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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing TYPE O NEGATIVE, OPETH
Ort Herford, Kick
Datum 26.06.2003
Autor Mariska Krssel
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Vllig abgehetzt kommt man in Herford an ,um endlich mal eine seiner Lieblingsgruppen live zu erleben. Auf der Karte steht "Einlass 19.30 Uhr". Klar, da kommt man um 20.00 Uhr, und ist trotzdem noch kein Einlass. Machen die immer so! Ist so ein dmlicher Scherz von denen, damit die Meute sich schon immer schn genervt vor den Tren stapelt. O.K., hat man noch Zeit sich das Publikum ein wenig nher zu betrachten. Na ja, nach einer Viertelstunde wird es dann auch langweilig, man will endlich rein. Um 20.30 ffnen sich gndigerweise endlich die Type O Negative Tren...falsch!...es ffnet sich eine Tr!!! NA TOLL! Ich wei nicht, wie lange es dauerte, bis die da alle Leute durchgeschleust hatten, aber als ich rein kam, war die Vorband Opeth schon am spielen. Als erstes wurde natrlich meine Tasche kontrolliert, und sofort meine Kamera gesichtet. "Bilder nur die ersten drei Lieder und ohne Blitz, bitte!" "Ja", dachte ich mir. "Du mich auch, Du blde Kuh!" Und weiter ging's! Schnell zur Bhne hechten um wenigstens noch etwas von der Vorband mitzubekommen. Kannte die vier Skandinavier vorher nicht und muss sie, wie ich Type O Negative im nachhinein festgestellt habe, auch nicht besser kennen lernen. Sorry, wenn ich damit einigen Opeth-Fans vor den Kopf stoe.Der Saal ist restlos ausverkauft, zumindest scheint es so. Da Type 0 Negative nur 3 Konzerte in Deutschland geben und auf einem Festival spielen, kann man das gut verstehen. Schon bei der Vorband mssen etliche Leute (vorwiegend Frauen!!!) aus dem Publikum gezogen werden. Gut dass ich meinen Platz direkt neben der Bhne bezogen habe, und somit nicht im dichten Gedrnge stehen muss. PUH!!!
Die Umbaupause zieht sich endlos hin. Alles wartet gebannt auf die vier Jungs aus Brooklyn. Nach einer Stunde ist es dann endlich soweit.....DA...ich erhasche einen Blick auf ein riesiges Etwas. "Peter"!!! Weiber Kreischen......komisch!!! Ich auch!!! Mr. Steele leibhaftig und gigantisch....in tzenden grnen OP-Klamotten betritt die Bhne. Sofort drngt sich mir die Frage auf, mussten die die Klamotten extra fr ihn anfertigen lassen, oder gibt's die tatschlich in seiner Gre?
Er gibt sich betont lssig, redet noch mit seinen Bandkollegen und mit dem Ton-Mann, bevor er sich seine Metallic-grne Gitarre umschwingt. Neben ihm auf Box stapeln sich die Rotweinflaschen. Er nimmt noch einen krftigen Schluck. Na dann Prost. Und dann geht's los. Die Stimmung ist super, der Saal kocht.
Type O Negative Zwischen Krachern wie "Christian Women", "Wolf Moon" etc. nimmt er immer wieder Kontakt zum Publikum auf. Immer noch mssen stndig Leute aus dem Publikum gezogen werden. Es ist saumig hei in dem Schuppen. Zwischenzeitlich werden einige Titel experimentell etwas in die Lnge gezogen, wobei man durch pltzliches Kreischen von Peter wieder aus seiner Lethargie gerissen wird. AUA!
Danach werden die Fans wieder mit Titeln wie "My Girlfriend's Girlfriend" mitgerissen. Nach kurzer Pause, wovor Peter lssig erwhnte, er ginge mal kurz kacken, kam dann auch endlich mal ein Stck von der neuen Platte. Bei "I don't wanne be Me" ging das Publikum richtig ab. Leider blieb es bei diesem einzigen Lied. Nach der Zugabe "Black No. 1", bei der alle lauthals mitsangen, war es dann auch vorbei. Das konnte man daran erkennen, dass Pete seinem Bass smtliche Saiten entriss. Und ich muss sagen es reichte auch. Durchgeschwitzt und taub, aber dennoch glcklich, verlies ich dieses Konzert. Alles in Allem war es ein sehr gutes Konzert, obwohl Stcke von der neuen Platte fehlten und die ruhigeren Stcke htten nicht noch endlos in die Lnge gezogen werden mssen. Das hat etwas den Drive aus der Sache genommen. Anmerken muss ich noch, dass Peter Steele auf der Bhne keineswegs so erotisch rber kommt, wie auf seinen Bildern. Seine Hnde sind so gro wie Bratpfannen. Und ich habe whrend des ganzen Konzertes Fotos geschossen (mit Blitz) und es hat keine Sau interessiert.

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