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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RUDE - ROCK UNTER DEN EICHEN 2012
Ort Bertingen
Datum 27.07.2012 - 28.07.2012
Autor Marc Fischer und Axel Fichtmller
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Es gibt keinen Supermarkt
Wie schn es doch sein kann, wenn ein Festival quasi um die Ecke liegt. Wie wenig Gedanken man sich um Ankunft und Rckfahrt macht. Einfach weil mans kann. Die Zugfahrt dauert diesmal gerade knappe 20 Minuten. Direkt am Bahnhof hren wir dann auch gleich den besten Witz vom gesamten Wochenende. Einer unserer Mitfahrer hat sich gedacht, dass er sich die Schlepperei mal besser nicht antut und sich seine Getrnke im Ort kauft. Nur doof, das uns weder einer unserer Freunde abholen kann, die schon da sind, noch gibt es berhaupt einen Supermarkt in Bertingen. Naja, auf dem Trockenen gesessen hat er aber nicht. Dafr hat man ja Kumpels, mit denen man zum Festival fhrt.
Fr die letzten 5 Kilometer muss dann also ein Taxi herhalten. Als uns das Unternehmen mitteilt, dass wir aber bis zu einer Stunde warten mssen, macht sich kurz Ernchterung breit. Nach 5 Minuten noch mal angerufen und auf einmal dauerts lediglich noch mal 5 Minuten, bis das Taxi dann auch schon da ist. Schnell den Campingplatz gesucht, der eigens fr uns frei gehalten wird, das Zelt aufgebaut und ein Entspannungsbierchen getrunken. Das Campinggelnde sowie auch das Bhnenareal sind mitten im Wald gelegen. Daher gibts fr Freitag auch erst mal ein Grillverbot, weil die Gefahrenstufe fr mgliche Brnde als zu akut gilt. Aber dafr hat der liebe Gott ja die Raviolis erfunden.
Das ganze Festival wirkt sehr familir, es scheinen sich viele der Metalheads untereinander schon lange zu kennen und dadurch, dass das alles hier nicht so gro ist, hat das alles einen sehr schnen Charme. Man ist sehr nah an allem dran. Nah an den Bands, die ebenfalls auf Tuchfhlung zum Publikum gehen. Die Wege sind berhaupt nicht weit und es ist alles sehr fanfreundlich gestaltet. Zeitweise hat es was vom Amphitheater in Gelsenkirchen, wo das Rock Hard Festival stattfindet. Man kann sich in den Hintergrund auf den Rasen setzen, was einer Art Naturtribne gleicht oder stellt sich unten direkt vor die Bhne.

BLACKEST DAWN
Den Auftakt zum diesjhrigen RUDE liefern die Lokalmatadore von BLACKEST DAWN. Die Magdeburger haben aber mit einer ganzen Menge Widrigkeiten zu kmpfen. Den Bass muss man sich bei den Kollegen von Headshot leihen, weil der Eigene kurz zuvor kaputt gegangen ist, der Schlagzeuger spielt seine erste Show mit dem Rest der Band und der Soundmann versucht wohl auch noch, den richtigen Sound zu finden. Daher klingt der Gesang von Grunzer Frank Mhlenberg satt und eigentlich schon fast zu laut, whrend das Gekreische vom zweiten Snger Jrg Jdes entweder nicht mit dem Soundmann zurechtkommt, oder der Soundmann nicht mit dem Gekreische. Das ndert sich leider auch nicht mehr bis zum Ende der Show. Der Gesang von Jdes bleibt einfach mies. Hier und da sind auch immer mal wieder kleine Verspieler zu merken, was aber nicht verwundert, wenn man mit einem neuen Drummer die erste Show spielt. Als Gag hat man irgendwie im zweiten Song einfach mal die Strophe und den Refrain vom Amon Amarth Song "The Pursiut Of Vikings" eingebaut, was gut funktioniert. Insgesamt merkt man der Band aber den schweren Stand als Opener an. Vielleicht ist es aber daher auch gar nicht so schlecht, dass noch nicht so viele Leute vor der Bhne zu finden sind. Die Vorschusslorbeeren mit der die Band behaftet ist (man klopfte wohl schon mal nach diversen Touren mit groen Bands am ganz groen Zirkus an), kann sie leider berhaupt nicht erfllen.

Blackest Dawn Headshot HEADSHOT
Nachdem HEADSHOT den ersten Titel anspielen wird hier ganz schnell klar, dass das eine gute Show wird. Die Frontdame und ihre Jungs aus Braunschweig sind schon seit annhernd 20 Jahren im Geschft und haben sich hrbar vom Bay Area Thrash inspirieren lassen. Groovig, melodisch und knackig geht es zur Sache und nicht wenige der bis dato noch etwas zaghaften Metaller, lassen sich zum Nackenkurbeln hinreien. Die zwei Herren an den Streitxten spielen gut zusammen und schaffen in Kombination mit den Stampf- und Trabrhythmen der Bass-Schlagzeug-Front einen dicken Sound. Das krftige Organ von Daniela Karrer tut sein briges dazu. Bisweilen erinnert der Gesang sogar an Arch Enemy, aber diese Unterstellung mag auch blo von den blonden Haaren beider Sngerinnen herrhren. Sehr sympathisch ist auch die Bemerkung von Frau Karrer, dass die Hilfe fr Blackest Dawn wegen des kaputten Basses eine Selbstverstndlichkeit ist. Man hilft sich einfach untereinander. Und mit dieser ehrlichen Aussage fhlt man sich doch gleich noch mal ein bisschen enger mit der ganzen Metalfamilie verbunden.

MAINTAIN
Das die Jungs schon seit locker zehn Jahren auf der Bhne stehen, merkt man sofort. Ein ziemlich selbstsicheres Auftreten. Trotzdem werden MAINTAIN hier gnadenlos unterbewertet. Leider finden sich fr die Band gerade mal so viele Leute vor der Bhne ein, dass man sie an einer Hand abzhlen knnte. Dabei stimmt hier schon wieder richtig viel, der Sound ist gut und das Organ vom Snger Timo Bhling berzeugt ebenfalls. Gitarrist Tim Piotraschke begeistert das gesamte Konzert mit starken Riffs und sehr gutem Timing bei seinen Solo-Frickeleien und seinem Tapping. Zeitweise erinnert der Sound ein wenig an Unearth oder auch Sylosis. Mit dem Song "Retribution" schickt man noch mal ein wenig Dank und Respekt an die Jungs von Blackest Dawn raus. Das wars dann auch schon wieder. Als Stilkritik sei dem zweiten Gitarristen noch ans Herz gelegt: Zieh bitte nie wieder eine knallige Nerd-Sonnenbrille auf ein schwarzes Grand Magus Shirt an. Es sieht einfach kacke aus.

POSTMORTEM
POSTMORTEM sind die erste Truppe, die hier mit einem dicken Intro anfngt. Und schlagartig ist es richtig voll vor der Bhne. "Seid ihr bereit fr ein kleines bisschen Hass?" fragt Snger Matthias Rtz. Das Volk antwortet und POSTMORTEM legen los. Das hier alte Hasen am Werk sind, merkt man sptestens, als nach dem dritten Song dem Gitarristen Markus Marth der Sound immer noch nicht passt, er einfach die Box nimmt und in Richtung Soundmann dreht. Damit auch der hrt, dass man nichts hrt. Das man sich selbst aber auch nicht so ganz ernst nimmt und nicht vor Fehlern gefeit ist, fhrt zu einer ziemlich schrgen Nummer am Ende des Sets. Matthias Rtz kndigt whrend eines Breaks im vorletzten Song die letzte Nummer an. Anstelle das Lied aber erst mal zu Ende zu spielen, ist Basser Tilo Voigtlnder schon einen Song weiter. Ist die Frage, ob es berhaupt jemand gemerkt htte, wenn man nichts gesagt htte.

Maintain Postmortem DEBAUCHERY
Wir haben Herrn Gurrath ja bereits auf dem Force gesehen. Zu einer beschissen spten Uhrzeit wohlgemerkt. Hier passt aber alles und vor der Bhne stehen gut Leute. So darf es sein. Weniger schn ist, dass der Sound immer noch nicht wirklich passen will und der Fronter kurzzeitig seine Laune am Monitor vor sich auslsst. Dennoch ist die Show gut. Fast jede Scheibe der Band findet sich im Set wieder und auch neue Hits wie Zombie Blitzkrieg vom 2011er Album "Germanys Next Death Metal" bringen den Pulk ordentlich in Schwung. Und dann darf das RUDE-Volk noch eine extrem heie Stripshow genieen. Auf der Bhne ist dann pltzlich ein junger Metalhead, der auf einem Stuhl Platz findet und von der blonden Schnheit einen feinen Lapdance serviert bekommt. Und jetzt ist es richtig voll vor der Bhne. Jeder mchte einen genauen Blick auf Madame erhaschen und nicht wenigen funkelt der Neid in den Augen. Dem Jngelchen im Stuhl auf der Bhne geht es sichtlich wohl. Er darf auch mal an die blutverschmierten Brste ran und dann ist eine gute Show mit viel nackter Haut auch schon wieder vorbei. Thomas bedankt sich artig und weist noch provisorisch auf den kommenden Spa mit Napalm Death hin.

NAPALM DEATH
Tja, was da schon wieder passiert ist? Eine Fragezeichen-in-die-Luft starrende Menge steht vor der Bhne in Erwartung des ersten Headliners des RUDE. Und der lsst auf sich warten. Die Crewleute springen auf der Bhne herum und der Pulk davor zerstreut sich zu den Flssignahrungsversorgern. Was genau los ist bekommen wir nicht so richtig mit. Was sich dagegen immer strker bemerkbar macht ist der aufkommende Wind und die deutlich khlere Luft. Na es wird doch nicht anfangen wollen zu regnen? Doch, genau das tut es. Aber immerhin tauchen nun auch die verschollenen NAPALM DEATH auf und nach einer etwas lngeren Umbauphase beginnt ein wahnsinnig energetischer Auftritt. Wer Greenway, Embury, Harris und Herrera schon einmal live erlebt hat, wei, dass es hier nicht zimperlich zugeht und sich die geballte musikalische Brutalitt schnell in einem gewaltigen Prgelpit entldt. Whrend es Bindfden vom Himmel regnet peitscht die Band das RUDE-Volk zu Hchstleistungen an. Drei, vier Mal landet jemand sauber auf dem Rcken. Kurzer Stopp, vier helfende Hnde zum Aufrichten und weiter geht es. Unsere Begleiterin bekommt eins auf die Nase. Zum Glck nix gebrochen. Auch hier geht es nach dem ersten Schreck gleich wieder mit voller Kraft weiter. Zwischen den meistens 3-mintigen Titeln nutzt Barney Greenway die Gelegenheit, sich fr die Verzgerung zu entschuldigen und sich immer wieder bei den durchnssten Metalheads zu bedanken. Das gibt nicht nur einen dicken Sympathiebonus, sondern endet auch noch in lautstarken "Zugabe!"-Chorlen. Eine Aufgabe, welche der Band gerne nachkommt und es uns noch einmal richtig besorgt. So hat ein Headliner-Auftritt auszusehen. Und whrend die Crew nach Ende der Show fleiig am Abbauen ist, dauert es noch eine gute Weile, bis sich alle in ihre Zelte verkriechen. Den Ausschank freuts. Das Gewitter in der Nacht ist zwar beunruhigend, aber zu keiner Zeit gefhrlich. So endet die erste Halbzeit absolut erfolgreich und mit viel Bier intus geht es in die Horizontale.

Setlist NAPALM DEATH:
  • Circumspect
  • Errors In The Signals
  • Everyday Pox
  • Cant Play, Wont Play
  • Protection Racket
  • Silence Is Deafening
  • The Wolf I Feed
  • Fatalist
  • Practice What You Preach
  • Quarantined
  • Next Of Kin Chaos
  • Analysis Paralysis
  • Dead
  • Deceiver
  • Dementia Access
  • When All Is Said And Done
  • Unchallenged Hate
  • Nom De Guerre
  • Suffer The Children
  • Breed To Breathe
  • Nazipunks Fuck Off

Zugabe:
  • Scum
  • Human Garbage
  • You Suffer
  • Instinct Of Survival


SAMSTAG
Es ist eindeutig zu frh um aufzustehen und durch den Wald im Rcken ist es angenehm schattig. Eigentlich knnte man sich doch noch mal umdrehen. Gut, eine kurze Runde noch. Wer spielt? "Hunting Area Bay Country"? Also fr uns erst mal nicht. Nach dem Konterbierfrhstck und einem Klangbrei aus Autoanlagengehmmer und dumpfen Wummern aus Richtung der Bhne, brechen wir auf. Immerhin den letzten Song bekommen wir noch mit zusammen mit fnf anderen Zerstrten, die etwas schlaff am Wellenbrecher hngen. Das beschreibt wohl einiges. Offiziell weiter geht es fr uns also mit Weyland.

Weyland Asenblut WEYLAND
Laut der RUDE-Homepage erwartet uns ein "kruder Mix aus Death- und Black Metal der ganz alten Schweden-Schule". Der Snger sieht mit seiner Glatze, dem getrimmten Vollbart und der Brille wie ein Philosoph aus. Die Texte scheinen hauptschlich deutschsprachig zu sein. Zumindest sind es die Titel. Wirklich viel kommt davon aber nicht an. Und auch musikalisch wird eher Durchschnitt geboten. Kein Song mag wirklich hngen bleiben, die Melodielinien hat man auch schon ausreichend bei anderen Combos gehrt. Der Fairness halber muss man sagen, dass die Band auch einfach unter widrigen Umstnden spielen muss, was primr am fast nicht vorhandenen Publikum liegt. Umso aufflliger ist der kleine Trupp aus vier Hanseln, die zwischen jedem Song mehr oder weniger qualifizierte Kommentare gen Bhne schicken. "Sing den nchsten auf Plattdeutsch! Komm schon." ist da fast schon geistreich, weil Snger Stephan aus Greifswald kommt. Er hndelt das aber souvern und kontert mit staubtrockenem Humor.

ASENBLUT
Schon whrend des Soundchecks der Band fllt auf, das sich Frontmann "Tetzel" wahrlich wohl fhlt auf einer Bhne. Er kommuniziert mit dem Publikum und heizt die Menge schon mal prventiv fr den folgenden deutschsprachigen Pagan Metal an. Whrend des Konzerts drckt "Tetzel" dann aber ein bisschen aufs Gaspedal, da er die Zeit, die zum spielen anberaumt ist, voll ausnutzen mchte. Das heit, dass die Ansagen aufs ntigste beschrnkt werden und die Kommunikation ber das Liedgut luft. Von Seiten des Publikums kommt die Show aber sehr gut an und die Band erntet viel Applaus und schwingende Matten vor der Bhne. Zum Abschluss intoniert dann Tetzel mit der Frage "Wo sind die Krieger, die Erben von Siegfried und den Nibelungen?" den Abschlusssong "Nibelungenmaer" und lsst ein zufriedenes RUDE-Volk zurck.

THORNAFIRE
Die drei Chilenen hatten sicherlich die weiteste Anreise bis nach Bertingen. Was hier musikalisch aber angeboten wird, ist nicht mehr als biederer Thrash-Durchschnitt. Zwischen jedem der Songs dauert es gefhlte Minuten, bis die Soundeinstellungen fr das folgende Stck an den Instrumenten passen. Dazu gibt es die mittlerweile schon fast obligatorische Auseinandersetzung mit dem Soundmann, weil auch hier mit dem Bass und dem Monitorsound wieder irgendwas nicht zu funktionieren scheint. Nach kurzer Zeit ist der Auftritt dann auch schon wieder vorbei. Man hat das Gefhl, dass die Band nur drei Lieder gespielt hat, und nicht mal davon ist was hngen geblieben. Wnschen wir der Band fr ihr Europa-Abenteuer noch weiterhin gutes Gelingen.

Thornafire Ingrimm INGRIMM
Die Jungs machen Laune. Punkt. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Die Mischung aus Mittelalter-Folk und Rock zndet von Anfang an, der Snger ist eine charismatische Frontsau und die Jungs aus Regensburg haben sogar ein Trinklied mitgebracht. Das ist Premium, wie unser Kollege von der Security wohl sagen wrde. Der so oft beschriebene Funke springt wieselflink auf das Publikum ber und alle vor der Bhne haben ihr Spa mit den gersteten Recken und der hbschen E-Violinistin. Die stampfenden Rhythmen, welche insbesondere beim Song "Lumpenpack" stark an Rammstein erinnern, bringen etliche Mhnen zum fliegen und es wird sogar getanzt. Ansagen wie "Wollt ihr es laut, schnell und bse? " bekommen lautstark Zustimmung und sogar ein einsames Methorn streckt sich INGRIMM entgegen. Ein sehr stimmiger Auftritt der gefllt.

KNEIPENTERRORISTEN
Naja, die dienstlteste Onkelz-Coverband htte es jetzt nicht zwingend im Line-Up gebraucht. Und obwohl Snger Jrn, dem wir hndeschttelnderweise auch fter auf dem Gelnde begegnen, eigentlich sympathisch erscheint, ist der so hoch gelobte Humor der KNEIPENTERRORISTEN einfach nicht unser Ding. Der erste Song handelt vom Saufen. Der zweite auch, gefolgt vom dritten mit derselben Thematik. Dann kommt Abwechslung ins Spiel: Titten und ficken. Und dann wieder Saufen. Wow, das ist doch mal innovativ. Zum Schluss gibt es dann noch die provisorischen Onkelz-Hits "Wir ham' noch lange nicht genug" und "Auf gute Freunde". Die Klientel hat ihren Spa. Das ist auch okay. Fr uns ist Ingrimm als Party-Anheizer dann aber einfach stilsicherer gewesen.

MILKING THE GOATMACHINE
"Goatfreed konnte heute nicht. Dafr ist unser Kumpel Tony Goatana dabei." So beginnt der Auftritt von MILKING THE GOATMACHINE, die sich erst mal fr das Fehlen ihres Gitarristen entschuldigen. Das hier der Schlagzeuger singt, wird auch erst nach dem zweiten Song klar. War mir die Band noch gnzlich unbekannt, umso begeisterter bin ich beim Auftritt von Minute zu Minute. Allein der Gag mit den Masken, der vlligen Unkenntlichkeit der Musiker, die Art und Weise wie manche Songs gecovert und durch den Kakao gezogen werden, das ist genau die Art von Humor, fr die ich sehr empfnglich bin. Der Sound sowie die Bhnenshow sind klasse. Dass die Band nur mir so unbekannt erscheint, beweisen die zahlreichen Fans vor der Bhne, die teilweise ebenfalls die Ziegenbock-Masken tragen. Am meisten ab geht es dann bei den beiden letzten Liedern, auf die irgendwie die ganze Meute gewartet zu haben schien. "Surf Goataragua", was eine Coverversion von Sacred Reich's Surf Nicaragua ist, fhrt zum grten Circle Pit des ganzen Festivals. Gefolgt vom Kulthit der Band "Ding Dong", der den Platz vor der Stage auch mal eben radikal umkrempelt. Sehr geile Show!

MilkingTheGoatmachine Varg VARG
Den ganzen Tag wird auf dem Gelnde schon mit Kunstblut rumgesaut, das sich nur wenige Zuschauer und Gste glcklich schtzen knnen, noch nichts von der Sauerei irgendwo an den Klamotten oder auf der Haut hngen zu haben. Mit Schuld daran haben wohl auch VARG. Es wird eine sehr gute Show geboten, wo alle Fans auf ihre Kosten kommen. Die Stimmung ist richtig gut, die Songauswahl wird vom Publikum super angenommen, der Sound klingt klasse und genau in dem Moment bricht der Strom komplett zusammen. Alle Instrumente fallen aus und es herrscht erst mal Stille. Snger "Freki" Seiler erfasst die Situation aber recht schnell und versucht die Zeit solange mit einem Wetttrinken zwischen zwei Metalheads zu berbrcken. Nach und nach kommen die Instrumente auch wieder, aber leider hat die Pause mal gut und gerne 15 Minuten gedauert. Als letzten Song lsst der Frontmann dem Publikum schlielich die Wahl, ob "Wolfskult" oder "Rotkppchen" gespielt werden soll. Das Volk entscheidet sich fr Zweiteres und damit verabschieden sich VARG dann auch wieder. Schade, dass die Technik der Band einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

LEGION OF THE DAMNED
Die Umbaupause zwischen Varg und LEGION OF THE DAMNED dauert verhltnismig lange. Und vermutlich ist das weitere Zeitloch im Plan der Grund dafr, warum zum zweiten Headliner des Festivals nicht mehr so viele Leute vor der Bhne stehen. Schade eigentlich, denn schon der routinierte Soundcheck von Drummer Erik Fleuren lsst erahnen, welche Thrash-Salven bald ins Publikum geschossen werden. Nach dem erhabenen Intro und nachdem alle vier Hollnder auf den Planken stehen, geht es auch gleich unerbittlich mit dem schnellen "Sons Of The Jackal" zur Sache. Von Maurice Swinkels hrt man zuerst wenig, was leider auf die Kappe des Soundmanns geht. Schnell sind aber alle Regler auf Optimum und das Bellen des Frontmanns reiht sich in die sgende Gitarrenarbeit von Twan van Geel ein. "Make me fucking deaf!" ist die Ansage. Und dem kommt das RUDE-Volk brav nach. Bei "Malevolent Rapture", "Deaths Head March" und "Cult Of The Dead" wird stellenweise lautstark mitgesungen. Das Set allgemein ist sehr gut aufgestellt und wer bekennender LEGION-Fan ist, bekommt hier eine fette Show geboten. Das absolute Highlight des Abends ist dann aber tatschlich die Ansage von Swinkels, dass doch einfach alle die Bock haben, mit auf die Bhne kommen sollen, um zusammen mit der Legion der Verdammten zu feiern. Das lsst sich keiner zwei Mal sagen und schnell verschiebt sich fr ein Dutzend Headbanger die Perspektive. Es ist ein unheimlicher Spa dem Pulk zuzusehen und trotz Platzmangels sowie dem aggressiven "Werewolf Corpse", zocken LEGION den Song sauber runter. Auch den nchsten Song bleiben die Fans auf der Bhne und danach werden viele Hnde geschttelt. Eine sehr sympathische Geste der Band und ein sehr schner Ausklang eines familiren Festivals.



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