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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing KILT, SERPENTIC, HERO'S FATE
Ort Ahrensburg, Juki 42
Datum 25.09.2010
Autor Marc Schallmaier
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Nach dem der Sommer mit all seinen Festivals zu Ende gegangen ist, sollte man sich auf die Flut von Club Konzerten im Herbst und Winter vorbereiten. Hero's Fate Hero's Fate Meiner Meinung nach kann man dies am besten bei kleinen aber feinen Konzerten von Newcomern und Lokal Matadoren. Wenn dies auch noch im rtlichen Jugendzentrum um die Ecke stattfindet, kann das nur ein netter Abend mit alten Bekannten werden. An dem heutigen Abend spielen dann auch drei Bands aus den norddeutschen Gefilden zum Tanz auf, und man verrt nicht zu viel, wenn ich sagen kann dass es ein mehr als gelungener Abend war.

Den Anfang machten die Jungspunde von HERO'S FATE aus Hamburg. Die Band existiert seit knapp zwei Jahren und die Kollegen haben sich dem etwas anspruchsvolleren Death Metal gewidmet. Da werden munter die Tempi in den Songs gewechselt und auch Snger Jan lsst es nicht nur beim stumpfe Gegrunze, sonder baut immer wieder hhere Schreie oder Passagen in seinen Gesang ein. Das Ganze erinnert ein wenig an alte DARK TRANQUILLITY Alben, und die jungen Herren schttelten krftig ihre Matten. Zugegeben, der technische Anspruch, den HERO'S Fate an den Tag legen, ist nicht von schlechten Eltern. Aber der Set dauerte einfach zu lange. Die Reaktion der gut 150 Zuschauer hielten sich dementsprechend auch etwas in Grenzen. Eine lange Setlist muss nicht gleich ein schlechtes Konzert bedeuten, aber bei HERO'S FATE wre an dem heutigen Abend weniger mehr gewesen. Aber die Band ist noch jung und hat definitiv Potential, daran wird es in Zukunft nicht scheitern. Es wird interessant zu beobachten sein, wie der Weg weitergehen wird. Hinweisen mchte ich noch darauf, dass die Band laut ihrer MySpace Seite noch ohne Label ist. Auch sonst lohnt sich ein Besuch dieser Seite (www.myspace.com/herosfateband), denn da kann man sich die EP "Avenging The Lost" kostenlos und legal downloaden.

Serpentic Serpentic

Nach einer kleinen Pause kamen dann SERPENTIC auf die Bhne, die aus dem direkten Nachbarort Bad Oldesloe stammen. Und man konnte merken, dass ein Groteil der Besucher die Band kennen und zu schtzen wei. Schon nach den ersten Klngen gab es ordentlich Bewegung im Publikum und auch die Dame und die Herren auf der Bhne lieen sich nicht lange bitten und kreisten im Takt die Rben. Auch SERPENTIC haben sich dem Death Metal verschrieben, allerdings etwas gradliniger als ihre Vorgnger auf der Bhne. Das ndert auch nichts an der Tatsache, dass die Band mit Verena eine Keyboarderin auf der Bhne hat. Im Gegenteil, die Songs wirkten dadurch nicht nur atmosphrischer sondern auch kompakter. Snger Jesper, mittlerweile kurzhaarig unterwegs im Gegensatz zum Rest der Band, hatte das Publikum gut im Griff und konnte auch stimmlich voll berzeugen. Auch bei ihm gab es nicht nur das obligatorisch tiefe Rhren, es wurde Wert auf Abwechslung gelegt. Genau wie die Songs, die mal etwas schneller und mal mit etwas weniger Tempo abgefeuert wurden. Die Meute vor der Bhne nahm das alles sehr dankbar auf, ebenso die gratis Vergabe der neuesten Songs auf CD. Schlauerweise drckte der Snger den Stapel CDs nur einer Person in die Hand, so dass man gleich den nchsten Moshpit fr das folgende Lied angezettelt hatte. Der saubere Sound vom Mann am Mischpult sorgte fr ein absolut gelungenes Konzert. ber den guten Ton verfgten brigens alle drei Bands, die an diesem Abend auftraten. Auch hier mchte ich auf die Website der Band hinweisen, wo man sich ein paar Songs anhren und Videos begutachten kann (www.myspace.com/serpentic).

Kilt Kilt

Als letzte Band enterten dann KILT aus dem schnen Kiel die Bretter, die die Welt bedeuten. Die Kollegen hatten leider mit der Tatsache zu kmpfen, dass einige Besucher nach SERPENTIC den Heimweg angetreten hatten. Allen jenen sei gesagt, dass sie einen fulminanten Auftritt von KILT verpasst haben. Die Band spielt eine abwechslungsreiche Mischung aus Death-und Thrash Metal und startete mit ihren ersten Songs gleich voll durch. Immer in Bewegung, immer wieder das Publikum anfeuern und immer noch eine Schippe drauflegen. Der ganze Auftritt war energiegeladen und hatte wesentlich mehr Zuschauer verdient gehabt. Auch fr einen Spaziergang in den ersten Reihen war sich Snger Bjrn nicht zu schade Der Mann hat sowieso gute Rampensau Qualitten, auf einer greren Bhne wird der Bewegungsradius sicherlich auch noch ordentlich ausgedehnt. Aber auch so hatte er die verbliebenen Zuschauer noch voll im Griff. Die Songs von KILT wirken nie berladen oder technisch zu verspielt, die Rohheit kommt nicht aufgesetzt rber und einige Melodien der Songs bleiben umgehend im Ohr hngen. KILT machten ebenso wenig wie die Band vor ihnen den Fehler, die Besucher mit einer berlangen Setlist zu berfordern. Mir ist es auch lieber, es gibt 45 Minuten voll auf die Omme, als dass man 70 Minuten mit langweiligen Pausenfllern oder minutenlangen Solis der einzelnen Bandmitglieder traktiert wird. Als die letzten Takte dann erklangen konnte man bei den Zuschauern jedenfalls nur zufriedene Gesichert erkennen. Auch hier sei der Verweis auf die Website der Jungs erlaubt (www.myspace.com/kiltmetal)





Kilt Kilt Kilt Kilt



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