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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing A PALE HORSE NAMED DEATH, SEVENTH VOID
Ort Kln, Underground
Datum 17.08.2011
Autor Alexander Meyer
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Der frhe Tod von Pete Steele und das folgerichtige Ableben von Type O Negative hat eine groe Lcke im Dsterrockmetier hinterlassen. Umso schner, dass sich Petes ehemalige Mitstreiter aufgemacht haben, mit ihren neuen Bands diese Lcke zu fllen. A Pale Horse Named Death A Pale Horse Named Death Um dies livehaftig abzuchecken, mache ich mich an diesem heien Augusttag auf den Weg nach Kln. In der Domstadt angekommen, fngt es prompt an zu regnen, sodass ich mir die Wartezeit bis zum Einlass in der Kneipe des Underground vertreibe. Beim Eintritt in die Halle versprht die Location gleich wieder dieses wohlige Saunafeeling, obwohl sich gerade mal ein Dutzend Leute im Innenraum befinden. Das kann ja heiter werden!

berraschenderweise, zumindest fr mich, stehen A Pale Horse Named Death als erstes auf der Bhne. Sal Abruscato hatte ich bislang nur als Drummer von Type O Negative und Life Of Agony erlebt. Nun steht er mit einer Gitarre bewaffnet hinter dem Mikrostnder und singt sich die Seele aus dem Leib. Nach anfnglichen Schwierigkeiten, die auch mit dem zunchst etwas breiigen Sound zusammenhngen, meistert Sal seine neue Rolle an vorderster Front mit Bravour. Es geht los mit meinem Lieblingsstck vom Debtalbum der Band "To Die In Your Arms". Bei "Cracks In The Wall" klingt Sal fast wie sein Idol Layne Stayle (ex-Alice In Chains - RIP). Wenn man sich die Songtexte vor Augen oder besser Ohren fhrt, kann man nur hoffen, dass Sal nicht irgendwann genauso endet, da er in Sachen Drogen wohl ebenfalls kein Kind von Traurigkeit (gewesen?) zu sein scheint. Seine Gitarre bedient Mr Abruscato eher sporadisch und konzentriert sich voll auf seinen Gesang, den er in Songs wie "Cracks In The Wall" und der Type O-Gedchtnisnummer "Die Alone" leidenschaftlich zelebriert. Mit Matt Brown und Bobby Hambel hat er ja auch zwei weitere Klampfer an seiner Seite, die ihr Handwerk hervorragend verstehen. Vor allem Ersterer spielt die meisten Soli und ist mit Leib und Seele dabei, whrend Bobbys Prollgestik eher zu seiner Hauptband Biohazard passt. Dafr sorgt er fr etwas Bewegung auf der Bhne. Drummer Johnny Kelly sitzt hinter einem winzigen Kit, das er seinem kleinen Sohn geklaut haben knnte. Nach nur einer Dreiviertelstunde ist das Set leider auch schon vorbei und das ohne Zugabe - schade! Dafr hlt Sal sein Versprechen und ist im Laufe des weiteren Abends fast die ganze Zeit ber am Merchandising Stand, um Autogramme zu geben oder einfach nur mit seinen Fans zu plaudern. Die Merchandisingpreise sind brigens sehr zivil und ich kaufe mir die Seventh Void-CD, die ich leider noch gar nicht kenne.

Seventh Void Seventh Void

Dementsrechend bin ich denkbar schlecht auf den Gig von Seventh Void vorbereitet. Zudem verpasse ich den Anfang, da die kurze Umbaupause nicht ganz ausreicht, um beim Burgerking um die Ecke ein Whoppermen zu schieen und zu verschlingen. An den Fanreaktionen ist allerdings abzulesen, dass der Groteil der Leute wohl wegen SV da ist. Die ziehen ihren Stiefel auch hochprofessionell durch. Auch wenn sie ihre Mucke als Doom Metal anpreisen, kann ich diese Beschreibung nicht ganz nachvollziehen. Kenny Hickeys Stimme, die er ja schon zu Type O Negative-Zeiten des fteren einbrachte, und die teilweise eher flotteren Nummern haben fr mich sowas von gar nix Doomiges, wissen jedoch durchaus zu gefallen. Mit Matt und Johnny stehen bzw. sitzen zwei Protagonisten der ersten Band des Abends auf der Bhne. Der SV-Bassist ist aus wesentlich hrterem Holz geschnitzt als der APHAD-Langweiler und sorgt mit seinen wilden Grimassen fr gute Unterhaltung. Kenny preist in seinen Ansagen nicht nur das deutsche Bier, wie wir es von so vielen amerikanischen Musikern kennen, sondern huldigt auch noch seinem verstorbenen Freund Pete Steele und dem groen Zusammenhalt der Metalszene in Brookyln, der alle Musiker am heutigen Abend angehren. Wie bei APHND betrgt die Spielzeit nicht mal eine Stunde und um halb elf ist das Konzert leider schon vorbei.

Nicht besser erging es wohl den Besuchern des Hiphop-Konzertes in der Live Music Hall um die Ecke, die mir auf dem Weg zum Auto scharenweise entgegenkommen. Na ja, auf diese Weise bin ich wenigstens einigermaen zeitig im Bett und am nchsten Morgen fit fr die Arbeit. Schade nur, dass keine der beiden Bands einen Type O Negative-Song gespielt hat...

A Pale Horse Named Death

Setlist: A Pale Horse Named Death

  • To Die In Your Arms
  • As Black As My Heart
  • Devil In The Closet
  • Cracks In The Wall
  • Heroin Train
  • Pill Head
  • Die Alone
  • Bath In My Blood

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