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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing BLIND GUARDIAN OPEN AIR 2003
Ort Coburg, BGS Gelnde
Datum 13.-14.06.2003
Autor Thorsten Dietrich & Johannes Giesen & Andre Kreuz
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Rund ums Festival
Am Freitagmorgen um 9:00 fuhren Andy, Thorsten und ich in Treis-Karden los. Unser Ziel war Coburg und wir wollten nicht zur HUK, sondern wir sind dem Ruf der Metal Gtter gefolgt. Blind Guardian hatten zum Open Air eingeladen und zwar mit so hochkartigen Bands wie Grave Digger, Subway to Sally, Rage, Primal Fear und noch viele weiteren. Das ganze sollte zwei Tage dauern und die Guardians spielten als Headliner an beiden Tagen.
Flyer Gegen 13:30 kamen wir in Coburg an. Um Einlass zu bekommen reihten wir uns in die Schlange vor dem Eingang, und nach kurzer Zeit und einigen kleinen Genervtheiten wegen Gstelisten (Thor reg Dich nit auf du kommst schon rein, so kann ich nit arbeede) hatten wir die Schlssel zu unserem Glck in unseren gierigen Hnden. An der Kasse mussten wir noch traurig feststellen, dass Mgo de Oz und Iron Savior wegen Krankheit ausfallen. Jetzt war die Zeit um uns endlich um unseren Zeltplatz zu kmmern. So fuhren wir mit dem Auto in die Strae wo es zum Campingplatz ging. Leider konnten wir das Auto nicht mitnehmen und mussten alles und auch die scheischweren Getrnke schleppen. Auf einer schnen Wiese mit Wohnmobilen, Autos und einigen Zelten lieen wir uns dann nieder und bauten unsere Nachtquartiere auf. Als unsere Wigwams standen erholten wir uns von der Schlepperei mit Thors eisgekhltem Wodkalemonengesff. Da ich meinem langjhrigen Freund und Metal Gott Chris B. auf dem Festivalgelnde treffen wollte rief ich ihn an um einen Zeitpunkt zu vereinbaren. Wir einigten uns auf 16:30 Uhr. Ich freute mich. Doch...
Geschissen!!!!!! Daraus wurde nix. Denn der zornige Gott der Parkpltze hatte seine Helfer um sich geschart, um alle Zelter aus der Nhe der motorigen Vierrder zu vertreiben. Und so geschah es, dass Andy, Thorsten und Johannes ihre aufgebauten Zelte packten und ins gelobte Land der autofreien Zeltpltze wanderten. Die, die mit dem Zelt tanzten waren von nun an bei allen als die Zeltwanderer bekannt, und ihr Ruf eilte ihnen voraus im ganzen Land.
Ja diese fast biblische Aktion dauerte anderthalb Stunden, inklusive der ganzen Schlepperei. Um 16:30 rief ich Chris an, der schon sofort zum Artisteingang kommen wollte. Ich erzhlte ihm von der Aktion, und wir verabredeten uns fr 18:00 erneut. Gegen 17:00 machten wir uns endlich auf dem Weg zum Festivalgelnde. Nach kurzer Zeit tat sich die gigantische Bhne mit den zwei riesigen Guardian Bannern wie ein hungriger Drache vor uns auf. Sofort war der ganze Schiss vergessen und wir waren nur noch hei auf das Festival. T-Shirt und Fress- und Kaufbudengeil wie ich nun mal bin musste ich erst mal die ganzen netten Buden abchecken und mir den Body mit nem neuen T-shirt bedecken. Das Kulmbacher Bier kostete 2,50 Euro schmeckte aber im Laufe des Abends so gut, dass ich damit sogar die Jungs von Stormhammer beschlabbert habe (Entschuldigung). Des weiteren gab es einen urigen Jack Daniels Saloon in dem es Jackie mit Cola fr 3,50 Euro plus Pfand gab, auerdem traf man hier einige Musiker. Die Nudelbude hatte leckere Tomaten und Gyrosnudeln die besser schmeckten als sie aussahen, nur die Burger fr 3,50 von der Wikinger Bude fanden nicht die vollste Begeisterung aller anwesenden Redaktionsmitglieder. Am meisten belagert neben den Bierbuden waren aber die blauen Buden hinter dem groen Mixerturm denn da konnte man alles wieder hinbringen, was man so zu sich genommen hatte. Whrend ich die CDs und T-Shirts durchstberte drang die gttliche Heavymucke an meine Ohren. Um 18:00 Uhr traf ich endlich Onkel Reaper. Wir hatten uns lnger nicht mehr gesehen, um so grer war meine Freude. Leider konnte Chris nicht lnger bleiben, da er gegen 19:00 mit seinen Grabschauflern die Bhne entern musste.
Am Abend waren dann noch die drei gigantischen Konzerte von Grave Digger, Subway to Sally, und das erste von Blind Guardian. Whrend dieser Zeit habe ich noch dutzende Leute angequatscht und auch einige Fotos gemacht. Gegen 1:00 Uhr machten wir uns glcklich zum Zelt auf.
Am nchsten Morgen um 7:00Uhr hatte Thorsten nichts besseres zu tun, als Andy und mich zu wecken. Er meinte, weil andere Zeltnachbarn ihn um 5:00 Uhr weckten knnte er uns um sieben rausschmeien. Ich stand dann aber erst gegen 8:30 Uhr auf und nach einem leckeren Frhstck mit Chips, Salami Knckebrot und etwas Wodka Lemon (ohne Flssigkeit bekommt man das Kncke ja nicht runter) machte ich mich auf zu den Toiletten.
Coburg Dort erwartete mich eine Schlange in der ich die nchste dreiviertel Stunde verbringen sollte. Die Duschen waren genauso belagert also nahm ich davon erst einmal Abstand und ging zum Zelt zurck. Andy war jetzt auch schon wach. Wir laberten bldes Zeug, quatschten noch etwas mit unsern Nachbarn. Gegen 13:00 gingen wir auf das Festivalgelnde. Die Entfernung betrug fnf Minuten, und am Eingang wurden wir nur kurz durchsucht. Die Tickets brauchten wir nicht mehr vorzuzeigen. Ganz voll war es noch nicht, aber die ersten Bands des Tages unter anderen Stormhammer, und etwas spter Freedom Call und Napalm Death wurden schon gut abgefeiert. Das ist Heavy Metal Lifestile: die Sonne brennt, die Leute sind gut drauf und deine Lieblingsbands sind vor Dir auf der Bhne. Die groen Attraktionen fr mich waren heute Primal Fear, die ich noch nie live gesehen hab, Rage und das 2. Blind Guardian Konzert.
So ging der schne Tag leider auch rum. Wir hrten Musik, aen, tranken und quatschten noch blderes Zeug als am Vormittag am Zelt. Bei der fnften Zugabe von Blind Guardian schauten Andy und ich uns superglcklich an und waren uns einig, im nchsten Jahr sind wir wieder hier, denn Coburg hatte sich zwei Tage lang den Metal Gttern zu Fen gelegt und mit dem tollen Festivalgelnde und der frs erste Mal guten Organisation zu einem gigantischen Festival beigetragen.
[Jo]



Die Bands

Tag 1

BRAINSTORM
Das Highlight des frhen Festivaltages waren fr mich ganz klar Brainstorm! Eine beachtliche Anzahl Fans war anwesend um die Schwaben zu begren. Man erffnete direkt mit dem Kracher "Highs without Lows" vom neuen Album "Soul Temptation" und obwohl das Lied wohl nur wenige kennen konnten, da die Platte noch lange nicht drauen war, gab das Publikum alles. Auch "Shiva's Tears" von der neuen Scheibe gab man zum Besten, whrend der Rest des leider nur 45 mintigen Sets grtenteils aus Krachern der "Metus Mortis" Phase stammte ("Checkmate In Red", "Blind Suffering" und das hymnische "Hollow Hideaway"). Angespornt durch das Publikum boten Brainstorm (allen voran Ausnahmeshouter Andy B. Franck) eine positiv aggressive Show mit viel Bewegung, gutem Zusammenspiel und einem Snger, der vom Laufpensum und Gesang eine knorke Mischung aus John Bush und Bruce Dickinson darstellt. Links, Rechts an den Absperrungen, Andy war berall und warf mindestens ein Dutzend Longsleeves und Shirts in die begeisterte Menge. Die Jungs waren irgendwie gerhrt von den Reaktionen und fr mich und viele andere htten sie noch viel lnger spielen drfen!
[Thor]

Grave Digger

GRAVE DIGGER
Es war kurz vor 19 Uhr und in der Menge der Leute vor der Bhne sprte man die Erwartung und Vorfreude auf den ersten groen Headliner des Festivals. An diesem Tag sah man die Besucher nur in Blind Guardian und Grave Digger Shirts, alle anderen Bands wurden nur vereinzelt von ihren Fans auf Shirts gehuldigt (Genau, ich glaub ich war der einzige mit nem Carpathian Forest Shirt, hh! -Anm.v.NDK). Dann ertnte endlich das Intro aus der gigantischen Anlage. Dieses mal wurde nicht der Zwischenpart von "Rebellion" sondern "The Ring" vom aktuellen Hammeralbum "Rheingold" zum Einmarsch der Musiker gespielt. So oder hnlich, muss es damals gewesen sein, als die Gladiatoren in den Circus Maximus einmarschierten. Die Musiker allen voran: HP "the Reaper", Jens, Stefan und Manni, und zu guter letzt Chris Metal Gott Boltendahl wurden frenetisch vom Publikum begrt. Mit dem ersten Song "Rheingold" gab man dem Publikum das, was es hren wollte. Es ist immer gewagt mit neuen Songs ein Konzert zu beginnen, aber die Fans feierten ihre Helden vom ersten Ton an ab. Nach einer netten Begrung von Chris folgten "Dark of the sun", und "Excalibur", wobei die Menge schon laut mitsang. Als sechstes spielte man das zweite neue Stck des Abends "Valhalla", und es fiel auf wie gut das Publikum die neuen Stcke schon kannte, und mitsingen konnte.
ber "The Grave Digger", und "The round table" kam man zum Hhepunkt der Grave Digger Show: "Rebellion" und "Heavy Metal Breakdown" wurden enthusiastisch abgefeiert. So dass, bis auf die Zugaben, die wegen des Zeitplans nicht mglich waren, ein glckliches und zufriedenes Publikum eine fantastische und ebenso glckliche Band von der Bhne, unter tosendem Beifall entlie.
[Jo]

SUBWAY TO SALLY
Die Mittelalter Metaller von Subway To Sally habe ich zu meiner Freude schon dreimal erleben drfen und sie haben mich immer begeistert.
Die groe Bhne bot dem Septett endlich mal mehr Platz als die Clubs, was die Band sichtlich genoss.
Beeindruckend finde ich immer die mehrstimmigen Gesnge, bei denen sich Bodenski langsam als zweiter Snger hervortat.
Neben neuen Songs wie "Heiland" von der nicht berall geliebten Hammerplatte "Engelskrieger" spielten die Subways eine kleine Auswahl ihres groen Repertoires. Schade, dass sie nicht lnger spielen konnten, aber sie waren auch keine Headliner und so mussten wir auf die geniale Pyro und Lichtshow am frhen Abend verzichten. Trotzdem war es ein guter, aber nur routinierter Gig. In vollen Hallen, wo das Schwei von der Decke tropft ist auch bei kleiner Bhne die Atmosphre besser! Da ich lange nix trank, wei ich sooo viel leider nimmer!
[Thor]

Subway to Sally

BLIND GUARDIAN
Siehe 2. Tag!!


Tag 2

STORMHAMMER
Die Power Metaller von Stormhammer, die im Moment ohne Plattenfirma dastehen haben mich vor ein paar Jahren auf Tour mit Le Fay u.a. sehr beeindruckt. Auf das dritte bald fertige Album bin ich sehr gespannt und es liegen der Band sicherlich schon einige Angebote fr diese Scheibe vor. Direkt aufgefallen ist mir der neue junge Drummer, der im Kreise der gesetzteren Herren nicht nur aufgrund seiner kurzen Haare auffllt...
Manchen Fans gefiel das Gerede vom Snger nicht, aber ich denke im Metal gehrt das Sbelrasseln dazu und der Mann hat eine geile Show abgerissen. Die restliche Band legte sich auch gut ins Zeug, die Backingvocals waren o.k. und man spielte einen Querschnitt der beiden Alben "Cold Desert Steel" und "Fireball".
Wenn mich nicht alles tuscht hatten die Jungs frher einen Keyboarder, der jetzt wohl nicht mehr dabei ist! Kein Mrdergig, aber solides nettes Konzert!
[Thor]

TANKARD
Als die Kult Thrasher aus Frankfurt, Tankard anfingen zu spielen, weilten wir drei noch ziemlich verstrahlt auf dem Zeltplatz. Die anderen waren nicht so scharf auf die Band, aber ich rannte wie ein Gestrter auf das Festivalgelnde. Voll war ich schlielich auch und Tankard spielen live auf Festivals gerne ein Greatest Hits Programm, wo die Saufsongs natrlich gerne im Vordergrund stehen.
Fit sehen sie aus, bis auf Fronter Gerre, der sympathisch aber ziemlich angeschlagen herberkommt. Besonders Klampfer Andy Gutjahr fegt agil und drahtig ber die Bhne, whrend die Rhythmussektion fr eine souvernen Soundteppich sorgt.
Gerre machte wieder Stimmung mit witzigen Ansagen, lie sich dann auch zum zeigen der Wampe ntigen (O-Ton: "Ihr wisst, das ist kein schner Anblick!") und fegte mit einer Mischung aus "Balu der Br Tanzschritten" und Headbanging ber die Bhne: Fett aber agil!
Die abschlieenden "Freibier" und "Empty Tankard" sorgte noch mal fr riesige Mitgrler und Stimmung im Publikum. Live sind Tankard immer eine Macht!
[Thor]

FREEDOM CALL
Freedom Call spielen melodischen Power Metal mit Keyboards. Ein Sound der leider zur Seuche wird! Die Band (mit Gastkeyboarder) agierte sehr engagiert und gut gelaunt. Nette Posen und Positionswechsel gab es obendrauf sowie eine ansprechende gesangliche und musikalische Leistung. Drummer Dan Zimmermann drften viele von Gamma Ray kennen und Gitarrero Cede spielt noch bei Symphorce. Nach drei Songs gingen mir die slichen Dudelkeyboards und die schnulzigen Refrains auf den Zeiger, so dass ich beim fnften Song ging. War halt nicht mein Ding!
Freedom Call Freedom Call knnen was, spielen aber die falsche Mucke! Die Fans sahen dies aber ganz anders und jubelten ganz ordentlich.
[Thor]

SOILWORK
So sehr ich die alten Schweden auch mag, hier knnte ich echt per Copy & Paste den Bericht vom eine Woche vorher abgehaltenen Rock-Hard-Open-Air-Auftritt der Jungs einbauen.
Mal abgesehen von der Tatsache, dass die Truppe hier mehr Bewegungsfreiheit auf der Bhne hatten, unterschied sich der Gig nicht wirklich von dem anderen: SOILWORK holzten ein klasse Set, vornehmlich aus Songs von "A Predator's Portrait", "Natural Born Chaos" und "Figure Number Five" bestehend, ins Volk. Kam auch gut an, was angesichts der Tatsache, dass die Band nach Napalm Death die hrteste des Festivals war, sehr erfreulich ist!
Der Bassist dste wieder vollkommen zappelig ber die komplette Bhne, der Gitarrist grinste unentwegt ins Publikum und der kahlgeschorene Snger stachelte selbiges mit seinen gewohnten Gesten ein ums andere Mal an. Ich glaube allerdings, dass der Kerl insgesamt nur zwei Gesten beherrscht, nmlich das "Hinters-Ohr-Greifen" und das "Komm-mal-her-du-Winken"...
Spter sah man SOILWORK dann noch klammheimlich ums Jack-Daniels-Zelt streichen, das auch auf Johannes und mich eine schier magische Anziehungskraft ausbte. Wenn der Kram nur nicht so schei teuer wr... Na ja, vielleicht auch besser so, hehe!
[NDK]

NAPALM DEATH
Was die Grindcore / Death Metaller von Napalm Death auf dem Festival zu suchen hatten, wissen wohl nur die Guardians! Sollte wohl fr Abwechslung sorgen. Mit einigen Songs kann ich mich gut anfreunden, besonders gemigtere Sachen wie "Greed Killing", aber sonst sind die Briten nur o.k. fr mich. Optisch sahen die Jungs ziemlich fertig aus und der Zahn der Zeit nagt an ihnen, wie an so vielen Combos. Jesse Pintado hat neben Snger Barney keine Matte mehr und den Bewegungsradius eines Bierdeckels, whrend Barney rumrennt und durch sein Outfit wie eine Mischung aus Hardcore und Hooligan herberkommt. Fans waren zwar da, aber nicht so zahlreich auf diesem Power Metal Festival! Wenn ich mich nicht tusche ist der Drummer neu??!!
Napalm Death prgelten sich in einer tierischen Lautstrke im Vergleich zu den anderen Bands durch einen Querschnitt ihrer History. Mit Songs wie "Scum", dem Cover "Nazi Punks Fuck Off" sowie dem obligatorischen "Suffer The Children" wurden die Fans belohnt. Mir war das ganze doch zu krachig, monoton und etwas zu de. Fr drei Songs ganz nett. Ich denke aber die Band kommt in Clubs einfach besser.
[Thor]

PRIMAL FEAR
Die Schwaben von Primal Fear haben sich mit ihren vier Alben in die deutsche Metaloberliga gespielt! So war es klar, dass die Jungs wohlwollend empfangen wurden, was der sympathischen Band ein fettes Grinsen auf die Gesichter zauberte.
Primal Fear Die Combo hatte einen einheitlichen Look bestehend aus schwarzen Shirts und weien Tarnfleckhosen, nur Snger Ralf Scheepers lief wie immer mit Weste, schwarzer Hose und so 'nem Netzteil herum. Seine Gesangsleistung und die Kommunikation mit dem Publikum (mit dem er gerne paar "Livespielchen" machte), waren echt in Ordnung bzw. tadellos, whrend ich sein Outfit in die Kategorie Geschmackssache einstufe. Durch seine muskulse Figur, seine Gre und die kantigen Bewegungen wirkt er angespannter als andere Frontmnner.
Der heimgekehrte Tom Naumann und Sinner Boss Mat Sinner waren diejenigen mit dem grten Dauergrinsen der Band und des frhen Abends (bis auf die Gardinen...). Primal Fear spielte gut zusammen, bei fettem Sound und Gitarrist Stefan erledigte gut aber unauffllig bescheiden wie immer seinen Job.
Die Band wre aber nichts ohne Drummer Klaus Sperling (auch My Darkest Hate), der mit seinem guten "Bums" den Sound der "Fearer" entscheidend mitprgt.
So war es kein Wunder, dass das Publikum Primal Fear aus der Hand fra und Songs wie "Fear", "Armageddon" oder "Silver And Gold" (die Zugabe) in sich aufsog.
Mein persnliches Highlight war die Gnsehaut erzeugende Halbballade "Under Your Spell", die ich fr genial halte!
[Thor]

RAGE
Jetzt sollten die Ruhrpttler Rage kommen, die ich zu meiner Schande erst einmal mit Orchester gesehen habe. Nachdem groen Split zur "Ghosts" Platte haben sich Rage durch Victor Smolskis (Gitarre) Einstieg zu einer progressiveren Power Metal Band entwickelt, die aber immer noch sehr bombastisch ist. Drumtier Mike Terrana (Axel Rudi Pell u.v.a.) hat durch sein geniales Spiel den Rage Sound auch geprgt und verndert.
Als die Band mit dem alten Klopfer "Don't Fear The Winter" anfing, erkannte ich die ehemalige Heulbojennummer nicht mehr wieder! Peavey singt es tiefer und das ist gut so! Apropos Peavey, es singt ein flliger Mann mit Glatze und Ziegenbart. Oh Gott, das ist Peavey! Der erinnert mich eher an Gary Meskil von Pro Pain! Die Jahre sind auch an ihm nicht spurlos vorber gegangen. Doch der Peavey hat die Massen im Griff. Rage bieten ein Potpourri alter Hits, wo besonders die getragenen Songs a la "From The Cradle To The Grave" das ganze auflockern. Nur flotte Songs sind auf Dauer de. Rage haben halt ein facettenreiches Repertoire!
Aufgrund der Triobesetzung ist die Bewegungsfreiheit natrlich eingeschrnkt, wodurch die Show leider statisch wirkt, obwohl Peavey in den singfreien "Zonen" mal "Ortswechsel" vornimmt und Victor sich neben seinen nicht einfachen Parts auch bewegt. Ein zustzlicher Gitarrist fr Liveauftritte wrde das sicherlich beheben! Trotzdem gute Show!
[Thor]

BLIND GUARDIAN
Manchmal glaube ich ja, dass unsere Live-Berichte nur aus Entschuldigungen der Marke "Da war ich zu voll, sorry..." bestehen. Aber was soll man denn machen? Die Gardinen spielten an beiden Tagen als letztes und da ist man der Natur eines Festvals gem nicht mehr wirklich auf der geistigen Hhe, daher kann ich die beiden Abende auch beim besten Willen nimmer auseinanderhalten.
So sehr unterschieden die sich aber eh net, von daher. BLIND GUARDIAN boten ganz groen Metal, mit allem Drum und Dran. Fette Bhnendeko, Pyros, stimmungsvolle Lichtershow und einen Klassiker nach dem andren. Da wurden alte Choten vom "Valhalla" oder "Majesty"-Kaliber genauso abgefeiert wie der Mammut-Trmmer "And then there was Silence". Und was war "Traveller in Time" geil! Ich liebe dieses Lied!! Oder "Lost in the Twilight Hall"! "The Quest for Tanelorn"! "Journey through the Dark"! Von "Mirror, Mirror" als Zugabe ganz zu Schweigen. Da gab es so viele Brller, ich komme immer noch ins Schwrmen, wenn ich an die beiden Auftritte denke. Die Stimmung war logischerweise himmelhochjauchzend, kein Wunder, BLIND GUARDIAN zelebrierten ja auch das ultimative Heimspiel! Natrlich gab es an beiden Abenden auch genug Puschen zum Luftholen, der "Bard's Songs", "A Past and a Future Secret" und massig Interaktion vom Hansi mit den Fans sorgten schon dafr, dass niemand aus den Latschen kippte.
Hansi Zu beiden Seiten der Bhne waren zudem zwei riesige Kameraschwenkrme aufgestellt, die unentwegt dem Metaller-Volk vor die Rbe gehalten wurden. Klar, dass die Beifallsbekundungen dadurch einmal mehr orgasmische Hchstleistungen erreichten, immerhin kndigte die Band an, das Material auf DVD zu verffentlichen!
Geil auch am zweiten Abend die "Valhaaaaaallaaaaaaaaaa, Deliiiveraaaaaaance"-Chre, die nachdem der Song einmal gespielt worden war, gar nicht mehr enden wollten. Und sobald BLIND GUARDIAN es wagten, eine Pause von mehr als drei Sekunden zu machen, ging der Spa wieder von vorne los, was war das cool!! Da war selbst Onkel Hansi sprachlos, seltener Anblick.
Auch krass, was da an Zugaben geboten wurde, ich glaube es waren pro Abend mindestens fnf Stck! Fr meinen (und wohl auch fr allen anderen) Teil htten die Krefelder allerdings noch paar Stunden weiterspielen knnen. Haben sie aber nicht, und so war irgenwann Feierabend, so dass mir die Erinnerung an zwei der geilsten Konzertabende meines Lebens bleibt, die von der Atmosphre wohl nur noch schwer zu bertreffen sein werden. Es sei denn, es sei denn das Festival wird wiederholt...? Wre sehr wnschenswert, dass dieses Event irgendwann in naher Zukunft nochmal aufgezogen werden wird.
In diesem Sinne: "And the Story ends"... Und nicht vergessen die Bilder-Gallerie zu durchforsten!
[NDK]

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