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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing NECKBREAKERS BALL
Ort Hamburg, Markthalle
Datum 15.11.2011
Autor Marc Schallmaier
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Unter dem Motto "Neckbreakers Ball" fand sich eine bunte Mischung Bands aus verschiedenen Stilrichtungen ein und sorgte fr einen netten Abend. Und so wollen wir ohne viel Umschweife dann auch anfangen, immerhin gaben sich sechs Bands die Ehre und demzufolge war der Beginn mit 18.00 Uhr zwar sehr frh aber dem Anlass entsprechend auch klug gewhlt. Denn wenn man nicht direkt in der Stadt wohnt ist es doch angenehm, mit einer der letzten Bahnen nach Hause zu fahren, als ein sndhaft teures Taxi in Anspruch zu nehmen. Noch ein Wort zu den Setlisten. Bis auf MERCENARY und DARK TRANQUILLITY hatte keine der anderen Bands eine Setlist auf der Bhne liegen. Sorry!
Gurd Gurd Leider machten mir die Hamburger Straenverhltnisse und der Feierabendverkehr einen Strich durch die Rechnung. Fr die Strecke von meinem Arbeitsplatz bis zur Hamburger Markthalle bentigt man im Normalfall um die zwanzig Minuten. Heute brauchte ich aber eine gute Stunde, und somit verpasste ich auch die Hlfte des Konzerts der finnischen Band OMNIUM GATHERUM. Allerdings hat mich dass, was ich noch gesehen und gehrt habe, nicht wirklich vom Stuhl gehauen. So will ich dann auch nicht zuviel ber den Opener sagen, aber die gut 50 Besucher, die jetzt schon anwesend waren, hat es teilweise wohl gefallen. Der melodische Death Metal wurde immer wieder von klaren Gesangslinien durchzogen, was irgendwie befremdlich auf mich wirkte. Die hrteren Teile mit ordentlichem Gekreische haben mir besser gefallen.

GURD
Als zweites betraten dann die Schweizer GURD die Bhne. Die Band um das eidgenssische Metal Urgestein V.O. Pulver ( ex Poltergeist ) hatte ich als eher mittelmige Thrash Kapelle in Erinnerung, live habe ich die Band noch nie gesehen. Aber an diesem Abend musste ich meine Meinung revidieren, denn die Jungs hatten ordentlich Spa in den Backen und unterhielten die jetzt schon deutlich grere Publikumsmenge mehr als ordentlich. Die Songs kamen mit ordentlich Wucht und viel Aggressivitt von der Bhne. Mir hat der Auftritt wirklich gut gefallen und ich werde mir in naher Zukunft mal die letzte Scheibe von GURD anhren.

MERCENARY
Die Dnen von MERCENARY waren dann der zweite skandinavische Vertreter des Abends. Wie auch ihre Kollegen von OMNIUM GATHERUM widmet sich das Quartett dem eher gemigten Melodic Death Metal. Nach der Keule, die GURD ausgepackt hatten, wartete ich nun auf ein hnliches Kaliber, aber der Set zog sich irgendwie hin. Zu wenig Abwechslung, vorhersehbare Strukturen und einfach nicht aggressiv genug, so empfand ich den Auftritt. Zum Ende ihrer gut 40 Minuten wurde es zwar etwas besser, nderte aber nichts an der Tatsache, dass es ein mittelmiges Konzert ohne jegliche Hhepunkte war.

Mercenary

Setlist: MERCENARY

  • Intro
  • In Bloodred Shades
  • In A River Of Madness
  • Through The Eyes Of The Devil
  • The Black Brigade
  • On The Edge Of Sanity
  • The Follower
  • Endless Fall

VARG
VARG aus Coburg waren standen dann als Nchstes auf dem Programm. VARG ? War da nicht mal was ? Ja, da war mal was. Aber dazu spter mehr. Wrde man einen Headliner an einem solchen Abend anhand des Merchandise der Fans bestimmen, so htten die Band garantiert als Letztes auflaufen mssen. Viele VARG Shirts und Aufnher waren im Publikum auszumachen, dass mittlerweile auf ca. 700 Leute angewachsen war. Die Band prsentierte sich nicht nur durch die ihre martialische Bemalung als Einheit, auch die Spielfreude war ihnen anzumerken und das spiegelte sich in einer wuchtigen Show wieder. Ich bin zwar noch nicht hundertprozentig berzeugt von deutschem Gekreische zu brachialem Sound, den Auftritt kann man aber als Erfolg verbuchen. Whrend das Publikum zum Schluss lautstark den Song "Rotkppchen" forderte, mussten sie sich mit dem Rammstein Cover "Links" zufrieden geben. Womit wir auch beim Thema wren. VARG haben sich schon mehrfach zu den bekannten Vorwrfen geuert, dass sie nichts mit Nazis oder Fremdenfeindlichkeit zu tun haben, der Cover Song sollte dies wohl nochmals unterstreichen. Nach wie vor bleibt bei mir aber immer noch ein fader Beigeschmack bei der ganzen Geschichte. T-Shirts mit dem Aufdruck "Unbesiegbar, Mchtig, Stolz" oder Aufnher mit dem Slogan "Viel Feind, Viel Ehr" kommen bei mir nicht gut an. Aber jeder sollte sich ber dieses Thema ein eigenes Bild machen. Ich denke aber, das VARG sich auch noch in Zukunft mit dieser Geschichte auseinandersetzen mssen.

Eluveitie

ELUVEITIE
Bei den Schweizern von ELUVEITIE wurde es nun voll auf der Bhne, immerhin mussten acht Musiker untergebracht werden. Zwar war mir der Name der Band ein Begriff, ich hatte mich aber noch nie mit der Musik befasst. Das werde ich nun definitiv nachholen, denn der Auftritt war sehr ansprechend und ich kann mir vorstellen, dass die vielen Facetten des Sounds auf CD einfach besser zur Geltung kommen als auf der Bhne. Zu oft gingen die feinen Instrumente wie Geige, Flte oder Drehleier im Gesamtgebilde unter. Aber jetzt bitte nicht falsch verstehen, dies soll kein Vorwurf an den Soundmann sein! Das gesamte Klangbild an diesem Abend war wirklich gut. Auerdem war es auch irgendwie spannend zu sehen, welches Instrument von einem der Musiker als nchstes aus dem Hut gezaubert wird. Und nicht nur, dass die beiden Damen auf der Bhne ein Blickfang waren, gelegentlich untersttzten sie Snger Chrigel, was sehr abwechslungsreich war. Ansonsten wurden krftig die Matten geschttelt und der kleine Raum gut genutzt.

DARK TRANQUILLITY
Zum Abschluss des heutigen Abends waren dann DARK TRANQUILLITY an der Reihe. Ich hatte die Band vor Urzeiten mal irgendwo im Vorprogramm von irgendeiner anderen Band gesehen. Aber man merkt es schon, ich kann mich da nur noch rudimentr erinnern. Das Licht ging aus und auf einer groen Leinwand gab es nette Filmchen und Bilder zu sehen. Diese untermalten nicht nur das Intro sondern wurden auch im weiteren Verlauf des Konzert eingesetzt, um die jeweiligen Songs visuell zu unterstreichen. Die Schweden waren ebenfalls mit viel Spielfreude am Werk und Snger Mikael suchte immer wieder die Kommunikation mit dem Publikum. Dieses war aber schon einigermaen mde, die echten DARK TRANQUILLITY Fans gaben natrlich noch mal alles aber dem Rest waren die vergangenen Stunden mit Beschallung schon anzusehen. So entwickelte sich ein recht unspektakulres Konzert, was mit den Worten "solide abgeliefert" am Besten beschrieben ist. Und so machte ich mich auf den Weg nach Hause und schenkte mir die letzten drei Songs. So musste man wenigstens nicht noch eine halbe Stunde an der Jacken Ausgabe warten. Alles in allem war es ein hchst abwechslungsreicher Abend mit Kapellen aus verschiedenen Bereichen des Metal fr einen fairen Kurs. Auch die Preise fr das Merchandise waren vllig im Rahmen, so dass man auf dem Weg nach drauen in das nasskalte Hamburg viele zufriedene Gesichter sah.

Dark Tranquillity

Setlist: DARK TRANQUILLITY

  • Terminus
  • In My Absence
  • Treason Wall
  • Lost To Apathy
  • Wonders
  • Mundane
  • Monochromatic
  • Sun Fired
  • Particle
  • Zero Distance
  • Dream Oblivion
  • Final Resistance
  • Misery's Crown
  • The Fatalist





Mercenary Mercenary Mercenary Varg Varg Varg Varg Eluveitie Eluveitie Eluveitie Eluveitie Eluveitie Eluveitie Eluveitie Dark Tranquillity Dark Tranquillity Dark Tranquillity Dark Tranquillity Dark Tranquillity Dark Tranquillity Dark Tranquillity Dark Tranquillity Dark Tranquillity Dark Tranquillity



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