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696 Reviews in der Datenbank
Billing ORIGIN, PSYCROPTIC & LENG TCH'E
Ort Essen, Turock
Datum 11.02.2012
Autor David Lang
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Origin? ... mit Psycroptic? ... und Leng Tch'e?? 3 der originellsten Extrem Metalbands unseres Planeten gehen gemeinsam auf Tour, das bedeutete fr mich natrlich Herzkasper, feuchtes Hschen und bereits im Vorfeld nen steifen... Nacken. Ein weiteres Argument fr dieses internationale Package (Amerika, Tasmanien und Belgien) war zudem die Tatsache, dass keine der drei Bands zu den tourfreudigsten gehrt, also konnte es am Samstag, den 11. Februar nur eine Mglichkeit der Abendgestaltung geben.

Leng Tch'e Leng Tch'e

Doch bevor es soweit sein sollte durfte unser kleiner Freaktross (Brnie, Dan & moi) zunchst eine wahre Odyssee durchstehen. Da die A3 gesperrt war und mein Navi das partout nicht einsehen wollte (groes "Danke" auch an die Firma TomTom!) kamen wir trotz zeitiger Abfahrt erst gegen kurz vor 21 Uhr im Turock an.
Dort zerlegten die belgischen Knallkppe von Leng Tch'e gerade nach bester Manier die Bhne. (Nicht mehr ganz so) Neu-Snger Serge Kassongo machte einen groartigen Job und animierte unentwegt das noch etwas hftsteife Publikum. Lediglich ein Die-Hard Fan mit Krcke drehte bei fast jedem Song durch und Kasongo dankte es ihm mit verstrkter Aufmerksamkeit. Nach und nach bewegten sich jedoch mehr und mehr Leute zum Grind 'n' Roll des Vierers. Leng Tch'e transportierten pure Energie durch ihre Songs und wurden bei der heimlichen Bandhymne "The Fist Of The Leng Tch'e" von Grind Inc. Snger Christoph Mieves nach bestem Leibesumfang verstrkt. Alter Vadder, der Mensch nutzt scheinbar jedes Pfund seines Krpers... beeindruckend!
Ein Stck weit fehlte mir zwar das letzte Fnkchen Psychopathentum von Alt-Snger Boris (rein gesanglich musste sich Kasongo hinter niemandem verstecken), doch in der Endabrechnung war das eine arschgeile Vorstellung. Daumen hoch.

Bevor es mit Psycroptic weiterging, inspizierten wir Essens heilige Hallen etwas ausgiebiger, genauer gesagt den Merchstand, an dem wieder mal deutlich wurde, was Underground bedeutet. Statt sich den stndig steigenden Shirtpreisen anzupassen und vielleicht wenigstens so den ein oder anderen Cent mehr zu verdienen, lag der Kurs fr Textilien an diesem Abend zwischen fairen 5 (fr Leng Tch'e Einzelstcke) und 25 Euro (fr einen Zipper). Das musste gewrdigt werden. Den Kram in die Karre gepackt und schnell wieder zur Bhne.
Ich war schlielich gespannt, wie die tasmanischen (mehr manisch als tas, harharhar) Tech-Deather von Psycroptic sich in diesem Radau-Package schlagen wrden. Interessiert zeigte sich auch Origin-Neuzugang Jason Keyser, der den kompletten Gig vom Bhnenrand aus beobachtete, wie auch schon die Leng Tch'e Show; eben auch seinerseits noch ein echter Fan.
Psycroptic Psycroptic Als das Virtuosen-Quartett die Bhne betrat wurde es nur bedingt voller vor der Bhne, ziemlich offensichtlich waren rund 90% der Anwesenden lediglich wegen des Headliners vor Ort. Nach und nach gelang es Psycroptic jedoch die Massen vor die Bhne zu ziehen und auch mehr als nur Hflichkeitsapplaus zu ernten.
Nicht so abgefuckt dreckig wie Leng Tch'e und auch nicht so unmenschlich schnell wie Origin gaben sich die sympathischen Insulaner quasi als Missing Link bei dieser Tour und punkteten mit abgefahrenen Riffs und nicht immer ganz einfach gestrickten Arrangements. Trotz des anspruchsvollen Sounds lie es sich Bassist Cameron Grant nicht nehmen, die Rampensau zu geben und wollte vom Drumriser springen. Dass er dabei nicht auf Snger Jason Peppiatt landete verdankte er wohl nur seinen Reflexen, die ihn dafr aber auch fast im Schlagzeug landen lieen (ein weiterer Versuch spter im Set gelang schlielich doch noch).
Gitarrist Joe Haley war es jedoch, der smtliche unglubigen Blicke auf sich zog. Freund Daniel drohte bereits an, seine Gitarre zu verschrotten, ob der beeindruckenden Leistung. Doch auch ich als Nicht-Fachmann kam allein aufgrund der abgefahren gebauten Gitarre Haleys ins Staunen. Strahlenfrmig angeordnete Bnde hatte, allem Anschein nach, hier auch sonst noch niemand gesehen.

Psycroptic waren mit leichtem Abstand meine persnlichen Sieger an diesem Abend. Origin hatten nmlich ein massives Problem und mittlerweile glaube ich dieses als Taktik durchschaut zu haben, da mir ein hnliches Phnomen bereits zwei mal bei Origin-Shows aufgefallen ist. Der Sound war streckenweise viel zu undifferenziert fr das technisch hoch anspruchsvolle Highspeed-Geballer der Amis. Im Gegenzug drehte man den Lautstrkeregler kurzerhand auf "Schmerz". Kein Schei, ich konnte mich trotz Gehrschutz irgendwann nicht mehr in unmittelbarer Nhe der Bhne aufhalten.
Von der Empore aus lie sich das Gemetzel jedenfalls weitaus besser verfolgen und auch der Mischer schien pnktlich zum Endspurt ein Einsehen zu haben und gestaltete den Sound etwas transparenter.
Origin Origin Soviel zur Negativkritik. Auf der Haben-Seite steht mit Jason Keyser ein Fronter, nach dem sich weltweit wohl alle heftigen Metalbands die Finger lecken. Der Mensch ist authentisch, hat ein verdammt heftiges Organ und versteht es wie kaum sonst jemand die Massen zu mobilisieren. Seine Kritik am Handy / Kamera-Overkill vor der Bhne kam trotz leicht berzogener Narbenforderung im Pit auch beim Meckeraugust (mich) an und Essen dankte es dem Mustasch-Trger mit derbem Pogo und Stagediving ins Leere. Ach ja, das Turock war nicht gerade sonderlich gut gefllt, was mir bei diesem Package, zu diesem Kurs (16 Euronen waren mehr als fair, zumal es auch noch 2 Vorbands gab, die leider unserer langen Anfahrt zum Opfer fielen) auf der einen Seite schleierhaft war, auf der anderen, ob des Hrtegrads auch ein Stck weit im Vorfeld klar gewesen ist. Was solls, die Leute, die anwesend waren amsierten sich prchtig und selbst Kasongo-Vorgnger Boris war im Volk auszumachen.
Apropos Kasongo; der "verirrte" sich gleich drei mal auf die Bhne, um sofort wieder in die Fans zu diven. Keyser, der nach 10 Minuten bereits aussah, als htte man ihn gerade aus nem Bach gezogen, lie aber auch keine Zweifel aufkommen, welche mitreisende Band im arg am Herzen lag. So wurde gefhlt jeder zweite Song den Belgiern gewidmet.
Ansonsten machte es natrlich wieder mal einfach nur Spa, diesen fantastischen Musikern bei der Arbeit zuzusehen. Gitarrist Paul Ryan drfte dafr gesorgt haben, dass nun auch der Rest der anwesenden Mariachis frustriert ihre Axt auf Ebay verhkern, whrend Bassist Mike Flores wie gewohnt versuchte, auf seinem Instrument das Schnrsenkelbinden in Lichtgeschwindigkeit zu erlernen. Drummer John Longstreth hielt die massive Soundwand maschinenhnlich zusammen und auch er sorgte fr unglubiges Staunen. Songtechnisch legte man den Fokus auf das aktuelle Monsterwerk "Entity", das gleich mit 6 Songs gewrdigt wurde.
Fazit: Boah!

Setlist: Origin

  • Expulsion Of Fury
  • Purgatory
  • Conceiving Death
  • Wrath Of Vishnu
  • Vomit You Out
  • Staring From The Abyss
  • Aftermath
  • Implosion Of Eternity
  • Swarm
  • Saligia
  • Finite
  • Evolution Of Extinction
  • Banishing Illusion
  • Portal





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