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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing CREMATORY, UNHERZ
Ort Mainz, KUZ
Datum 23.01.2011
Autor Thorsten Ritter
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Sonntagabend, dass Wochenende neigte sich seinem jhen Ende zu und eigentlich hatte ich es mir mit meiner Freundin vor dem Fernseher bei "Cold Case - Kein Oper ist je vergessen" gemtlich gemacht, aber CREMATORY waren - wie sich spter herausstellen sollte - anlsslich Ihres 20jhrigen Bestehens in der Nhe. Unherz Unherz Also, die mden Knochen aufgerafft und sich auf den Weg gemacht. Eigentlich sollte das Konzert bereits vergangen November stattfinden, wurde aber - aus mir entfallenen Grnden - auf Januar verschoben.
Aufgrund dieser Umstnde waren wir natrlich gespannt, ob sich die Anreise wohl lohnen wrde. berraschenderweise fand das Konzert in der groen Halle des KUZ statt, welche bei unserem Eintreffen kurz nach 20 Uhr jedoch alles andere als voll war. Der Opener mit dem bedeutungsschwangeren Namen UNHERZ hatte jedenfalls schon angefangen. Gehrt hatte ich bisher noch nichts von dem Quartett, aber aufgrund des Namens erwartete ich eine Mischung aus UNHEILIG und MEGAHERZ und ganz so falsch sollte ich damit auch nicht liegen. Die in Deutsch dargeboten Songs hatten viel vom UNHEILIG-Pathos sowie der Hrte von MEGAHERZ, aber allen voran hatten jedoch die BHSEN ONKELZ Pate gestanden. Die Jungs feierten sich mit Titeln wie "Unherz" und "Snder Vor Dem Herrn" ordentlich selbst und Bassist Locke bernahm - hnlich wie Stephan Weidner - die kompletten Ansagen. Uns haute das Ganze jedenfalls nicht vom Hocker, denn die Songs kamen viel zu vorhersehbar daher und reichten nicht ansatzweise an die vorab genannten Originale heran. Glcklicherweise war nach gut 45 Minuten Schluss und ich muss gestehen, dass wir bereits unsere Couch vermissten.

Dann begann einmal mehr eine endlos lange Warterei und ich frage mich allen Ernstes, ob das den immer wieder sein muss. Unsere Stimmung war jedenfalls im Keller und merklich mehr Fans sollten es auch nicht werden. Crematory Crematory Das KUZ war allerhchstens zu einem Drittel bevlkert und ich whnte CREMATORY bereits in den ewigen Jagdgrnden, aber ich und alle anderen Anwesenden sollten eines besseren belehrten werden. Was nmlich in den kommenden knapp 2 Stunden geboten wurde, ging weit ber einen normalen Konzertabend hinaus, aber schn der Reihe nach.
"A Story About..." erffnete meines Erachtens recht unspektakulr den Set, wobei sich mit "Fly" und dem Oldie "Eyes Of Suffering" gleich 2 Hits anschlossen. Snger Felix begrte uns zum 20jhrigen Bestehen von CREMATORY und lud uns auf eine musikalische Zeitreise ein. Passenderweise trat er selbst auch nach und nach eine Reise an, denn seine Jack Daniels Flasche leerte sich zusehends. Der Abend stand unter dem Motto einfach Spa zu haben, denn dem Quintett war die Spielfreude frmlich anzusehen. Hier ging es nicht allein nur um Musik sondern um Entertainment auf ganzer Ebene. Irgendwie kam ich zu dem Schluss, dass es durchaus etwas fr sich haben kann, nicht mehr omniprsent zu sein, sondern nur noch ausgewhlte Events zu geben. Bis auf Keyboarderin Karin, die ein wenig steif im Hintergrund agierte, nahm sich keiner der Akteure richtig ernst. Felix war jedenfalls super drauf und zu allerlei Spen aufgelegt. Diese Einlagen nutze Drummer Markus Jllich immer wieder gerne fr die eine oder andere Zigarettenpause. Warum von den Fans die SISTERS OF MERCY-Nummer "Temple Of Love" unbedingt gewnscht wurde, fhrte bei Felix zwischendurch zu vlligem Unverstndnis, da er das Original bei Weitem bevorzugen wrde. Seine Verunglimpfung des Namens der Vorband (Un-Hartz IV) war nur einer der humoristischen Hhepunkte und fhrte zu einem lngeren Lachanfall von Drummer Markus. Es lie sich daher feststellen, dass, je weiter der Abend voranschritt, der Alkohol sowohl bei Felix als auch Gitarrist Matthias Hechler immer mehr seine Wirkung zeigte und die Musik immer nebenschlicher, dafr aber die komdiantischen Einlagen immer besser wurden. Hhepunkt war in diesem Zusammenhang ein fast BADESALZ-reifer Sketch. Auerdem konnte sich Felix einen Seitenhieb auf die schreibende Zunft - allen voran den Kollegen vom Rock Hard und Metal Hammer nicht verkneifen, bei denen die Band nicht immer gut wegkam. Ihr Erfolg bzw. der aufgebaute Status gibt den Fnfen aber Recht und entweder mag oder hasst man die Band, aber sie sind immer noch da und in der Form, mit dieser Prsenz werden sicher noch ein paar Jahre dazu kommen. Mit "Black Celebration" endete ein mehr als gelungener Abend, an dem wir gerne mehr mit der sympathischen Band gefeiert, sprich tiefer ins Glas geschaut htten, aber vielleicht gelingt uns das beim nchsten Mal; wir sehen uns!

Setlist CREMATORY:

  • A Story About...
  • Fly
  • Into The Light
  • Eyes Of Suffering
  • Left The Ground
  • Infinity
  • Revolution
  • Temple Of Love
  • Hllenbrand
  • Resurrection
  • Sense Of Time
  • Tick Tack
  • The Fallen
  • Shadow Of Mine
  • Tears Of Time
  • Greed
  • Pray
  • Black Celebration





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