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20. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing EDGUY, KISSIN' DYNAMITE
Ort Langen, Neue Stadthalle
Datum 07.10.2011
Autor Thorsten Dietrich
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Mal wieder Edguy sehen, das war doch im Herbst ein guter Anlass in die schne Stadthalle nach Langen zu fahren. Seit meinem letzten Besuch hat sich auen einiges verndert und jetzt wurde mir erst richtig bewusst, dass es eine Mischung aus Bibliothek, Schwimmbad und Konzerthalle ist. Kissin' Dynamite Kissin' Dynamite An der Schwimmbadkasse (wie surreal!) holten wir unsere Tickets und den Fotopass bei einem sehr netten Mann ab und gingen in die Halle. Wie immer gibt es Pommes, Wrstchen und Getrnke von einer Cateringfirma. Wie auch schon einmal, war das drei Euro teure Bier nicht gerade kalt, weshalb ich mich lieber auf die Musik konzentrierte da so was nicht schmeckt.

Wir kamen extra spter um nicht zu viel von Kottak, die Band des Scorpions Schlagzeugers James Kottak zu sehen. Die passten eh nicht zu den Hessen Edguy, wurden aber sicherlich aufgrund der Tatsache, dass Edguy 2010 im Vorprogramm der Scorps zu sehen waren mit auf Tour genommen!

Als wir in die sehr gut gefllte Halle kamen, sang aber irgendwer etwas von einer "Metal Nation". Das mussten die Youngster Kissin' Dynamite sein, die ich mir immer gerne anschaue. Laut dem Nebenmann war es "erst der zweite Song und vorher war eine langweilige Rockband namens Cleveland am Start". Kottak waren wie ich spter erfuhr verhindert, da James Kottak mit den Scorpions spielte und nun die Band seiner Freundin Cleveland einsprang. Deren CD ist ganz nett, aber verpasst haben wir, glaube ich, nichts! Vor der Bhne angekommen nahm Bassist Steffen Haile, , Gitarrist Jim Mller auf die Schultern als dieser solierte. Hiernach gab die junge Meute eine richtig gute Mischung ihrer beiden Alben und hatten das Publikum jederzeit im Griff. Die Kerle werden immer besser. Posen bis der Arzt kommt und in Bewegung bleiben ist das Motto der Band, wobei Snger Hannes Braun neuerdings mit Brusttattoo und noch strker toupierten Haaren die Posen smtlicher alten Helden enorm verinnerlicht zu haben scheint! An diesem Abend erinnerte er mich an eine Mischung des jungen Axl Rose und Sebastian Bach. Eigentlich ist die Band ja zweigeteilt: Gitarrist Jim Mller und Hannes sind die, die sehr auf Glam Rock machen, Der total normal aussehende Drummer Andi Schnitzer erinnert optisch an den jungen Andr Hilgers (Rage) whrend Bassist Steffen Haile und Locken Gitarrist Ande Braun es optisch und haartechnisch etwas dezenter angehen. Auf das 2012 erscheinende dritte Album bin ich sehr gespannt, nach diesem energiegeladenen kurzen Auftritt wollte man einfach mehr!

Edguy Edguy

Nach einer lngeren Umbaupause war ich dann etwas perplex als auer dem "Joker" Backdrop auf der Bhne nichts an Showelementen zu sehen war. Da haben manche kleinen Bands ja mehr an Aufstellern mit ihrem Logo oder so auf der Bhne. Mit vielen neuen Songs vom Hard Rock lastigen neuen "Age Of The Joker" Album wurden die gutgelaunten Fans verwhnt. Ich htte mir statt sechs neuer Songs, aber lieber drei alte Hits mehr gewnscht.
Dafr war Frontmann Tobias Sammet nach berstandener Erkrankung und daraus resultierendem Singverbot, so dass drei Gigs ausfielen, gut bei Stimme und ebenso gelaunt.
Seinen Humor und die lockeren Sprche hat er behalten und das ist gut so. Er machte Witze ber alles und auch die Band, "den nchsten Song haben wir bei Iron Maiden geklaut..." Sammet ist einfach ein astreiner Frontmann der auch fr jeden Fotografen im Graben ein paar Sekunden hatte und immer den Kontakt zum Publikum suchte. Von einer fetten Bhnenshow und Gimmicks der Sorte Pyros, Lightshow, wechselnden Backdrops oder gar LED Wnde war zwar weit und breit nichts zu sehen, aber Edguy funktionieren auch so ganz gut. Nur einmal gab es einen Gimmick der kuriosen Art, Tobias verschwand von der Bhne und tauchte in der Nhe des Sound- und Lichtpultes aus dem Boden auf und wurde mit einer kleinen Plattform, hnlich einer Hubbhne, verschnert mit bunten Leuchtketten nach oben befrdert, so dass er das Lied von diesem Punkt aus singen konnte. Ob das ntig war lasse ich mal dahingestellt. Kiss machen's auch so in der Art, aber viel spektakulrer inszeniert. Selbst das Drumsolo als Untermalung zum A-Team Soundtrack war kurzweilig. Dazu gab es eine Band die sich wie eh und je gut bewegte und immer ordentliche Backings bernahm, was bei anderen Bands oft vom Band kommt. Die Spielzeit war auch passabel und nicht mit zu viel Gelaber oder Warten auf Zugaben gestreckt.
In der Form schaue ich mir die Fulda Boys immer wieder gerne an, vielleicht aber mit etwas mehr alten Hits!

Setlist: Edguy

  • Nobody's Hero
  • The Arcane Guild
  • Tears Of A Mandrake
  • Pandora's Box
  • Rock Of Cashel
  • Lavatory Love Machine
  • Behind The Gates Of Midnight World
  • Superheroes
  • Robin Hood
  • Drum Solo
  • Minstry Of Saints
  • Vain Glory Opera
  • Land Of The Miracle
  • King Of Fools





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