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19. August 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DEVASTATOR, SLOWLY ROTTEN, CHAOSANE
Ort Ahrensburg, Juki 42
Datum 08.10.2011
Autor Marc Schallmaier
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Wieder einmal lud das rtliche Jugendzentrum zu einem gemtlichen Abend mit netten Leuten und guten Bands aus der Umgebung ein. Diesmal gab es eine Death Metal Breitseite, die die Veranstalter von Mosh'n'Roll fr den heutigen Abend geplant hatten. Leider mussten GOREZONE kurzfristig absagen, aber die Kollegen schafften es, innerhalb krzester Zeit Ersatz zu finden. So stand dann dem Happening nichts mehr im Wege. Nahezu 100 Leute fanden sich dann auch ein, um sich bei Bier und guter Musik den Samstagabend zu versen.

Chaosane Chaosane

Den Anfang machten die Kieler CHAOSANE. Die noch recht junge Truppe um Frontfrau Anna zelebrierten ihren Death/Thrash la Arch Enemy mit viel Herz aber etwas zu wenig Bewegung. Daran sollte die Band unbedingt arbeiten. Der oben genannte Vergleich liegt nicht nur wegen einer Sngerin mit ordentlichen Gegrunze auf der Hand, auch musikalisch erinnerten mich CHAOSANE mehrmals an die Combo um Michael Amott und Angela Gossow. Die einzelnen Songs waren sehr abwechslungsreich und konnten mit pfiffigen Wendungen und Breaks berraschen. Nach gut einer halben Stunde war dann Feierabend aber dieser Auftritt machte Lust auf mehr. Man darf gespannt sein auf die Debut CD "Chaosmachine", die am 03.11.2011 verffentlicht wird. Daumen hoch!

Als zweites betraten dann die kurzfristig als Ersatz verpflichteten SLOWLY ROTTEN aus Husum die Bhne. Im Gegensatz zu ihren Vorgngern legten die Nordlichter noch eine Schippe drauf und der Hrtefaktor der Musik nahm ordentlich zu. Leider war dies aber auch der Schwachpunkt meiner Meinung nach. Auf die Dauer wurde das Ganze ein wenig zu eintnig und etwas mehr Abwechslung oder Breaks htten den Liedern gut getan. Fr die Freunde der totalen Vollbedienung war es allemal ein Fest, und die Band nutzte den Raum auf der Bhne ausgiebig. Der Sound war wie bei den anderen Bands auch absolut groartig. Zum Schluss bekam das Ahrensburger Publikum noch die Premiere eines neuen Songs geboten. Apropos Publikum. Bei SLOWLY ROTTEN kam dann auch erstmals ein wenig Bewegung in die Meute. Zwar etwas verhalten, aber immerhin.

Devastator Devastator

Bis zum Headliner blieb dann etwas Zeit, um gemtlich am Tresen ein Getrnk mit oder ohne Alkohol zu sehr erschwinglichen Preisen zu kaufen. Gegenber hatte man einen Merchandise Stand aufgebaut, auf denen die Leibchen der Bands bzw. des Veranstalters Mosh'n'Roll zu erwerben waren. Auch die Bhnendeko, bestehend aus Tarnnetzen und knstlichen Krperteilen, war mit sehr viel Liebe zum Detail umgesetzt worden. Dann war die Zeit reif fr DEVASTATOR aus Hamburg. Die Jungs verfgen bereits ber einen gewissen Erfahrungsreichtum und wurden somit der Rolle der letzten Band an diesem Abend absolut gerecht. Stndig wurden die Kpfe geschttelt und Snger Lenny ist eine groartige Rampensau. Nahezu jeder Song wird mit einer eigenen Ansage auf die Reise geschickt, und seine Gesten und Mimiken passen wie Arsch auf Eimer. Der Sound der Hansestdter wurde nie langweilig, die derben Granaten hier und da mit Soli gespickt oder mit netten Breaks verfeinert. Die 60 Minuten vergingen wie im Flug und auch das Publikum war begeistert. Nebenbei stellten DEVASTATOR noch ihren neuen Bassisten Nick vor. Der Nachfolger ihrer Debut Scheibe "Beyond Massacre" befindet sich in den Startlchern und sollte mit etwas Glck noch dieses Jahr erscheinen. Eine defintive Empfehlung meinerseits, nach dem neuen Silberling Ausschau zu halten. Rundum ein sehr gelungener Auftritt, die Band trat als sichere Einheit auf und stampfte das Jugendzentrum in Grund und Boden.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass man fr sein Eintrittsgeld von 4 Talern einen wirklich tollen Abend mit 3 guten Bands bekam. Also, nicht immer nur zu den Groen der Szenen rennen und ihnen die sauer verdiente Kohle in den Rachen schmeien, sondern gelegentlich auch mal das rtliche Programm sondieren und die lokalen Bands untersttzen.





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