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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing KILLSWITCH ENGAGE, SKELETONWITCH
Ort Hamburg, Grnspan
Datum 19.06.2012
Autor Marc Schallmaier
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Es ist sehr schwl an diesem Dienstag in Hamburg. Da dass Grnspan sicherlich nicht zu den Auftrittsmglichkeiten gehrt, die sehr gut belftet sind, halten sich viele der gut 700 Besucher auch noch kurz vor dem Beginn des Konzertes vor der Halle auf. Da auch ich mal wieder sehr pnktlich am Grnspan auftauche, bleibt an dieser Stelle nicht mehr viel zu sagen. Denn kurz nach dem ich die Halle betrete, beginnt die Vorband SKELETONWITCH zu spielen.

Skeletonwitch Skeletonwitch

Die Amerikaner von SKELETONWITCH beginnen ohne viel Schnickschnack ihren Set. Mit "Erased And Forgotten" von ihrem aktuellen Silberling "Forever Abomination" tritt man das Gaspedal mal eben bis ganz unten durch. Diese Scheibe wurde nicht nur bei uns von Kollegin Steffi mit der Hchstpunktzahl belohnt, sondern konnte nahezu berall brillieren und wurde ohne Ende abgefeiert. Und in der Tat kann dass Quintett die Energie und die Atmosphre ihrer Songs ohne Probleme auch live rber bringen. Weiter geht es mit "Submit To The Suffering" vom Vorgnger Album "Breath The Fire". Man merkt zwar, dass ein groer Teil des Publikums nicht mit dem Material von SKELETONWITCH vertraut ist. Aber die fast volle Halle, erste Bewegungen in den vordersten Reihen und starker Applaus nach jedem Song belegen eindeutig, dass die Truppe wohl jedes Publikum begeistern kann. Die bereits vorhanden Spielfreude der Band wird dadurch noch einmal potenziert, und so schtteln sich die Jungs die Seele aus dem Leib. Snger Chance Garnette vergisst am Anfang auch irgendwie, dass er eine Bierflasche in der Hand hlt, die durch seine Bewegungen irgendwann mchtig zu schumen anfngt. Aber was strt so einen Bren von Mann ein wenig Bier auf der Hose? Die Flasche wird ruckzuck leer getrunken und weiter geht die wilde Fahrt. Insgesamt gesteht der Headliner KILLSWITCH ENGAGE ihrem Anheizer mchtig viel Spielzeit zu, und von Langeweile ist weit und breit Nichts zu sehen. Auch gibt es keine Massenbewegungen in Richtung Tresen oder vor die Tr, obwohl die Luft jetzt schon ziemlich verbraucht ist. Das spricht alles fr einen richtig starken Auftritt von SKELETONWITCH, die ihren Set mit den beiden Granaten Shredding Sacred Flesh und Withing My Blood beenden.

Setlist: SKELETONWITCH

  • Erased And Forgotten
  • Submit To The Suffering
  • Reduced To The Failure Of Prayer
  • This Horrofying Force
  • Repulsive Salvation
  • Beyond The Permafrost
  • The Infernal Resurrection
  • Fire From The Sky
  • Vengeance Will Be Mine
  • Upon Wings Of Black
  • Choke Beyond Betrayal
  • Of Ash And Torment
  • Crushed Beyond Dust
  • Shredding Sacred Flesh
  • Withing My Blood

Nach kurzer Umbaupause und mittlerweile Dschungel Verhltnissen im Grnspan was Temperatur und Luftfeuchtigkeit angeht, entern KILLSWITCH ENGAGE die Bhne. Der ursprngliche Snger Jesse Leech ist nach dem Abschied von Howard Jones wieder dabei, und irgendwie hat man sofort das Gefhl, dass er eigentlich nie weg war. Bitte nicht falsch verstehen, ich halte Howard Jones fr einen groartigen Snger und dass er aufgrund seiner Krankheit sich erst mal auf die Genesung konzentriert, ist absolut nachvollziehbar und verstndlich. Killswitch Engage Killswitch Engage Aber zu keiner Sekunde wirkt Leech wie ein Fremdkrper oder hnliches. Schon nach drei Songs schwitzt der gute Mann ganze Sturzbche, und trotzdem turnt er auf der Bhne herum als wrde es kein Morgen mehr geben. Der Anblick von Adam Dutkiewicz ist ja eigentlich schon das Eintrittsgeld wert. Eine mehr als kurze Jeans Hot Pants, aus der sein Unterhose hervorquillt, dazu ein T-Shirt dass aussieht, als wrde er Weste, Krawatte und Hemd ohne rmel tragen. Auf dem Kopf noch ein rotes Hamburg Bandana, was aber ehr wie eine Badekappe aussieht. Sensationell. Zudem merkt er nach vier Songs an, dass er seit 24 Stunden in Hamburg ist. Und weiterhin dass er seit 24 Stunden betrunken ist. Aber ihm gefllt die Stadt, soso..... Gnzlich werden die Sympathien aufs Spiel gesetzt, als Jesse Leech nicht drumherum kommt und sagt, dass Weibier das beste Bier der Welt ist. Was sdlich der Elbe fr Jubelstrme sorgt, wird im hohen Norden eher etwas irritiert aufgenommen. All diese kleinen Anekdoten kann ich berichten, weil musikalisch nichts aus dem Ruder luft. KILLSWITCH ENGAGE ballern einen Klassiker nach dem Nchsten raus, die Menge tobt und jubelt, singt bei den Refrains lautstark mit und die Band legt eine Spielfreude an den Tag, dass es einfach nur Spa macht, zuzusehen. Da werden Grimassen gezogen, lustige Konversation mit dem Publikum betrieben und rudimentre Kenntnisse der deutschen Sprache an den Mann oder die Frau gebracht. Was will man mehr? Die Shirts waren mit EURO 20,- im oberen Durchschnitt angesetzt und so mancher Besucher sicherte sich sein Andenken aus Baumwolle von einem groartigen Konzert. Wahrscheinlich werden hartgesottene KILLSWITCH ENGAGE Fans aufschreien, dass einzelnen Songs nicht gespielt wurden, die sie definitiv gern gehrt htten. Das mag bestimmt so sein, aber zum Ende hin war es fast nicht mehr auszuhalten in der Sauna. Die letzten drei Lieder genoss ich in sicherem Abstand aber direkten Umgebung der Ausgangstr, um meinen Kreislauf mal wieder ein wenig Sauerstoff zu gnnen. Auf jeden Fall konnte man zahlreiche glckliche Gesichter nach dem Konzert erkennen, was mich in der Erkenntnis bestrkt, dass es von vorne bis hinten ein gelungener Abend fr alle Beteiligte war.

Setlist: KILLSWITCH ENGAGE

  • Fixation On The Darkness
  • Rose Of Sharyn
  • Numbered Days
  • This Is Absolution
  • Self Revolution
  • Take This Oath
  • Prelude
  • Vide Infra
  • Temple From Within
  • The Arms Of Sorrow
  • A Bid Farewell
  • Life To Lifeless
  • My Curse
  • End Of Heartache
  • My Last Serenade
  • Holy Diver





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