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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing BLACK COUNTRY COMMUNION
Ort Offenbach, Capitol
Datum 01.07.2011
Autor Thorsten Schwalbach
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Die "Supergroup" BLACK COUNTRY COMMUNION um Bassist / Snger Glenn Hughes und Gitarrenmeister Joe Bonamassa (oder vereinfacht BCC wie Glenn selbst sie abkrzt) hat mit ihrem Debt eines der Alben des Jahres 2010 abgeliefert. BLACK COUNTRY COMMUNION BLACK COUNTRY COMMUNION Entsprechend gro war die Freude als die Band erste Deutschlandkonzerte ankndigte. Nachdem BCC kurz vorher noch das begeisternde Nachfolgealbum "2" verffentlichten wurden Erwartung und Vorfreude auf ihren Gig in Offenbach echt riesig. Und ich wurde nicht enttuscht. BCC zogen ein Classic Rock - Feuerwerk erster Klasse ab, an das ich mich noch lange freudig erinnern werde.

Das Capitol in Offenbach ist ein urgemtlicher Theaterbau und war eine wrdige Kulisse fr dieses Konzertereignis. Durch die tiefe halbrunde Bhne stand die Band etwas von den Fans entfernt. Aber besonders Glenn Hughes kam immer wieder nach vorne an den Bhnenrand und baute Bindung zum Publikum auf. Relativ pnklich ging um 20 Uhr das Licht aus. Dann folgte ein lngeres Intro mit klassischen Melodien, whrend dem fhlbar war, wie BCC erwartet wurde. Als das Bhnenlicht anging wurde die Band im gut gefllten Capitol enthusiastisch empfangen und bejubelt noch bevor bevor sie den ersten Ton gespielt hatte. Mit der begeistert mitgesungenen Bandhymne "Black Country" legten BCC gut los (der eingngige Refrain hing mir noch lange im Ohr). Glenn war von Anfang an sehr gut bei Stimme und tnzelte agil ber die Bhne, whrend sich Joe Bonamassa zunchst fast schchtern im hinteren Bereich der Bhne aufhielt. Das folgende eingngige "One Last Soul" wurde ebenfalls begeistert mitgesungen. Joe glnzte mit virtuosen gefhlvollen Melodien. Wer mit zwei solchen Knallern beginnt muss noch verdammt starkes Material auf Lager haben was aber bei BCC einfach der Fall ist! Danach machte Glenn Hughes eine lngere bejubelte Ansage, in der er darauf hinwies wie sehr er sich freue, dieses Konzert zu geben. Durch seine freundliche Art nahm man ihm das auch wirklich ab. Im folgenden neuen Song "Save Me" taute auch Joe langsam auf und sang den Chorus sehr stark. Whrend diesem atmosphrischen Stck gab es keinen Stimmungsverlust zu den Songs vom Debt, was auch bei den restlichen neuen Stcken so blieb. Im folgenden groovenden leicht folkigem "The Battle For Hadrian's Wall" berzeugte Joe als Snger, mit eingngigen Gitarrenmelodien und optisch mit seiner zweihlsigen Gitarre. Dafr gab es verdienten Sonderapplaus.

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Im weiteren Verlauf durfte auch Derek Sherinian in einem nicht zu langen Solo sein Knnen zeigen und verband mhelos klassische, proggige und rockige Elemente. Das Solo ging nahtlos in die Ballade "Song Of Yesterday" ber, in der Joe wieder mit gefhlvollem Gesang und Gitarrenarbeit begeisterte. In der Halbballade "Cold", die am Ende noch richtig schnell abging, zeigte auch Glenn Hughes, das er sehr gefhlvoll singen kann. Vor diesem Stck machte er eine lngere sehr emotionale Ansage, in der er die Message des Songs erluterte, der sich damit beschftigt wie heftig es ist, jemanden durch den Tod zu verlieren. Wirklich groes Kino. Anschlieend spielten BCC mit "The Ballad Of John Henry" einen Song aus dem Soloprogramm von Joe Bonamassa. Der euphorische Jubel zeigte, dass nicht wenige Fans besonders wegen Joe anwesend waren. Hier begeisterten Joe und Derek in einem lngeren Instrumentalteil durch przises Zusammenspiel, coole Slidepassagen und originelle Orgelparts. Nach dem abgefeierten "Sista Jane" mit seinem deutlichen AC/DC - Touch gingen BCC erstmal von der Bhne und wurden durch sehr laute Zugabe - Rufe vehement zurckgefordert.

Diesen Forderungen konnten BCC natrlich nicht lange wiederstehen und kamen schnell wieder, um mit dem neuen Midtempostck "Man In The Middle" mit seinen Hippie - Einflssen nochmal abzurumen. Danach gingen Glenn und Joe an den Bhnenrand, um den DEEP PURPLE - Klassiker "Burn" einzuluten, bei dem dann alle Dmme brachen und Band und Publikum nochmal aus sich raus gingen und alles gaben. Man hab ich mich gefreut den prgnanten Chorus mal von Glenn Hughes zu hren. Dann war leider endgltig Schluss und BCC wurden vom begeistertem Publikum mit langem sehr verdienten Beifall verabschiedet. Dieser Abend hat gezeigt, dass Meister Hughes noch immer ein Weltklasse - Snger und - Entertainer ist und BCC eine echte Band und kein kurzlebiges Projekt sind. Wer nicht da war: Ihr habt definitiv was verpasst. Mich haben BCC auf jeden Fall mit ihrer Energie, Spielfreude und ihrem musikalischen Knnen absolut begeistert. Jungs, kommt bald wieder. Zwischendurch darf es aber auch Joe Bonamassa solo sein. Kurz nach dem Konzert kam Joe gemeinsam mit Drummer Jason Bonham und dem anwesenden Produzenten Kevin Shirley zu den Fans. Hier zeigten sich alle Drei als sehr sympathische Zeitgenossen, die fr jedes Autogramm, jedes Foto und kleine Schwtzschen zu haben waren. Einfach ein toller Abend!

Setlist BLACK COUNTRY COMMUNION:

  • Black Country
  • One Last Soul
  • Save Me
  • The Battle For Hadrian's Wall
  • Beggarman
  • Song Of Yesterday
  • I Can See Your Spirit
  • Cold
  • The Battle Of John Henry
  • The Outsider
  • The Great Divide
  • Sista Jane
  • Zugaben:
  • Man In The Middle
  • Burn





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