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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing VIII. AMPHI-FESTIVAL
Ort Kln, Tanzbrunnen
Datum 21./22.07.2012
Autor Jennifer Laux und Marco Klein
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Auch in diesem Jahr strmten wieder ber 16.000 feierlustige Menschen der schwarzen Szene perfekt gestylt und mit tollen Outfits zum nun schon VIII. AMPHI-FESTIVAL in den ausverkauften Tanzbrunnen nach Kln-Deutz. Bereits am Samstagmittag war das Gelnde schon gut gefllt und die Schlange am Eingang erweiterte sich von Stunde zu Stunde. Vorbei an den sympathischen Ordnern, rein ins Getmmel. Die in diesem Jahr bereitgestellten Schliefcher rechts hinter dem Eingangsbereich, waren schnell vergriffen, aber an sich eine wirklich gute Idee. Durch den groen Andrang war gerade das Theater, das unter anderem ein abwechslungsreiches Programm an Vortrgen bot, eine wirklich nette Location, aber schnell berfllt und man musste sich uerst frh dort anstellen, um vielleicht doch noch einen Platz fr eine Vorstellung ergattern zu knnen. Das war leider ziemlich anstrengend und das Rauskommen hat auch dementsprechend Zeit in Anspruch genommen. Das Staatenhaus bot dagegen Platz fr eine Vielzahl der Festivalbesucher und es stand ein Bereich mit Tischen und Sthlen zur Verfgung, um einfach mal die Fe hochzulegen. Einige Verkaufsstnde schmckten die Halle und der Konzertbereich war wie in den letzten Jahren relativ gerumig. Ich persnlich halte mich nicht ganz so gerne darin auf, da die niedrige Deckenhhe schon etwas erdrckend wirkt. Am schnsten ist es doch einfach vor der Hauptbhne, mit dem Blick auf den Brunnen, auf dessen Podest sich XTRA-X wieder prsentierte. Die "Pilze" auf dem Platz vor der Mainstage, spendeten den ntigen Schatten, denn Petrus sei Dank, der es in diesem Jahr einfach nur gut mit uns melivee. Vom ersten Tag an wurden wir mit viel Sonne verwhnt, die dazu fhrte, dass ich mir bereits am ersten Tag einen leichten Sonnenbrand zuzog. Ja, auch wir bekommen Farbe im Gesicht und auf den Schultern.
Impressionen So reichhaltig das kulinarische Angebot auch war (von Pommes und Wurst, ber Reibekuchen, Pizza, Dner, Schokobananen und Crpes war fr jeden Geschmack etwas dabei), so schnell verdurstete mein Portemonnaie. Ich muss mich abermals negativ ber die Preise uern: Essen und Trinken muss man nun mal, wenn man den ganzen Tag auf einem Festival gastiert, dies aber so auszunutzen und sogar einen Unterschied zwischen Wasser mit und ohne Kohlensure zu machen, grenzt schier an eine Unverschmtheit. Leider konnte man dies auch an allen Ecken und Kanten wahrnehmen, denn die Menschen rgerten sich stellenweise lautstark. Muss man die Preise wirklich so hoch ansetzen? Dass steht einfach in keiner Relation und ist wirklich schade! Nicht alle Festivals sind so berteuert und man sollte sich nicht unbedingt ein Beispiel an Rock am Ring nehmen. So, das musste ich jetzt einfach mal loswerden. Nun zum Strand, der nicht zuletzt wegen der vielen Sonnenstunden wieder ein beliebter Platz zum Entspannen und fr das ein oder andere Nickerchen auf einem der Liegesthle war. Zugleich bot er den vorberziehenden "Normalos" an der Uferpromenade des Rheins eine "Schwarze Augenweide", die als beliebtes Fotomotiv galt.
Nun mal zu den musikalischen Schmankerl des Wochenendes: FRONT 242 sind leider nicht angetreten. Sie sagten zum Bedauern vieler Fans ab. Nichts desto trotz bot das AMPHI neben den unzhligen Shopping-Mglichkeiten auch wieder ein ansehnliches Lineup.

Samstag

Der erste Festivaltag startete mit THE WARS, A LIFE DIVIDED, die um 12.50 Uhr die Hauptbhne rockten und EISENFUNK im Staatenhaus.

SPETSNAZ
Wirklich Laune versprhten danach die Jungs von SPETSNAZ. Der Schlagzeuger locker flockig mit Shirt und kurzer Short, der Snger wild umherhampelnd in weiem Hemd und schwarzer Hose wirkten leider etwas verloren auf der Bhne. Anfnglich etwas reserviert, drehte das Publikum dann aber beim Clubhit "Apathy" richtig auf.


MIND.IN.A.BOX
Whrend es im Staatenhaus mit TYSKE LUDDER und den Klnern [X]-RX elektronisch weiter ging, betraten die sterreicher MIND.IN.A.BOX um 14.55 Uhr die Mainstage die mit ihrer Performance ordentlich Applaus ernteten und das Publikum mitzureien wusste. Zeitgleich war der Vortrag des Kriminalbiologen DR. MARK BENECKE im Theater, der einen skurrilen Kriminalfall mit dem Publikum diskutierte, und damit super ankam. Ausgebuchte Sitzpltze und zustzlich stehenden Zuschauern waren restlos begeistert vom "Madendoktor". Das Staatenhaus prsentierte derweil SEABOUND und ASSEMBLAGE 23.


CorvusCorax Camouflage CORVUS CORAX
Groer Andrang herrschte dann um kurz nach vier fr die Truppe von CORVUS CORAX, die mit ihren Spielleuten die gesamte Bhne in Beschlag nahmen und eine damit eine entsprechende Prsenz darstellten. Das Zusammenspiel von einer gigantische Drehleiher, Dudelscken, Flten, Gitarre und Pauken gepaart mit dem charakteristischen Gesang von Castus Rabensang mit entsprechenden Hintergrundchren drhnte aus den Boxen. Der schlechte Sound zum Leidwesen meiner Ohren muss ich gestehen, trbte das Ganze. Die Instrumentierung kam sehr matschig daher. War die Resonanz anfangs noch bescheiden, machte das Publikum zum Ende hin doch noch ordentlich Stimmung.


CAMOUFLAGE
Gut aufgeheizt empfing der Tanzbrunnen danach die Synthie-Pop-Band CAMOUFLAGE, deren Fans erwartungsvoll dem Auftritt entgegenfieberten. Der Frontmann Marcus Meyn, ganz in Wei und stetig tanzend, fllte die Stage mit seinen Mitmusikern Oliver Kreyssig und Heiko Maile. Ein Banner mit der oberen Gesichtshlfte einer Frau galt als Bhnendeko. Als Opener diente "Suspicious Love" und es dauerte nicht lange, bis der Flow auch die Besucher in den Bann zog. Ganz romantisch wurde es bei bei "Love Is A Shield": Prchen lagen sich in den Armen, andere wogen sich im Takt. "The Great Commandment" durfte natrlich nicht fehlen und lie die Stimmung noch einmal ansteigen. Hach, das hat sich doch gelohnt.


[:SITD:] und HAUJOBB
Die Ruhrpottler [:SITD:] standen derweil im Staatenhaus mit ihrem Dark-Elektro vor den tanzenden Massen. Im Anschluss ging es dort weiter mit den IDMlern von HAUJOBB. Daniel Myer prsentierte eine energiegeladene Show mit Titeln seines neuen Album "New World March". Nette Einwrfe in Form einer Moderation dazwischen machten Daniel Myer nicht unsympathischer. Das konnte sich alles sehen und hren lassen.


Eisbrecher EISBRECHER
EisbrecherJetzt aber schnell zurck zum zentralen Ort des Musikgeschehens, es ist EISBRECHER-Zeit. Wow, die Leute waren schon vor dem Betreten der Bhne der Combo voller Elan und gut gelaunt. Da kam auch schon, der "Checker" himself. Eines muss man ihm lassen: Allein seine Bhnenprsenz und die sympathische Ausstrahlung machen ganz schn was her, da hat er noch keinen Ton gesungen. Das wollte ich mir auch einfach nicht entgehen lassen. Papierkanonen knallten gen die tanzende Meute. Von Anfang an suchte Alexander "Alexx" Wesselsky die Nhe zum Publikum. Anfnglich noch mit einer schwarzen Lederjacke, darunter liegender Weste und schwarzem Hemd bekleidet, verlie er spter sogar die Bhne um an der Absperrung mit seinem nun nackten Oberkrper mit seinen Fans auf Tuchfhlung zu gehen. Er dankte dem Wettergott fr dieses unglaubliche Wetter und reichte eine Kamera ins Publikum, damit jeder ein paar Fotos schieen konnte, die er dann als Erinnerung an sich nehmen konnte. Da gab es auch noch einen Dankeskuss zischen dem Checker und dem Gitarristen Jrgen Plangger, da dieser an jenem Tag bereits zum zweiten Mal auf der Bhne stand und trotzdem vor Energie sprhte, wie auch der Rest der Truppe. EISBRECHER spielten alle groen Hits wie zum Beispiel "Misstck", "Vergissmeinnicht", "Schwarze Witwe" oder der Clubkracher "This Is Deutsch". Die Zuhrer waren wie die Band einfach nur gut drauf. Und wen entdeckte ich vorne im Fotograben total gut gelaunt und fleiig mitsingend? Den Herrn DR. BENECKE. Mann, hatte der einen Spa da vorne. Ein gelungener Auftritt mit viel Charme und ordentlich Feuer unterm Hliveern.


NACHTMAHR
In der Halle feierten derweil Fans NACHTMAHR, das Projekt des sterreichischen Musikers Thomas Reiner (L'ME IMMORTELLE und SIECHTUM), und ich zitiere meinen Kumpel hier gerne: "Ein ultrageiler und radikaler Auftritt und uniformierten Schnecken." Damit sei einiges gesagt. Aber auch mit einem Spruch, der unter anderem auf der Leinwand geschrieben stand "Pazifisten sind Menschen, die andere fr sich kmpfen lassen." Da sollte sich dann jeder seine eigene Meinung bilden...


SistersOfMercy THE SISTERS OF MERCY
Jetzt war es an der Zeit den Headliner des Abends zu begren: THE SISTERS OF MERCY, die waren vielleicht vernebelt, da konnte man ja kaum jemanden erkennen. Man kennt die Songs der Band, die schon Musikgeschichte schrieben und vermisst derweil neben den zwei Gitarristen den, der die Basslufe spielt: der Computer lie gren. Zum Auftakt gab es "Kiss The Carpet". Ich war erstaunt, wie verhalten doch das Publikum agierte. Es bedurfte einiger Titel, bis der lahme Haufen vor der Bhne mal in Schwung kam. So sehr ich die SISTERS auch mag, sprang der Funke whrend des Konzertes nicht wirklich ber. Es fehlte der ntige Pep. Als Special Guest begrte die Formation noch die Irin Lisa Cuthbert (ANTIMATTER) auf der Bhne, die einige ihrer Klassiker mitperformte. Eine nette Abwechslung, die aber im Gesamten das Ruder nicht herum riss. Als letzter Titel ertnte das beliebte "Temple Of Love". War mal schn gesehen zu haben, aber umgehauen hat mich dieser Auftritt leider nicht.


ApotygmaBerzerk APOPTYGMA BERZERK
Mehr punkten konnten dagegen die Norweger von APOPTYGMA BERZERK, die um 21:15 Uhr das gut gefllte Staatenhaus aufwirbelten und die Meute in Tanz- und Sangesstimmung versetzten. Die Band wurde von Beginn an abgefeiert und die Fans huldigten den Klassikern, die alle in der Show mit einbezogen wurden. Ein gelungenes Fest.


ApotygmaBerzerk D.A.F.
Wer da noch nicht genug hatte, lauschte noch den Klngen von D.A.F., einer Band aus Wuppertal und Dsseldorf, die sich nach einer Umbaupause von sage und schreibe 40 Minuten, endlich mal auf die Bhne verirrten. Da wird man schon mal ganz schn ungeduldig. Die Bhnenausstattung fiel mit einem Drumkit und einer LED-Wand ziemlich sprlich aus. Frontmann Gabi Delgado-Lpez begrte mit aufgeknpftem Hemd die briggebliebenen mit einem: "Guten Abend deutsche Jungs und deutsche Mdchen, wir sind die deutsch-amerikanische Jugend." Die Einleitung zu "Verschwende deine Jugend" dicht gefolgt vom Clubhit "Tanz den Mussolini". Da konnte nochmal so richtig abgefeiert werden, bis wir dann ein Taxi zum Hotel bestellten, denn unsere Puste war fr heute aus, da ging auch keine Aftershow-Party mehr.



Sonntag

Nach einer angenehmen Nacht im Mercure-Hotel und einem ausgewogenen Frhstck, waren wir gestrkt fr den zweiten Tag, der wie der erste endete: Mit angenehmen Temperaturen. Voller Elan und Energie ging es wieder auf das Gelnde, das bereits zur Mittagsstunde schon fast aus allen Nhten platzte. So waren auch die schattigen Pltze, als die Sonne am hchsten stand, rar gest und viele griffen alternativ zum in schwarze Spitze gehllten Sonnenschirm, um sich wenigstens etwas zu schtzen. Ich muss zugeben, zwischendurch stieg die Lust sich im Brunnen abzukhlen enorm, aber ich blieb anstndig und trockenen Fues. Nun aber zu den Acts:


LORD OF THE LOST, SCHNGEIST und SOLAR FAKE
LORD OF THE LOST waren die ersten auf der Hauptbhne an diesem Tag, whrend SCHNGEIST im Staatenhaus ihren Fans zustzlich einheizten. Um 12:50 Uhr betrat dann ein sichtlich motivierter Sven Friedrich (ZERAPHINE) mit seinem Projekt SOLAR FAKE die Mainstage, berzeugte mit zahlreichen Songs von "Frontiers" und erntete dafr krftigen Applaus.


AestheticPerfection WHISPERS IN THE SHADOW
Kurz vor Ende des Gigs schnell noch rber in die Halle gehechtet, startete das sterreicher-Trio WHISPERS IN THE SHADOW ihr Set, vor erst einmal erschreckend wenig Publikum. Mir ist die Band durch die CD-Reviews die ich schrieb bekannt, aber sie scheinen noch nicht berall ganz etabliert. Schwarz gekleidet und mit Hut begrte Frontmann Ashley Dayour das Publikum zur "Breakfast Show" mit schnem Gothic-Rock, doch man wollte nicht so richtig in die Puschen kommen. Schade eigentlich.


AESTHETIC PERFECTION
Dann noch einmal raus und bei AESTHETIC PERFECTION, einem amerikanisches Elektronik-Musikprojekt, vorbeigeschaut, die mich echt positiv berrascht haben mit ihrer ausgereiften Performance. Sprhte Daniel Grave mit seinen rot geschminkten Augen nur so vor Energie und wirkte mit Kppi, Weste, roter Krawatte und "halben Handschuhen" schn lssig. Ihr Aggrotech machte dermaen Laune, das ich nicht wirklich still stehen konnte.


Stahlzeit
Stahlzeit THE OTHER
Im Anschluss wurde es im Staatenhaus mit THE OTHER aus Nordrhein-Westfalen gruselig und punkig zugleich. Die Bhne liebevoll mit Kerzenschein und Totenschdel dekoriert, passte der mit Schmutz beschmierte Snger in seinem schwarzen "Schnallenoutfit" perfekt dazu. Auch wenn der Sound zu wnschen brig lie, war es eine gelungene Einlage.


STAHLZEIT
Zeit fr die wohl erste Coverband auf dem Amphi (korrigiert mich, wenn ich falsch liege), STAHLZEIT, die sich der Musik ihrer Vorbilder von RAMMSTEIN verschrieben hat: Nett anzusehen mit ihrer kopierten Gestik und Mimik und den dazugehrigen Pyros und die Stimmung schwappte auch ber, aber kein Vergleich zu den mir bekannten "Konkurrenten" von VLKERBAL aus dem Raum Koblenz, die ihr Handwerk meiner Ansicht nach noch besser verstehen und rberbringen. Trotzdem muss ich sagen, dass ich eine Coverband hier fehl am Platz finde, sorry, da wrde ich lieber Newcomern dieser Szene eine Chance einrumen.



CRXSHADOWS COPPELIUS und THE CRXSHADOWS
CRXSHADOWS Die Bhne wieder gerumt, in der Halle kamen Mittelalterfreaks mit den Jungs von COPPELIUS voll auf ihre Kosten, strmten die Darkwaver von THE CRXSHADOWS aus Florida an die vorderste Front. Der agile Frontmann Rogue trieb die Temperaturen mit seiner waghalsigen Kletterakrobatik am Bhnengerst so richtig in die Hhe. Sowohl die musikalische Darbietung als auch die Performance waren durch und durch gelungen. Fr Rogue stand Publikumsnhe ganz weit oben. Er sprang sogar mit einem Satz von der Bhne direkt vor das Absperrgitter, um die Nhe der Fans zu leben. Zwei Tnzerinnen, die auch fr den Background-Gesang verantwortlich waren, zwei Geigerinnen, Gitarre und Keys schafften ein ansehnliches Bhnenbild. Tolle Songs mit inbegriffen.



MonoInc 18 SUMMERS und MONO INC.
MonoInc 18 SUMMERS, das Projekt von Felix Flaucher, auch bekannt als Snger der Band Silke Bischoff, und Frank Schwer gastierte im Staatenhaus, als um kurz vor halb sechs MONO INC. die Position an Gesang und Instrumenten einnahmen. Mastermind Martin Engler in dunklem Mantel gekleidet, war in seinem Element. Schn anzusehen, als bei "After The War" pyrotechnisch Feuerblle in die Luft geschossen wurden. Das Publikum klatschte im Takt und hatte sichtlich Spa. Bei "Gothic Queen" punktete der weibliche Gesang, mit dem stellenweise untermalt wurde. Auffallend auch, endlich mal eine weibliche Person am Schlagwerk zu sehen. Engler selbst hat mich stimmlich nicht ganz berzeugt, aber die Fans schienen zufrieden.





Blutengel CONJURE ONE und BLUTENGEL
Das kanadische elektronische Musik-Projekt CONJURE ONE lie sich im Anschluss von seinen Fans im Staatenhaus feiern. Ein musikalischer Leckerbissen zum Genieen und ruhen. Kurz vor sieben wurde es dann immer voller vor der Hauptbhne. Voller Erwartung auf die deutsche Band BLUTENGEL und den uniformierten Frontmann Chris Pohl. Die Sonne brannte, ein Wunder das Schminke Pohls nicht zerlief. Unter tosendem Applaus betraten zudem vier Damen marschierend, maskiert und in Lack und Leder die Stage, in ihren Hnden blutverschmierte, wehende Fahnen. "We Are The Children" leitet die Show ein. Zwei Sngerinnen in rot und schwarz untersttzten Pohl gelungen mit ihrer Stimme. Obwohl ich mich immer wieder ber die Texte der BLUTENGEL beeumeln knnte, lieferten sie doch eine akzeptable Show, die von den Festivalbesuchern gefeiert wurde.




Blutengel Blutengel COMBICHRIST
Ordentlich was auf die Mtze gab es in der total berfllten Halle mit den Norwegern von COMBICHRIST und den in ein Brenkostm gehllten Andy LaPlegua. Nach den anfnglich technischen Problemen startet das "Chaos" mit "What The Fuck Is Wrong With You". Die Stimmung schoss von Null auf Hundert. Ausnahmezustand wrde ich fast sagen. Die Keyboarder sowohl als Pinguin als auch als Tiger verkleidet, der Drummer im direkten Publikumskontakt und dem Gitarristen der spter noch dazu stie, war die Zoo komplett und hat tierisch "abgerotzt". Adrenalin pur, kann man nicht anders sagen.




AND ONE
Nun aber mal wieder runterkommen und den Headliner des letzten Festivaltages genieen: Die Synthie-Popper AND ONE mit ihrem tanzlustigen Oberhaupt Steve Naghavi. Die musikalische Darbietung an sich war wie auch in den Vorjahren klasse, jedoch konnte merkte man auch am Gesang, das Steve gesundheitlich nicht auf der Hhe war. Bei "Traumfrau" und der "Deutschmaschine" bebte und tanzte die Masse freudig mit. Zu Beginn schaffte es doch tatschlich eine sichtlich sehr betrunkene Frau neben mir ber die Absperrung zu klettern und bevor es die Security letztendlich bemerkte stand sie auch schon neben Naghavi und versuchte mit ihm zu tanzen. Unglaublich wie dreist manche doch sind. Schnell wurde sie aber der Bhne verwiesen und von den Sicherheitskrften in Gewahrsam genommen. Whrend die untergehende Sonne ein angenehmes Licht zauberte, ging auch diese Show langsam zu Ende.


ProjectPitchfork ProjectPitchfork PROJECT PITCHFORK
Die Hamburger PROJECT PITCHFORK, deren Hit "Timekiller" auch wieder von AND ONE gespielt wurde, bildeten nun das Schlusslicht des Lineups im Staatenhaus, wo sich dann all,e deren Beine noch tanzwtig waren, einfanden. Sie lieferten mit einer tollne Lasershow richtig was frs Auge. Peter Spilles hatte das Mikrofon fest in der Hand, prsentierte sich wie gewohnt mit verwurschtelter Frisur und blau-weie Gesichtsmalerei. Positiv ins Auge gestochen sind mir sofort die zwei Live-Drummer: Das macht einfach mehr her als die Beats vom Band abzuspielen. Die Combo lieferte einen Einblick in all ihre Machenschaften und berzeugte nachhaltig.




Wer dann immer noch nicht genug hatte, konnte sich wie am Vortag noch den Rest auf der mit vielen bekannten DJs Aftershow-Party im Theater geben.

Das waren wieder zwei schne Festivaltage mit einem abwechslungsreichen Lineup, rund 40 Bands und Acts auf drei Bhnen und durchgngig schnem Wetter. Was will man mehr? Dank an alle Mitwirkenden und auch die Besucher, die dieses Event zu dem gemacht haben, was es ist: Ein familires Festival ohne Ausschreitungen. Wir sehen uns hoffentlich alle gesund und feierfreudig am 20./21. Juli 2013, zum IX. AMPHI-FESTIVAL wieder. Tickets gibt es ab sofort schon unter www.amphi-festival.de/tickets.

Goth on, eure Jenny.




MonoInc Camouflage DrMarkBenecke Impressionen CRXSHADOWS Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen



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