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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ACCEPT, HELL
Ort Geiselwind, Eventhalle
Datum 13.04.2012
Autor Thorsten Schwalbach
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Nachdem ACCEPT mit "Blood Of The Nations" ein Albumhighlight von 2010 verffentlichten hat die Band mit dem Nachfolger "Stalingrad" erneut begeistert und verdient berragende Kritiken bekommen. Zur Vollbedienung der "neuen" ACCEPT fehlte eigentlich nur noch ein Einzelkonzert. Hell Hell Allerdings scheinen die Jungs irgendwie das erweiterte Rhein - Main - Gebiet zu meiden. Und so gab es lange innere Kmpfe, den langen Weg nach Geiselwind anzutreten. Aber am Ende siegte der Wille, die Abrumer vom letzten "BANG - YOUR - HEAD - Festival" wieder live zu erleben. Auch hier haben mich ACCEPT absolut begeistert, weshalb sich die Fahrt wirklich gelohnt hat! Das Konzert fand in der Eventhalle Geiselwind statt, die in das "Eventzentrum Strohhofer" integriert ist. Dort gibt es fast alles, zwei Fastfood - Lden, groe Tankstelle, jede Menge Parkpltze und sogar ein Hotel - eine echt interessante Adresse fr weitere Konzerte. Die nicht kleine Eventhalle bietet guten Sound und gute Sicht auch von weiter hinten und so kam schnell fast ein leichtes "Festival - Feeling" auf, wodurch der Fahrtstress schnell verflogen war.

Als Support hatten ACCEPT diesmal HELL dabei, bei denen ihr Produzent Andy Sneap in die Saiten greift. Beleuchtete Backdrops auf beiden Seiten des Schlagzeugs, gutes Licht, klarer Sound und eine "Kanzel" als Bhnenaufbau - HELL mussten sich nicht ber schlechte Bedingungen einer Vorband beklagen. Und die "Jungs" wussten von Anfang an diese Bedingungen zu nutzen. Die Band trug auf der Bhne die aus ihrem Video zu "On Earth As It Is In Hell" bekannten Klamotten einschl. der Dornenkrone von Snger David Bower, was mit der hellen Schminke der Mitglieder schon ziemlich "evil" wirkte. David Bower sang klar und kraftvoll und nutzte gestenreich die Bewegungsfreiheit seines Mikrohalters am Kopf. Von der Kanzel trug er auch einiges vor, im Verlauf des Konzerts wechselte er mal sein Kostm und kam mal als Pestkrhe auf die Bhne. Die gesamte Band war viel in Bewegung, Andy Sneap und der zweite Gitarrist Kev Bower teilten sich die Lead- und Rhythmusarbeit gleichberechtigt und so wurde der Auftritt von HELL insgesamt sehr unterhaltsam. Beim schon ziemlich zahlreich anwesenden Publikum kamen die Jungs sehr gut an, weshalb diese Konzertreise sicher ein Erfolg fr die Band war. Und so wurden HELL nach gut 45 Minuten mit dem verdienten Beifall von den Fans verabschiedet.

Accept Accept

Die anschlieende Umbaupause war mit rd. 30 Minuten erfreulich kurz, und dann kamen die Hauptakteure nach und nach wie Gladiatoren auf die imposante Bhne. Mittlerweile war die Halle sehr gut gefllt und ACCEPT wurden begeistert empfangen. Mit dem Midtempostampfer "Hellfire" vom neuen Album whlte die Band einen mutigen Opener, der aber direkt abgefeiert wurde. Passend zum Titel gab es hier fast nur rotes Licht - schaffte Atmosphre, machte aber das Fotografieren nicht unbedingt leichter. Mark Tornillo war whrend des ganzen Konzerts sehr gut bei Stimme und Wolf Hoffmann begeisterte mit seinen klaren virtuosen Melodien. Danach gab es schon den Titeltrack des neuen Albums. Hier ist wohl jemand vollkommen berechtigt von seinen aktuellen Songs berzeugt. Auch dieser Song wurde bedingungslos von den Fans abgefeiert, die typischen Chre der Band passten auf den Punkt und im sehr klug steigernd aufgebauten Solo einschl. der russischen Nationalhymne zeigte Wolf so richtig seine Ausnahmestellung. Mark schwenkte dazu eine ACCEPT - Fahne. Aber nicht nur die beiden waren sehr agil. Basser Peter Baltes war pausenlos unterwegs, nutzte die Laufstege konsequent aus und sorgte fr den ntigen Druck. Der Groove wurde von Herman Franks Rhythmusgitarren perfekt untersttzt. Der ist irgendwie der ruhende Pol auf der Bhne, glnzte aber bei einigen Solopassagen und lieferte punktgenau seine Backgroundgesnge ab. Diese eingespielte Einheit machte live einfach nur Spa und begeistert whrend des ganzen Konzerts, besonders natrlich bei den typischen ACCEPT - Ballett. Nach dem aktuellen ffnungsdoppel gab es den ersten Klassikerblock und die druckvoll gespielten "Restless And Wild", "Living For Tonite" und "Breaker" mit beeindruckendem zweistimmigen Solopart wurden von den Fans wie verlorene Shne abgefeiert. Dann begrte Mark erst mal freundlich das Publikum.

Im weiteren Verlauf wechselten sich neuere Songs mit Bandklassikern ab. Egal was ACCEPT spielten, die Fans feierten verdient alles ab. Der Chorus der riffbetonten Bangers "Monsterman" wurde von der ganzen Halle mitgesungen und im neuen "Shadow Soldiers" begeisterte Wolf bei einfarbigen Licht mit megagefhlvollen Gitarrenmelodien. Der Song ging nahtlos in sein Solo ber, in dem er mit eher mystischen Klngen begeisterte. Passend dazu gab es danach den atmosphrischen Stampfer "Neon Nights". Mit "Losers And Winners", in dem Herman ein gefhlvolles Solo spielte, wurde es wieder schneller und bei "Princess Of The Dawn" reichte das angespielte Riff aus, um die Fans komplett zum Ausrasten zu bringen. Accept Accept Der Chorus von "No Shelter" wurde zu einem beeindruckenden Mitsingpart ausgebaut, "Pandemic" begeisterte durch sein klassisch geprgtes Solo und nach dem abgefeierten "Fast As A Shark" mit dem berhmten Intro gingen ACCEPT unter Jubel der Fans von der Bhne. Aber zum Glck nicht sehr lange, die Band kam schnell wieder, um mit "Metal Heart" so richtig abzurumen. In diesem Song senkte sich dann ein riesiger Lwenkopf, den man von einigen Covern der Band kennt, beeindruckend von der Bhnendecke. Das berhmte klassische Solo wurde Ton um Ton von den begeisterten Fans mitgesungen. In "Teutonic Terror" gab die Band nochmal richtig Gas und nach dem gnadenlos abgefeierten "Balls To The Wall" war nach gut zwei Stunden leider endgltig Schluss. ACCEPT kamen geschlossen zum Bhnenrand und wurden unter langen tosendem Beifall enthusiastisch verabschiedet.

ACCEPT haben in Geiselwind mit ihrer Spielfreude, ihrem musikalischen Knnen und ihrer harmonischen Mischung aus Klassikern und starken neuen Songs total begeistert. Mark Tornillo ist absolut in die Band integriert und ein wichtiger Teil des neuen Kapitels. Man fragt sich wirklich, warum diese Jungs nicht schon viel frher zurckgekommen sind. Aber egal, es ist einfach schn, dass sie wieder da sind. In dieser Form drfen uns ACCEPT auf jeden Fall noch sehr lange erhalten bleiben. Das war bestimmt nicht mein letztes Konzert dieser genialen Band...

Setlist ACCEPT:

  • Hellfire
  • Stalingrad
  • Restless And Wild
  • Living For Tonite
  • Breaker
  • Son Of A Bitch
  • Bucket Full Of Hate
  • Monsterman
  • Shadow Soldiers
  • Gitarrensolo Wolf Hoffmann
  • Neon Nights
  • Bulletproof
  • Losers And Winners
  • Aiming High
  • Princess Of The Dawn
  • Up To The Limit
  • No Shelter
  • Pandemic
  • Fast As A Shark
  • Zugabe:
  • Metal Heart
  • Teutonic Terror
  • Balls To The Wall





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