Navigation
                
18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DIO DISCIPLES, THE RODS
Ort Aschaffenburg, Colossaal
Datum 20.06.2011
Autor Thorsten Schwalbach
>> Als E-Mail versenden

Als ich hrte, dass die ehemaligen DIO - Mitglieder Graig Goldy, Scott Warren, Simon Wright und Rudy Sarzo unter dem Namen DIO DISCIPLES mit Songs aus der Karriere von Ronnie James Dio auf Tour gehen wollen war ich hin und hergerissen zwischen Freude, Neugierde und Skepsis. Letztendlich war die Neugierde aber grer als die Skepsis und so ging es zum Gig nach Aschaffenburg. Und eins vorweg, es wurde ein begeisternder Triumphzug fr die Band, die hier dem besten Snger aller Zeiten wrdevoll Tribut zollte.

The Rods The Rods

Erffnet wurde der Abend von THE RODS und niemand htte hier besser als Support gepasst. Durch Snger und Gitarristen David "Rock" Feinstein, einem Cousin von Ronnie James Dio, wurde "Familienblut" in diese Tour gebracht. Und David wrde bestimmt nicht mitfahren, wenn er nicht berzeugt wre, dass seinem Cousin hier wrdig gedacht wird. Unabhngig von allen Verwandtschaftsverhltnissen berzeugten THE RODS mit ehrlichem Power Trio - Sound. David und Bassist Garry Bordonaro teilten sich den Gesang und waren pausenlos unterwegs, wodurch das Ganze extrem unterhaltsam war. Beide haben kraftvolle Stimmen und gaben sich gesanglich keine Blen, wobei Garry etwas melodiser sang. Nach dem druckvollen Opener "Hurricane" wurde der eingngige Chorus vom neuen Song "I Just Wanna Rock" begeistert aufgenommen. Im folgenden Titelstck des aktuellen Albums "Vengeance" glnzte David mit einem schnellen vielseitigem Solo. Auch das begeistert mitgesungene "Born To Rock" oder der druckvolle Midtempostampfer "Wild Dogs" wurden abgefeiert. Schlagzeuger Carl Canedy spielte ein nicht zu langes grundsolides Solo. Am Ende suchten THE RODS den direkten Kontakt zum Publikum und wurden mit dem verdienten Beifall verabschiedet. Ein gelungener energiegeladener Auftritt einer sympathischen Band, die man leider nicht allzu hufig bei uns zu sehen bekommt.

Als dann das Licht ausging ertnte die Stimme von Ronnie James Dio vom Band. Die Erwartungshaltung und auch die Unsicherheit im Publikum sprbar. Aber die Unsicherheit war wie weggeblasen als DIO DISCIPLES die ersten Takte des Openers "Stand Up And Shout" gespielt hatten. Dieser Song wurde von Tim "Ripper" Owens gesungen, der sich die Vocals mit Toby Jepson (bekannt durch die LITTLE ANGELS) teilte. Dabei versuchte keiner der Beiden krampfhaft wie Ronnie James Dio zu klingen, was eh gescheitert wre. Beide Snger interpretierten die Songs auf ihre Weise, wobei die Stimme des Ripper etwas nher am Original lag als die eher rockige Stimme von Toby. Graig Goldy begeisterte mit virtuosem Gitarrenspiel und suchte freundlichen Blickkontakt mit den Fans. Er war der ruhende Pol, der die Show zusammenhielt. Dio Disciples Dio Disciples Da Rudy Sarzo andere Verpflichtungen hatte wurde er von James Lomenzo (bekannt von WHITE LION oder BLACK LABEL SOCIETY) berzeugend vertreten. Mit Simon Wright am Schlagzeug sorgte James fr ein groovendes Fundament. Nach dem vom Publikum begeistert mitgesungenen "Holy Diver" und "Don't Talk To Strangers", in dessen Ansage der Ripper rhrend an Ronnie James Dio erinnerte, betrat Toby Jepson fr das atmosphrische "Egypt (The Chains Are On)" zum ersten Mal die Bhne. "Catch The Rainbow" wurde von Graig Goldy mit einem sehr gefhlvollem leicht bluesigen Solopart eingeleitet. Das mitreiende von Toby und dem Ripper gemeinsam gesungene "Stargazer" war fr mich dann ein absolutes Highlight dieses Abends.
In "Neon Knights" spielte Graig ein Killersolo, das sehr nah am Original lag und berzeugte durch przises Zusammenspiel mit James Lomenzo. berhaupt setzte er die Soli der RAINBOW - und BLACK SABBATH - Songs eher originalgetreu um und brachte in den DIO - Stcken seinen eigenen Stil ein. Gute Wahl, so soll das sein. Mit "Killing The Dragon" schaffte es eine kleine berraschung in die Setlist, in deren mystischem Keyboardintro Scott Warren zu atmosphrischer lila Beleuchtung glnzte. Nach dem vom Ripper emotional und kraftvoll gesungenem "Heaven And Hell" war erst mal Schluss und die Jungs gingen kurz von der Bhne. Danach gaben Band und Publikum in den abgefeierten "Rainbow In The Dark" und "We Rock" nochmal alles. Dann war endgltig Schicht und DIO DISCIPLES wurden frenetisch abgefeiert. Graig sammelte Sympathiepunkte als er die ersten Reihen fast komplett per Handschlag verabschiedete. Die Begeisterung beim Publikum war greifbar. Die Fans waren glcklich, diese Songs nochmal so enthusiastisch gespielt gehrt zu haben. Natrlich wurde Ronnie an diesem Abend vermisst und niemand wird ihn je ersetzen knnen. Es wre aber schn, wenn die Band in irgendeiner Form weitermachen und vermischt mit eigenen neuen Stcken diese Songs weiter so begeisternd spielen wrde. Danke an DIO DISCIPLES fr diesen begeisternden Abend. Und nochmal Danke an den besten Snger aller Zeiten (O - Ton Ripper Owens) fr all die schnen Jahre. Wir werden dich niemals vergessen und ewig in unseren Herzen behalten !!!

Setlist DIO DISCIPLES:

  • Stand Up And Shout
  • Holy Diver
  • Don't Talk To Strangers
  • Egypt (The Chains Are On)
  • King Of Rock And Roll
  • Catch The Rainbow
  • Stargazer
  • Neon Knights
  • Straight To The Heart
  • Children Of The Sea
  • Killing The Dragon
  • The Last In Line
  • Long Live Rock 'n' Roll
  • Man On The Silver Mountain
  • Heaven And Hell
  • Zugabe:
  • Rainbow In The Dark
  • We Rock





The Rods The Rods The Rods The Rods Dio Disciples Dio Disciples Dio Disciples Dio Disciples Dio Disciples Dio Disciples



<< vorheriges Review
MACH 1 FESTIVAL - Flugplatz Montabaur
nchstes Review >>
DEEP PURPLE, THE KORDZ - Mainz, Zollhafen


Zufällige Reviews