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691 Reviews in der Datenbank
Billing SYMPHONY X, PAGAN'S MIND
Ort Aschaffenburg, Colossaal
Datum 04.10.2011
Autor Thorsten Schwalbach
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Sowohl SYMPHONY X als auch PAGAN'S MIND haben es dieses Jahr geschafft, die Songs ihrer aktuellen Alben "zugnglicher" zu machen und trotzdem sich selbst treu zu bleiben, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen. Whrend PAGAN'S MIND auf "Heavenly Ecstasy" eher etwas melodischer geworden sind haben SYMPHONY X auf "Iconoclast" etwas mehr Heavyness und Direktheit in ihren Sound integriert. Beide Bands haben diese Vorhaben sehr kompetent umgesetzt und zwei absolute Albumhighlights des Jahres 2011 abgeliefert. Und da sowohl Jorn Viggo Lofstadt (PAGAN'S MIND) als auch Michael Romeo (SYMPHONY X) zu meinen Lieblingsgitarristen gehren gab es wirklich keine Endschuldigung mehr, nicht zum gemeinsamen Konzert dieser beiden Bands im Colossaal zu gehen.

Als zustzlichen Anheizer gab es auf dieser Tour noch die Italiener von DGM, die hier sicher gut gepasst haben. Aber so sehr man es sich auch vornimmt, manchmal kommt man halt von der Arbeit nicht so weg wie man will. Deswegen kamen wir leider erst etwas spter in Aschaffenburg an, als DGM ihren Set schon beendet hatten. Tut uns irgendwie leid, ist aber auch nicht zu ndern. Also, kommen wir direkt zu den weiteren Acts dieses Abends.

Pagan's Mind Pagan's Mind

Zu Beginn des Konzerts von PAGAN'S MIND gab es aber leider eine kleine Enttuschung zu verkraften. Gttersnger Nils K. Rue stand leider nicht mit den Jungs auf der Bhne, sondern wurde durch Michael Eriksen und Truls Haugen von den Norwegern CIRCUS MAXIMUS vertreten. Jorn Viggo sagte spter, dass Nils heute leider nicht bei der Band sein knnte, ging aber nicht auf die Grnde ein oder darauf, ob er den Rest der Tour mitgefahren ist. (Inzwischen habe ich rausgefunden, dass er sich zur Zeit um seine schwangere Frau kmmert und auch bei anderen Konzerten nicht dabei war.) Wirklich schade. Aber PAGAN'S MIND machten zusammen mit ihren Gastsngern, die teilweise zusammen auf der Bhne standen, das Beste aus dieser Situation und legten eine enorme Spielfreude an den Tag, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Sowohl Michael als auch Truls, der eher fr die tieferen Lagen zustndig war, berzeugten durch melodischen kraftvollen Gesang, ohne Nils natrlich komplett ersetzen zu knnen. Dafr ist der Snger einfach zu stark, allein schon von seinem Stageacting her. Nach dem Intro "Contact" von ihrem aktuellen Album legten PAGAN'S MIND dann mit "Eyes Of Fire" recht schnell los. Es war einfach schn, diese Band wieder live zu erleben, weshalb die Enttuschung ber das Fehlen von Nils schnell verflogen war. Mit "Intermission" folgte ein weiterer neuer Song. Auf den atmosphrischen Keyboardteppichen von Ronny Tegner, der glaub ich immer gut drauf ist, riffte Jorn Viggo dynamisch vor sich hin, schaffte mit seiner freundlichen Ausstrahlung Bindung zum Publikum und begeisterte durch ein virtuoses Solo mit dezenten VAN HALEN - Einflssen. Danach gingen die Jungs mit dem Titelstck zurck zum Vorgngeralbum "God's Equation". In diesem Song hat mich die riffbetonte und doch melodische Gitarrenarbeit von Jorn Viggo nicht weniger fasziniert. Mittlerweile war es im Colossaal richtig gut voll geworden und im Publikum waren zahlreiche PAGAN'S MIND - Shirts zu erkennen. Es waren bestimmt einige Leute wegen dieser Band anwesend und so wurden die Jungs verdient abgefeiert. Nach dem melodischen und sehr stark gesungenen "United Aliance" zeigten PAGAN'S MIND in einem lngeren Instrumental, dass sie durch die Bank sehr starke Musiker. Dabei nutzen sie ihren Platz vor den Aufbauten des Headliners gut aus, waren sehr agil und schafften es, nebenbei miteinander coole Faxen zu machen. Nach dem eingngigen vom Publikum mitgesungenen neuen "Walk Away In Silence" kramten PAGAN'S MIND mit dem mystischen "Through Osiris' Eyes" zum Abschluss einen lteren Song aus, der nicht weniger begeistert aufgenommen wurde. Trotz ihres Handicaps durch das Fehlen von Nils haben PAGAN'S MIND in Aschaffenburg einen sehr starken Gig abgeliefert und wurden verdient mit Applaus verabschiedet. Jungs, ihr seid definitiv reif fr eine Headlinertour, da haben so viele starke Songs zwangslufig gefehlt. Ich wre auf jeden Fall dabei!

Setlist PAGAN'S MIND:

  • Contact (Intro)
  • Eyes Of Fire
  • Intermission
  • God's Equation
  • United Alliance
  • Instrumental
  • Walk Away In Silence
  • Through Osiris' Eyes

Nach diesem starken Auftritt stellte sich natrlich die Frage, wie SYMPHONY X als Headliner darauf antworten wrden. Vorab, sehr sehr stark und eigenwillig! Ein Blick auf die Setlist zeigte schnell, dass die Band hier die Standard - Edition von "Iconoclast" nahezu am Stck durchspielte, und das auch noch in der Albumreihenfolge! Hier ist wohl jemand gerechtfertigt von seinem neuen Produkt berzeugt. Und dieses Konzept wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Die "Jetzt spielen die nur Aktuelles und nicht den oder den Song..." - Nrgler waren den enthusiastischen Publikumsreaktionen nach nur sehr gering anwesend. Das ging schon los, als zu Beginn des ersten Stckes, dem Titeltrack von "Iconoclast", Michael Romeo raus kam und die ersten Riffs spielte. Ich habe selten erlebt, dass ein Musiker so begeistert empfangen wurde. Symphony X Symphony X Aschaffenburg schien schon lnger auf SYMPHONY X zu warten, fr die es das Debt im Colossaal war. hnlich ging es Snger Russell Allen, als dieser nach fast drei Minuten Riffgewitter auf die Bhne kam. Russell war vom ersten Ton an stark bei Stimme und sang variabel sowohl agressiv als auch gefhlvoll. Wie PAGAN'S MIND vorher zeigten SYMPHONY X eine enorme Spielfreude, die sich direkt auf Publikum bertrug. Ach ja, in den schnellen anspruchsvollen Soloparts dieses Songs zeigte Michael Romeo schon mal, dass er derzeit einfach einer der strksten und vielseitigsten Gitarristen ist. Als Russell nach dem folgenden sehr heavy umgesetzten "The End Of Innocence" seine erste Ansage machte kam er vor lauter Jubel der Fans fast gar nicht zu Wort, was die Band sichtlich beeindruckte. Danach ging es mit "Dehumanized" und "Bastards Of The Machine" ziemlich heftig weiter. Michael Romeo riffte und solierte sich und das Publikum in andere Sphren. Russell Allen war stngig unterwegs, sang beeindruckend mit seiner krftigen Stimme und war schnell richtig gut durchgeschwitzt. Der Rest der Bandmitglieder stand den Beiden in der Umsetzung ihrer Parts nicht nach. Die Lightshow war beeindruckend, weshalb sich der Auftritt der Band immer mitreiender entwickelte. Erst mit dem sehr gefhlvoll gesungenen "When All Is Lost" gab es eine erste Verschnaufpause. Keyboarder Michael Pinnella legte ein virtuoses Fundament fr die Melodien des Songs. Hier begeisterte Michael Romeo in seinem lngeren Solo, in dem er zeigte, dass er auch gefhlvolles fast schon "bluesiges" Spiel mit leichten Mike Oldfield - Anleihen perfekt beherrscht. Zum Abschluss der neuen Stcke folgten noch das sehr atmosphrisch umgesetzte "Children Of A Faceless God" sowie der Nackenbrecher "Heretic".

Danach holten SYMPHONY X mit "Inferno (Unleash The Fire)" die Fans zurck in die Welt vor "Iconoclast". Natrlich wurden auch die lteren Songs nicht weniger enthusiastisch aufgenommen. In diesem Stck verband Michael die neoklassischen Einflsse perfekt mit der neueren "Heavyness". Nach dem Klassiker "Of Sins And Shadows" ging die Band dann erstmal von der Bhne. Aufgrund ihrer Energieleistung brauchte die Jungs wohl verdientermaen eine etwas lngere Pause. Doch nach einigen Minuten gaben sie sich den energisch fordernden Zugabe - Rufen geschlagen, widmeten den Zugabeteil dem Vorgngeralbum "Paradise Lost" und gaben in "Eve Of Seduction" sowie "Serpent's Kiss" nochmal richtig Gas. Zum Abschluss gab es dann das eher melodische "Set The World On Fire", das von den Fans begeistert mitgesungen wurde. Dann war leider endgltig Schluss. SYMPHONY X kamen geschlossen zum Bhnerand und klatschen ihre Fans ab. Irgendwie nahm man den Jungs die Begeisterung, die sie fr diesen Abend zeigten, wirklich ab. Publikum und Fans gingen zufrieden und glcklich nach Hause. SYMPHONY X haben gezeigt, dass sie auf dem Weg zu etwas ganz Groem sind. Was fr ein Killergig einer einzigartigen Band!

Zum Abschluss noch zwei Dinge. Ich habe wirklich lange kein Package mehr erlebt, bei dem zwei Bands so begeistert haben wie hier! Ein Abend, an den man sich gerne und langer erinnert. Und zum Anderen nochmal groes Danke an das Personal des Colossaal am Einlass! Nachdem es leichte organisatorische Probleme mit den Gstelistenpltzen gab ging einer der Jungs mit uns geduldig bis zum Tourmanager, den er auch erstmal finden musste, wo dann alles sehr freundlich und umkompliziert gelst wurde. Fand ich klasse und nicht selbstverstndlich. So kommt man gerne wieder!

Setlist SYMPHONY X:

  • Iconoclast
  • The End Of Innocence
  • Dehumanized
  • Bastards Of The Machine
  • Electric Messiah
  • When All Is Lost
  • Children Of A Faceless God
  • Heretic
  • Inferno (Unleash The Fire)
  • Of Sins And Shadows
  • Zugaben:
  • Eve Of Seduction
  • Serpent's Kiss
  • Set The World On Fire





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