Navigation
                
17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PERSISTENCE TOUR 2012
Ort Hamburg, Docks
Datum 22.01.2012
Autor Marc Schallmaier
>> Als E-Mail versenden

Das Konzertjahr 2012 sollte fr mich gleich mit einem ordentlichen Knaller beginnen. Die PERSISTENCE Tour machte auch in Hamburg halt und lockte mit den Headlinern SUICIDAL TENDENCIES und BIOHAZARD. Aber auch das restliche Programm konnte sich sehen lassen. Die Ticketpreise waren mit EURO 30,00 richtig gnstig, und somit prangte das Schild "Ausverkauft" auch folgerichtig vor dem Hamburger Docks. Der Schwarzmarkt blhte dementsprechend vor dem Laden. Leider gab es bei meiner Akkreditierung Probleme, so dass ich zwar als Schreiberling die heilige Halle betreten durfte, ein Fotopass war allerdings nicht vermerkt. Demzufolge gibt es keine Bilder von diesem Konzert, sondern es handelt sich um Aufnahmen aus dem Archiv von BIOHAZARD, die uns freundlicherweise von deren Plattenfirma Nuclear Blast zur Verfgung gestellt wurden. Gleiches gilt fr die Setlist, die ich frech aus dem Internet von der ersten Station der PERSISTENCE Tour in Belgien gemopst habe.

WALLS OF JERICHO
Durch den frhen Anfang des Konzerts habe ich CRUSHING CASPARS und LIONHEART verpasst. Laut Aussagen von Augenzeugen sollen sich aber beide Bands nicht wirklich mit Ruhm bekleckert haben. WALLS OF JERICHO wollte ich aber unbedingt sehen und wurde nicht enttuscht. Die Band um Frontfrau Candace Kucsulain rockte mal eben die Konzerthalle nieder. Die Dame schrie so dermaen den Laden zusammen, dass man viele Besucher mit offen stehenden Mndern beobachten konnte. So etwas hatte ich auch schon lange nicht mehr erlebt. Der totale Gegensatz dann in zwischen den Songs. Candace Kucsulain fragte nett und freundlich, ob denn alle gut drauf sind usw. Die Band prgelte sich durch ihren Set und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass WALLS OF JERICHO viele neue Freunde gewonnen haben an diesem Abend. Der Merchandise Stand nach dem Auftritt wurde zumindest von vielen Besuchern umlagert.

Setlist: WALLS OF JERICHO

  • The New Ministry
  • A Trigger Full Of Promises
  • All Hail The Dead
  • Feeding Frenzy
  • The American Dream
  • And Hope To Die
  • The Prey
  • I Know Hollywood And You Ain't It
  • Revival Never Goes Out Of Style

TERROR
Die Amerikaner von TERROR habe ich live zum ersten Mal im letzten Jahr auf einem Festival gesehen und war begeistert von der Band. Snger Scott Vogel hat mittlerweile ein paar Haare auf dem Kopf, fast htte ich ihn nicht wieder erkannt. Auf groe Ansagen verzichtete Herr Vogel diesmal, damit man ein paar mehr Songs spielen konnte. Sehr lbliche Einstellung. Der Moshpit im Publikum nahm doch langsam amtliche Zge an, und die Zuschauer feierten TERROR ohne Ende ab. Wer die Jungs auf dieser Tour verpasst hat und eine ordentliche Kelle Hardcore bekommen mchte, sollte unbedingt die Augen offen halten, denn im April kommen die Herren als Headliner noch einmal fr ein paar Konzerte zu Besuch. Der Sound war wie schon bei WALLS OF JERICHO richtig gut abgemischt und gab dem brutalen Klang von TERROR somit noch mehr Druck.

Setlist: TERROR

  • Your Enemies Are Mine
  • Overcome
  • One With The Underdogs
  • Stick Tight
  • Push It Away
  • Out Of My Face
  • Return To Strength
  • Spit My Rage
  • Never Alone
  • Betrayer
  • Always The Hard Way
  • You're Caught
  • Keep Your Mouth Shut
  • Keepers Of The Faith

BIOHAZARD
Mehr als 10 Jahre ist es nun her, dass ich BIOHAZARD live gesehen habe, und schon damals hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Nach dem Einsteig und baldigen Ausstieg von Snger/Bassist Evan Seinfeld zum neuen Album war ich mir auch nicht ganz sicher, wie die Band jetzt "funktionieren" wrde. Biohazard Der neue Bassist Scott Roberts fgte sich zwar auch gesangstechnisch gut in die Band ein, allerdings wrde ich den Auftritt von BIOHAZARD als nicht wirklich rund bezeichnen. Da wurde ellenlang am Sound rumgetftelt und trotzdem gab es einige fiese Rckkopplungen whrend des Auftritts. Zu allem berfluss war irgendwas mit den Gitarren von Bobby Hambel nicht in Ordnung. Das gipfelte dann in der Szene, dass er whrend eines Songs seine Axt wechseln wollte, sein Techniker aber anscheinend nicht die Richtige vorbereitet hatte, er daraufhin zu diskutieren begann und schlussendlich die Gitarre ablegte und den Rest des Liedes ein wenig mitsang und irgendwie nackt aussah.
Sicherlich, Tracks wie "Punishment", "Urban Discipline" oder "Shades Of Grey" rocken immer noch ordentlich die Htte, aber entweder waren die Erwartungen zu hoch oder BIOHAZARD heute einfach nicht gut drauf.

Setlist: BIOHAZARD

  • Urban Discipline
  • What Makes Us Tick
  • One With The Underdogs
  • Chambers Spins Three
  • Black And White And Red All Over
  • Retribution
  • Down For Life
  • Come Alive
  • Vengeance Is Mine
  • Shades Of Grey
  • Love Denied
  • Punishment
  • Hold My Own

Biohazard

SUICIDAL TENDENCIES
Nach kurzer Umbaupause kam dann der Hhepunkt des Abends. Viele Zuschauer hatten sich mit Bandanas geschmckt, um ihrem Idol Mike Muir zu huldigen. SUICIDAL TENDENCIES starteten dann erwartungsgem mit "You Can't Bring Me Down" auch voll durch und brachten die Halle zum kochen. Da ich leider nicht im Besitz eines Fotopass war, kann ich leider keine volle Haftung fr die anliegende Setlist nehmen. Im Groen und Ganzen war sie aber nahezu identisch mit den gespielten Liedern vom Konzert in Wacken 2011. Das wre nicht wirklich weiter schlimm gewesen, aber Mike Muir und seine Mannen machten genau den gleichen Fehler wie auf dem oben genannten Festival. Minutenlange Ansagen vor den Songs, ein Schlagzeug Solo und ein Bass Solo bei einer Auftrittszeit von ungefhr einer Stunde. Und unter diesen Umstnden darf man dann doch an der Setlist nrgeln, wenn Kracher wie "I Saw Your Mummy", "Alone", oder auch "Suicidal Maniac" nicht gespielt werden. Das die Band aus fhigen Musikern besteht, ist ohne Zweifel. Und die Band war ordentlich in Bewegung, allen voran Mister Muir, der stndig ber die Bhne rannte wie von der Tarantel gestochen. Nach drei oder vier Songs drckte er dann auf sein Stirnband, aus dem sich erst einmal ein Schwall Schwei ergoss. Sonst noch was? Nein, eigentlich nicht, die Meute feierte Ihre Lieblinge ab, und anders als in Wacken konnten SUICIDAL TENDENCIES vor "Ihrem" Publikum abrumen.

Setlist: SUICIDAL TENDENCIES

  • You Can't Bring Me Down
  • I Shot Reagan
  • Join The Army
  • War Inside My Head
  • Cyco Vision
  • Subliminal
  • Come Alive
  • Possessed To Skate
  • Suicidal Failure
  • How Will I Laugh Tomorrow
  • Pledge Your Alliance

    Als Fazit bleibt zu sagen, dass es ein ordentlicher Abend war. Fr sein Geld bekam der Zuschauer eine ordentliche Ladung Musik um die Ohren gehauen, und auch die Merchandise Preise waren vllig in Ordnung. Die T-Shirts kosteten EURO 15,00, lediglich BIOHAZARD und SUICIDAL TENDENCIES verlangten einen Fnfer mehr fr ihre Leibchen. Ich finde es gut, wenn die oder der Headliner seinen Vorbands nicht die Preise vorschreibt. Fr mich waren WALLS OF JERICHO die heimlichen Gewinner des Abends, whrend es von den Urgesteinen lediglich durchschnittliche Kost gab.

  • << vorheriges Review
    A PALE HORSE NAMED DEATH, MIR ZUR FEIER - Bielefeld, Forum
    nchstes Review >>
    ORIGIN, PSYCROPTIC & LENG TCH'E - Essen, Turock


    Zufällige Reviews