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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing NILE, MELECHESH, DEW-SCENTED, ZONARIA, DARKRISE
Ort Darmstadt, Steinbruchtheater
Datum 30.01.2011
Autor Steffi Mller
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Fr Fans der hrteren Klnge, lud das Steinbruchtheater in Darmstadt, am 30.01.2011, zum zweiten Teil der "Those Whom The Gods Detest Tour" ein. Mit dabei Nile, Melechesh, Dew Scented, Zonaria und Darkrise. Ein Paket, das viele lockte, so dass sich das kleine, gemtliche und beschauliche Steinbruchtheater fast vollstndig bis zum letzten Stehplatz fllte.

Zonaria

Durch den frhen Konzertbeginn, um 19 Uhr, war es uns leider nur mglich, erst zur zweiten Band des Abends zu erscheinen, so dass wir den Auftritt der schweizerischen Darkrise, die den Abend mit ihren Death-Metal-Klngen erffneten, vollstndig verpassten.
Doch die starke Performance von ihren Bhnenkollegen Zonaria, glich dieses nicht gesehen Konzert mehr als nur aus. Die jungen Schweden setzen auf mitreienden Melodic-Death-Metal, der das Publikum zum ausschweifenden Haare schtteln zwang. Frontman Simon Berglund bewies seine ausgefeilten stimmlichen Qualitten, und gab den Songs ein besonderes Fundament. Doch auch fr seine Bandkollegen gab es an diesem Abend keinen Grund, sich verstecken zu mssen. Mit der richtigen Portion Spa an der Musik, einen guten Sound-Brett, und mit dem Knnen, das Publikum an den richtigen Stellen zum Mitmachen zu animieren, war dieser musikalische Auftakt schon ein Highlight. Melodic-Death-Metal in professioneller Qualitt, der Spa macht, und bei dem die Jungs auf der Bhne selber noch Begeisterung zeigen. Besser geht es doch nicht.

Setlist: ZONARIA

  • Slaughter Is Passion
  • Attending Annihilation
  • Contra Mundum
  • Armageddon Anthem
  • Silent Holocaust
  • Rendered in Vain

Dew-Scented

Dew-Scented bestiegen nach einer zwanzig Minuten Umbaupause die Bhne, und zeigten der aufgebrachten Metalschar gleich, wo es lang gehen sollte. Sie wollten den Anwesenden keine Chance zum Ausruhen gnnen. So drang der laute, schnelle und etwas rauere Ton der Death-Thrash-Metaller bald ohne Gnade in die Runde. Snger Leif Jensen bot, durch witzige und freche Ansagen, spaige Momente. Als tatkrftige Untersttzung, schwang Michael Hankel, von Holy Moses, die Gitarre. Der zwar laute und manchmal etwas undefinierbarer Mischsound, gab der Metal-Gemeinde trotzdem regen Anlass, die Band ausfhrlich zu feiern und die Kpfe schwingen zu lassen. Mitgrunzende Fans versammelten sich zahlreich zum Moshen vor der Bhne und auch die Jungs von Dew-Scented bewiesen knppel harte Ausdauer. Wenn sie eins sicher beherrschten, so war es an diesem Abend sicherlich das Anheizen der Menge und so beruhigte sich die Meute nach der vierzig mintigen Show nur langsam.

Setlist: DEW-SCENTED

  • Downfall
  • Arise From Decay
  • Turn To Ash
  • Cities Of Dead
  • Never To Return
  • A Critical Mass
  • Soul Poison
  • Condemnation
  • Acts Of Rage

Melechesh

Mein persnlicher Hauptact des Abends zeigte sich nach einer halbstndigen Pause. Die Black-Metaller von Melechesh boten einen sauberen, bemerkenswerten Sound, der das Publikum schnell in Ekstase rockte. Kein Wunder, dass diese Band, mit israelischen Wurzeln, in den letzten Monaten ein wahren Boom ausgelst hat. Ihr Auftritt zog viele Zuhrer in den Bann und bestach mit ausgefeiltem musikalischem Knnen. Snger Ashmedi grunzte seine Texte zu "Ladders To Summaria" und zu "Grand Gathas of Baal Sin" ausdrucksstark und inbrnstig ins Mikrofon. Wer von den Alben der Jungs bis jetzt auch nicht genug bekommen konnte, war bei solch einem Live-Auftritt, wie an diesem Abend geboten, erst recht sprach- und fassungslos. Eine Show, bei der mehr stimmte, als nur der Sound und die Musik. Melechesh packten ihr musikalisches Verstndnis und ihre orientalischen Wurzeln in ein gewaltiges Bhnenerlebnis. Und so war es kein Wunder, dass die Menge, nach einer dreiviertel Stunde, laut nach einer Zugabe rief.

Setlist: MELECHESH

  • Illuminations: The Face Of Shamash
  • Sacred Geometry
  • Deluge Of Delusional Dreams
  • Ladders To Sumeria
  • Grand Gathas Of Baal Sin
  • Triangular Tattvic Fire
  • Ghouls Of Nineveh
  • Rebirth Of The Nemesis

    Nile

    Doch die Zeit war knapp an diesem Abend. Denn Nile warteten bereits auf ihren Auftritt und versuchten, nach einem lngeren und etwas nervigen Soundcheck, die Stimmung von Melechesh wieder aufzugreifen. Doch die sollte nur schleppend, wenn berhaupt wieder kehren. Nicht nur die Musik-Hungrigen standen pltzlich etwas mde und gelangweilt vor der Bhne, sondern auch die Band selber lie nur einen Bruchteil an Engagement erahnen. Mit ihrem ruhigen Set und mit ihren dumpfen und langsamen Songs, brauchte es eine Weile, bis die Masse berhaupt mit rockte. Die genervten und kritischen uerungen des Gitarristen und Sngers Karl Sanders, mit denen er das trge Publikum beschimpfte, trugen dabei auch nicht viel zur Stimmung bei.

    So entschied ich mich lieber spontan dafr, im Nebenraum noch ein khles Abschluss-Bierchen zu trinken und den Abend mit den Erinnerungen an ein gelungenes Konzert zu beenden. Ein Konzert, bei dem vor allem die Vorbands die wahren Stars des Abends waren.





    Zonaria Zonaria Dew-Scented Melechesh Melechesh Melechesh Melechesh Nile Nile



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