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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ENTER SHIKARI, YOUNG GUNS
Ort Frankfurt am Main, Sankt Peter
Datum 14.03.2012
Autor Christoph Fllenbach
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Nur wenige Bands haben sich in einer so kurzen Schaffensphase dermaen positiv verndert wie ENTER SHIKARI. Bekannt wurden die Briten um Snger Rou mit ihrem Hit "Sorry You're Not A Winner", verffentlicht auf der 2006 erschienen Debtplatte "Take To The Skies". In der Anfangszeit hufig als "emolastiger Trancemetal" verschrien, wurden die meisten Kritiker nach der Verffentlichung des Nachfolgeralbums "Common Dreads" doch sehr schnell sehr ruhig. Der Band gelang es mit der Scheibe elektrische- und Gitarrensounds auf vllig neue Art zu kreuzen. Auch lyrisch sind deutliche Vernderungen im Laufe der Bandgeschichte zu beobachten. Schon auf "Common Dreads" lsst sich eine Abneigung gegen aktuelle Politik erkennen. Selbiges gilt auch fr die aktuelle Scheibe "A Flash Flood Of Colour" und wird auf dieser noch deutlicher auf den Punkt gebracht. Grund genug die Herren auf ihrer Tour zum gerade verffentlichten Album zu besuchen und sich ein Bild der Liveshow zu machen.
Young Guns Aufgrund leichter Unstimmigkeiten bezglich des Konzertbeginns kam ich leider erst zur zweiten Vorband des Abends, den YOUNG GUNS, in der ausverkauften Peterskirche in Frankfurt an. Richtig gelesen: Peterskirche. Eine alte Kirche die zur Konzerthalle umgebaut wurde, aber immer noch durch die Kirche getragen wird. Das mag vielleicht etwas komisch klingen, etwaige Vorurteile sollten jedoch mglichst schnell vergessen werden. Selten habe ich eine so moderne und genial hergerichtete Konzerthalle gesehen - Daumen hoch dafr. Einziges Manko ist die Garderobe im Keller, sodass es bei Ein- und Auslass doch zu ziemlichen Drngeleien an der Treppe kam.

Young Guns
Mit den YOUNG GUNS haben sich ENTER SHIKARI Landsmnner ins Boot geholt, die fr einen ziemlich poppigen Rock stehen. Die Mannen um Fronter Gustav Wood gaben sich redlich Mhe das ziemliche junge Publikum, welches sich in die ersten Reihen drngte, zu begeistern und wurden von diesem dafr auch mit ordentlich Applaus belohnt. Der ltere Teil des Publikums hatte sich whrend des Auftritts in die hinteren Reihen verzogen und zeigte sich wenig begeistert von der ziemlich eintnigen Musik. Auch mich konnte das poppige Gedudel nicht wirklich mitreien. Zu wenig Abwechslung, zu vorhersehbare Songstrukturen, zu denen sich vielleicht gut abfeiern lsst, jedoch viel zu schnell langweilig werden. Vor allem dann, wenn sich sowieso schon jeder Song sehr hnlich anhrt. Dazu kommen Bhnenposen, die man so wohl schon circa drlfzig mal gesehen hat. Diese werden jedoch noch getoppt von unheimlich einfallsreichen Aufforderungen zum Hinknien und anschlieendem gemeinsamen Aufspringen - Hey hu, das ist neu und einfallsreich ... . Der Sound des Konzerts war in Ordnung, htte aber etwas weniger Hhen, sowie ein lauteres Mikro fr die Backing Vocals von Ben vertragen knnen, den man leider so gut wie gar nicht hrte. Nach vierzig Minuten war die Sache dann gegessen und es sollte endlich mit den hei erwarteten ENTER SHIKARI losgehen.

Enter Shikari
Nach halbstndiger Umbaupause kamen sie dann endlich auf die mit Lichttechnik vollgestopfte Bhne. Auf ein kurzes Intro folgten die beiden ersten Stcke der aktuellen Scheibe, die vom Publikum, welches diesmal geschlossen Begeisterng zeigte, gierig aufgesogen wurden. Die Energie die Rou, Chris und Liam auf der Bhne zeigten bertrug sich ohne Umwege auf die Menge, die bis zum letzten Ton nicht mehr zur Ruhe kommen sollte. Die Songauswahl hatte einen deutlichen Fokus auf der aktuellen Scheibe, aber auch die beiden anderen Alben wurden beachtet. Enter Shikari Die Meinung ber den Ablauf von Liveshows stellt ja hufig viel Material zur Diskussion bereit. Whrend sich der eine einen Sound wie auf Platte wnscht, bemngelt der andere genau dies und erhofft sich ein bisschen Variation in den Songs. ENTER SHIKARI haben sich an diesem Abend meist recht nah am Original gehalten, einigen Stcken aber auch einen deftigen Dubstep-Remix verpasst. Nicht nur mir gefiel dies, auch der Rest des Publikums hatte keine Probleme mit heftigen elektrischen Tnen. Diese wurden teilweise einfach getriggert, andere wurden aber von Rou live auf der Bhne zusammengemixt. Untermalt wurden diese von einer Lichtshow, die alles bertraf, was ich bis dahin gesehen hatte. Sound und musikalische Treffsicherheit waren fast perfekt, der ein oder andere schiefe Ton sei bei der anstrengenden Rumhampelei auf der Bhne gerne verziehen. Einziges Manko der Show war der geringe Publikumskontakt der Band. Dies soll nicht heien, dass sie in irgendeiner Art arrogant gewirkt htten, nur kamen mir die Ansprachen etwas sehr kurz.
Trotz dieses kleinen Wehmutstropfens war das Konzert durch die Bank genial. Tolle Stimmung, geniale Lichtshow und super Sound.

Setlist

  • System
  • Meltdown
  • The Feast
  • The Jester
  • Gandhi Mate, Gnadhi
  • Quelle Surprise + Rout Remix
  • Hello Tyrannosaurus
  • Havoc B
  • Destabilise
  • Motherstep/Ship
  • Search Party
  • Stalemate
  • Juggernauts + Blue Bear Remix
  • Arguing With Thermometers
  • Stand Your Ground
  • Enter Shikari





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