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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ALESANA, WE CAME AS ROMANS, IWRESTLEDABEARONCE & GLAMOUR OF THE KILL
Ort Hamburg, Knust
Datum 25.01.2012
Autor Marc Schallmaier
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An diesem Abend gab es am Knust die volle Screamo Kante. Der Eindruck, dass ich definitiv einer der ltesten Besucher an diesem Abend war, begann am Einlass beim Anblick der anderen Gste und verfestigte sich im Laufe des Abends anhand der Reaktionen des Publikums. Aber eigentlich egal, irgendwann war auch mal mein erstes Konzert, von daher sollte man immer etwas nachsichtiger mit dem jungen Gemse sein. Dass Knust hat sich mittlerweile in Hamburg als Location fr Konzerte etabliert. Fr die gut 400 Zuschauer hatte es genau die richtige Gre. Nicht ganz so gut war die absolut schleppende Abarbeitung an der Garderobe, so dass ich nahezu dreiviertel des Auftritts der ersten Band GLAMOUR OF THE KILL nur auf der Leinwand begutachten kann.

Glamour of the Kill

GLAMOUR OF THE KILL
Allerdings habe ich auch nichts verpasst, denn dass was ich mitbekam, war mehr als durchschnittlich. Und die letzten drei Songs vor der Bhne konnten die Wurst dann auch nicht mehr vom Teller ziehen. Zwar war das Auftreten der vier Jungs von der britischen Insel noch am metallischsten am ganzen Abend, aber ein wenig Bewegung auf der Bhne htte der ganzen Geschichte gut getan. So stand das Quartett dann so da und spielte ihre Songs runter. Die Reaktion der Anwesenden hielt sich dementsprechend in Grenzen. In England wurde GLAMOUR OF THE KILL schon hochgejubelt, was ich ehrlich gesagt nicht im Geringsten nachvollziehen kann. Die Songs sind mehr als vorhersehbar und nichts Besonderes. Schwamm drber.

Setlist: GLAMOUR OF THE KILL

  • Supremacy
  • A Hope In Hell
  • If Only Shew Knew
  • Lost Souls
  • Feeling Alive

Iwrestledabearonce

IWRESTLEDABEARONCE
Als zweites kamen dann IWRESTLEDABEARONCE aus den USA auf die Bhne, die mir vorher als absoluter Geheimtipp angepriesen wurden. Tja, auch hier fielen die Vorschusslorbeeren bei mir nicht auf fruchtbaren Boden. Die Mischung aus Metal und Hardcore, unterlegt mit Synthie Sounds sowie jazzigen Zwischensequenzen und Gesangseinlagen, die auch von Bjrk htten stammen knnen, fand ich belanglos. Sicherlich haben IWRESTLEDABEARONCE mit dieser Mischung das berraschungsmoment auf Ihrer Seite, aber fr mich ist so was eher nichts. Der Bewegungsdrang auf der Bhne griff langsam auf das Publikum ber, das war dann aber auch schon mit dass Positivste was ich von diesem Auftritt berichten kann. Sngerin Krysta spuckte mehrfach ins Publikum, ich dachte so was gibt es nur noch auf Punk Konzerten. Ferner nahm sie eine Spiderman Figur, die als Deko an einer Seitenwand im Knust unter Decke hngt, zum Anlass, ihren wirren Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich kann nicht sagen, wen sie damit erreichen wollte oder wem sie damit Angst machen wollte. Mich lie das kalt, wie nahezu der gesamte Auftritt des Quintett aus Louisiana.

Setlist: IWRESTLDABEARONCE

  • You Know That Ain't Them Dogs' Real Voices
  • Danger In The Manger
  • Next Visible Delicious
  • Ulrich Firelord: Breaker Of Mountains
  • Karate Nipples
  • You Ain't No Family
  • Tastes Like Kevin Bacon

We Came As Romans

WE CAME AS ROMANS
Weiter im Programm mit WE CAME AS ROMANS. Hier ging es dann zum ersten Mal so richtig ab im Publikum. Fr einen groen Teil der Zuschauer ging der Abend erst jetzt los. Und die 6 Amerikaner nutzen die Gunst der Stunde und gaben ordentlich Gas. Die gespielten Songs waren recht eingngig und schmissig, was fr mich aber irgendwann ein wenig eintnig wurde. Die abwechselnden Vocals zwischen Schreierei und sauberem Gesang wurde irgendwann vorhersehbar, und auch die mehr oder minder immer gleich ablaufende Songstruktur fhrte zu gewissen Ermdungserscheinungen bei mir, so dass ich die Gelegenheit fr eine Raucherpause nutzte. Als ich zurckkehrte spielten WE CAME AS ROMANS ihre letzten beiden Lieder, und verndert hatte sich das Bild nicht. Fr mich bleiben SILVERSTEIN das Ma aller Dinge in diesem Genre, und die haben nicht nur mehr Abwechslung in ihren Songs sondern schaffen es auch, mit nur einem Snger auszukommen. So bleibt es bei dem Eindruck eines durchschnittlichen Auftritts von WE CAME AS ROMANS, aber der Aussicht, dass sich die jungen Bengels noch weiter entwickeln knnen in der Zukunft.

Setlist: WE CAME AS ROMANS

  • What I Wish I Never Had
  • To Move On Is To Grow
  • Broken Statues
  • Roads That Don't End And Views That Never Cease
  • Intentions
  • Mis/Understanding
  • Dreams
  • Just Keep Breathing
  • Understanding What We've Grown To Be
  • To Plant A Seed

Alesana

ALESANA
Zum Abschluss kamen dann die Headliner ALESANA aus North Carolina auf die Bretter, die die Welt bedeuten. hnlich wie bei den Vorgngern waren die Besucher begeistert und konnten sich ber den tollen Sound freuen, den der Mischer aus der Anlage zauberte. Der war den gesamten Abend ber wirklich gut. ALESANA sind ebenfalls mit 6 Mitgliedern am Start, was dazu fhrte, dass es ein wenig eng auf der Bhne wurde. War das Geschrei bei WE CAME AS ROMANS noch einigermaen verstndlich, so gibt sich Hauptschreier Dennis Lee den spitzen Tnen hin, dass das eigentlich schon nicht mehr zu glauben ist. Dazu kann die Wuchtbrumme mit vielen Gesten und Mimiken punkten, was die Schreierei zustzlich noch mal unterstreicht. Ich erwischte mich nach ein paar Songs bei dem Gedanken, ob der Kollege eigentlich vllig bergeschnappt ist, anders konnte ich mir seine Schauspielerei nicht erklren. Ein weiterer Gegensatz zu der vorherigen Band war die Kommunikation mit dem Publikum, die bei ALESANA so gut wie gar nicht stattfand. Ein paar wenigen Ansagen da, ein paar nette Worte ans Publikum, und dass war es dann auch schon. Allerdings konnte die Band mit einer anderen Aktion die Zuschauer berraschen, denn pltzlich sprangen Snger Dennis und Gitarrist Patrick Thompson ohne jegliche Ankndigung von der Bhne ins Publikum. Dieses war, ebenso wie ich, sehr berrascht, und speziell Dennis Lee hatte echte Probleme, wieder zurck auf die Stage zu kommen. Ansonsten gab es keinerlei besondere Vorkommnisse. Die Band wurde krftig abgefeiert und das Publikum verausgabte sich gerne zu den dargebotenen Songs. So kann man von einem ordentlichen Konzertabend sprechen, der seine Hhen und Tiefen hatte.

Setlist: ALESANA

  • Hand In Hand With The Damned
  • The Murderer
  • Hymn For The Shameless
  • Circle VII: Sins Of The Lion
  • A Forbidden Dance
  • Curse Of The Virgin Canvas
  • Lullaby Of The Crucified
  • A Gilded Masquerade
  • The Lover
  • The Thespian
  • Beyond The Sacred Glass
  • Annabel





Glamour of the Kill Iwrestledabearonce We Came As Romans We Came As Romans We Came As Romans We Came As Romans Alesana Alesana Alesana Alesana



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