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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ARENA
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 11.11.2011
Autor Thorsten Ritter
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Viel Zeit war ins Land gegangen, seitdem ich ARENA das letzte Mal auf Tour erleben durfte. Damals stand gerade das Album "Pepper's Ghost" in den CD-Regalen und ich war erstmalig im Musiktheater REX in Lorsch zugegen, als die Band ihr zehnjhriges Bestehen feierte. Arena Arena Mittlerweile sind sechs lange Jahre vergangen, in denen sich Einiges getan hat. Schmerzlich hatte ich im Vorfeld erfahren, dass Snger Rob Sowden seit vergangenem Jahr nicht mehr zur englischen Truppe gehrt und mit Paul Manzi ein neuer Frontmann an Board ist. Dummerweise lag das Erscheinungsdatum des neuen Albums "The Seventh Degree Of Separation" mit Ende November/Anfang Dezember in naher Zukunft, wurde aber am Merchandise-Stand als Special Edition fr faire 15 verkauft. Also, nicht lange gefackelt und zugegriffen, denn der Teaser, welchen ich im Internet gehrt hatte, klang recht vielversprechend. Ich war dementsprechend gespannt und neugierig auf den Gig.

Das Colos-Saal war am heutigen Abend nicht ganz so gut besucht und berschaubar zur Hlfte gefllt. Das Publikum war zumeist gesetzteren Alters, der jedoch auch den eigenen Nachwuchs an diesem Event teilhaben lie, was die Menge ein wenig auflockerte.
Pnktlich um 21 Uhr und ohne lstige Vorgruppe hie es dann "Bhne frei" und das Quintett um Keyboarder Clive Nolan und den ehemaligen MARILLION-Drummer Mick Pointer legte los. ARENA starteten direkt mit dem ersten Song ("The Great Escape") der noch unbekannten CD in den Set, bevor es mit zwei Nummern des fr mich fulminanten Albums "The Visitor" einen mehr als geflligen Nachschlag gab. Snger Paul Manzi hatte anfangs zwar aufgrund seines Outfits (Zylinder sowie auffllige Brille) durchaus hnlichkeiten mit seinem Vorgnger, aber gesanglich waren die Beiden doch Welten voneinander entfernt. Whrend Robs Gesang sehr viel theatralischer und eindringlicher den Songs ihre ganz persnliche Note verlieh, war Paul Manzis Organ doch deutlich erdiger und rockiger, so dass die lteren Songs leider einiges von ihrem Glanz und Zauber verloren. Die Band lie sich indes nichts anmerken und die Stimmung der Protagonisten auf der Bhne war bestens. Der seit kurzem wieder aktive Bassist John Jowitt, Gitarrist John Mitchell und Paul Manzi hatten stndig ein Lcheln auf den Lippen und sichtlich Spa beim ihrem Auftritt. Einzig Clive Nolan wirkte in wenig brummig. Die anwesenden Fans gingen aber trotz der bereits erwhnten Vernderungen gut mit, wobei die Reaktionen bei den bereits bekannten Nummern doch grer ausfiel, was letztlich aber auch zu erwarten gewesen ist. Immerhin war es mutig und selbstbewusst, direkt sechs Songs von einem Album zu spielen, welches die meisten Anwesenden sicherlich noch nicht ihr Eigen genannt haben drften. Zwar integrierten sich die neuen Kompositionen gut ins Set, aber fr mich kamen ARENA heute nicht an frhere Glanztaten heran. Rob Sowden hat eine groe Lcke hinterlassen, die durchaus an die Situation bei THRESHOLD erinnert. Ich gehe davon aus, dass die Zeit zeigen wird, wo ARENA zuknftig stehen werden und wohin die musikalische Reise gehen wird. Der Gig verlief nichtsdestotrotz sehr kurzweilig und bot, bei teilweise wunderschnen Klangkollagen und einer tollen Lightshow, 105 vertrumte Minuten, bei welchen mir lediglich die zuvor gekannte Intensitt bzw. der Gnsehautfaktor gefehlt hat.

Arena

Setlist Arena:

  • The Great Escape
  • A Crack In The Ice
  • (Don't Forget To) Breathe
  • Elea
  • What If?
  • One Last Au Revoir
  • Burning Down
  • Blood Red Room
  • Valley Of The Kings
  • Cry For Help [Part IV]
  • The Eyes Of Lara Moon
  • Ghost In The Firewall
  • Rapture
  • Bedlam Fayre
  • The Tinder Box
  • The Visitor

  • Zugaben:
  • Cry For Help [Part VII]
  • Ascension

Bilder: Sandra Phlmann





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