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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing WACKEN OPEN AIR 2011
Ort Wacken
Datum 03.-06.08.2011
Autor David Lang & Marc Schallmaier
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Ist das grte Metal-Festival der Welt automatisch auch das beste? Fr die groe Mehrheit der diesjhrigen Wacken Open Air Besucher sicher keine Frage, doch fr manch einen Kritiker ergab sich diese im Laufe der gut vier Tage zwischendurch immer wieder. Eccentric Pendulum Eccentric Pendulum Laut offiziellen Zahlen waren es 2011 um die 75.000 Metalheads aus aller Welt, die das beschauliche rtchen im hohen Norden belagerten und eine Riesenparty feierten. Zahlen, auf die ich spter indirekt noch mal zu sprechen kommen werde.
Das "or" im Wacken-Motto "Rain or Shine" konnte man dieses Jahr getrost gegen ein "and" eintauschen, wollte sich das Wetter doch nicht recht entscheiden. Dennoch verhagelte uns der Himmel nicht die Stimmung, hatte sich das Wechselbad doch bereits donnerstags auf einen Rhythmus eingeschossen, der dem gemeinen Besucher nicht in die Quere gekommen sein drfte. Saen wir in der Regel morgens noch unter einem finsteren Himmel, der sich in unregelmigen Intervallen ber uns ergoss, so wichen die Wolken um die Mittagszeit, sptestens aber zu den ersten Bands einem sonnigen Firmament. Lediglich der Samstag erwies sich als weniger freundlich, begann es doch bereits spt nachmittags zu regnen. Die Frage mit dem Wetter wre aus dem Weg, doch wie schaute es mit dem Rest aus?
Nach einer von Baustellen und Stau gepflasterten Strecke kamen wir nach einer knapp neunstndigen Fahrt endlich im Mekka des Metals an. Kollege Schallmaiers Zelt? Check! Pavillon? Check! Unser Zelt? Verschwand nach einem Tobsuchtsanfall kurzerhand wieder im Auto, da wir in einem Anfall von Frhjahrsputz einige Monate zuvor, aus Versehen die passenden Stangen in den Mll geworfen hatten. Als wre das nicht tzend genug gewesen, brach kurz darauf ein neues Feldbett unter meinem fetten Arsch zusammen.
An dieser Stelle ein dickes "Danke" an unsere Nachbarn von "Poppen Neuss", die sich erbarmten und uns ein komplettes Zelt geliehen haben. Das war die Rettung.
Als das ganze Drumherum erledigt war, wollten wir natrlich die nhere Umgebung auskundschaften. Hier fielen sofort einige positive Neuerungen zu unserem letzten mal 2007 auf. Der Backstage-Bereich erstrahlte dank uriger Deko und einer stylishen "Sektbar" in, fr uns, neuem Glanze. Eine kleine Fressmeile gab es nun auch direkt hinter den Kulissen. Das Beste waren allerdings die kostenfreien Toiletten und Duschen... wren derer nur mehr vor Ort gewesen. 4 (!) Wassertoiletten fr Mnner und 6 fr die holde Weiblichkeit und das fr den kompletten Backstage-Bereich. Interessanterweise war die Schlange vor den Herrenklos immer um ein gutes lnger als bei den Damen; bei den Duschen ebenso... verrckte Welt. Fairerweise muss man sagen, dass die Anlagen (Duschen gab es witzigerweise wesentlich mehr) allesamt sauber waren. Hut ab vor den Klofrauen und -mnnern, die teils brutal lange Schichten kloppen durften!
Wenn mittwochs abends auch schon Programm angesagt war, wir lieen den Abend gemtlich ohne groe Party ausklingen. An dieser Stelle MUSS ich aber noch (sehr zur Freude vom Cheffe) erwhnen, dass mir das Glck in Form von Ulf Herrmann (deutsche Wrestlinggre, was sonst?!) noch die Hand geschttelt hat... kurz nachdem ich ihn in einem Nebensatz erwhnt hatte; nicht zu vergessen mein Wiedersehen mit Carlos Martinez, dem Kopf hinter dem "Rock'n'Roll Wrestlingbash". Welch ein Spa... Ich alte Promi-Bitch, ich.
Nach tiefschrfenden Gesprchen ber Wrestling der frhen Neunziger und Frauentausch auf RTL II mit Kollege Marc S. (wollte anonym bleiben) ging es dann auch in die Koje.(David)

Kvelertak Kvelertak

Soso, Herr Lang. Whrend sich Kollege David nmlich an irgendwelche Typen mit unausgeglichenem Hormonhaushalt schmiegte, nahm ich tatschlich schon etwas vom Programm am Mittwoch mit.

ECCENTRIC PENDULUM

Diese Band wird den wenigsten was sagen, aber sie wurden mir wrmstens von meinen Freunden aus Indien empfohlen. Und so machte ich mich einigermaen pnktlich auf den Weg. Leider war der Zugang zum Festivalgelnde vom Presse Camping Platz aus noch nicht geffnet, was zur Folge hatte, dass ich komplett um das Gelnde herum musste, um dass Zelt zu erreichen, wo ECCENTRIC PENDULUM schon die Hlfte ihres Sets gespielt hatten. Dennoch reichte es fr einige Eindrcke, die mir sehr gut gefielen. Sehr technisch versierter, progressiver Metal der eher hrteren Gangart. Den anwesenden Zuschauern im Zelt, dass zu dreiviertel gefllt war, gefiel das Ganze anscheinend auch, und so bekamen die Jungs aus Bangalore ordentlich Beifall. Lediglich an ihrer Bhnenprsenz sollte die Band noch arbeiten, sie wirkten ein wenig schchtern. An den folgenden Tagen konnte ich die Jungs aber noch persnlich kennenlernen und wir hatten viel Spa miteinander. Wie einfach das Eis zwischen fremden Menschen und Kulturen bricht, wenn man ein paar ble Beschimpfungen in der jeweiligen anderen Sprache kann.(Marc)

Nach der ersten Nacht (relativ gemtlich), einem guten Frhstck (sehr nahrhaft) und einer Dusche (eiskalt), bereitete ich mich mental auf das anstehende Debakel vor.(David)

KVELERTAK

Bullhead City, eine Zeltbhne, die neben Bands auch Comedians, Wrestling und Titten offerierte, hatte einen Nachteil. Dieser war 3 x 3 Meter gro, stand mitten im Zelt und strte nur dann nicht, wenn sich martialisch gekleidete Fleischklumpen um die Gunst der Fans prgelten. Ansonsten, und das muss ich als Wrestlingnerd leider zugeben, behinderte der Ring die Aussicht auf die Bhne teils doch sehr und auch groe Action vor selbiger war somit ausgeschlossen, fhrte doch ein kleiner Catwalk von eben jener zum Ring. Kvelertak Die Norweger von KVELERTAK scherten sich darum einen Schei und nutzten den Weg zum Ring kurzerhand mit. Snger Erlend Hjelvik ging bereits in den ersten Minuten auf Tuchfhlung mit den Fans, und derer hat die Band mehr als ich erwartet hatte. Das Sextett aus Stavanger scheint so was wie die Band der Stunde zu sein. Ohrenbetubender Applaus, "KVELERTAK"-Rufe im Akkord und eine ausrastende Menge untersttzten meine These mit jedem Song mehr. Immer mehr Banger wollten sich das nicht entgehen lassen, doch der Einlass zum Zelt ist securitytechnisch nicht wirklich ausreichend abgedeckt. Die Mischung aus Schweinerock a la Turbonegro und bsen Black Metal Anleihen, die sich auch gerne mal in fiesen Blasts zeigen, riss das Zelt in einen wahren Sog. Ganze drei Gitarristen veredelten den Sound mit geilen Riffs, die sich teilweise unwiderruflich im Hirn fest brannten und der Rest war hllischer Groove. Selbst der Sound bot keinen Anlass zum Meckern. Zum Schluss enterte Hjelvik sogar noch den Ring und sorgte fr eine Schrecksekunde. Das Verlassen des Rings war jedenfalls bestimmt eleganter oder wenigstens cooler geplant. So riss sich das beleibte Kerlchen allerdings fast Mick Foley-like (bei Wikipedia nachschauen, das wrde hier zu weit gehen) den Kopf, oder zumindest Teile desselben ab. Diese Band wird auch noch grer.(David)


BLENT CEYLAN

"Der Trk" konnte 2010 schon das Summerbreeze begeistern und auch das Wacken Publikum frisst dem Mannheimer von der ersten Sekunde an aus der Hand. Ceylan freut sich sichtlich (auch darber, dass er auf der "Black Stage" auftreten darf) und schwankt in der folgenden halben Stunde immer wieder zwischen netten Schenkelklopfern und etwas bserem Humor. Reichte ihm auf dem Breeze noch ein Sprung in die Massen, so sollte es auf dem W:O:A ein Schlauchboot sein, dass ihn ber die Kpfe der Menge brachte. Wohl aus Angst vor einer Entfhrung des Comedian war das Boot jedoch mit einem Seil gesichert.
Lediglich die Bauchtanzeinlage und den eigenen Metalsong htte der sympathische Bub sich sparen knnen.(David)

Hayseed Dixie Hayseed Dixie

Die Sonne krachte nun erbarmungslos und wir zogen uns zwecks Verkstigung, Erfrischung in flssiger Form und Klamottenwechsel auerplanmig zum Zelt zurck. ONKEL TOM wird es verkraftet haben, wenngleich ich mich auch rgerte, nun eben kein gemeinsames Foto mit dem kurzfristig eingeladenen Roberto Blanco zu haben.(David)


HAYSEED DIXIE

HAYSEED DIXIE zogen eine beachtliche Menge vor die kleine Bhne und regierten den Biergarten schon beim Soundcheck. Snger John Wheeler wusste mit erstaunlich gutem Deutsch zu berzeugen und entgegen meiner Annahme wurden nicht nur, wie der Name es vielleicht vermuten lsst, AC/DC Klassiker durch den Dixie-Wolf gedreht. Natrlich wurden die australischen Rock-Giganten mit "TNT" (vom Publikum mit "Oink"-Rufen eingeleitet), "You Shook Me All Night Long" oder beispielsweise "Highway To Hell" geehrt, doch hinzu kamen Eigenkompositionen und diverse andere Klassiker; darunter solche Perlen wie "War Pigs", "Poison", "Walk This Way" oder "Ace Of Spades".
Eine junge Dame zeigte sich gar derart begeistert, dass sie Band und Fans ihre Brste prsentierte; oft und lange, bis schlielich ihr BH auf der Bhne landete. Ein kleines Highlight war zudem ein norwegisches Liebeslied, das den Opfern des Amoklaufs in Oslo gewidmet wurde. Eine beachtliche Menge Norweger im Pulk sang dazu mit. Beeindruckend! Zur gesamten Auffhrung muss man sagen, dass jeder der Musiker, an Gitarre, Bass, Banjo und Mandoline (ein Schlagzeug wurde nicht vermisst) ein absoluter Meister war. Virtuose Sache, das.(David)

Helloween HELLOWEEN

Whrend Kollege David sich bei HAYSEED DIXIE amsierte, zog es mich zur "True Metal Stage", um mir HELLOWEEN anzuschauen. "Walls Of Jericho" war einer meiner ersten Langspielplatten, und auch die "Keepers Of The Seven Keys" LP hrte ich danach noch sehr gerne. Danach verfchtigte sich mein Interesse an der Band, weil es mich zu hrteren Kalibern zog. Der Set fing eigentlich ganz lustig an, denn den ersten Song "Are You Metal?" musste die Band dreimal beginnen. Kurioserweise brach der Sound bei den ersten beiden Versuchen punktgenau an ein und der selben Stelle ab. Dass war es dann aber auch schon mit der Begeisterung bei mir. Snger Andi Deris nervt mit dmlichen Ansagen und mehr als unntigen Spielereien whrend der Songs. So wurde aus "Future World", einem eigentlich ja ganz knackigen Song, ein Zehn Minuten Generve mit Witzen ber den Schlagzeuger, der ihn angeblich nicht hren kann.hnliches wiederholte sich dann bei den beiden letzten Songs "Dr. Stein" und "I Want Out". Auch stimmlich konnte Herr Deris einfach nicht dass rberbringen, was im Original mal von Michael Kiske eingesungen wurde. Wirklich sehr schade, aber dieser Auftritt war ein echter Griff ins Klo.(Marc)

Setlist: HELLOWEEN

  • Are You Metal?
  • Eagle Fly Free
  • March Of Time
  • Where The Sinners Go
  • Keeper Of The Seven Keys/The King For A 1000 Years/HELLOWEEN(Medley)
  • Future World
  • Dr. Stein
  • I Want Out

BLIND GUARDIAN

Die Krefelder waren Co-Headliner bei der "Night To Remember" und ernteten, das sei vorweg genommen, mehr Begeisterungsstrme als der "Lord of Darkness".
Snger Hansi Krsch wirkte nach all den Jahren immer noch recht schchtern auf der groen Bhne, fhrte aber dennoch souvern und mit einem gewissen jugendlichen Charme durch die folgenden 90 Minuten und die hatten fr jeden etwas an Bord.
Fast alle Alben der blinden Wchter (na, hat wer auf den Gardinenwitz gewartet?) wurden mit mindestens einem Song bercksichtigt. Angefangen bei "Majesty", "Valhalla" und "Imaginations From The Other Side" ber "Nightfall" bis hin zu "Fly" und dem erffnenden "Sacred Worlds" erstreckte sich die groe Vielfalt. "Tales From The Twilight World" wurde gar mit 3 Songs bedacht. "Traveller In Time", "Lord Of The Rings" und das abgefeierte "Welcome To Dying" lieen die Fans kollektiv durchdrehen.
Die hheren Tonlagen umschiffte Krsch an manchen Stellen galant, was hier und da etwas strte, doch im Gesamtpaket ging das klar. Erwartungsgem beendeten "The Bard's Song" und "Mirror, Mirror" das Set. Ich fand es gut und die zufriedenen Gesichter um mich herum sprachen eine hnliche Sprache.(David)

Setlist: BLIND GUARDIAN

  • Sacred Worlds
  • Welcome To Dying
  • Nightfall
  • Time Stands Still
  • Traveller In Time
  • Fly
  • Tanelorn
  • Imaginations From The Other Side
  • Lord Of The Rings
  • Wheel Of Time
  • Valhalla
  • Majesty
  • The Bard's Song
  • Mirror, Mirror

OZZY OSBOURNE

Ich bin zwar kein groer Fan der musikalischen Soloergsse des Herrn O., doch wann hat man wohl noch mal die Chance, den alten Herrn live zu erleben?! So richtig alt wirkte er dann allerdings nicht, zumindest nicht so alt, wie man befrchten konnte. Ozzy erlebt scheinbar gerade seinen 4. Frhling (hab nich mit gezhlt) und hatte offensichtlich eine Menge Spa in den Backen.
Ok, mit so einer Begleitband im Rcken muss man sich auch wahrlich keine Sorgen machen. Gus G. ist nicht nur ein exzellenter Gitarrist sondern auch eine Rampensau vor dem Herrn (wenn auch nicht solch eine Erscheinung wie Vorgnger Zakk Wylde). Rob "Blasko" Nicholson, ehemals in Rob Zombies Diensten fegte mit seinem Bass ber die Bhne, als wrde er Kilometergeld bekommen Sollte nicht das ein oder andere Tnchen vom Band gekommen sein, mchte ich fast sagen, dass der Meister richtig ordentlich gesungen hat, wenngleich er auch bereits beim zweiten Song schon schwitzte, wie nach einem Marathon. Entertainmenttechnisch hatte der Gute auch nichts verlernt, und so kam die Schaumkanone ebenso zum Einsatz wie einige Eimer Wasser. Bis auf die Security drfte das allen Beteiligten einen Heidenspa bereitet haben. Lediglich die immergleichen Forderungen nach mehr Publikumsreaktionen nervten sehr schnell ("I can't fucking heeeeeear you!"). Suicidal Tendencies Suicidal Tendencies Neben seinen Klassikern wie "Suicide Solution", "Mr Crowley" oder auch "Bark At The Moon" waren es vor allem die Black Sabbath Oldies, die fr die lautesten Reaktionen sorgten. "Warpigs", "Iron Man" oder das abschlieende "Paranoid" wurden aus unzhligen Mndern mitgesungen. Ebenfalls im Schlussteil und unverzichtbar: "Crazy Train" und "Mama, I'm Coming Home". Verzichtbar war hingegen der scheinbar endlos lange Soloteil der anderen Musiker. Statt ellenlanger Selbstinszenierung der Herrn G., N. und C. (Tommy Clufetos an den Drums) htte sicher nicht nur ich mir noch einen Hit, "Perry Mason" wre ein guter Anwrter gewesen, gewnscht.
Mchte man es dem Madman nicht als Faulheit auslegen, ist es natrlich ein feiner Zug von ihm, seinen weitaus jngeren Mitstreitern die Bhne zu berlassen, um sich "vorzustellen". Das hat Monsieur hchst selbst brigens davor getan, sogar Ex-Mitglieder wurden erwhnt. Feiner Zug!(David) Bei mir hielt sich die Begeisterung eher in Grenzen. Natrlich hat Kollege David Recht mit der Frage, ob man OZZY OSBOURNE noch live erleben wird oder darf. Ich fragte mich allerdings whrend des Auftritts und auch am nchsten Tag noch, ob dieses Konzert den wirklich sein musste. Der Mann, immerhin schon 63 Jahre jung, muss meiner Meinung nach der Metal Welt nichts mehr beweisen. Und ob es ein wrdiger Abschluss einer Karriere ist, einen riesigen Telepromter vor den Fen zu haben, weil man keinen einzigen Text mehr kann, oder nur noch ein paar Schritte nach links oder rechts machen zu knnen, um sich dann schnell wieder am Mikrostnder festzuhalten, dass soll mal jeder fr sich selbst beantworten. Finanziell hat der Mann sicherlich ausgesorgt, demnchst kommt noch ein Kinofilm dazu, das wird wohl nicht der Grund fr seine Auftritte sein. Er kann gerne auf das "Wacken Festival" kommen, wir tragen ihn mit einer Snfte durch die Gegend und huldigen ihm alle zehn Minuten fr sein gesamtes Schaffenswerk. Aber ein Konzert brauch ich zumindest nicht mehr vom Madman.(Marc)

Setlist: OZZY OSBOURNE

  • I Don't Know
  • Suicide SOlution
  • Mr. Crowley
  • War Pigs
  • Bark At The Moon
  • Road To Nowhere
  • Shot In The Dark
  • Rat Salad
  • Iron Man
  • I Don't Want To Change The World
  • Crazy Train
  • Mama, I'm Coming Home
  • Paranoid

Nach dieser Vorstellung war mein Donnerstag gelaufen und es ging zum Matrazenhorchdienst.(David)

Der Freitag begann dann hnlich wie der Donnerstag, auer dass der Regen morgens etwas heftiger war und ich von kleinen Wassertropfen (undichtes Zelt) geweckt wurde. Verst wurde das Aufstehen durch den Anblick eines kleinen, privaten Insekten Zoos, der mittlerweile in meinem Zelt Zuflucht vor dem Regen gefunden hatte.(Marc)

Suicidal Tendencies Suicidal Tendencies SUICIDAL TENDENCIES

Nach ENSIFERUM, die bereits zur Mittagszeit ordentlich Alarm auf der Black Stage gemacht und eine riesige Menschenmenge zum Ausrasten gebracht haben, sorgten gleich darauf die SUICIDAL TENDENCIES auf der True Stage dafr, dass die Partystimmung bestehen blieb. Naturgem zogen die Crossover-Kings um Frontlegende "Cyco" Mike Muir zwar eine komplett andere Klientel, doch die konnte definitiv auch feiern. "You Can't Bring Me Down" (was sonst?!) als Opener und "Join The Army" erffneten den Reigen und mit "War Inside My Head" (+ Bonus-Moshpart) konnte man auf einem Metal-Festival ohnehin nur gewinnen. "Subliminal" und "Possessed To Skate" hielten die Stimmung weiter oben, so dass sich sogar der Zigarettenmann samt Bauchladen pltzlich strahlend im Circle-Pit wieder fand.
Pastor Mike Muir hielt die Messe wie gehabt mit teils extrem langen Ansagen. Ob so was auf einem Festival nicht etwas gekrzt werden kann?! Die "Credibility", die bisher bei kaum einer anderen Band authentischer wirkte, darf natrlich auch in Frage gestellt werden, wenn rund um das bandeigene Backdrop "Monster Energy Drink" Logos prangen. Seltsam...
Das wre aber Meckern auf hohem Niveau, bescherten uns die Amis doch mit "How Will I Laugh Tomorrow..." einen eher selten gehrten Hit und mit "Pledge Your Allegiance" den erwarteten Rausschmeier.
Putzige Notiz am Rande. Mitten whrend des Gigs quetschte sich ein Bretzelmann durchs Publikum und klingelte mit einer am Bauchladen befestigten Fahrradklingel (!) um auf sich aufmerksam zu machen. Ein traurig-amsantes Schauspiel.
Auf "Send Me Your Money" mussten die ST-Anhnger zwar verzichten, doch Mr. Muir hchst selbst begab sich dafr nach den letzten Klngen noch ins Publikum.(David)
Ich fand den Auftritt etwas weniger berzeugend, fr mich kamen die Songs sehr dnn rber und insgesamt htte ich mir einfach ein wenig mehr Energie bei der ganzen Sache gewnscht. Denn im Normalfall drfen Kracher wie "I Saw Your Mummy", Suicidal Maniac" oder auch das etwas langsam startende "Alone" nicht fehlen. Aber darauf wartete man vergeblich. Stattdessen gab es bei einer Stunde Spielzeit ein Schlagzeug Solo. Naja, es gab Schlimmeres auf diesem Festival.(Marc)

Setlist: SUICIDAL TENDENCIES

  • You Can't Bring Me Down
  • Join The Army
  • War Inside My Head
  • Subliminal
  • Come Alive
  • Possessed To Skate
  • Suicidal Failure
  • How Will I LAugh Tomorrow
  • Pledge Your Alliance

MORBID ANGEL Morbid Angel Morbid Angel

Auf MORBID ANGEL war wahrscheinlich nicht nur ich gespannt wie ein Flitzebogen. Wie wrde sich die Band im runderneuerten Line-Up geben? Wrden die seltsam anmutenden Songs des neuen Albums auch gespielt werden? Hatte David Vincent nach wie vor die Ausstrahlung einer Legende? Vieles lie sich schnell klren, die Band war gut aufeinander eingespielt, die Technospielereien der jngsten Zeit wurden ignoriert und Vincent und seine Ansagen waren eine angenehme Abwechslung zum blichen Gegrunze und Fragen nach dem Wohlbefinden.
Das Set wurde, soweit ich es bei dem teils matschigen Sound bestimmen kann, lediglich von Songs der Vincent-ra bedacht. Ich fand das jetzt nicht wirklich schlimm, entstanden hier doch auch die grten Hits und derer fhrt man gleich zu Beginn einige auf.
Das erffnende "Immortal Rites" wurde vom Frontmann mit "Ooohooo"-Chren bedacht (albern), "Fall From Grace", welches sofort im Anschluss ertnte sorgte weiterhin fr gute Stimmung.
Ein netter Einfall der Band, der sich nicht auf der Bhne abspielte, war ein Flugzeug, das ein Banner mit der Aufschrift "I Am Morbid" hinter sich her zog; ein Song von insgesamt 3 die vom neuen Album "Illud Divinum Insanus" gespielt wurden.
Meine Highlights indes waren "Where The Slime Live" und der (zum Glck) unvermeidliche "God Of Emptiness". Richtig umwerfend fand ich es insgesamt zwar nicht, aber ich wurde auch schon schlechter unterhalten.(David)

Setlist: MORBID ANGEL

  • Immmortal Rites
  • Fall From Grace
  • Rapture
  • Maze Of Torment
  • Existo Vulgore
  • Nevermore
  • I Am Morbid
  • Angel Of Disease
  • Chapel Of Ghouls
  • Where The Slime Live
  • God Of Emptiness

Die groe, gelbe Lampe ber uns lie uns im Anschluss direkt unter unseren schtzenden Pavillon fliehen, wo khle Getrnke, handwarme Speisen und Wechselkleidung fr Abwechslung sorgten. Erneut musste der Angelripper darunter leiden... wobei ich wetten mchte, dass dem scheiegal war, ob nun Langs David zugegen war, oder eben nicht.(David)

Sodom Sodom SODOM

SODOM kamen mit viel Trockennebel auf die Bhne und ratterten Ihre Hits durch. Tausendsassa Tom Angelripper, der ja auch mit seiner Kapelle ONKEL TOM auf einer anderen Bhne in Wacken bereits Gas gegeben hatte, machte die Doppelbelastung anscheinend nichts aus. Der Frontmann wei, wie er sein Publikum auf Touren bringt. Dazu ein wenig Bewegung auf der Bhne und schon sind die Massen am rotieren. SODOM haben noch nie technisch ausgeklgelte Songs dargeboten, dafr knnen sie aber mit der Durchschlagskraft ihrer Lieder punkten. Bis auf die Tatsache, dass Tom einmal nicht wusste, von welchem Album eigentlich das nchste Lied war, verlief der Auftritt relativ unspektakulr. Dass ist jetzt nicht negativ gemeint, aber andere Hhepunkte gab es bei diesem Auftritt nicht. Aber wer Songs wie "The Saw Is The Law", "Agent Orange" oder "Remember The Fallen" hat, muss auch nicht mit anderem Brimborium seine eher schwachen Tracks aufpolieren.(Marc)

Setlist: SODOM

  • In War And Pieces
  • The Vice Of Killing
  • Outbreak Of Evil
  • The Saw Is The Law
  • I Am The War
  • M-16
  • Feigned Death Throes
  • The Art Of Killing Poetry
  • Agent Orange
  • Blasphemer
  • Remember The Fallen
  • Stalinknarrenhagel

AS I LAY DYING

Beim Versuch in den Fotograben zu kommen, wurde ich, trotz Fotobndchens, recht deutlich des Grabens verwiesen. Erst im Nachhinein wurde mir so die Bedeutung des hei begehrten Pit Pass klar, denn mit meinem Bndchen durfte ich lediglich im Biergarten, in Bullhead City und, das schtze ich jetzt mal, vor der W.E.T.-Stage knipsen... spitze.
Etwas angefressen schaute ich mir AS I LAY DYING also aus der Ferne, vielmehr ber die Videoleinwnde an. Eine bessere Mglichkeit sich die Metalcore-Elite ohne Sonnenbrand anzusehen gab es erst mal nicht.
"Within Destruction" machte den Anfang und die Nebelmaschine kloppte Extraschichten. Ohne Witz, trotz strahlendem Sonnenschein war es partiell kaum mglich die Musiker auf der Bhne zu sehen, frei nach dem Motto "Wenn die Lightshow schon nix hermacht, dann eben so."; auch die Feuerfontnen hatten eher was von bel gefhrlich (der Wind lie das Spektakel wenig harmlos erscheinen) als von effektiv. Musikalisch gab es nichts zu meckern. "Through Struggle" wurde der Security gewidmet, die daraufhin mordsmig zu tun bekam, "An Ocean Between Us" und "Parallels" kamen dank hochmelodischer Refrains sehr gut an, wenngleich der Klargesang von Bassist Josh Gilbert mitunter wirklich gruselig klang.
Snger Tim wirkte souvern wie immer und der Sound lie auch kaum Wnsche offen. Die Amis agieren mittlerweile so was von souvern und lieen ihren Sound berhaupt nicht wie einen Fremdkrper wirken. Der Weg Richtung Headliner wird krzer.(David)

Setlist: AS I LAY DYING

  • Within Destruction
  • Sound Of Truth
  • Upside Down Kingdom
  • Through Struggle
  • An Ocean Between Us
  • Anodyne Sea
  • Condemned
  • Parallels
  • Seperation/Nothing Left
  • Forever
  • Confined
  • 94 Hours

JIM BREUER Jim Breuer Wrestling

Dank der Wacken Homepage war JIM BREUER mir kein Unbekannter mehr. Der amerikanische Comedian mit deutschen Vorfahren hatte am Freitag den zweiten von zwei Auftritten. Donnerstags bekamen wir vor KVERTELAK noch den Schluss seines Programms mit und wussten, was freitags zu tun war. Der Mittvierziger ist bekennender und leidenschaftlicher Metalfan, hatte im Grunde also schon gewonnen. Ein angenehm geflltes Zelt fra dem urkomischen Typen aus der Hand und seine Imitationen von James Hetfield ("Yeah, Yeah, Uh"), Dio und vor allem Ozzy waren der Knaller. Breuer bezog die Anwesenden soweit es ging ins Programm mit ein und so wurde Gregor, kurz zuvor noch in der Menge, spontan Namensgeber und Teil des Songs "4 Uhr morgens, ich bin total besoffen".
Nach dem Breuer-Klassiker "Party In The Stomach", einem Besufnis aus Sicht des Magens, entstand, erneut mithilfe des Publikums, die Metalversion des Kindersongs "Bingo".
Ein voller Erfolg fr den sympathischen Ami, der eigenen Angaben zufolge sehr aufgeregt war.(David)

WRESTLING

Stand anfangs noch die Frage im Raum, ob HEAVEN SHALL BURN oder MORGOTH unseren Freitagabend erffnen sollten, gewann letztlich wie im Sprichwort der Dritte. Dieser Dritte stand ursprnglich gar nicht auf dem Plan, doch was wre ich fr ein Nerd, htte ich mir nicht wenigstens einmal Wrestling auf dem Wacken angesehen.
Wie der Zufall es wollte, fand der ganze Spa unmittelbar nach Jim Breuer ebenfalls im Zelt statt. Das Ganze war zwar kein Vergleich zum perfekt inszenierten Zirkus der WWE, machte fr die Dauer von gut 45 Minuten aber tatschlich einen Heidenspa. Um das metallische Volk schnell im Sack zu haben, liefen die meisten Athleten zu znftigen Metal-Klassikern (KISS, SLAYER und IRON MAIDEN lieen gren) ein und die Rechnung ging auf.
Ganz nach dem klassischen Gut-Bse Schema war auf Wacken sofort zu erkennen, wer hier zu bejubeln und wer auszubuhen war. Der "Hamburger Jung" Karsten Kretschmar, aktuell als "Mr. Natural Wonder" unterwegs gehrte klar zu letzterer Fraktion und er lie keine Mglichkeit aus, das zu betonen. Sein Gegner, Heimo Ukonselk war ein Vorzeige-Wikinger, der bei Turisas auf der Bhne keinem aufgefallen wre. Trotz Untersttzung der Fans unterlag der Finne dem Norddeutschen eindeutig.
berhaupt war es fr einen langjhrigen Fan witzig anzusehen, wie drei der vier Matches zum einen vllig ohne "Nearfalls", also "Beinahe-Siege" auskamen und zudem ganz klar von den "Heels", also den Bsewichtern gewonnen wurden.
Nennenswert war noch der Main Event, in dem Eric Schwarz und Ulf Herman in einem Streetfight aufeinander trafen. Die Regeln hier? Es gibt keine! Nach zwei kaputten Holzplatten, war recht fix Schicht im Schacht und Schwarz gab dem Gewinner ganz sportlich die Hand.(David)

Morgoth Morgoth

Auf unserem Weg zum Hauptgelnde wurde es erneut klar. Das W:O:A ist mittlerweile eine riesige Geldmaschine geworden. Davon zeugten nicht nur die Reporter von ZDF Kultur, die das Gelnde unsicher machten, sondern vor allem die Werbeclips, die unentwegt zwischen den Bands auf den Bildschirmen gezeigt wurden. So durfte eine bekannte deutsche Bank beispielsweise rund um die Uhr ihre Botschaft verbreiten. Ich sehe das nicht ausschlielich negativ, immerhin muss solch ein Monster von einem Festival ja irgendwie finanziell bewltigt werden, doch ging das in den letzten Jahren nicht auch anders?! Die eigene Kredibilitt geht so natrlich irgendwann flten und der Charme einer Subkultur ist sptestens dann dahin, wenn drlfzig Sender in den Medien darber berichten und das Event im Nachhinein eher wie eine Freakshow aussehen lassen. Bitte 2012 nicht noch mehr Leute hinlassen!!!(David)

Ich dachte hier geht es um Musik, Kollege David! Wie dem auch sein, ohne seine Wissen habe ich ihn heimlich als aufstrebenden Amateur Wrestler angemeldet, und so wird er unter seinem Kampfnamen "Die Sauerlnder Plantschkuh" demnchst die Wrestling Matten dieses Landes betreten! Mir stand der Sinn nach guten Death Metal, und den sollte ich in all seiner Herrlichkeit bekommen.(Marc)

MORGOTH

MORGOTH kamen, sahen und siegten. Anders lsst sich der Auftritt der Jungs kaum beschreiben. Als wenn es kein Morgen geben wrde, rockten das Quintett Songs wie "Sold Baptism", "Under The Surface", "Resistance" oder auch "Pits Of Utumno" in die Menge vor der Bhne. Zwar wirkte das Outfit von Snger Marc Grewe mit seiner Sonnebrille und der Wollmtze bei lockeren 20 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein ein wenig befremdlich, nderte aber nichts an seiner gesanglichen Leistung. Auch sein kleiner Ausrutscher zu Beginn des Sets, als er von einer der Monitor Boxen auf den Hintern fiel, wurde vom Frontmann mit Humor aufgenommen, was ihm noch weitere Sympathien beim Publikum einbrachte. Die Truppe wirkte eingespielt wie eh und je, und so wurden MORGOTH zu Recht frenetisch abgefeiert. Schon whrend des Konzerts musste ich daran denken, was wohl gewesen wre, wenn die Band nicht dieses schwache letzte Album rausgebracht und sich zwei Jahre spter aufgelst htte. Wo knnte die Band heute stehen? Diese Frage kann man leider nicht so einfach beantworten. Ich persnlich wrde mich aber freuen, wenn von MORGOTH neue Lebenszeichen kmen. Die positiven Resonanzen, nicht nur in Wacken, sprechen da eine eindeutige Sprache. Ein dickes und fettes Danke an dieser Stelle noch mal fr den netten Chef der Security an der Party Stage Bhne. Obwohl ich keinen Pit Pass besa (wurde von David schon angesprochen, spter mehr zu diesem Thema), lie er mich ausnahmsweise mit meiner Kamera in den Fotograben und ich konnte somit erstklassige Bilder von der Band machen. Diese Handlung lsst sich wohl damit erklren, dass eh nur eine Handvoll Fotografen Interesse an Bildern von MORGOTH hatte. Als ich dass noch einmal bei KYUSS LIVES an der gleichen Bhne versuchte, standen da schon mindestens 30 "Fotografen", und somit hatte ich keine Chance ein paar gute Fotos zu machen. Aber wie gesagt, dazu spter mehr

Morgoth Morgoth JUDAS PRIEST

Judas Priest machen den Platz vor der True Metal Stage pickepackevoll. Den womglich letzten Auftritt der lebenden Legende auf deutschem Boden wollte sich offensichtlich niemand entgehen lassen. Zwar wirkten manche Stcke auf mich Speedfreak etwas lahmarschig, aber die Band spielte verdammt tight.
Neuzugang Richie Faulkner fgte sich trotz seiner jungen Jahre und womglich wegen seiner K. K. Downing Gedenkkluft geschmeidig ins Gesamtbild ein.
Rob Halford gewann sofort durch britische Zurckhaltung und entsprechend angenehme, weil rockstaruntypische Ansagen. Gesanglich lag der Metalgod meist im grnen Bereich. Respekt, wenn man bedenkt, dass die Band ber 2 Stunden spielte. Bei "Night Crawler" z.B. kreischte der Gute streckenweise sogar hher als ntig, als wollte er Wacken beweisen, dass er es sehr wohl noch drauf hat. "Painkiller" jedenfalls wurde nicht zur befrchteten Katastrophe.
Ich kenne nicht allzu viel von den Briten, freute mich allerdings enorm, als das fantastische "Blood Red Skies" ertnte, welches mir zu Rockpalast-Zeiten (R.I.P.!) den ein oder anderen Abend verste.(David)
Dem ist nicht viel hinzuzufgen. Ich empfand die ersten 45 Minuten allerdings als langweilig, bevor JUDAS PRIEST richtig aufdrehten. Vielleicht wre ein Spielzeit von neunzig Minuten ausreichend gewesen. Allerdings war die Band verantwortlich fr DEN Gnsehautmoment schlechthin des gesamten Festivals. Rob Halford lie "Breaking The Law" komplett vom Publikum singen! Dieses Erlebnis erfllt mich immer noch mit Begeisterung und wird auf ewig im meinem Gedchtnis bleiben.(Marc

Setlist: JUDAS PRIEST

  • Rapid Fire
  • Metal Gods
  • Heading Out The Highway
  • Judas Rising
  • Starbreaker
  • Victim Of Changes
  • Never Satisfied
  • Diamonds And Rust
  • Dawn of Creation
  • Prophecy
  • Night Crawler
  • Turbo Lover
  • Beyond The Realms Of Death
  • The Sentinel
  • Blood Red Skies
  • The Green Manalishi
  • Breaking The Law
  • Painkiller
  • The Hellion/Electric Eye
  • Hell Bent For Leather
  • You've Got Another Thing Comin'
  • Living After Midnight

KYUSS LIVES! Kyuss Lives! Kyuss Lives!

KYUSS waren eine Macht. Das wurde vielen erst schmerzlich bewusst, als die Godfathers of Stonerrock sich Ende 1995 recht berraschend auflsten. Damals hatte ich leider keine Chance, die Kalifornier live zu sehen, umso heier war ich nun also auf die Zweitauflage der Wstenshne.
John Garcia, Nick Oliveri, Brant Bjork und der neu hinzu gestoene Bruno Fevery (wenn das Netz nicht lgt, erkennen konnte ich lediglich Garcia) fllten den Platz vor der Partystage eines Headliners wrdig und wie Kollege Schallmaier so schn sagte: "Keine Laufkundschaft, wer hier steht, wei was er bekommt".
Ich bin zugegebenermaen ein Hardcore-Fan und finde, dass die Band auf smtlichen Alben (das Debt mal ausgeklammert und das sieht die Band selbst hnlich) ausschlielich Hits verbrochen hat, man erwarte jetzt also keine unglaublich sachliche, oder gar objektive Kritik. Um die Sache mit dem Debt zu unterstreichen, wurde konsequent auf Material von "Wretch" verzichtet und allem Anschein nach, hat es niemanden gestrt.
Ich bangte nach langer Zeit noch mal ein komplettes Konzert durch und selbst meine Holde, die bisher kaum mit dem Material der Band vertraut war, meinte, es htte eine hnliche Sogwirkung auf sie gehabt, wie KYLESA auf dem Summerbreeze im Jahr zuvor. Die Musiker groovten sich in einen wahren Rausch (geiler Sound auch) und spielten auf den Punkt. Gefhlte 99% des Publikums dachten wie ich und verhalfen KYUSS LIVES! zum Siegeszug. Um mich herum konnte ich jedenfalls nur strahlende Gesichter ausmachen.(David) Also erstmal muss ich anmerken, dass Scott Reeder den Bass gespielt hat, da Nick Oliveri zu der Zeit Urlaub auf Staatskosten machen durfte. Aber das nur am Rande. Die Mannen um John Garcia waren auch fr mich das absolute Highlight des Festivals. Keine Ansagen und keine Interaktion mit dem Publikum wird vielen Bands als Arroganz ausgelegt. Aber hier mache ich eine Ausnahme, denn bei KYUSS LIVES! passt das einfach zusammen. Garcia kommt um Mitternacht mit Sonnebrille auf die Tellermine und lediglich ein paar Verstrker zieren die Bhne. Maximaler Ertrag mit kleinstem Aufwand. Der Wstensound bliess so ziemlich alles weg, was auch immer ihm sich in den Weg stellte. "One Inch Man", "Hurricane", "El Rodeo" oder "Green Machine", es war einfach nur zum niederknien. Mir gehen die Superlative aus....(Marc)

Setlist: KYUSS LIVES!

  • Gardenia
  • Hurricane
  • Thumb Asteroid
  • Odyssey
  • Freedom Run
  • One Inch Man
  • Supa Scoopa And Mighty Scoop
  • Allen's Wrench
  • El Rodeo
  • 100
  • Green Machine

EXCREMENTORY GRINDFUCKERS Excrementory Grindfuckers Excrementory Grindfuckers

Unmittelbar nach KYUSS LIVES! ging es zu den GRINDFUCKERS, die Bullhead City im Sturm erobert hatten. Vor dem Ausgang erwartete uns bereits eine wild feiernde und tanzende Menge, die die Show auf einer Leinwand mitverfolgte. Meine Befrchtung, dass das Zelt schon voll wre, war zwar unbegrndet, doch die mehreren hundert Fans im Inneren feierten sich selbst und die sympathischen Hannoveraner ab, als gbs kein Morgen. Neuzugang Stefan Horn (Ex-JACK SLATER) ist ein absoluter Hauptgewinn fr den lustigen Haufen. Sein Gegrunze wertete das Getrmmer noch einmal auf und ber die Bhnenqualitten des hageren Mnnleins brauch ich Kennern wohl nichts mehr zu erzhlen.
Enden die Stcke der Fuckers mal nicht im wildesten Grindinferno, erlebte man zudem eine verdammt gut aufeinander eingespielte Band , die mittlerweile und fr ihr Genre fast schon untypisch arg przise groovt.
Das war aber alles vllig wurscht, steht doch der Spa bei dem Quintett eindeutig im Vordergrund. "Vater Morgana" von der EAV widmete man allen anwesenden sterreichern im Pulk, whrend "Staatsfeind Nummer 1" von einem zweigeteilten Publikum mitgesungen wurde.
Snger Him zeigte sich sehr sozial, als er einem Security-Mann eine CD schenkte, mit der Begrndung, dass dieser schlielich den ganzen Tag hart arbeiten msse.
Der Steg wurde erwartungsgem von der kompletten Band (Drummer Christus mal ausgenommen) genutzt und so hatte schlielich jeder was von dieser sehr unterhaltsamen Show.
Interessante Randnotiz: Die GRINDFUCKERS lagen auf einem gut 1 1/5 Kilometer entfernten Zeltplatz. Behandelt man so seine Knstler?
Nach, erneut tiefschrfenden Gesprchen mit Kollege Marc und dem ersten und einzigen kleinen Rausch auf dem Wacken 2011, ging es gegen halb 4 schlielich ins feuchte Zelt.(David)

Bevor es soweit war, kmmerte ich mich nochmal um die Arbeit. Ich begab mich nach der Gtterdmmerung von KYUSS LIVES! zum Headbangers Ballroom.(Marc)

Slime Slime SKINDRED

Hatte ich SKINDRED auf dem "Reload Festival" schon fr richtig gut befunden, so muss man sagen, dass ihr Auftritt in Wacken dies noch toppen konnte. Als ich mich auf den Weg zu der Zelt Bhne machte, konnte man aus der Entfernung schon sehen, dass eine groe Menschenmasse noch vor dem Zelt an der geffneten Seitenwand stand. Was heit hier stand? Alles war am hpfen und die Crowd Surfer prasselten nur so auf die Zuschauer. Nochmals, ich befand mich vor dem Zelt, nicht darin. Genau das war dann aber auch das Problem, denn dort hineinzukommen war schlicht und ergreifend nicht mglich. So erkmpfte ich mir ein kleines Pltzchen ganz am Rand, von wo ich die Massen im Headbangers Ballroom sehen und ein wenig auf die Bhne linsen konnte. Mein lieber Herr Gesangsverein, was da im Zelt ab ging, spottete wirklich jeder Beschreibung und bertraf noch das Schauspiel bei weitem, was davor los war. Zwar machte Snger Benji Webbe die gleichen Spielchen wie beim "Reload Festival", das reichte aber vllig aus, um die Leute zum ausflippen zu bringen. Und nicht zum ersten Mal in Wacken fragte ich mich, ob die Kombination aus Platzierung, Uhrzeit und Band wirklich der Weisheit letzter Schluss war. Sicherlich, die Mischung aus Metal und Reggae ist nicht jedermanns Sache und fr machen engstirnigen Kuttentrger nicht akzeptabel. Ich persnlich htte mich aber ber den Auftritt von SKINDRED auf einer der groen Bhnen und zu einer etwas frheren Zeit gefreut. Wie dem auch sei, die Band schaffte es mhelos dass Level ganz oben zu halten. Stimmungsmig waren SKINDRED eines der Highlights vom Festival, Songs wie "Rat Race", "Warning" oder "Trouble" wurden vehement abgefeiert.(Marc)

SLIME

Den Schlussakkord am heutigen Freitag sollte dann die Punk Legende SLIME aus Hamburg abliefern. Meine Befrchtung, dass eine reine Punk Kapelle auf einem Metal Festival wie Wacken wohl gnadenlos untergehen wrde, vor allem, wenn man auch noch parallel zu AIRBOURNE spielen darf, erwies sich als unbegrndet. Sicherlich, nach dem furiosen Auftritt von SKINDRED leerte sich das Zelt recht zgig, aber eine angenehme Menge fllte die Location erneut, als die Dame und die Herren rund um Snger Dirk Jora die Bhne betraten. Und erstaunlicherweise erwies sich die Menge als extrem textsicher, als SLIME Punk Perlen wie "Strtebeker", "ACAB", "Schweineherbst" oder "Gewalt" in die Menge abfeuerte. Zwar waren auch einige Punks unter den Anwesenden, zu meiner persnlichen Freude waren aber auch viele Kuttentrger oder sonstige Metalheads im Publikum. Freude darber, da die Metal Gemeinde im Allgemeinen oftmals als politisch zu unkritisch betrachtet wird, und es auer einigen wenigen Ausnahmen kaum Bands gibt, die sich politisch eindeutig positionieren. Die Stunde Spielzeit, die SLIME hatten, wurden ausschlielich fr Hits und Evergreens genutzt. Frontmann Dirk Jora, immerhin seit 1979 im Geschft, wei sowieso, wie der Hase luft, und so brachte er mit guten Ansagen die Leute in Wallungen. Als Rausschmeier gab es dann natrlich "Deutschland muss sterben", dass aus vielen Kehlen mitgesungen wurde. Nach dem Auftritt konnte man zumindest nur zufriedene Gesichter sehen, und auch ich begab mich im Anschluss in meine Zelt, um mich auf den wohl anstrengensden Tag dieses Festivals vorzubereiten.(Marc).

Slime Slime

Schon frh war klar, dass wir den Samstag abkrzen und uns vorzeitig vom Acker machen wrden. Das anstehende Abreise-Chaos am Sonntag wollten wir uns ersparen. Dafr freuten wir uns aber umso mehr auf zwei Bands, die unser W:O:A 2011 ausklingen lassen wrden.(David)

KATAKLYSM

Die Kanadier spielten den Brutalo-Wecker um die Mittagszeit und auch sie konnten, hnlich wie AS I LAY DYING zuvor, scheinbar unmglich auf ihren Nebel inklusive Lightshow verzichten. Abgesehen von diesem albernen Rockstarquatsch berzeugte die Band um Snger Maurizio wie gehabt, wenngleich ich mit dem Gekreische des bulligen Fronters wohl nie warm werde. Was soll's, der Mann war gut in Form, der Sound briet ziemlich fett und die Setlist war ebenfalls ordentlich.
Beim "Kataklysm Security Stresstest" stieg die Stimmung noch mal um ein Vielfaches, ebenso wie die Anzahl der Crowdsurfer. Die Security drfte sich immens gefreut haben.(David)

Setlist: KATAKLYSM

  • Push The Venom
  • Manipulator Of Souls
  • A Soulless God
  • Taking The World
  • By Storm
  • Illuminati
  • In Shadows And Dust
  • As I Slither
  • Like Angels Weeping
  • Crippled & Broken

Whrend eines kleinen Rundgangs (wir warteten auf KNORKATOR) begannen die Asiaten von DIR EN GREY berfallartig ihre Show. Ich schtze mal, dass der Sound der Band nicht nur auf meine mitteleuropischen Ohren etwas konfus und schrg wirkte. Gesang zwischen sirenenartigem Powermetal und derbstem Gegrunze (wo nahm der kleine Mann das bitte her???) in Verbindung mit arg sperrigem Material ist nun mal keine Stangenware. Der Band konnte es schnurz sein, versammelte sich doch eine beachtliche Menschenmenge vor der True Stage.(David)

KNORKATOR

"Deutschlands meiste Band der Welt" tat das einzig Vernnftige und reformierte sich nach 3 grausamen Jahren ohne witzige, deutsche Bands. Gefhlsmig sahen 200.000 Menschen das genau so, und so war der Platz vor der Partystage brechend voll. Mit neuem Bassisten im Gepck und ansonsten mit unverndertem Line-Up brachte die Berliner Boyband die Wiese zum Vibrieren. Der verrckte Haufen hatte nichts verlernt und feuerte einen Hit nach dem anderen raus. "Der ultimative Mann", "Ich will nur fickn", "Alter Mann" oder das neue, vom Publikum bereits mit intonierte "Refrng", vllig egal welches Bonbon Alf, Stumpen, Buzz-Dee (die alte Fehlerfotze), Nic und Rajko auspackten, die Menge feierte sie, vllig zu recht ab. Beim hei ersehnten "Bse" bernahm Alf das Mikro, whrend Stumpen in der Zeit die Fans mit Wasser versorgte (und er schmeit immer noch verdammt weit!) und dafr ohrenbetubenden Applaus erhielt. Zu "Kurz und klein" wurde der Huckepack-Pogo zelebriert und "A" wurde auf Stumpens Wunsch von etlichen Handykameras mitgefilmt. Vom Ergebnis kann man sich jederzeit auf Youtube berzeugen lassen. Es war mir wie immer ein Fest und nichts wird sehnlicher erwartet als die anstehende Tour. Das ganze Ausma der Fan-Euphorie wurde uns brigens erst bewusst, als wir nach der Show spontan, "mal eben" zum Auto wollten.(David)

Setlist: KNORKATOR

  • Der Ultimative Mann
  • Buchstabe
  • Ich Will Nur Fickn
  • All That She Wants
  • Ma Baker
  • Es Kotzt Mich An
  • Eigentum
  • Alter Mann
  • Refrng
  • Ich Lass Mich Klonen
  • Ding Inne Schnauze
  • Bse
  • Kurz Und Klein
  • Konflikt
  • A
  • Wir Werden Alle Sterben

MAYHEM Mayhem Mayhem

Mein letzter Bericht gehrt dann MAYHEM. Viele Fans fanden sich vor der BLACK STAGE ein, um dem Norwegern zu lauschen. Musikalisch habe ich mich mit der Band nur bedingt auseinandergesetzt, da der Sound mich nie wirklich begeistert hat. An den ganzen anderen Anekdoten und Geschichten kann man schlecht vorbei kommen, wenn man sich grundstzlich als Heavy Metal Fan bezeichnet. So kamen die Herren um Snger Attila Csihar auf die Bhne, um relativ lustlos ihren Set runterzuspielen. Kaum Bewegung der einzelnen Musiker, keine Ansagen, auer einem Backdrop kein anderer Schmuck (was hatte ich mich auf Schweinkpfe oder hnliches gefreut!) auf der Stage und ein Snger, der die ganze Zeit ein albernes Kreuz in der Hand hlt. Unterschiede zwischen den einzelnen Liedern waren fr mich so gut wie gar nicht auszumachen. Ab und zu kreischte Frontmann Attila etwas hher, ansonsten blieb alles gleich. Die Reaktionen des Publikums lieen sich an einer Hand abzhlen. Und dabei hatten sich doch so viele extra fr ihre Helden hbsch gemacht. Fr mich war dieser Auftritt von MAYHEM an Langeweile kaum zu berbieten. Im Endeffekt htte ich mich auch fr 45 Minuten an eine viel befahrene ICE Bahnstrecke stellen knnen, der Unterhaltungswert wre genau so hoch gewesen. Wo liegt also die Faszination an MAYHEM? Ich hab keine Ahnung. Wer mir das vermitteln kann, mchte mir doch bitte eine email mit seinen Argumenten schreiben. Fr mich waren die Norweger der absolute Tiefpunkt auf dem diesjhrigen Wacken Festival.(Marc)

Als wir schlielich beim Auto ankamen, traten wir, gemeinsam mit Marc, den langen Heimweg an. Das Wacken Open Air 2011 war durchwachsen. Es gab eine nette, recht breite Palette an Bands, das Wetter spielte mit und man traf erneut viele, nette Leute (wieder... Hallo Herr Niedersberg *wink*). Auf der anderen Seite konnte man sich aber auch des Eindrucks nicht erwehren, dass das, was einem als Metalfan irgendwann mal exklusiv "gehrte", schon lange ein Massenphnomen geworden ist. Der Rock 'n' Roll Faktor geht da ein Stck weit kaputt... und wer die ganze Kinderbelustigung drum herum wirklich braucht...(David)

Mayhem Der Schdel

Auch von mir noch ein paar abschlieende Worte. Leider ist es beim Wacken Festival so, dass nicht jeder mit einem Fotopass auch berall Fotos machen darf. Fr die drei groen Hauptbhnen (Black Stage, True Metal Stage & Party Stage) ) brauch man den bereits mehrfach genannten Pit Pass. Nur mit diesem Passierschein darf man in den Graben und kann smtliche Hauptacts entsprechend ablichten. Dies erklrt dann auch die Frage des einen oder anderen Lesers, warum wir keine Fotos von z.B. JUDAS PRIEST oder OZZY OSBOURNE am Start haben.
Auf der einen Seite kann ich es absolut verstehen, dass man nicht allen 3000 Journalisten die Erlaubnis geben kann in den Fotograben zu strzen, selbst wenn man ber Bhnen verfgt, die satte 60 Meter breit sind. Auf der anderen Seite stellt sich mir aber die Frage, wo denn die Bedingungen oder Vorgaben liegen, mit der man eben einen solchen Pit Pass bekommt? Warum bekommen zwei Reporter von einer sehr groen und berregional bekannten deutschen Zeitung jeweils einen Pit Pass, obwohl keiner von beiden eine Kamera dabei hat?
Und deren Bericht schlussendlich als kleiner Beitrag im Feuilleton endet, natrlich ohne Foto. Dass sich nur ein Bruchteil der stndigen Leser diesen Artikel berhaupt durchliet, muss nicht extra erwhnt werden, oder?
Und so spielte sich dann bei KYUSS LIVES! das ab, was ich bereits auf einem anderen Festival diesen Sommer erlebt hatte. Unter den "Fotografen" befanden sich mehrere Leute, die ohne Kamera in den Graben gingen und sich anscheinend total geil finden, weil sie 3 Lieder einer Band im Fotograben sehen durften. Nochmals, ich habe absolutes Verstndnis, dass nicht alle Fotografen vor die groen Bhnen knnen. Aber ich wrde mir mehr Fingerspitzengefhl bei der Vergabe dieser Psse wnschen. Das Festival in Wacken hat vor ber 20 Jahren klein angefangen, von Fans fr Fans. Diese Fans geben richtig Kohle aus fr ihr Festival. Diese Fans lesen dann im Anschluss auch die Artikel in der entsprechenden Fachpresse oder Online Magazinen. Diese Fans kaufen sich nicht die "FAZ" oder die "Sddeutsche Zeitung", nur weil ein halbseitiger Bericht ber das Wacken Festival dabei ist.
berall wird gemeckert, dass in jedem Kseblatt und bei nahezu jedem Fernsehsender ein Bericht ber das Festival gab. Und viele von diesen Berichten sind schlecht und zeichnen ein vllig falsches Bild der meisten Besucher. Die kommen immer noch zu 95% Prozent wegen der Musik, und nicht um sich halbnackte Frauen bei einem Wet T-Shirt Wettbewerb oder Wrestling anzuschauen (sorry David!). Es liegt allein bei den Veranstaltern dieses Bild zu ndern.(Marc)

Zahlen bitte! Was kostete das W:O:A 2011?

  • Handgroes Pizzastck - 3,50 - 4,-
  • Burger - 4,50 - 5,-
  • Hot Dog - 5,- - 6,-
  • Beck's 0,4L - 3,50
  • Relentless Energy Drink0,3L - 3,-
  • Wacken Nacken (Nackensteak mit Zwiebeln im Brtchen) - 5,-
  • Dner - 4,-
  • Backfisch - 6,-
  • Knobibrot - 2,- - 4,-

Die Preise der Shirts variierten extrem. Whrend HEAVEN SHALL BUURN fr ihre Zipper 35 Euronen verlangten, durfte man fr einen JUDAS PRIEST Zipper flockige 60 Schlappen hinlegen. T-Shirts gingen ab 18 Euro aufwrts.





Onslaught Onslaught Onslaught Redakteure bei der Arbeit Fans Fans Fans Fans Fans Fans Fans Fans Fans Hauptbhnen Tag Hauptbhnen Nacht



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