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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing EVILE, PORTRAIT, DR. LIVING DEAD
Ort Hamburg, Hafenklang
Datum 29.01.2012
Autor Marc Schallmaier
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Das Hafenklang lud an diesem Sonntag zu einem gemtlich Abend mit Thrash Metal satt ein. Ich war relativ pnktlich an der kleinen Location direkt am Hafen in Hamburg, habe mich dann aber doch ein wenig erschrocken ber die Tatsache, dass kaum ein Zuschauer da war. Dr.Living Dead Dr.Living Dead Glcklicherweise nderte sich dieser Zustand dann doch noch, als die erste Band auf die Bhne ging. Summa Summarum waren es dann an die 70 Nasen, die den Weg in das Hafenklang fanden. Eigentlich etwas zu wenig, aber woran liegt es? Das Billing war gut und der Eintrittspreis fair. Vielleicht an dem berangebot an Konzerten, die im Winter stattfinden? Wahrscheinlich ist es mig, darber zu diskutieren. Starten wir also mit der Berichterstattung eines abwechslungsreichen Abends.

DR. LIVING DEAD
Beginnen durften die Schweden von DR.LIVING DEAD. Auf die Band habe ich mich am meisten gefreut, da mir die bisherigen Stcke, die ich gehrt hatte, sehr gut gefallen haben. Und ich wurde nicht enttuscht. Die Jungs, alle mit den obligatorischen Totenkopfmasken, rockten von der ersten Minute tierisch ab und brachten das ein oder andere Haupthaar in Bewegung. Sicherlich, die Musik ist nicht wirklich originell oder mit groen Variationen gespickt, aber DR LIVING DEAD wissen, wo der Bartel den Most holt. Gradlinige Thrash Granaten ohne viel Schnrkel und in maximal drei Minuten auf den Punkt gebracht. So lob ich mir das. Die Jungs hatten viel Spa und die dreiig Minuten vergingen wie im Flug. Anhand des verkauften Merchandise an diesem Abend kann man nur zu dem Schluss kommen, dass sehr vielen der Zuschauer der Auftritt der Schweden sehr gut gefallen hat. Mir brigens auch.

Setlist: DR.LIVING DEAD

  • Intro
  • WW9
  • Slime
  • Hard Target
  • Gremlins Night
  • Revenge On John
  • Dead End Life
  • My Brain Is For Sale
  • Streets Of Doc-Town
  • Chucky
  • Ufo
  • Reptiles
  • Dr. Living Dead

Portrait Portrait

PORTRAIT
Wer auch immer die Idee hatte, die Schweden von PROTRAIT auf diese Tour zu packen, hat weder der Band noch dem Publikum einen Gefallen getan. Wurden DR. LIVING DEAD ordentlich abgefeiert, so kam bei PORTRAIT kaum bis gar keine Stimmung auf. Die Band trug aber auch selbst dazu bei, dass der Set einfach nur langweilig war. Das begann mit dem anznden von Rucherstbchen, die einfach nur erbrmlich stanken. Das alberne Make up von Snger Per Karlsson, dazu seine Mimik und Gesten, die vielleicht auf einem Kindergeburtstag noch fr Reaktionen sorgen drften. Auch sollten PORTRAIT sich dringend einen Modeberater suchen. Snger Per in Lederjacke auf blanker Brust und mit einem riesigen, umgedrehten Kreuz um den Hals. Das kann man so gerade eben noch durchgehen lassen. Warum die beiden Gitarristen Richard Lagergren und Chrisian Lindell allerdings in schwarzen Strumpfhosen auf die Bhne kommen, dazu noch in Cowboy - Stiefeln, muss mir erstmal einer erklren. Vielleicht ist das ja der neue Dresscode fr skandinavische Satanisten, und ich hab dass mal wieder nicht mitbekommen. Auf jeden Fall sah es einfach nur peinlich aus. Die Musik von PORTRAIT haut mich auch nicht vom Hocker, fr mich klingen sie wie eine drittklassige MERCYFUL FATE Kopie. Und sie waren auch die einzige Kapelle an diesem Abend, die whrend der ersten Lieder mit massiven Soundproblemen zu kmpfen hatte. Nach vierzig Minuten war dann auch der Spuk vorbei.

Evile Evile

EVILE
Eine kurze Umbaupause spter war dann die Zeit reif fr den Headliner EVILE. Die Englnder hatten mchtig viel Spa in den Backen und spielten mit Druck und Elan ihre Songs. Nachdem PROTRAIT die zunchst gute Stimmung auf den Nullpunkt brachten, konnten die Briten mittels Kommunikation mit dem Publikum punkten. Dieser Auftritt machte einfach Laune und EVILE habe viele gute Songs parat, um die Zuschauer zu unterhalten. Nebenbei waren es Kleinigkeiten, die eine gute Atmosphre schafften. Gitarrist Ol Drake spielte in den Pausen immer wieder bekannte Riffs eines Metal Songs an, was nach kurzer Zeit wie ein Ratespiel anmutete. Irgendwann wurde der Spie umgedreht, und jemand aus dem Pit rief einen bekannten Song, woraufhin Ol Drake sofort das Riff anstimmte. Sowieso hatte das Publikum tierische Lust auf die Band und feierte das Quartett nach allen Regeln der Kunst ab. Da wurde wie in alten Zeiten gemosht und gepogt, dass es eine reine Freude war. EVILE spielten Lieder aus allen Zeiten ihrer bisherigen Karriere und die Stimmung blieb kontinuierlich gut bis sehr gut. Nach knapp 75 Minuten war dann Feierabend und die Meute wurde in die eiskalte Hamburger Nacht entlassen.
Htte man anstelle von PORTRAIT eine junge Thrash Band mitgenommen, htte diese Tour ein echter Knaller werden knnen. So blieb es beim einem starken Konzert mit zwei sehr guten Bands und einem Totalausfall.

Setlist: EVILE

  • Five Serpent's Teeth
  • Killer From The Deep
  • First Blood
  • Eternal Empire
  • We Who Are About To Die
  • Cult
  • Thrasher
  • In Dreams Of Terror
  • Xaraya
  • Descent Into Madness
  • Bathe In Blood
  • Enter The Grave
  • Infected Nation
  • Long Live New Flesh





Dr. Living Dead Dr. Living Dead Portrait Portrait Evile Evile



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