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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing APOCALYPTICA, A LIFE [DIVIDED]
Ort Neu-Isenburg, Hugenottenhalle
Datum 01.03.2011
Autor Jennifer Laux
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Nach einem anstrengenden Arbeitstag schnell nach Hause gedst, unter die Dusche gehpft und etwas in Schale geschmissen. Noch schnell die Kameratasche gepackt und schon konnte es losgehen. An der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg angekommen, drngten sich schon eine zeitlang vor dem Einlass ein Haufen gutgelaunter Fans, die es kaum erwarten konnten, dass sich die Tren ffneten. Umso schner, wenn man dann einfach an der Masse vorbei schon in die heilige Halle eintreten kann. Noch schnell eine leckere Pizzaschnitte getilgt und Einstellungen an der Knipsmaschine vorgenommen, bevor sich dann auch die anderen so langsam vor der Bhne versammeln und gespannt auf den kommenden Abend warten.
Um 20.00 Uhr dann verdunkelte sich der Saal und die Bhne wurde zum Objekt der Begierde. Spot an fr A LIFE [DIVIDED], die Mnchner Electro-Rocker, die gerade Ende Januar ihr neues Album "Passenger" verffentlicht haben. Die fnf Musiker, die outfittechnisch eher lssig im H & M-Style auftreten, gaben ordentlich Gas. Trotzdem musste man feststellen, dass die Band nicht richtig gefeiert wurde: Der Funke wollte einfach nicht richtig auf das Publikum berspringen. Mglich, dass es daran lag, dass die Combo noch nicht den ntigen Bekanntheitsgrad erworben hat?! Positiv fiel mit der Spielfreude der Jungs auf. Sie wirkten routiniert, der Snger sicher und berzeugend. Ihre Singleauskopplung "Heart On Fire" wurde von der Meute super aufgenommen und der allgemein wirklich glasklare Sound machte den 30-mintigen Gig zu einem gelungenen Gig.


Setlist: A LIFE [DIVIDED]

  • Change
  • Words
  • Doesn't count
  • Anyone
  • Sounds like
  • Hey you
  • Heart on fire

A-Life Divided A-Life Divided A-Life Divided Es war jedoch nicht zu bersehen und man konnte es frmlich spren, wie gespannt und angespannt die rund 1.500 Fans ungeduldig dem Highlight entgegenfieberten. Diese sollten auch nicht all zu lange auf die Folter gespannt werden, bis dann schlielich um 21.00 Uhr das Scheinwerferlicht die Krper der sich auf der Stage platzierenden APOCALYPTICA abzeichnete. Auf diesen Moment hatten alle gewartet und mit dem ersten Streich durchzog die Fans ein Glcksgefhl, das konnte man an den strahlenden Gesichtern sehen. Als letzte Tourstation ihrer Europatournee machten sie sich zur Aufgabe, noch mal so richtig Gas zu geben und das aktuelle Album "7th Symphony" zu prsentieren: Gleich zu Beginn ging es mit legendrem Metallica-Cover in die Vollen und schon war der Startschuss fr die heutige Party gefallen. Bei der Single "End Of Me" kamen wir dann erstmals auch in den Genuss des Gastsngers Gustav Johnson (Ex Leningrad-Cowboys), der mit seiner krftigen Stimme noch das Tpfelchen auf dem I ergnzte. Bei "I`m not Jesus" sang die schwarze Mannschaft mit, was ein tolles Bild ergab. Einen Riesenbeifall erntete Metallicas "One", welches die Finnen anfangs im Sitzen spielten dann stehend und wild bangend zu Ende brachten. Auch Sepultura lebte mit dem beliebten "Refuse Resist" und diesmal mit Pertuu an der Spitze auf: Mit einer genialen Zerre auf den Cellisaiten wurde sozusagen das "Gegrunze" imitiert, das war wirklich ziemlich fett. Krftig mit der Mhne schttelnd und extrem Bogen kratzend, mit einer ungeheuren Schnelligkeit wird der Song zu Ende gebracht. Die Masse ist auer sich. Wow, was ein Brett. Dann berichtete Eicca von seinem letzten "Wet Dream"...und wie sollte es auch anders sein, an diesem Abend wurde er wahr und Schlagzeuger Mikko verirrt sich bei "Beautiful" auch ans Cello. Ein wahrlich unvergesslicher Traum, wie auch Pertuu, der pltzlich sein Hemd aufgeknpft hatte, besttigt. Der Hit "Bittersweet" durfte natrlich nicht fehlen: Die Fans waren aus dem Huschen, als nur die ersten Tne erklangen. Whrend Pertuu sich mit "Viele Spa" in Deutsch versuchte, bedankte sich Drummer Mikko mit "Our last show european tour" bei den treuen Zuhrern. Ein kurzzeitiger Boxenausfall bei "Seek and Destroy" schaffte der Stimmung keinen Abbruch, denn Eicca gab hier auch seinen Gesang zum Besten. Ja, sogar Beethovens "Ode an die Freude", Elemente der deutschen Nationalhymne, und Hansi Hinterseer fanden ihren Platz. Die wechselnden Bhnenbilder, die immer passend zum gespielten Album gewhlt wurden und die perfekt in Szene gesetzten, synchronisierten Lichtspiele unterstrichen die Stimmung. Dies war der Combo ein extra Dank wert. Das Repertoire des Quartetts schaffte ein unbeschreibliches und angenehmes Wechselbad zwischen schnellem, schweitreibenden Cello-Rock und dem ruhigen, emotionalen und klassischen Gnsehautfaktor. Ich persnlich bin immer wieder aufs Neue von dieser Fingerfertigkeit, Spielschnelligkeit und dem perfekten Timing fasziniert. Unberhrbare Zugabe-Rufe lieen die gutaussehenden Finnen fr weitere 20 Minuten auf der in Dunkelheit gelegenen Bhne abrocken. Lediglich die Celli wurden mit vereinzelten Leuchtdioden geschmckt. Wieder mal eine tolle Atmosphre, die damit geschaffen wurde. Mit dem emotionalen "I Don't Care", nochmals mit Johnson am Gesang und "Hall Of The Mountain King" verabschiedeten sich APOCALYPTICA mit Umarmungen untereinander und den an die Zuschauer gerichteten Worte "See smiling people is the best moment". Ein dickes fettes DANKE an die Nordmnner fr dieses gelungene Konzert. Ich freue mich schon jetzt auf das nchste Wiedersehen.

Setlist: Apocalyptica
  • Quasimodo
  • 2010
  • Grace
  • Master Of Puppets
  • End Of Me
  • I'm Not Jesus
  • One
  • Refuse/Resist
  • Sacra
  • Bittersweet
  • Last Hope
  • Bring Them To Light
  • Seek And Destroy
  • Inquisition Symphony
  • At The Gates Of Manala
  • I Don't Care
  • Hall Of The Mountain King

Apocalyptica Apocalyptica Apocalyptica
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