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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RAISED FIST, CONFESSION, HUNDRETH
Ort Hamburg, Grnspan
Datum 14.05.2011
Autor Marc Schallmaier
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Habe ich mich schon einmal ber die Frh-Konzerte in Hamburg ausgelassen? Ich glaube schon. Fr alle die es noch nicht wissen sollten: diese Konzerte sind unabhngig von den aufspielenden Kapellen absoluter Mist. Hundreth Hundreth An diesem schnen Samstag versuchte auch noch ein gewisse Lena in Dsseldorf ihren Titel zu verteidigen, und da das Public Viewing um den europischen Preis des schlechten Geschmacks in relativer Nhe zu dem heutigen Konzert statt finden sollte, malte ich mir schon die S-Bahn Fahrt in den frchterlichsten Farben aus. Dazu kam es nicht, denn dank des frhen Beginns des Konzertes im Grnspan berschnitten sich die beiden doch eher gegenstzlichen Veranstaltungen nicht. So muss ich also mein Eingangs Statement revidieren und sagen: diese frhen Konzerte sind bei parallel laufenden Veranstaltungen nur bedingt Mist.

Der Einlass begann und die Info vom Kassenschalter trbte dann schon ein wenig die Stimmung, denn es gab kein Fotograben. Egal, wir sind hier schlielich bei einem Metal Magazin und nicht das wchentliche Info Blatt fr Ballet Fanatiker. Als erstes kletterten die Amerikaner HUNDRETH auf die Bhne um ihren Set in knapp 25 Minuten durch zu prgeln. Die Band sagte mir vor dem Konzert nichts und ich glaube sie wird mir in Zukunft auch weiterhin nichts sagen. Der Metalcore klang hchst durchschnittlich und nicht ein einziger Song blieb bei mir hngen. Lediglich Snger Chadwick Johnson konnte mit seinem beachtlichen Tattoo ber den gesamten Front Bereich seines Halses fr Aufmerksamkeit sorgen. Der Sound war ganz in Ordnung, ganz im Gegensatz zum Menschen an den Reglern frs Licht. Confession Confession Die Bhne war permanent entweder komplett rot, blau oder grn ausgeleuchtet. Um vernnftige Fotos ohne Blitz hin zu bekommen schon ein wenig schwierig, und dabei verfgt das Grnspan eigentlich ber eine groe Asuwahl an verschiedenen Lichteffekten. HUNDRETH beendeten dann ihren Auftritt und auer 4 bis 5 Hardcore Fans, die vor der Bhne abrockten und sogar textsicher waren, hielt sich das allgemeine Interesse der restlichen Besucher eher in Grenzen.

Als zweites durften dann CONFESSION aus Australien ran, und ich hatte den Glauben, dass es eigentlich besser werden msste. Wurde es aber leider nicht. Die Band war noch belangloser als ihre Vorgnger, der Sound war zeitweise mehr als breiig, und vor der Bhne probierten zwei bis drei Vgel ihr Schattenboxen aus. Ich hab absolut nichts gegen Pogo und bin bestimmt einer der Ersten, der bei einem amtlichen Moshpit auch mitmischt. Warum man aber Lufttritte in Kopfhhe verteilen muss finde ich ziemlich bescheuert. Die paar Nasen blieben dann auch unter sich weil weiterhin der grte Teil des Publikums nichts mit dem anfangen konnte, was CONFESSION da so fabrizierte. Zur Krnung des Auftritts wurde auch noch "Break Stuff" von Limp Bizkit vergewaltigt. Komischerweise war dass dann auch die erste und einzige Nummer, wo ein paar mehr Fe mitwippten. Frontsau Michael Crafter war fr drei Tage im australischen Big Brother Haus, vielleicht htte er da sich mal mehr anstrengen sollen. Eine wirklich schwache Performance.

Kurze Umbaupause, kurzes Intro und schon stand die gut 450 Zuschauer Kopf, denn RAISED FIST enterten die Bhne mit "Perfectly Broken". Was folgte war eine energiegeladene Performance des Quintetts aus Schweden, die sowohl mit einigen Klassikern wie "Pretext" oder "Tribute" als auch mit neueren Hits wie "Friends and Traitors" ihr Publikum in Begeisterung versetzte. Raised Fist Raised Fist Vor dem letztgenannten Song hielt Snger Alexander dann auch die mehr oder minder einzige lngere Ansprache, grtenteils wurden die Songs gnadenlos und ohne viel Rederei ins Publikum geblasen. Interessant war die Tatsache, dass zahlreiche jngere Fans mit den eher schnelleren Hardcore Nummern aus der Vergangenheit von RAISED FIST entweder nichts anfangen konnten oder sie schlicht und ergreifend nicht kannten. Dafr rockten die etwas lteren Fans umso mehr ab. Die Band war stndig in Bewegung und mitunter musste man sich Sorgen um die Monitorboxen machen, denn stndig sprangen die Jungs auf diese rauf und runter. Der abgemischte Sound war klar und wuchtig und endlich gab es auch vernnftiges Licht, so dass auch dass riesige Backdrop voll zur Geltung kam. RAISED FIST spielten den Song "Words And Phrases" und verabschiedeten sich von der Bhne. Etwas verdutzt schaute ich auf meine Uhr, denn es waren gerade einmal 45 Minuten vergangenen. Dann folgte das bliche Spiel, man tut so als geht man nach Hause und das Publikum verlangt lautstark nach Mehr. Das bekamen wir dann auch, aber es war lediglich eine einzige Zugabe bestehend aus zwei Liedern und dann gingen wirklich schon die Lichter an! Ob es daran lag, dass es der letzte Gig auf dieser Tour war oder dass es sich um eine Auflage handelte, weil es eben ein Frhkonzert war kann ich leider nicht sagen. Es war knapp 22.00 Uhr und die Zuschauer wurden vor die Tr gebeten um fr das nchste Spektakel klar Schiff zu machen.
Anmerken mchte ich allerdings dass Anfang des Jahres Fear Factory und den selben Bedingungen immerhin bis halb elf gespielt hat. So bleib abschlieend zu sagen, dass die beiden Vorbands fr den Eimer waren und RAISED FIST einfach zu kurz zum Tanz aufspielten. Als zahlender Zuschauer htte ich mich hchstwahrscheinlich gergert, auch wenn der Eintrittspreis bei "nur" 22 Taler lag.

Setlist: RAISED FIST

  • Perfectly Broken
  • Running Man
  • Pretext
  • Sound Of The Republic
  • Wounds
  • Friends And Traitors
  • Tribute
  • Some Of These Times
  • Killing It
  • Words And Phrases
  • You Ignore Them All
  • Breaking Me Up





Raised Fist Raised Fist Raised Fist Raised Fist



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