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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ONSLAUGHT, SUIDAKRA, FINAL DEPRAVITY, HATCHERY
Ort Mhltal bei Darmstadt, Steinbruch Theater
Datum 19.04.2011
Autor Sebastian Braun
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Der Steinbruch luft langsam wieder zur guten alten Hochform auf. In letzter Zeit verluft sich wieder der Eine oder Andere interessante Act in die heiligen Hallen des Bruchs' in Mhltal bei Darmstadt. An diesem Abend laden die britischen Thrash-Veteranen von ONSLAUGHT zum Stelldichein. Diese haben mit ihrer aktuellen Scheibe "The Sound Of Violence" gezeigt, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehren, sondern das Selbige noch richtig hei schmieden knnen. Untersttzung bekommt die Band aus England von den deutschen Melodic-Folk-Metallern SUIDAKRA. Ursprnglich wren an diesem Abend auch die Jungs von DEBAUCHERY mit am Start gewesen, was sich aber im Vorfeld leider irgendwie zerschlagen hatte. Schade die Kunstblut-Sauerei auf der Bhne htte ich mir gerne mal angesehen.

Final Depravity Final Depravity

Der Abend wurde dann allerdings von HATCHERY eingeleitet. Leider konnten wir nur noch die letzten Minuten der Band mitnehmen, was allerdings beim genaueren hinhren auch kein Beinbruch war. Old School Thrash ohne allzu viel Abwechslung mit typisch martialischer Bhnenshow. Aber zumindest hatte man den Eindruck, dass der Abend schon im Gange ist und eine kleiner Haufen vor der Bhne schwang sich schon mal die Nackenmuskeln warm.

Die zweite Band des Abends waren FINAL DEPRAVITY aus Gelsenkirchen. Diese betraten nach einer kurzen Pause die Bhne und schlugen in eine hnliche Thrash-Kerbe wie HATCHERY, konnten jedoch soundtechnisch und musikalisch etwas mehr berzeugen. Technisch gab es bei der Band nichts zu meckern. Die Jungs spielten professionell und ordentlich ihren Stiefel und so konnte man sich schon ein bisschen in den Abend einschwingen, was eine grer gewordene Menge vor der Bhne auch tat. Auf Dauer wurde zwar auch kein Feuerwerk der Abwechslung geboten, aber bei knapp einer halben Stunde Spielzeit, war das Gebotene als Vorband durchaus zu gebrauchen.

Bei den ersten Klngen von SUIDAKRA fllte sich dann die Tanzflche schon merklich. Die Band schien auch eine ganze Menge eigener Fans mitgebracht zu haben. Es schien, als wrde ein Groteil der Besucher die Stcke der Band schon gut kennen, obwohl die Jungs das erste Mal in Darmstadt spielten, wie der Snger betonte. Vor der Bhne tobte jetzt auch ganz ordentlich der Metal-Br. SUIDAKRA brachten nach den vorherigen Thrash Salven mit ihrem melodischen Death-Folk auch die passende Abwechslung. Man sah den Spa den die Band beim Spielen hatte und den ein oder anderen Spruch hatten die Jungs auch auf Lager. So konnten sie das Ganze etwas auflockern und fr gute Laune sorgen. Trotz all der Faxen haben die Jungs von SUIDAKRA nicht vergessen in die Saiten zu hauen und ordentlich zu rocken. Auch lie es sich die Band nicht nehmen nach dem Gig artig den Kontakt mit ihren Fans zu suchen und so marschierten die Bandmitglieder fr einen Plausch noch einmal durch die Menge und bedankten sich bei ihren Fans. Sehr sympathisch!

Suidakra Suidakra

Whrend der Umbauphase machten die wartenden Fans mit "Onslaught, Onslaught"-Rufen bereits klar, welche Band das Highlight des Abend darstellen sollte. Und so stieg die Spannung immer weiter, bis die Jungs von der Insel schlielich auf der Bhne erschienen. Mit "Spitting Blood In The Face Of God" startete die Band ihren grandiosen Auftritt und die Stimmung stieg von Lied zu Lied. Ich war erstaunt wie frisch die Jungs noch aussehen, immerhin tobt die Band, wenn auch mit 13 jhriger Pause, bereits seit Anfang der Achtziger-Jahre durch die Thrash Landschaft. Snger Sy Keeler und seine Kollegen haben sichtlich Spa bei ihrem Auftritt und sie haben es nicht ntig, ihre oft dsteren Texte mit einer pseudo-bsen Show zu untermauern. Vielmehr kann ein richtig harter Metaller auch mal Lachen bei der Show, deswegen knallt die Musik nicht weniger druckvoll durch die Boxen. Der Menge gefllt es auf jeden Fall und vom Pogo ber Moshpit bis hin zum Stage Diving ist alles dabei, was man braucht um vor der Bhne eine gemtliche Konzertatmosphre zu bekommen. Auch hatte ich den Eindruck, dass es noch mal voller als bei SUIDAKRA geworden ist und es auf der Tanzflche durchaus gemtlich eng geworden ist. Die Band spielt einen gelungen Mix zwischen Stcken von der neuer Platte und alten Klassikern. Stcke wie "Killing Peace", "Burn" oder "Planting Seeds Of Hate" durften natrlich nicht fehlen. Gegen Ende der Show holen die Jungs dann auch noch das gute alte "Power From Hell" raus, was letztendlich den letzten Bewegungsmuffel aus seiner Lethargie gerissen habe drfte und mchtig Leben in die Flche vor der Bhne gebracht hat. berzeugt haben ONSLAUGHT auf jeden Fall und so werden sie auch von den Fans mit lauten "Onslaught"-Rufen zu 3 Zugaben getrieben.

Klarer Fall, der Besuch im guten alten Bruch hat sich, mal wieder, gelohnt. Auch wenn ich zuerst skeptisch war bei der Mischung zwischen den beiden Mainacts SUIDAKRA und ONSLAUGHT, konnten am Ende Beide Punkten und hatten ihre eigene Anhngerschaft im Publikum. Besonders die Briten haben gezeigt, dass sich ein Besuch bei den alten Herren des Thrash durchaus lohnt, wer also die Gelegenheit hat, sollte diese auf jeden Fall ergreifen.





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