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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ROCK HARD FESTIVAL 2012
Ort Gelsenkirchen, Amphitheater
Datum 25.-27.05.2012
Autor Marc Schallmaier & Alexander Meyer
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Dadurch, dass Kollege Butz, der bislang immer vom "Rock Hard Festival" berichtet hat, in diesem Jahr verhindert ist, komme ich zum ersten Mal in den Genuss fr My Revelations ins Gelsenkirchener Amphitheater zu pilgern. Fr einen Schalke-Fan, der regelmig die Veltins Arena besucht, ist das Ganze eh ein Heimspiel und so ist der Weg schnell gefunden. Im Schlepptau habe ich zwei australische Freunde (Howdy Greg & Mel!) und vor Ort wartet schon Kollege Schallmaier - was soll da schon schief gehen?! Die hervorragende Organisation kommt schon beim Eintreffen am Eingang zum Festivalgelnde zum Tragen, wo ich freundlich auf den dortigen Parkplatz geleitet werde. Meinen Presseausweis darf ich von keiner Geringeren als Jenny Rnnebeck entgegennehmen. Mein Tagtraum, dass sie mir das Ding, samt Siegerkuss, wie eine Goldmedaille umhngt, bleibt leider unerfllt. Dafr lsst das Wetter keinerlei Wnsche offen. Es ist fast schon zu hei und sonnig, sodass Sonnencreme und Kopfbedeckung im Laufe des Tages fast unerlsslich werden, zumal die Location nur wenig Schatten bietet. Im Laufe des Tages kann man immer wieder beobachten, wie die Leute sich in schattigen Ecken zusammenrotten oder verschiedene Techniken entwickeln sich anderweitig vor Sonnenbrand zu schtzen. So beobachte ich beispielsweise einen Naturburschen dabei, wie er sich Wasser ber den Krper schttet und sich dann mit Dreck einreibt - jedem das Seine. (Alexander)

KRISIUN

Meine Wenigkeit ist bereits am Freitag angereist, so richtig intensiv mit dem Geschehen auf der Bhne befasse ich mich aber erst mit den Brasilianern von KRISIUN. Das Programm vorher luft fr mich eher unter dem Begriff belanglos. Leider haben KRISIUN entweder einen verdammt schlechten Tag erwischt oder die Knppel-aus-dem-Sack Musik des Trios funktioniert einfach nicht bei unfassbarer Hitze und Sonnenschein. Fr die Sdamerikaner ist das Wetter keine Entschuldigung, dass drfte ihnen nicht unbekannt vorkommen. Aber der Sound ist teilweise zu matschig oder es liegt an mangelnder Spielfreude, denn die Songs sind kaum auseinander zu halten. Auf Platte funktioniert das wesentlich besser, und so drehe auch ich im Laufe des Auftritts irgendwann wieder ab und suche mir ein schattigeres Pltzchen. (Marc)

KVELERTAK

Als nchstes soll dann schon ein richtiges Highlight an den Start gehen. KVELERTAK aus Norwegen gelten schon lange nicht mehr als Geheimtipp und so verfolge ich mit Staunen das Geschehen auf der Bhne. Im vergangenen Jahr durfte ich Band bereits beim "Wacken Open Air" sehen, und ich war restlos begeistert. Diese einzigartige Mischung aus Metal, Hardcore, Punk, Black Metal und was sonst noch alles, zndet live richtig amtlich und verwandelten das Amphitheater in Gelsenkirchen in einen Hexenkessel. Snger Erlend lsst es sich auch diesmal nicht nehmen, mehrere Ausflge in den Fotograben und in die ersten Zuschauerreihen zu unternehmen. Das Publikum dankt es KVELERTAK mit viel Bewegung und Crowdsurfen. Ich gehe jede Wette ein, dass die Skandinavier noch eine glorreiche Zukunft haben werden. (Marc)

TURBONEGRO

Ausklingen darf der Freitag Abend mit den unverwstlichen TURBONEGRO, und nicht nur ich war gespannt wie ein Flitzebogen, wie der neue Snger Tony Sylvester sich einem Festival Publikum prsentiert. Das Ganze darf man als ordentlich bezeichnen. Sicherlich lebten TURBONEGRO auch von der Prsenz des ehemaligen Sngers Hank Van Helvete, aber Tony Sylvester verfgt ebenfalls ber eine gewisse Ausstrahlung. So oder so kamen Songs wie "Are You Ready For Some Darkness" oder "All My Friends Are Dead" gut beim Publikum an. Dies besteht natrlich zu groer Anzahl aus Turbojugend Kutten Trgern und Leuten mit Matrosenhtchen auf. Ansonsten ist der Auftritt solide, sonstige Spielereien wie Wunderkerzen im Hintern gibt es nicht zu sehen, auch die Kommunikation wird auf ein Minimum beschrnkt. Das ndert nichts an der guten Stimmung im weiten Rund und so kann man von einem gelungenen Abschluss des ersten Tagens sprechen. (Marc)

Da der Samstag dem Freitag in Bezug auf das Wetter in nichts nachstellen will, brennt auch heute die Sonne ohne Erbarmen auf alle Beteiligten. Anscheinend ist auch die ein oder andere Party am Freitag Abend nach dem offiziellen Ende aus dem Ruder gelaufen, denn viele trifft man zur Mittagszeit gar nicht an oder nur schwer verkatert und mit Sonnenbrillen getarnt. Die Organisatoren erlaubten es zwar den Besuchern, einen 1,5 Liter PET Flasche mit auf das Gelnde zu nehmen, bei diesen Temperaturen musste man aber gewaltig mehr unalkoholische Getrnke zu sich nehmen, um den Kreislauf stabil zu halten. Auf dem Gelnde kosten die Soft Drinks wie Cola, Fanta oder Mineralwasser satte EURO 3,50 den 0,4 Liter Becher. Sorry, aber das ist eine Sauerei ersten Ranges und nach meiner Meinung nicht zu entschuldigen. Rein rechtlich ist das zwar alles korrekt (Stichwort: Apfelsaft-Paragraph), dem Publikum und dessen Gesundheit gegenber aber alles andere als fair. (Marc)

Dr. Living Dead Dr. Living Dead

DR. LIVING DEAD

Ich persnlich whle lieber von Beginn an die Strategie, mich mglichst nah vor der Bhne aufzuhalten, wo die Dachkonstruktion wenigstens ein wenig Schatten spendet. Auf diese Weise erlebe ich DR. LIVING DEAD so hautnah, dass ich mit Sicherheit ihre Pickel zhlen knnte, wenn sie nicht diese Totenkopfmasken tragen wrden. Die Schweden machen es einem alleine schon dadurch schwer genug ordentliche Bilder zu schieen, dass sie stndig in Bewegung sind. Mit ihrer Mischung aus Nuclear Assault, Slayer und den Suicidal Tendencies geben sie einen idealen Opener ab, um die Menge anzuheizen, sofern das bei 30 Grad berhaupt notwendig ist. So begibt es sich, dass der erste kleine Circle Pit des Tages bereits um ein Uhr mittags zu rotieren beginnt. Richtig kultig tritt der Bandroadie mit Vokuhila-Frisur, Spandexhose und Top in Erscheinung, auch wenn das rein stilistisch eher zu einer Glamband passen wrde. (Alexander)

MOTORJESUS

Die aus der Nachbarschaft angereisten MOTORJESUS sind fr mich die berraschung des Tages. Mit ihrem grunge-geschwngerten Heavy Rock spielen sie sich vom ersten Song an in mein Herz und ich bin mit meiner Begeisterung nicht allein. Nicht umsonst stehen die Mnchengladbacher auf vielfachen Wunsch der Fans auf dem Billing. Der Freude darber lassen sie in jeder Minute freien Lauf und Snger Chris Birx betont dies auch in seinen Ansagen. In Zeiten, in denen Volbeat zu Megasellern avancieren, msste der Boden fr eine Band wie Motorjesus eigentlich bereitet sein. Kommt da etwa das nchste groe Ding seit der Erfindung der Silikonspritze auf uns zu?!(Alexander)

PORTRAIT

PORTRAIT sind auf deutschen Bhnen in den letzten Monaten ein wenig berreprsentiert. Ich selbst hatte die Satansbraten erst krzlich beim "KIT" begutachten drfen und sie da schon als zu leicht befunden. Es reicht einfach nicht, sich ein umgedrehtes Kreuz um den Hals zu hngen und wie der King (Nein, nicht Elvis!) zu singen. Davon mal abgesehen, dass das Original immer besser ist als die Kopie, fehlt den Schweden ganz einfach die (okkulte) Ausstrahlung von King Diamond oder Mercyful Fate. Vieles wirkt einstudiert und man gewinnt den Eindruck, dass das Programm einfach nur abgespult wird. Vielleicht sind die Jungs einfach ein wenig berspielt und sollten sich mal ne Pause gnnen... (Alexander)

Da kann ich dem Kollegen im Groen und Ganzen nur zustimmen, mchte allerdings anmerken, dass ich sie dann doch ein Stck besser fand wie auf der vergangenen Tour. Da hatten PORTRAIT auch einen anderen Snger am Start, der einfach nur noch peinlich war. Allerdings verzichteten die Herren auch heute nicht auf ihre schwarze Strumpfhosen. Sensationell! (Marc)

Hell Hell

HELL

Bei den nachfolgenden HELL wirkt zwar auch einiges einstudiert, dies allerdings mit Sinn und Verstand. Man kommt sich eher vor, wie bei einer Musicalauffhrung als auf einem Metalfestival. Die Choreographien der Gitarristen kennt man so oder hnlich ja schon von Urgesteinen wie Accept oder Priest, aber die Show, die Frontmann David Bower auf das Parkett legt, ist im wahrsten Sinne des Wortes bhnenreif. Seine Ansagen im feinsten Shakespearian English und seine theatralische Krpersprache ziehen einen unwillkrlich in seinen Bann. An seinem Gesang mgen sich ja die Geister scheiden, aber seine Entertainerqualitten kann wohl niemand in Abrede stellen. Der Rest der Band wirkt wie eine Ansammlung von Orks aus "Herr der Ringe" und schwitzt sich in seinen schwarzen Klamotten die Schminke aus dem Gesicht. Diejenigen die Hell unlngst im Vorprogramm von Accept erleben durften, bekamen indoors, mit entsprechender Lightshow, sicherlich einen noch besseren Eindruck von deren Show. Die Bandhits "On Earth At It Is In Hell" und "Save Us From Those Who Would Save Us" sind jedenfalls hinlnglich bekannt und werden vom Publikum laut mitgegrhlt. (Alexander)

UNLEASHED

An einem langen Festivaltag wie diesem braucht man einfach mal eine Auszeit, welche ich mir bei UNLEASHED gnne. Zwar kndigt Frank Albrecht die Deather vollmundig an, aber schon bei den ersten Tnen und sptestens nach den ersten militaristisch klingenden Aufforderungen ihrem "Batallion" beizutreten, habe ich keinen Bock mehr (Alter, ich bin nicht umsonst Kriegsdienstverweigerer!) und mache von meinem Presseausweis Gebrauch. Im VIP-Bereich (Mann, bin ich heute wichtig!) steht ein Kicker und ich fange mir ne 4:6-Klatsche, ohne zu wissen, dass unsere Fuball-Nationalmannschaft sich kurze Zeit spter, beim EM-Testspiel gegen die Schweiz, eine hnlich empfindliche Niederlage einhandeln wird. Was soll's die kalten Getrnke und der Dner, den ich mir danach genehmige, schmecken trotzdem. Das nennt man wohl Frustfressen! (Alexander)

Um kurz nochmal auf UNLEASHED zu kommen muss man einfach sagen, dass die Band wohl ihren Zenit berschritten hat. Sicherlich, um die zwanzig Minuten macht der Auftritt noch einigermaen Spa, danach verfllt der Gig aber immer mehr in Richtung Eintnigkeit und Langeweile. Selbst ein Song wie "The Immortals" zieht heutzutage nicht mehr die Wurst vom Teller. Wenn man mitbekommt, was derzeit an guten Death Metal Alben aus Schweden kommt, sollten UNLEASEHD mal tief in sich gehen und berlegen, wie die Zukunft der Band aussehen soll. (Marc)

TANKARD

Nach einer Stippvisite beim Metalmarket betrete ich pnktlich zu TANKARD abermals das weite Rund. Die Rnge sind mittlerweile gut gefllt und man muss schon ein wenig um einen guten Platz kmpfen. Die vier Suffkppe, allen voran "The Biggest Loser" Gerre, sind wie gewohnt mit tierischem Spa bei der Sache. Genau wie aus der Konserve nutzt sich der Beer Metal der Frankfurter aber nach kurzer Zeit ab und man realisiert, wie eindimensional und teilweise sogar peinlich das Ganze ist. Vor allem Gerres stndige "Ihr seid so geil!"-Bekundungen in Richtung der Menge und sein unkoordiniertes Rumgetorkel nerven einfach. Da hilft auch die mit einem amtlichen Hftschwung ausgestattete (Erotik)Tnzerin, die den Frontmann zwischendurch zchtigt und sich von ihm mit Bier berschtten lsst, nix mehr. Wenn man nicht selbst schon vllig verstrahlt ist, kann man Tankard bis zum Ende kaum ertragen, sodass ich mir lieber im Pressebereich den 5:3-Todessto gegen unsere Nationalelf anschaue. Das kann ja heiter werden bei der EM... (Alexander)

Okay Alexander, hier muss ich Dir ein wenig widersprechen. Unbestritten ist der T(h)rash Faktor bei TANKARD ziemlich hoch. Auch die angefhrten Ansagen knnten ein wenig origineller sein, aber trotzdem ist bei dem Quartett aus Fankfurt im Publikum die Hlle los und die Jungs werden gnadenlos abgefeiert. Das sollte man auch erwhnen. Songs wie "Zombie Attack", "The Morning After" oder "Chemical Invasion" sind halt Klassiker des deutschen Thrash Metal und werden wohl immer noch bejubelt, wenn Gerre mit Sttzstrmpfen, Sauerstoffmaske und Zivi auf der Bhne steht. (Marc)

Psychotic Waltz Psychotic Waltz

PSYCHOTIC WALTZ

Endlich ist es soweit. Der eigentliche Grund meines Erscheinens wird durch Dr. Prog himself, Michi Rensen, als "die beste Progressive Metal Band aller Zeiten" angekndigt. Als Rock Hard-Leser wei man, dass Rensen gemeinhin nicht gerade mit Superlativen um sich wirft und aus eigener Erfahrung (Es gibt keine Band, die ich hufiger live erleben durfte.) nickt man wohlwissend, wie recht er hat. Beim "KIT" hatten PSYCHOTIC WALTZ noch einen epischen, zweieinhalbstndigen Set hingelegt, sodass sich mir zunchst die Frage stellt, wie die Songauswahl am heutigen Tag aussehen wird. Mit dem Erffnungstriple bestehend aus "Ashes", "Out Of Mind" und "Tiny Streams" ist erst einmal alles wie gehabt. Auch das sperrige "In This Place" bringen die Kalifornier zu meiner berraschung wieder. Man ist anscheinend nicht gewillt, es dem gemischten Festivalpublikum einfach zu machen. Dies schlgt sich darin nieder, dass ein Teil der Besucher sein Heil in der Flucht sucht. Diejenigen allerdings, die am Ball bleiben, werden mit etwas eingngigerem Material vom "Mosquito"-Album entschdigt. Von diesem gibt es heute, genau wie von "Bleeding" lediglich zwei Songs zu hren. Den Hhepunkt stellt wie immer das Titelstck des besten Albums aller Zeiten (Ja, auch ich bin im Falle PW nicht um Superlativen verlegen!) "Into The Everflow" dar. Der hypnotisierende Gesang von Devon Graves und die Twinsoli vom kongenialen Gitarrenduo Mc Alpin/Rock lassen die Seele transzendieren und man vergisst den ganzen Trubel um sich herum. Wenn man danach die Augen ffnet, sieht man lauter entrckte Gestalten um sich herum und realisiert, dass man nicht der einzige ist, auf den diese Musik wie eine Droge wirkt. Das unvermeidliche, aber immer wieder wunderschne, "I Remember" enthlt den ein oder anderen schiefen Ton, was bei diesen Perfektionisten normalerweise nicht vorkommt. Dafr scheinen die Misstne innerhalb der Band endgltig ausgerumt zu sein, was sich in fast beilufigen Gesten offenbart, z.B. wenn Snger Devon Graves (wie immer mit unnachahmlicher Mimik und Gestik!) seinem Bassisten Ward Evans kurz von hinten die Schultern massiert. Norm Leggio schwebt als frischgebackener Papa sowieso im siebten Himmel. Den Abschluss bilden dann zwei weitere Klassiker von "A Social Grace", dem besten (Debt)album aller Zeiten (Haha!). Nach "Nothing" bin ich vllig ausgepumpt und gleichzeitig irgendwie glcklich. Gut zu wissen, dass eine Waltz-Show nach all den Jahren immer noch die gleiche Wirkung auf meinen Organismus hat. (Alexander)

BOLT THROWER

Bei BOLT THROWER ziehe ich mich dann auf die hinteren Rnge zurck. Auch wenn ich kein Death Metal-Fan bin, erkenne ich eine gute Band aus diesem Genre und das sind die Briten ganz sicher. Mit traumwandlerischer Sicherheit schieen sie einen Hassbolzen nach dem anderen in die Arena. Egal ob ultra schnelle Blastbeats oder fiese Midtempopassagen, BOLT THROWER klingen heavy as fuck, was letztendlich auch dem glasklaren, druckvollen Sound geschuldet ist, den die Rock Hard-Crew whrend des gesamten Tages aus den Boxentrmen zaubert - Kompliment! Das Amphitheater ist jetzt bis zum letzten Platz gefllt und es ist wirklich beeindruckend, zu sehen, wie diese Masse von Leuten kollektiv bangt, fistraist und shoutet (Entschuldigt dieses Anglizismentripel!). Um die Menschenmassen zu vermeiden, mache ich mich etwas frher auf die Socken. Bolt Thrower Bolt Thrower Eigentlich will ich nochmals beim Metalmarket vorbeischauen, aber der hat leider schon dicht. Dies schmlert allerdings in keiner Weise die Faszination dieses tollen Festivaltages, auch dank der netten Gesellschaft - greetings to Australia!(Alexander)

BOLT THROWER sind und bleiben eine Macht. Punkt, Aus, Fertig! Privat war ich dieses Jahr auf dem "Boltfest" in London, um mit 2500 anderen Wahnsinnigen das Bandjubilum zu feiern. Zu meinem Glck unterschied sich die Setlist vom besagten Auftritt im HMV Forum in London doch um eine ganze Reihe von Liedern, so dass ich in den Genuss von anderen Stcken kam. Denn nachdem ich meine Pflicht im Fotograben erledigt habe gibt es kein Halten mehr und ich schmeie mich in die Menge. Und ja, man gebe mir das Phrasenschwein wenn ich sage, dass ein BOLT THROWER Konzert immer noch das Gefhl in einem weckt, von einem Panzer berrollt zu werden. Diese schonungslose Brutalitt von Songs wie "Mercenary", "Killchain", "Worldeater" oder "Cenotaph" mhen einfach alles um, was ihnen im Weg steht. Dabei ist der Auftritt eigentlich unspektakulr. Die Herren und die Dame kreisen und/oder schtteln oft und gerne ihre Haare, da gibt es ein paar Schritte nach rechts und dann wieder nach links, dass war es dann auch schon. Aber die Englnder lassen ihre Songs fr sich sprechen, und dass ist auch gut so. Zum Abschluss gibt es dann noch den absoluten Klassiker "When Cannons Fade", bevor das Konzert mit einem Granateneinschlag aus den Lautsprecherboxen beendet ist. Ich fr meinen Teil habe immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass BOLT THROWER doch einmal ber ihren Schatten springen und ein neues Album aufnehmen. Nebenbei sei noch angemerkt, dass die Band ihr Merchandise zu eigenen Konditionen rauskloppt, was zur Folge hat, dass der Extra Stand bevlkert ist wie eine Freibier Bude. Die Leibchen kosten zwischen 10 und 12 Talern, und da man nur noch bei Konzerten Shirts von BOLT THROWER kaufen kann, ist der Andrang auch nachzuvollziehen. Bereits nach einer guten Stunde sind einige der Hemden in der Standard Gre XL ausverkauft. Aber auch das Merchandise der anderen Bands ist zu korrekten Preisen kuflich zu erwerben. Da habe ich auf vergangenen Festivals schon ganz andere Sachen erlebt. (Marc)

Setlist:BOLT THROWER

  • Contact-Wait Out
  • When Glory Beckons
  • Rebirth Of Humanity
  • Mercenary
  • IVth Crusade
  • Worldeater
  • Cenotaph
  • Warmaster
  • Salvo
  • Where Next To Conquer
  • Killchain
  • Forever Fallen
  • ...For Victory
  • At First Light
  • No Guts, No Glory
  • When Cannons Fade

Leider endet unsere Berichterstattung hiermit, denn mein Fahrer musste aus persnlichen Grnden kurzfristig und unerwartet am Sonntag Mittag die Zelte abbrechen. Etwas schade, zumindest GRAVEYARD und W.A.S.P. htte ich gerne am Sonntag noch mitgenommen.
Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass das Festival im Groen und Ganzen ordentlich war. Positiv zu erwhnen wre die Organisation, die keinerlei Wnsche offen lie, dass es gengend Toiletten gab und eine gute Auswahl an Essen und Trinken zur Verfgung stand. Fr das Wetter kann zwar keiner was, aber ich habe seit langer Zeit schon kein Festival mehr erlebt, dass von vorne bis hinten nur mit Sonnenschein bedacht wurde. Negativ hngen bleiben die erwhnten Preise fr Soft Drinks, sowie die etwas unausgegorene Band Mischung an den drei Tagen. Eine Kapelle wie PSYCHOTIC WALTZ zwischen einer guten Laune Truppe wie TANKARD und der Dampframme BOLT THROWER zu packen halte ich persnlich schon fr sehr gewagt. Dafr hatte der Sonntag dann einfach zu wenig zu bieten.
Hoffen wir einfach, dass Petrus im nchsten Jahr zu Pfingsten auch wieder ein "Rock Hard" Shirt trgt, und dass die Kollegen aus der schreibenden Zunft den ein oder anderen Knaller fr ihr Festival verpflichten knnen. (Marc)





Bolt Thrower Bolt Thrower Bolt Thrower Bolt Thrower Bolt Thrower Bolt Thrower Bolt Thrower Hell Hell Motorjesus Motorjesus Portrait Portrait Psychotic Waltz Psychotic Waltz Tankard Tankard Tankard Tankard Unleashed Unleashed Unleashed Unleashed Fans Fans Fans Fans



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