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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing URIAH HEEP, NAZARETH,
Ort Giessen, Hessenhalle
Datum 19.05.2011
Autor Thorsten Schwalbach
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Unter dem Motto "ROCKLEGENDS" waren im April / Mai mit NAZARETH und URIAH HEEP zwei absolute Hochkarter der Classic Rock gemeinsam auf Tour. Und so ging es nach Giessen, wo diese Tour in der ziemlich vollen Hessenhalle Station machte. Nazareth Nazareth Beide Bands verffentlichen nachwievor neue Studioalben, die sie auch live bercksichtigen und sind in ihren Konzerten immer noch sehr agil. So schaffte dieser Abend zwar ein schnes 70er - Jahre - Flair, war aber meilenweit von einer sentimentalen Oldienight entfernt, in der die Bands nur ihren Vergangenheiten hinterher trauern. Erwartungsgem war das Publikum nicht mehr ganz so jung, wobei auch einige jngere Fans vor Ort waren, die die groen Zeiten dieser Bands bestimmt nicht selbst erlebt hatten. Vom Anfang an war die Stimmung sehr gut und ausgelassen, alle hatten ihren Spa und so mancher "Rocker" trumte sich begeistert nochmal in seine Jugend. Beide Bands zeigten mitreiende Spielfreude, wodurch dieser Konzertabend wirklich so richtig Spa gemacht hat.

Als erstes gingen NAZARETH auf die Bhne. Nach einem schottischen Intro vom Band, in dem die Erwartungshaltung im Publikum greifbar war, kamen die Jungs nach und nach auf die Bhne, grten freundlich, legten mit dem schnellen riffbetonten "Silver Dollar Forger" gut los und wurden begeistert empfangen. Die raue Stimme von Snger Dan McCaffery ist noch immer einzigartig. Der Mann hat eine coole Bhnenausstrahlung und die Menge von Anfang an im Griff. Gitarrist Jimmy Murrison berzeugte in diesem Stck durch ein melodisches Solo. Danach folgte mit dem Midtemposong "Big Dogs's Gonna Howl" schon der erste Song vom neuen Album "Big Dogz", der nicht weniger begeistert aufgenommen wurde. Basser Pete Agnew poste selig vor sich hin und sorgte mit seinen Sohn Lee am Schlagzeug fr ein groovendes Rhythmusfundament. NAZARETH boten an diesem Abend eine Auswahl ihrer groen Hits wie das begeistert mitgesungene "Dream On" oder das druckvoll gespielte "This Flight Tonight", mischten aber auch nicht ganz so bekannte Songs wie "This Month's Messia" und einige neue Stcke in ihren Set ein. Dabei wurde auch eine eher ruhigere Nummer wie "When Jesus Comes To Save The World Again" begeistert aufgenommen. Nach einer knappen Stunde gingen NAZARETH von der Bhne, wurden frenetisch zurckgefordert und lieen die Fans nicht lange warten. Der Zugabeteil begann mit dem schnellen "Razamanas", in dem das Publikum nochmal so richtig abging, bevor die berballade "Love Hurts" begeistert mitgesungen wurde. Hier begeisterte Dan nochmal mit absolut gefhlvollem Gesang. Im abschlieenden atmosphrischen "Morning Dew" vom ersten Album der Band, das lnger live nicht mehr bercksichtigt wurde, zeigte Jimmy Murrison in einem lngeren Instrumentalteil, dass er ein sehr virtuoser gefhlvoller Gitarrist ist. Danach war endgltig Schluss und NAZARETH wurden verdient vom Publikum abgefeiert. Die fairen Bedingungen fr die erste Band (Lightshow, Sound, Spielzeit) trugen zustzlich zum Erfolg von NAZARETH bei. Die Jungs um Dan McCafferty sind bestimmt nicht die bewegungsfreudigste Band, was sie aber durch Ausstrahlung, Spielfreude und musikalischen Knnen absolut ausgleichen. Daumen hoch fr eine starke Band, die in Giessen absolut berzeugte.

Setlist NAZARETH

  • Silver Dollar Forger
  • Big Dog's Gonna Howl
  • This Month's Messia
  • Dream On
  • This Flight Tonight
  • Radio
  • When Jesus Comes To Save The World Again
  • Changin' Times
  • Hair Of The Dog
  • Zugaben:
  • Razamanas
  • Love Hurts
  • Morning Dew

Genauso wie NAZARETH haben auch URIAH HEEP mit "Into The Wild" im Frhjahr ein neues Album verffentlicht, dass sie auf dieser Tour promoteten und mit fnf Stcken gebhrend bercksichtigten. Nach einer nicht zu langen Umbaupause kamen auch die Mitglieder dieser Rocklegende in ihrer sympathischen natrlichen Art nach und nach auf die Bhne, grten und wurden begeistert empfangen. URIAH HEEP legten direkt mit einem Song vom neuen Album los, dem schnellen "I'm Ready". Die eingngigen Chre des folgenden "Return To Fantasy" wurden begeistert mitgesungen und Snger Bernie Shaw band das Publikum vom Beginn an sehr gut ein, wodurch er direkt gewonnen hatte. So berzeugend NAZARETH auch waren, URIAH HEEP legten direkt noch ein paar Schippen drauf und begeisterten durch Energie, Bewegung und Spielfreude. Uriah Heep Uriah Heep Der in Ehren ergraute Gitarrist Mick Box war mit Bernie das Zentrum der Show. Neben seinem przisen gefhlvollen Gitarrenspiel berzeugte Mick durch freundliche Mimik und mystische Gesten. Der Mann gehrt in der Rockgitarrenhistorie einfach in eine Reihe mit Tony Iommi und Ritche Blackmore! Beim atmosphrischen "Rainbow Deamon", das lnger nicht mehr in der Setlist vertreten war, wird die Bhne passenderweise fast nur in Grntnen ausgeleuchtet. Russel Gilbrock zeigte in seinem in "Money Talk" eingebundenen Drumsolo welch dynamische Rhythmusmaschine er ist. Danach begeisterte Mick Box in "Nail On The Head" mit einem eingngigen effektivem Riff, das sich schnell im Kopf festsetzte. Im begeistert mitgesungenen "The Wizard" wechselte Mick zur Akustikgitarre und begeisterte nicht weniger, bevor er in "Into The Wild" mit seinen typischen WahWah - Parts Akzente setzte. Dieser etwas heavier ausgelegte Song kam live noch intensiver rber als auf dem Album und sorgte fr Begeisterung.
In "Gypsy" mit seinem ausgeprgten Orgelintro durchlebte Bernie Shaw mit seinem emotionalen Gesang die Zigeunerstory mal wieder grandios, bevor im lngeren Instrumentalteil von "Look At Yourself" insbesondere Mick durch sein gefhlvolles virtuoses Spiel, aber auch Keyboarder Phil Lanzon und Basser Trevor Bolder total begeisterten. In der nachfolgenden Ansage meinte Bernie, dass die Band eigentlich gar nicht wsste, was darauf folgen soll, und URIAH HEEP zockten einfach ihr atmosphrisches Epos "Kiss Of Freedom" vom neuen Album. Operation absolut gelungen. Nach dem von der ganzen Halle mitgesungenen "Lady In Black" gingen die Jungs kurz von der Bhne, gaben aber den frenetischen Zugabe - Rufen schnell nach. Die Zugabe begann mit der Abgehnummer "Free 'n' Easy", die Mick als Erfindung des Heavy Metal ankndigte. Ob das stimmt sei mal dahingestellt, aber URIAH HEEP baten ein paar Fans auf die Bhne, die mit ihnen so richtig abbangten. Jeder der Fans wurde danach von der Band per Handschlag verabschiedet. Einfach sympathisch, diese Band. Nach dem atmosphrischen "Bird Of Prey" und dem abgefeierten Hit "Easy Livin'" war leider endgltig Schluss. URIAH HEEP wurden bejubelt und bedankten sich sehr lange bei den Fans. Irgendwie schienen die Jungs gar nicht gehen zu wollen. Von mir aus htten sie gerne noch weiterspielen knnen. Ein absolut begeisternder Abend mit ber drei Stunden Hardrock / Classic Rock vom Feinsten von zwei sympathischen Legenden, die noch immer absolut lebendig sind. In dieser Form knnen diese Bands gerne noch sehr lange erhalten bleiben, und auch wenn ich mich wiederhole: Ich bleibe dabei!

Setlist URIAH HEEP:

  • I'm Ready
  • Return To Fantasy
  • Stealin'
  • Rainbow Deamon
  • Money Talk /Schlagzeugsolo
  • Nail On The Head
  • The Wizard
  • Into The Wild
  • Gypsy
  • Look At Yourself
  • Kiss Of Freedom
  • July Morning
  • Lady In Black
  • Zugaben:
  • Free 'n' Easy
  • Bird Of Prey
  • Easy Livin'





Nazareth Nazareth Nazareth Nazareth Uriah Heep Uriah Heep Uriah Heep Uriah Heep Uriah Heep Uriah Heep



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