dass die Wiesbadener mir noch in bester Erinnerung waren. Wie an jenem Abend stiegen RC mit dem bislang unverffentlichten "Spear Of Fate" in ihr Programm ein, dem im Laufe des Sets noch weitere neue Songs folgen sollten, welche eine groe Vorfreude auf das neue Album aufkommen lieen. Drei Jahre nach Erscheinen des letzten Studioalbums, wird es aber auch Zeit fr neues Futter! Natrlich kamen die bekannten Standards der bereits erschienen Alben "Homeland" und "Trance State" beim Publikum noch besser an, weil diese einfach schon bekannt sind. Egal ob hrterer Stoff wie "Under The Sun" oder ruhigere Tne wie in "You Can Sleep While You're Dead", beides stand den Hessen sehr gut zu Gesicht. ber die technische Klasse der Musiker noch viele Worte zu verlieren, hiee Eulen (oder Euros) nach Athen zu tragen. Ein paar Kommentare zu Frontmann Chity Somapala kann ich mir jedoch nicht verkneifen: Der Mann ist einfach ein total auergewhnlicher Typ. Sein exotisches ueres (Herkunft Sri Lanka) und seine sympathisch-kauzige Art machen ihn fast schon automatisch zum Mittelpunkt einer RC-Show. Zu meinem Leidwesen verzichtete Chity an diesem Abend grtenteils auf seine originellen, deutschen Ansagen und verlegte sich auf Englisch, das er eindeutig besser beherrscht, aber was bei weitem nicht so unterhaltend ist. Dafr "frisierte" er seine Haare auf der Bhne noch intensiver als sonst, was bei fast jedem affektiert und affig erscheinen wrde, bei Chity jedoch irgendwie dazu gehrt. Als kleines Gimmick bat er ein Mdel auf die Bhne, die er dann hndchenhaltend ansang, die aber irgendwie nicht wusste, wie sie mit der Situation umgehen soll und stocksteif dastand, bis sie sichtlich erleichtert das Rampenlicht wieder verlassen durfte. Insgesamt legten Red Circuit einen gewohnt gelungen Gig hin, der durch das noch prsente Tageslicht und ein paar Probleme mit der PA ein wenig getrbt wurde. (Alex)


    Setlist: RED CIRCUIT
  • Spear Of Fate
  • Under The Sun
  • Eyes Of A Child
  • The Haze Of Nemesis
  • Homeland
  • World Forgotten Sons
  • You Can Sleep While Youre Dead
  • The Veil
  • See The Light
  • Absinth
  • Sun Of Utopia


Evergrey Evergrey EVERGREY

Wegen EVERGREY war ich hauptschlich beim "Summer's End Open Air". Den Schweden eilt der Ruf einer exzellenten Liveband voraus und da ich bis dahin noch nicht das Vergngen hatte, sie livehaftig zu erleben, galt es diese Bildungslcke zu schlieen. Das Erffnungsdoppel aus "Leave It Behind Us" und "Wrong" vom aktuellen Longplayer "Glorious Collision", stellte einen gelungenen Einstand dar. Trotz der barbarischen Hitze in der Halle (so kennen wir unsere Andernacher Lieblingssauna im Sommer!), trugen alle Bandmitglieder lange rmel. Wenn man die Hitze der Scheinwerfer auf der Bhne hinzu rechnete, war es erstaunlich, wie viel Bewegungsfreude die Musikanten, ob dieser Rahmenbedingungen, an den Tag legten. Apropos Scheinwerfer: Das Licht empfand ich whrend des Sets teilweise als vllig unzureichend. Dadurch, dass die Nebelmaschine auf Hochtouren betrieben wurde, war die Band phasenweise nur schemenhaft zu erkennen. Vor dem Hintergrund, dass die Jungs nicht nur musikalisch, sondern auch optisch, eine wahre Augenweide sind, war dies besonders bedauernswert. Insbesondere Neuzugang Marcus Jidell (ex-Royal Hunt) an der Gitarre ist ein wahrer Hingucker, der bei den weiblichen Fans fr leuchtende Augen sorgt und uns Mnnern neidlose Anerkennung abringt, zumal der Bursche an diesem Abend auch noch sau gut spielte und eine gute Show ablieferte. Gleichwohl stand er, ebenso wie der Rest der Band, im Schatten von Bandleader Tom S. Englund, welcher gut bei Stimme war und seinem Sidekick Jidell in Sachen Gitarrenspiel in nichts nachstand. Beim atmosphrischen "When The Walls Go Down", genoss es Keyboarder Rikard Zander (der Einzige brigens, der neben Eklund der Rundumerneuerung der Band nicht zum Opfer gefallen ist), zumindest einen Song lang im Mittelpunkt zu stehen. Ich liebe dieses Stck! Bei den folgenden "Recreation Day", "Broken Wings" und "A Touch Of Blessing" ging die (bersichtliche) Menge nochmal richtig steil und bereitete EVERGREY einen guten Abgang als Lohn fr einen tollen Auftritt. (Alex)


    Setlist: EVERGREY
  • Leave It Behind Us
  • Wrong
  • As I Lie Here Bleeding
  • Monday Morning Apocalypse
  • Blinded
  • Rulers Of The Mind
  • The Masterplan
  • I`m Sorry
  • Frozen
  • When The Walls Go Down
  • Recreation Day
  • Broken Wings
  • A Touch Of Blessing


 Stratovarius  Stratovarius STRATOVARIUS

STRATOVARIUS sind zugegebenerweise nicht wirklich meine Baustelle. Zwar habe ich natrlich auch das Hickhack um Wirrkopf Timo Tolkki in den Metal-Medien mitverfolgt, mir ging das alles aber herzlich am Arsch vorbei. Dass ich mit meiner Ignoranz fr die Finnen nicht ganz alleine dastehe, zeigt der drftige Besuch des Festivals, der in erster Linie natrlich dem Headliner angelastet werden muss. Die Band nahm es gelassen und prsentierte sich vom ersten Ton an absolut engagiert und professionell. Frontmann Timo Kotipelto animierte das Publikum immer wieder zum Mitmachen und das lie sich auch nicht lange bitten. Ein Markenzeichen von STRATOVARIUS sind die Soloduelle zwischen Gitarre und Keyboards, die fr meinen Geschmack Tastenmann Jens Johannson an diesem Abend fr sich entscheiden konnte, da Saitenhexer Matias Kupiainen sich den ein oder anderen Fehlgriff leistete. Dies tat dessen Spielfreude, insbesondere bei seinem Lieblingsstck "Against The Wind", jedoch keinerlei Abbruch. Die Rhythmussektion arbeitete sehr gut zusammen, obwohl Drummer Rolf Pilve erst in diesem Jahr zur Band gestoen ist. Bei seinem Solo durfte er sich den Fans nochmals ausgiebig prsentieren, bevor "Paradise" und "Hunting High And Low" den Auftritt des Fnfers schwungvoll beschloss. (Alex)


    Setlist: STRATOVARIUS
  • Under Flaming Skies
  • Phoenix
  • Deep Unknown
  • Eternity
  • Against The Wind
  • Darkest Hours
  • Eagleheart
  • Infernal Maze
  • Forever
  • Visions
  • Kiss Of Judas
  • Black Diamond
  • Drum Solo
  • Paradise
  • Hunting High And Low



2013 wird es brigens ein Zwei-Tage-Open Air werden bei dem auch mit Auto gezeltet werden kann! Mehr dazu demnchst bei uns!




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