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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing GRAVE DIGGER, ORDEN OGAN, DOWNSPIRIT
Ort Andernach, JUZ
Datum 09.04.2011
Autor Thorsten Ritter, Thorsten Dietrich
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Grave Digger spielen gerne in Andernach, auch im Frhling 2011. Bei superbem Wetter durften sich dann die Newcomer DOWNSPIRIT als Anheizer aufmachen die wenigen Leute um kurz vor 20 Uhr zu bespaen. Spter sollten es ber 440 Zuschauer werden, doch so frh wurde eher noch in der Sonne gesessen. Pech fr den gutklassigen Heavy Rock von Downspirit. Der Kopf der Band scheint Symphorce Gitarrist Cede Dupont zu sein, den einige noch von Freedom Call kennen. Der Bassist war glaube ich frher mal bei Chinchilla, whrend mir der stimmgewaltige, im Oberkrper sehr massige Snger Steffen Lauth unbekannt war. Doch Performance und Album der Band sind einfach gut! Von Blues Metal habe ich Banause zwar nix gehrt, aber Schubladen sind ja generell scheie! (Thorsten D.)

Downspirit Downspirit

Als ich kurz nach 20 Uhr am Ort des Geschehens eintraf, hatte die erste Band bereits gespielt. Das JUZ war zu gut einem Drittel besucht, aber Dank sommerlicher Temperaturen warteten vor den Tren noch einige Fans auf den (Wieder-) Einlass. Anstatt GRAND MAGUS, die bereits im Vorfeld die Tour canceln mussten, spielten ORDEN OGAN und versuchten die Anwesenden auf Betriebstemperatur zu bringen. Ich hatte mir extra zu diesem Zweck die aktuelle Scheibe "Easton Hope" whrend der heutigen Hinfahrt noch mal zu Gemte gefhrt, um ein wenig wrmer mit den Songs zu werden, da mich das Ganze bisher nicht unbedingt vom Hocker riss. Dementsprechend neugierig war ich daher, wie die Jungs live wohl rberkommen wrden. Zum meinem Erstaunen legten die Jungs recht heftig los und verbannten die - mir auf CD viel zu dominanten - orchestralen und bombastischen Elemente weitestgehend in den Hintergrund. Die Mucke des deutschen Fnfers kam daher deutlich aggressiver rber, was den Songs jedoch gut zu Gesicht stand. Das Erffnungs-Duo stammte hchstwahrscheinlich vom Vorgngeralbum "Vale", bevor mit "Welcome Liberty", "Easton Hope" und dem unverzichtbaren "We Are Pirates!" endlich mir bekannte Nummern um die Ohren geblasen wurden. Die Performance von ORDEN OGAN ging in Ordnung, mussten sie doch heute mit 2 Gast-Musikern antreten; Bastian Emig von VAN CANTO am Schlagzeug und Nils Lffler am Bass. Dem Zusammenspiel war dies glcklicherweise nicht anzumerken. Als einziges Manko empfand ich die vom Band abgerufen Chre. Mit Erstaunen bzw. Verwunderung nahm ich im Laufe des Konzerts zur Kenntnis, dass Snger Seeb die Menge animierte, die Band mit "Fuck You Pussy" anzufeuern; komische aber durchaus witzige Geste. berzeugen konnten mich die Mucke - von der in meinen Augen gehypten Piratennummer mal abgesehen - aber nicht. Dies sollte auch das bisher unverffentlichte "Angels War", welches alle typischen Trademarks der Band enthielt, nicht ndern. Diese Nummer, die vom Publikum fleiig mitgefilmt werden sollte, markierte schlielich auch das Ende des Sets. Die Fan-Reaktionen hielten sich in Grenzen, so dass ich als Fazit festhalten konnte: netter, aber unspektakulrer Auftritt.

Orden Ogan Grave Digger

Dann hie es erstmal wieder 30 Minuten warten, aber dass ist man ja als Konzertbesucher mittlerweile gewhnt. Ich durfte die Mnner um Snger Chris Boltendahl ja bereits einige Male live erleben, aber der heutige Abend hielt trotzdem eine gewisse Spannung bereit. Ich hatte GRAVE DIGGER zuletzt mit Manni Schmidt und Thilo Hermann an den xten gesehen und war daher gespannt, wie sich der neu Mann im Bandgefge prsentieren wrde. Auerdem galt es die Fortsetzung des Klassiker "Tunes Of War" zu promoten, so dass gegebenenfalls auch die Setlist einige berraschungen parat halten wrde.
Mit dem Intro der aktuellen Scheibe "The Clans Will Rise Again" kam Keyboarder H.-P. Katzenburg als Piper verkleidet auf die Bhne. Der Rest von GRAVE DIGGER gesellte sich dann nach und nach zu ihm auf die Bhne, bis pnktlich zum Opener "Paid In Blood" ein als Schotte gewandeter Chris Boltendahl erschien. Die erste Hlfte des Sets gehrte den beiden Schottland-Epen. Im Bhnenhintergrund hing das Banner der aktuellen CD und von oben thronten Keyboarder H.-P. Katzenburg und Drummer Stefan Arnold. Der Sound war anfangs recht bescheiden und mir fiel auf, dass Neu-Gitarrist Axel Ritt sich auf der Bhne wie ein Fremdkrper prsentierte. Er wirkte arrogant, schnitt stndig Gesichtgrimassen und poste, als gb' es kein Morgen mehr. Zudem erweckte die komplette Band-Performance den Eindruck, als sei sie aufgesetzt und einstudiert. Ich habe GRAVE DIGGER jedenfalls schon mitreiender erlebt, da das Quintett unspektakulrer und gelangweilt rber kam. Die restlichen Fans des mittlerweile doch deutlich volleren JUZ sahen das aber weitestgehend anders. Sie feierten die Metal-Institution ordentlich ab und prsentierten sich angesichts der prsentierten Hits textsicher. Nun ja, vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch. Leider kann ich nicht behaupten, dass sich im zweiten Teil des Sets groartig Etwas nderte. Keyboarder H.-P. lutete diesen mit einer weiteren Performance, diesmal mit Bezug zur Thematik des letzten Albums "Ballad Of A Hangman" ein. Snger Chris nutze diese Gelegenheit, um sich des Kilts zu entledigen und sich umzuziehen. Es folgten weitere Klassiker vergangener Tage, welches alle durchaus coole Songs sind, aber richtige Hhepunkte konnte ich nicht ausmachen. Auerdem empfand ich Axel Ritt mit zunehmender Spieldauer als immer anstrengender und war gegen Ende doch ziemlich genervt von seinem Gepose. Gegen 22:50 Uhr war vorerst Schluss, wobei sich die Mnner nicht lang bitten lieen und schnell wieder fr die Zugaben zurck kamen. Hier hatte ich vielleicht auf "The Grave Digger", "Shadowmaker", "Symphony Of Death", "Rheingold" oder "Headbanging Man" gehofft, die ich teilweise noch nie live gehrt hatte. Unglcklicherweise kam es aber anders und so ging ein fr mich enttuschender Auftritt zu Ende. Die restliche Menge vertrat indes eine andere Meinung und so verlieen viele glcklich und ausgepowerte Gesichter das JUZ in Richtung Heimat.

Setlist GRAVE DIGGER:

  • Days Of Revenge (Intro)
  • Paid In Blood
  • The Dark Of The Sun
  • Hammer Of The Scots
  • The Bruce
  • The Ballad Of Mary (Queen Of Scots)
  • Highland Farewell
  • Killing Time
  • Whom The Gods Love Die Young
  • Rebellion (The Clans Are Marching)
  • The Gallows Pole (Intro)
  • Ballad Of A Hangman
  • Morgane Le Fay
  • Medley aus Twilight Of The Gods / Circle Of Witches / The Grave Dancer / Twilight Of The Gods
  • The Last Supper
  • Excalibur
  • Knights Of The Cross
  • Zugabe:
  • Yesterday
  • The Round Table
  • Heavy Metal Breakdown





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