Navigation
                
13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ADRENALINE MOB, DOWNSPIRIT
Ort Aschaffenburg, Colossaal
Datum 25.06.2012
Autor Thorsten Schwalbach
>> Als E-Mail versenden

ADRENALINE MOB, die neue Band von Mike Portnoy und Russel Allen, haben mit "Omert" ein wirklich starkes Album vorgelegt. Noch mehr als die beiden begeistert mich auf dem Album die abwechslungsreiche Gitarrenarbeit von Mike Orlando. Der Mann hat es wirklich drauf. Also, voller Freude und Erwartung ging es mal wieder nach Aschaffenburg zum deutschen Tourstart von ADREMALINE MOB. Und es wurde ein begeisterndes Konzert, wo wirklich alle Erwartungen bertroffen wurden.

Downspirit Downspirit

Als Vorgruppe hatten ADRENALINE MOB die deutsche Band DOWNSPIRIT um den ehemaligen FREEDOM CALL - Gitarristen "Cede" Dupont dabei und die passte mit ihrem groovigen bluesigen Hardrock, der auch einige Southernelemente enthlt, hier ziemlich gut hin. DOWNSPIRIT verffentlichen im Juli ihr zweites Album "Bulletproof", von dem sie in Aschaffenburg insgesamt fnf Songs spielten. Snger Steffen Lauth hatte das Publikum gut im Griff und berzeugte mit seiner krftigen mittelhohen Stimme. Irgendwie erinnerte er mich an eine "dreckige" Version von Claus Lessmann (BONFIRE). Auch Cede berzeugte mit seinem bluesigen gefhlvollen Gitarrenspiel. Die einzelnen Songs waren berwiegend im Midtempobereich angesiedelt, aber trotzdem variabel genug, um den Auftritt spannend zu halten. Und nach gut 45 Minuten war die Sache schon wieder vorbei. DOWNSPIRIT drften an diesem Abend sicher den ein oder anderen dazu gebracht haben, mal in ihre Musik reinzuhren, weshalb dieses Konzert fr die Band sicher ein Erfolg war.
Zustzliche Sympathien sammelten sie durch einige T-Shirts, die sie whrend ihres Sets ins Publikum warfen.

Setlist DOWNSPIRIT:

  • Intro (Band)
  • Hellyeah
  • Overload
  • Love Song
  • Highway Run
  • Get The Fuck Up
  • Life After Her
  • Point Of Origin
  • The Wish
  • Good Times

Adrenaline Mob Adrenaline Mob


Nach ungefhr 30 Minuten Umbaupause, in der das Schlagzeug abgedeckt blieb, wurde es dann wieder dunkel. Whrend dem Intro war sprbar, wie das Publikum ADRENALINE MOB entgegenfieberte. Mittlerweile war der Colossaal zu gut 2/3 gefllt. Es war also gut was los und als es losging wurde die Band vom ersten Ton an abgefeiert, besonders natrlich ihr Schlagzeuger. Es gab jede Menge "Portnoy, Portnoy" - Rufe aus dem Publikum, die der sehr gut aufgelegte Mike sichtlich genoss. Fr eine Clubshow war sein auf Hochglanz poliertes Schlagzeug imposant und es war eine Freude, ihm bei seiner kraftvollen und doch verspielten Show zuzusehen und zuzuhren. Die Begeisterung aus dem Publikum bertrug sich direkt auf alle Bandmitglieder, die vom ersten Ton an eine enorme Spielfreude an den Tag legten, stndig in Bewegung waren und so die Fans bis in die hintersten Reihen mitrissen. ADRENALINE MOB erffneten das Konzert mit dem relativ modern gehaltenem "Psychosane", in dem Mike Orlando mich zum ersten Mal mit seiner einzigartigen Mischung aus Geschwindigkeit, Gefhl und Hrte begeisterte. Das folgende "Feelin' Me" ging in ein hnliche Richtung und begeisterte durch Groove und seinen begeistert mitgesungenen geshouteten Chorus. Russell Allen zeigte sich als agiler Frontmann, der das Publikum total im Griff hatte und tadellos sang. Irgendwie wirkte es, als wenn die Tiger von der Kette losgelassen wurde, um im Rahmen von eher direkten Songs zu zeigen, welche Energie in ihm steckt. Danach gab es die erste Ansage, whrend der ADRENALINE MOB richtig abgefeiert wurden, bevor die Band in der bekannten Single "Indifferent" ihre eher melodische Seite zeigte und genauso enthusiastisch ankam.

Kurz darauf zeigten die Jungs in "Angel Sky", dass sie sehr gefhlvolle Balladen schreiben knnen und diese auch live spielen. Russels einfhlsamer Gesang war hier grandios und der Refrain wurde von den Fans beeindruckend mitgesungen. Danach holte einen das Riffgewitter "Freight Train" wieder in die "harte" Realitt zurck, bevor "Come Undone" besonders in seinem eingngigen Chorus total begeisternd ankam. Ich htte nicht gedacht, dass mich ein DURAN DURAN - Song mal so mitreien wrde. Die sehr gute Stimmung im Publikum wurde von der Band wohlwollend honoriert. Auch Mike Portnoy suchte immer wieder durch Ansagen den Kontakt zum Publikum. Mittlerweile hatte er seine Sonnenbrille abgenommen und strahlte Sympathie und Begeisterung aus. Im heftigen "Believe Me" sorgte Mike Orlando mit ausgedehnten Shreddersoli fr Spannung im Song und erhielt den verdienten Applaus, bevor mit der Ballade "All On The Line" das Highlight des Abends folgte. Gefhlvolle clean gespielte Gitarren in den Strophen, ein krftiger Refrain, ein Snger, der den Song lebte und ein abwechslungsreiches Solo - hier haben ADRENAILNE MOB den Begriff "Powerballade" neu definiert. In "Hit The Wall" wurde dann richtig das Gaspedal durchgetreten bevor die agile "Frontreihe" der Band den Colossaal bei "Undaunted" in eine riesige Hpfburg verwandeln, um anschlieend unter enthusiastischem Beifall zum ersten Mal von der Bhne zu gehen.

Adrenaline Mob Adrenaline Mob

Sehr schnell ging es aber mit dem berragend umgesetzten "The Mob Rules" weiter. Russels kraftvolle melodische Stimme kam dem Original sehr nahe und auch Mike Orlando hielt sich im Solo eng an die Vorgabe. So soll es sein. Anschlieend zeigte Russel in "War Pigs", dass er auch den anderen BLACK SABBATH - Snger sehr gut drauf hat. Hier gaben die Fans nochmal alles und sangen die einzelnen Zeilen in Abwechslung mit dem Snger. Diese Begeisterung bertrug sich auf Russel, der einfach mal ber den Fotograben ins Publikum kletterte und dort das Stck zu Ende sang. Coole Aktion. Danach war nach knapp 80 Minuten leider endgltig Schluss. ADRENALINE MOB wurden verdient ohne Ende abgefeiert. Die ganze Band kam zum Bhnenrand, zeigte sich nochmal obersympathisch und klatschte die ersten Reihen fast komplett ab. Diese Band hat mich auf ihrem Album schon begeistert, aber durch ihre Spielfreude, ihre Virtuositt und ihre Abwechslung in Aschaffenburg als echten Fan gewonnen. Danke fr dieses Konzert! Ihre sympathische Art, die sie auch vor dem Konzert zeigten, als die Jungs noch auf dem Weg zu ihren Garderoben gerne Autogrammwnsche erfllten, hat dabei dem ganzen noch die Krone aufgesetzt. Das war hoffentlich nicht mein letztes Konzert mit dieser starken Band.

Setlist ADERNALINE MOB:

  • Intro (Band)
  • Psychosane
  • Feelin' Me
  • Indifferent
  • Down To The Floor
  • Angel Sky
  • Freight Train
  • Come Undone
  • Believe Me
  • All On The Line
  • Hit The Wall
  • Undaunted
  • Zugabe:
  • The Mob Rules
  • War Pigs





Downspirit Downspirit Downspirit Downspirit Adrenaline Mob Adrenaline Mob Adrenaline Mob Adrenaline Mob Adrenaline Mob Adrenaline Mob Adrenaline Mob Adrenaline Mob



<< vorheriges Review
CALLEJON, WASS BASS - Kln, Luxor
nchstes Review >>
KILLSWITCH ENGAGE, SKELETONWITCH - Hamburg, Grnspan


Zufällige Reviews