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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SABATON, ALESTORM, THAUROROD
Ort Frankfurt, Batschkapp
Datum 20.10.2010
Autor Steffi Mller
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Stau vor der Halle, wilde Parkplatzjagden, strmende Massen und der wenig erfolgreiche, aber hektische Versuch einzelner, noch eine Karte fr das anstehende Event zu ergattern. Thaurod Thaurod Und das Ganze wegen einem einzigen Grund: Sabaton sind in der Stadt. Schon wie auf ihrer gesamten Headlinertour, anlsslich ihres neusten Albums "Coat Of Arms", war auch die Batschkapp, kurz nach der Verffentlichung der aktuellen Tourdaten, gnzlich ausverkauft.
Bereits um 19 Uhr ffneten sich die Pforten an diesem Mittwoch, den 20.10.2010. Frher als so mancher Metalhead von anderen Veranstaltungen bisher wohl gewohnt war. Denn der rege Strom der Besucherschar sollte noch bis 21 Uhr keinen Abbruch finden. Die Hrerschaft, im Altersdurchschnitt deutlich unter der Zwanzig-Jahr-Grenze, und im mehrfachen Fall auch in Begleitung mindestens eines Elternteiles, waren sichtlich in groer Vorfreude, ihre Metal-Idole endlich live und wahrhaftig sehen zu knnen. Schon vor Beginn des Konzerts war der Besuch am Merchandise Stand, der wegen Platzmangel wohl vor die Halle verfrachtet wurde, im vollen Gange. So, dass die Menge schon nach kurzer Zeit, viele darunter im gleichem Fan-Shirt, dem limitierten Frankfurt-Sabaton-Shirt, dass extra an diesem Abend kuflich erworben werden konnte, die ersten Reihen vor der Bhne erstrmte.

Den Anfang machten Thaurorod, die mit ihrer laienhaften Leistung und durch ihre kurze und deutlich selbst gelangweilte Bhnenarbeit, nicht wirklich zu den Einheizern an diesem Abend zhlten. Die Finnen, die in einschlgigen Magazinen, bereits mit groen Namen der Power-Metal-Szene verglichen werden, konnten lediglich durch schlechten Sound und durch nicht vorhandene Ansprachen an das Publikum glnzen. Ihre Show sollte lediglich 30 Minuten dauern, und so war es der Masse deutlich anzusehen, dass sie nach dem regelrecht den Konzertauftakt, doch eher auf den ersten Hhepunkt des Abends spekulierten: Alestorm

Alestorm Alestorm

Die Piraten aus Schottland bentigten im Anschluss glcklicher Weise nur eine kurze Umbauphase. Unter den Klngen ihres Songs "Heavy Metal Pirates" strmten sie die Bhne und stellten gleich klar, was sie von diesem Abend und ihrem eigenen Gig erwarteten: "Hallo, we are Alestorm. We came to drink your beer, fuck your women and play you 45 Minutes of true Scottish pirate metal." Nach dieser Begrung und unter den lauten Mitsingchren des Publikums, bewiesen die Jungs, dass Piraten-Metal sptestens durch sie zum eindeutigen Party-Metal geworden ist. Wilde Tanzeinlagen im Publikum, Headbanging, umher geworfene Bierbecher und zahlreiche Fans, die wirklich jedes einzelne Wort mit schreien konnten, brachten die Batschkapp innerlich zum beben. Der Ton sa an diesem Abend, die Ansprachen sind auf das junge, feierwillige Publikum bestens abgestimmt worden, und insgesamt zeigten die Jungs von Alestorm eine enorme Spiellust und Partylaune. Die Fans dankten ihnen ihr Engagement, nach den versprochenen 45 Minuten Vorprogramm, mit lautstarken Zugaben-Forderungen. Wobei Alestorm es sich auch nicht nehmen lieen, sich nach ihrer Show, noch einmal brav vor dem angrenzenden Backstagebereich in der Halle sehen zu lassen, um Autogrammwnsche zu erfllen, oder Bierspenden entgegen zu nehmen.

Setlist: Alestorm

  • Heave Metal Pirates
  • Wenches & Mead
  • Nancy The Tavern Wench
  • Wolves Of The Sea
  • Rum
  • The Quest
  • Black Sails At Midnight
  • Captain Morgan's Revenge
  • Keelhauled

Sabaton lieen die Fans schlielich fast 40 Minuten warten, bis die Bhne soweit eingerichtet war, und die Schweden unter Europes "The Final Countdown" endlich diese betreten konnten. Whrend die Tontechnik am Beginn des Sabaton-Aufmarsches noch hrbar berfordert war, und den Massen in der Halle zu Beginn bertriebene Lautstrke statt Wohlklang bot,bewies das Publikum whrend des ersten Songs "Ghost Division" bereits, dass die Party-Laune an diesem Abend keinen Abriss nehmen wrde. Sabaton Sabaton Joakims Gesnge am Anfang nur leise hrbar, aber im Verlauf des Auftritts stets durchdringender, wurden von den Fans lautstark untersttzt. Noch nicht einmal seine scherzhaften "Silence, I'll kill you"-Sprche, fhrten dazu, dass die Menge sich beruhigte. Und so tobte das Publikum frhlich weiter, whrend Sabaton einen Song nach den anderen anspielten. Was die Jungs durchgehend boten, war ein Mix aus guter Bhnenperformance und perfekter Publikums-Animation. Nachdem Snger Joakim schlielich noch verriet, dass seine einzigen Deutschkenntnisse aus dem Satz "Noch ein Bier" bestehen wrden, forderte ihn die Fangemeinde regelrecht auf, seine Bier Flaschen nach und nach auf Ex zu leeren. So feierten die Metalheads mit Sabaton, und auch die Band schien sich von der Stimmung anstecken zu lassen. Besonders bei den Songs "Axes in Hell" und "40:1" sollte es in der Menge kein Halten mehr geben. Und auch jemand, der Sabaton vorher noch nicht allzu sehr beachtet hatte, merkte sptestens jetzt, warum die deutlich jungen Fans, ihren schwedischen Helden fast schon Kultcharakter zusprachen. Nach 75 Minuten und drei Zugaben war aber auch diese Show bereits gelaufen. Mir persnlich eine zu kurze Show, und auch andere Mithrer bedauerten diesen kurzen zeitlichen Rahmen ebenfalls. Aber die wahren Fans nahmen auch diese Tatsache an diesem Abend nicht als groes Manko hin. Bei einem Ticketpreis von 19,80 € einer auffallend wilden und durchgehend feiernden Meute, und einer Band, die es verstand, dem Publikum an diesem Abend, das zu bieten, was es verlangte, war dieses Konzert fr viele ein gelungenes Event. So wird Sabaton wohl noch weiter touren knnen, und das sicherlich auch weiterhin durch ausverkaufte Clubs.

Setlist: Sabaton

  • Final Countdown / Intro
  • Ghost Division
  • Uprising
  • Aces in Exile
  • Cliffs Of Gallipoli
  • 40:1
  • The Final Soulution
  • Attero Dominatus
  • Swedish Pagans
  • Wolfpack
  • Saboteurs
  • The Price Of Mile
  • Coat of Arms
  • Primo Victoria
  • Metal Medley

Fotografin: Jasmin Stierli fr www.Art-Noir.ch





Thaurod Sabaton Sabaton



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