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688 Reviews in der Datenbank
Billing NAPALM DEATH, SIX REASONS TO KILL, KADAVRIK
Ort Koblenz, Circus Maximus
Datum 29.01.2012
Autor David Lang
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Napalm Death sind live eine absolute Bank; keine Band, die zwangslufig przise wie ein Uhrwerk agiert, aber allein durch schiere Energie immer wieder ein Fest.
Zudem hat mich kaum eine andere Gruppierung im extremen Bereich in meinen frhen Tagen derart geprgt. Wenn eine solche Institution dann auch noch quasi vor der Haustr in einem kleinen, muckeligen Club spielt, gibt es im Grunde keine Entschuldigungen mehr, nicht auf einem Gig zu erscheinen.

Kadavrik Kadavrik

So war es natrlich Ehrensache, dass ich dem Ruf der britischen Grindpioniere folgte und mich an einem kalten Sonntagabend in den Rumlichkeiten des Circus Maximus wieder fand. Dies stellte tatschlich eine Premiere dar, in der Tat war der Rezensent eures Vertrauens noch nie in dem gemtlichen Koblenzer Club. Gruselige Storys ber die arg niedrige Decke und das ziemlich begrenzte Fassungsvermgen hielten mich bisher davon ab, den Lokalitten einen Besuch abzustatten. Erst mal im Keller angekommen, durfte ich jedoch durchatmen. Hier hatten ein paar Leute ein bisschen zu dick aufgetragen, zumal der Laden den ganzen Abend ber nie zu voll wurde.
Die undankbare Aufgabe einen Sonntagabend zu erffnen fiel den Weselern von Kadavrik zu. Die machten das Beste daraus und zogen ihr Programm souvern durch. Melodischer Death Metal mit leichten Black Metal-Anleihen stand auf dem Programm und die Band spielte diesen Sound nicht erst seit gestern. Man gab sich zwar etwas hftsteif (viel Bewegung lsst die kleine Bhne allerdings auch nicht zu) prsentierte sich aber als homogene Einheit, die von ihrem Sound berzeugt zu sein schien.
Der Songaufbau in sich war recht abwechslungsreich, wiederholte sich in einigen Stcken jedoch zu oft. Auf Dauer kann man sich solch ein Vorgehen natrlich nur leisten, wenn man, wie beispielsweise Bolt Thrower oder Amon Amarth, um nher am Thema zu bleiben, unglaubliche Songschreiberqualitten an den Tag legt. So weit ist das Quintett zwar noch nicht, doch fanden sich jetzt schon einige coole Melodien im Repertoire, die ich beim nchsten Kadavrik-Konzert wohl wieder erkennen wrde. Stilistisch war man auerdem etwas fehl am Platz, doch fr einen respektablen Applaus hat es gereicht. Das was sie machen, machen sie nmlich ganz ordentlich.

Six Reasons To Kill Six Reasons To Kill

Es war nicht gerade Locs Abend. Der Six Reasons To Kill Gitarrist hatte stndig Probleme mit seiner Klampfe und musste immer wieder zu seinem Amp, um an diesem rumzuschrauben. Erfreulicherweise lie er sich davon nicht die Laune verderben und versuchte mindestens genauso oft das Publikum zu mehr Action zu motivieren. Bis auf den verzweifelten (und ziemlich kurzen) Versuch eines Einzelnen, etwas Karate-Action in den Keller zu bringen, beschrnkten sich die Reaktionen der Anwesenden auf den Applaus.
6R2K (feine Abkrzung auch) hatten zwar ein Heimspiel an diesem Abend, waren aber stilistisch immer noch zu weit weg vom Sound der Headliner, als dass hier mehr drin gewesen wre. Den Jungs konnte man jedenfalls keinen Vorwurf machen. Das T-Shirt von Drummer Flo jedenfalls hatte am Ende des Auftritts einen dunkleren Ton und auch der Rest der Musiker scheute sich nicht, zu transpirieren. Der wilde Metalcore der Kowelenzer hatte jedenfalls genug Wiedererkennungswert, um mehr Beachtung zu finden und auch Locs geschmeidige Metal-Soli hoben sich sympathisch vom Gros der Szene ab.

Als Mark "Barney" Greenway und Shane "The Monk" Embury pltzlich neben uns standen (backstage nimmt man hier nicht so wrtlich, die Mucker mussten durch das Publikum) war die berraschung gro, doch viel Zeit zum Wundern blieb nicht, schlielich war das Quartett nur aus einem Grund in Koblenz: Alarm machen, dass die Heide wackelt.
Da dies eine Spezialitt der Urgesteine ist, verwunderte es kaum, dass die Fans vom ersten Takt an kollektiv durchdrehten. Keine Diver, keine Wall Of Death und erst recht keine Teilzeit-Bruce Lees, lediglich reiner Old School Pogo erschtterte die Grundfeste des Circus zum Klang der musikalischen Urgewalt.
Napalm Death Napalm Death Zwar schubste man sich zu "Downbeat Clique" vom (noch) aktuellen Album "Time Waits For No Slave" noch etwas zgerlich, doch sptestens beim Klassiker "Unchallenged Hate" tobte die Luzi vor der niedrigen Bhne.
Barney kndigte zu Beginn bereits eine ausgewogene Mischung aus altem und neuem Material an, und tatschlich htte die Setlist kaum abwechslungsreicher sein knnen. Nichtsdestotrotz wtete der Mob erwartungsgem erst so richtig bei Klassikern wie "Scum" oder dem Dead Kennedys Hit "Nazi Punks Fuck Off". berhaupt fanden sich recht viele Cover-Versionen in dem, im Grunde, viel zu kurzen Set. Cryptic Slaughters "Lowlife" und "Conform" von Siege mussten ebenfalls dran glauben, ernteten aber immer noch verhltnismig gute Reaktionen. Letztlich waren es allerdings die kleinen Dinge, die die Show zum Erlebnis machten. Auf den Wunsch einer jungen Dame beispielsweise nuschelte Mr. Greenway irgendwann "Ole Ole" ins Mikro, nur um anschlieend, ganz britisch trocken nachzufragen, ob das nun den gewnschten Effekt erzielt habe. Gro!
Ob ansonsten Barneys witzige Grimassen nach so ziemlich jedem Song (man konnte die Uhr danach stellen und doch hab ich, verdammt noch mal, kein einziges Foto davon) oder die zwei Spezialisten, die sich mitten whrend des Gigs sturzbetrunken auf die Bhne gesetzt haben, eins war der Abend allemal: verdammt unterhaltsam.

Setlist: Napalm Death

  • Downbeat Clique
  • Strong Arm
  • Unchallenged Hate
  • Continuing War On Stupidity
  • Next On The List
  • When All Is Said And Done
  • Lucid Fairytale
  • Social Sterility
  • Life And Limb
  • Lowlife
  • The Code Is Red... Long Live The Code
  • Analysis Paralysis
  • On The Brink Of Extinction
  • Conform
  • Scum
  • Life?
  • Control
  • MAD
  • You Suffer
  • Nazi Punks Fuck Off
  • Suffer The Children
  • Silence Is Defeaning





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