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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing MADBALL, MOST PRECIOUS BLOOD, BORN FROM PAIN, MAINTAIN
Ort Koblenz, Suppkultur
Datum 08.07.2003
Autor Thorsten Dietrich
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Konzerte im Juli sind schon der Horror! Whrend andere Leute faul in der Natur lmmeln, begeben sich Verrckte wie ich in die Suppkultur um mit 'nem Haufen kurzhaariger prolligen Hardcore aus New York zu schauen. Fr faire 15 Euro AK und 13 VVK konnte man dieses tolle Package erleben. Nur Scheisse, dass die einen in der Supp nie rauslassen, whrend den Konzerten! Aber sonst gibt es da nie was zu meckern.
Da Madball schon auf dem WFF in Leipzig spielten, es wie gesagt Sommer ist, und in weiterer Umgebung Hatebreed spielen, waren auch nur ca. 170 Nasen da. Fr diese Umstnde ein gutes Ergebnis, wenn ihr mich fragt (Macht eh keiner).
Das Merchandise war mal wieder mit 12 - 13 Euro fr ein Shirt uerst fair und als ich vor der Bhne ankam, spielte schon Maintain aus Bremen. Die Bhne war total unaufgerumt und die Jungs mhten sich redlich, wirkten aber eher wie Kiddies, denen die Mama verboten hat sich ne Matte wachsen zu lassen. Da lobe ich mir die Metalkonzerte, wo bissel Show ist und die Bhne nicht wie ein Proberaum aussieht.
Immerhin hatte jede nachfolgende Band ein Backdrop. Wow!
Dann kam das niederlndische Rollkommando von Born From Pain. Die Band hatte wie alle Vorbands des Abend mit der Unsitte zu kmpfen, dass sich kaum einer vor die Bhne wagt. Das ist mir schon bei anderen HC Konzerten aufgefallen. Nur bei kurzen "Kampfsport und Verrenkungseinlagen" oder Schubsereien war was los vor der Bhne.
brigens hat sich ein Fan dabei so verletzt, dass er mit Amnesie ins Krankenhaus gebracht wurde. Das Publikum ist sehr headlinerorientiert, oder die Supportbands waren zu unbekannt? Kann ja auch sein. Born From Pain legten sich sehr ins Zeug und vor allem der Basser nuschelte fters englisch ins Mikro, dass die Leute doch Party machen und nach vorne kommen sollen, oder so. Der Snger rhrte ganz nett und die ganze Band war agil. Vom Sound waren die Kskpp angenehm metallisch und ich erkannte einige Parts wieder, die auch von Bands wie Bolt Thrower oder Slayer htten stammen knnen.
Die nachfolgenden Most Precious Blood waren mehr als auergewhnlich. Immerhin hatten sie eine langhaarige Frau an der Gitarre und einen Snger, der figurmig an Keith Caputo (Life Of Agony) erinnert (klein und schmchtig) und eine witzige Vogelnestlockenfrisur hatte. Was Most Precious Blood neben dem engagierten Stageacting auszeichnete, war das abwechslungsreiche Songwriting, welches sich von der Masse der Prgel und Moshcorebands abhob. Auch die Stimme des Snger kam ab und an mal klar herber. Netter New School HC eben.
Nur der letzte Song war definitiv zu lang gezogen.
Jetzt endlich war es soweit! Die Band, die sich mit den Jahren aus dem Schatten der groen Brder von Agnostic Front gelst hatte, Madball kam zurck (zum zweiten Mal, glaube ich). Neue Songs gab es nicht, aber ein sympathisch wirkender Freddie erzhlte den Fans, dass Madball nach der "Resistance Tour" im Herbst neue Songs schreiben wollen, die 2004 verffentlicht werden sollen.
Endlich war mal Stimmung im Publikum und besonders die metallischen Songs der ersten beiden Platten "Set It Off" und "Demonstrating My Style" hatten es mir angetan. Im Gegensatz zu prolligen "Unity" Gelaber, welches Kollege Markus auf dem WFF ber sich ergehen lassen musste, gaben sich die Jungs erstaunlich bodenstndig und unprollig. Songs wie "Set It Off", "New York City", oder das fette "Down By Law" sind fr mich immer noch das Ma aller Dinge. Aber auch das grlige "Pride..." oder "Hold It Down" wissen zu gefallen.
Immer war Freddie in Bewegung, whrend der dicke Hoya denn Bass bediente und fr die Backings sorgte. Der neue Gitarrero (so neu ist er ja auch nicht........) war ebenfalls etwas bewegungsarm. Aber Freddie riss alles raus!
Leider gingen die Kerle schon nach ca. 45 Minuten von der Bhne und kamen nur fr zwei Zugaben wieder, womit die Spielzeit auf magere (ca.) 50 Minuten kam.
Da lob ich mir doch die Metalbands! War aber trotzdem richtig gut.
YO!

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