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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PAGANIZER, GOREGAST, SLOWLY ROTTEN & ROTTEN CORPSE
Ort Hamburg, Bambi Galore
Datum 16.05.2012
Autor Marc Schallmaier
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An diesem Mittwoch vor dem Vatertag gab es im Bambi Galore die komplette Todesblei Drhnung und so war die Lokalitt auch ordentlich gefllt. Die billigen Getrnkepreise und die Tatsache, dass man in dem Keller rauchen darf, sorgten fr eine ausgelassen Stimmung bei allen Beteiligten. Einziger Haken an dem Bambi Galore sind die extrem bescheidenen Lichtverhltnisse bzw. der Umstand, dass alle Bands wohl kaum Licht auf der Bhne haben wollten. Damit mchte ich vorweg schon mal die Qualitt der Bilder ein wenig in Schutz nehmen, denn trotz meiner anstndigen Kamera (Canon 60D) plus ordentlichem Objektiv war leider nicht mehr rauszuholen.

Rotten Corpse Rotten Corpse

ROTTEN CORPSE
Den Anfang machten die Lokalmatadoren von ROTTEN CORPSE aus Hamburg. Leider konnten die Hanseaten mit ihrem eher durchschnittlichen Gemisch aus Death Metal und Grindcore Attacken nicht fr viel Aufmerksamkeit sorgen. Der 30 Minuten dauernde Auftritt brachte wenig Abwechslung. Die Bhne im Bambi Galore ist zwar wirklich klein, aber ein wenig mehr Bewegung wre schon wnschenswert gewesen. Auch das Snger Angelgrinder nahezu null Konversation mit dem Publikum betrieb, hellte die Stimmung nicht auf. Mehr als ein "Danke" nach jeweils drei bis vier Liedern war nicht drin. Obwohl kaum einer der Zuschauer nach Mehr verlangte, spielten ROTTEN CORPSE noch eine Zugabe. Um es mal positiv zu beurteilen: das Ganze ist noch ausbaufhig.

SLOWLY ROTTEN
SLOWLY ROTTEN habe ich im Herbst letzten Jahres gesehen, war aber nicht wirklich zu 100% berzeugt von dem Quartett aus Schleswig-Holstein. An diesem Abend prsentierte sich der Vierer allerdings verbessert und brachte die erste Bewegung ins Publikum. Vielleicht war diesmal die Song Auswahl anders, jedenfalls machte der Auftritt Spa und die Nordlichter knallten den Anwesenden ihre Death/Grind Bretter um die Ohren. SLOWLY ROTTEN prsentierten sich als Einheit und konnten bestimmt den ein oder anderen Besucher von ihrem Sound berzeugen. So kann es weitergehn!

GOREGAST
Die Berliner GOREGAST sind bereits seit 1993 im Geschft, und ihre Mischung aus Death Metal und Grindcore zndete von der ersten Minute. Snger Rico entpuppte sich als Entertainer vor dem Herrn, sprang er doch gleich beim Opener von der Bhne und grhlte aus dem Zuschauerraum weiter. Des Weiteren ging er spter immer wieder andchtig in die Knie und strangulierte sich ein wenig mit seinem Mikrokabel. So sah es zumindest aus. Ferner war er auch der erste Frontmann an diesem Abend, der ein wenig mehr mit dem gut 100 anwesenden Besuchern Konversation betrieb. Da GOREGAST auf jegliche Gitarrensoli oder sonstiges Gefrickel verzichten, macht sie zu einer stimmungsvollen Live Band, die man auch ohne jegliches Hintergrundwissen prima genieen kann. Nach dem Auftritt konnte man Snger Rico, wie auch schon davor, hinter dem Merchandise Stand anfinden. Dort bte er sich als Verkufer, und so manches T-Shirt oder CD wechselte an diesem Abend den Besitzer. Die Preise waren fair, die Leibchen 15 Taler, ein groer Teil der CDs ging fr durchschnittlich 10 Schleifen ber den Tisch. Da kann man nicht meckern.

Paganizer Paganizer

PAGANIZER
Die neue Scheibe der Schweden von PAGANIZER "Into The Catacombs" wurde bei uns ja schon von Kollege Stephan Mertens amtlich abgefeiert. Und auch live konnte das Quartett voll und ganz berzeugen. Der Beginn war dann etwas holprig, die Gitarren mussten wohl noch einmal nachgestimmt werden, und nach dem dritten Lied verabschiedete sich einer der Gitarrenverstrker. Das Problem bekam man aber nach ein paar Minuten in den Griff und so konnten die Skandinavier ihren Auftritt fortsetzen. Die Stimmung und die Temperatur im Bambi Galore versuchten sich mittlerweile gegenseitig zu bertreffen, und dass obwohl die Lftung auf Hochtouren lief. Und so freuten sich die Herren hinter dem Getrnkeausschank ber stetige Kundschaft . PAGANIZER waren ziemlich im Eimer, irgendwie hatte die Anfahrt lnger gedauert als vermutet, und dem groen Geist Alkohol hatten die Vier wohl auch schon etwas gehuldigt. Zumindest habe ich das so verstanden, als Snger Rogga Dementsprechendes ins Mikro sprach. Die Mischung macht es ja bekanntlich aus, und so griffen PAGANIZER gleichzeitig zu neuen Stcken wie auch Liedern der vergangenen Scheiben. Zum Schluss gab es dann noch eine Geburtstagsstndchen fr einen weiblichen Fan sowie eine Zugabe. Eine absolut gelungener Auftritt und die Mdigkeit war den Schweden nicht wirklich anzumerken. Ein gelungener Abend ging zu Ende. Zwar war es durch die Umbaupausen und die oben angesprochenen Verzgerungen schon reichlich spt, da aber ein groer Teil des Publikums am nchsten Tag ausschlafen konnte ging wohl keiner der Anwesenden mit schlechtem Gewissen Richtung Matratzenhorchdienst.





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