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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SUMMER'S END OPEN AIR 2010
Ort Andernach, JUZ Live Club (Auengelnde)
Datum 28.08.2010
Autor T. Ritter, T. Butz, Th. Dietrich
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2200 Gste, viel Regen, aber auch Sonne, dabei leider auch Wind. Das Ende des Sommers war gekommen und in Andernach gab es wieder das "Summer's End Open Air". Mono Inc. Mono Inc. Getrunken wurde weniger, dafr htten sich viele Besucher ber warme Getrnke wie Kaffee gefreut und an dem Essensstand gab es lange Warteschlangen. Insgesamt war das Festival sehr friedlich und lief ohne Pannen ab. (Th. Dietrich)

SONS OF SEASONS
Das Vergngen, dass diesjhrige Andernacher Open Air zu erffnen, hatten die Progressive-Metaller von SONS OF SEASONS. Da die Tore erst kurz zuvor geffnet wurden, waren noch nicht allzu viele Gste vor der Bhne, was sich aber schnell ndern sollte. Mit dem Intro der bislang einzigen Platte "Gods Of Vermin" starteten sie in ihren kurzen Set, den sie mit dem Epica-Schlagzeuger Arin van Weesenbeek absolvierten. Sollte die Band die Blicke der Zuschauer nicht gleich auf sich gezogen haben, dann doch bestimmt als eine bezaubernde Dame im Kleid grazis ber die Bhne schwebte. Snger Henning Basse war in Top-Form und auch die brigen Mitstreiter waren bester Laune. Die Musik passte vielleicht nicht ganz in das Line-Up des Tages, doch traf es meinen Geschmack dafr umso mehr. Mir war und ist das Material bekannt, doch sicherlich war ich damit eine Ausnahme. Das sympathische Auftreten der Musiker, das unaufdringliche Animieren des Publikums und natrlich nicht zuletzt die tolle Musik setzen einen ersten Glanzpunkt des Tages. (T. Butz)

Mono Inc. Schelmish


Da es am Einlass doch recht schleppend zuging, waren die Dster-Rocker von MONO INC. die erste Band, dich ich zu Gesicht bekam. Erfreulicherweise hatte kurz zuvor auch der Regen aufgehrt, so dass einem ungetrbten Auftritt des aufstrebenden Quartetts nichts mehr im Wege stand. Vor der Bhne hatte es sich bereits angenehm gefllt, wobei die Publikumsreaktionen doch eher zurckhalten ausfielen. Vielleicht lag es an dem bescheiden abgemischten Sound, der Songs wie "This Is The Day", "Forgiven" oder "Voices Of Doom" komplett den Drive nahm. Sehr schade, da ich die Band dieses Jahr schon deutlich besser habe rocken sehen (z. Bsp. beim Castle Rock in Mhlheim). Sei's drum, Snger Martin Engler machte dies durch seine sympathische Ausstrahlung und seine dynamische Performance spielend wett. Ich htte zwar statt dem akustischen "The Passenger" von IGGY POP lieber die D.A.D.-Coverversion von "Sleeping My Day Away" gehrt und zudem einen neuen Song von der diesen Herbst erscheinenden EP spannend gefunden, aber dieser Wunsch wurde mir heute leider verwehrt. Das kurze Schlagzeug-Solo von Drummerin Katha Mia htte man sich ebenfalls klemmen knnen, aber da das Publikum beim finalen "Get Some Sleep" endlich anfing, ordentlich mitzugehen, wrde ich den Gig trotzdem als gelungen bezeichnen. (T. Ritter)

Fiddler's Green Fiddler's Green

SCHELMISH
SCHELMISH nutzte ich im Anschluss dann zur Strkung, konnte aber im Hintergrund das Geschehen noch gut verfolgen. Die Stimmung war ganz ordentlich und vor der Bhne ging es ebenfalls gut ab. Vom Hrtegrad war eine deutlich Steigerung zum Vorgnger auszumachen, wobei sich Snger Dextro fr mich stark nach IN EXTREMOs Michael Rhein anhrte. Ich konnte mich daher dem Gedanken nicht erwehren, dass wenn man eine Mittelalter-Combo kennt, alle kennt, da die musikalischen und gesanglichen Unterschiede doch teilweise recht minimal sind. Auffllig war jedoch, dass verstrkt instrumentale Songs zum Zuge kamen. Der Menge schien es jedenfalls zu Gefallen, wobei ich die Musik mit zunehmender Spieldauer einfach nur als langweilig und austauschbar empfand. Daher war es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich der Himmel zunehmend verdunkelte und es erneut zu regnen anfing. Ein Schelm wer bses dabei dachte, aber vielleicht empfand Petrus ebenso wenig Begeisterung wie ich und ffnete seine Schleusen. Glcklicherweise dauerte der Auftritt nicht ewig, denn vllig unerwartet, aber irgendwie doch von mir erhofft, wurde der Strom abgedreht. (T. Ritter)

FIDDLER'S GREEN
Als nchstes gingen FIDDLER'S GREEN, die ebenso wie J.B.O. aus Erlangen stammen, an den Start. Die Band ist mit ihrem Folk-Rock zwar schon seit 20 Jahren im Geschft, aber mir war lediglich der Name gelufig. Musikalisch sagte mir das Sextett aber gar nichts, was sich aber nun glcklicherweise ndern sollte. Die Kombination aus Irish-Folk und Rock-Elementen zog mich recht schnell in ihrem Bann und riss mich direkt mit. Tanzwut Tanzwut Auf der Bhne herrschte - wie sollte es bei der Gute-Laune-Musik auch anders sein - ein reges Treiben sowie Spielfreude pur, was sich auch auf die Fans bertrug und sofort allseits zum Tanzen anregte. Kein Wunder, denn bei diesen Klngen konnte einfach kein Fu still stehen. Erfreulicherweise kam auch die Sonne wieder zurck und ich bemerkte gar nicht, wie schnell die Zeit verflog. Der kurzweilige Auftritt war jedenfalls viel zu frh zu Ende. Zum Abschluss wurde dann noch die Wall of Folk zelebriert, bei der das Publikum zwar genau wie bei der Wall of Death in 2 Seiten geteilt wurde, aber statt sich sinnlos irgendwelchen Prgeleien hinzugeben, wurden friedlich tanzend die Seiten getauscht. Des Weiteren kam es noch zu einem Circle Pit, bei welchen Polonse-mig um den Technikturm getanzt wurde. Fr mich war dieser Gig jedenfalls das erste Highlight des Tages, mit der gewonnenen Erkenntnis, doch mal den ein oder anderen Longplayer an zu testen. (T. Ritter)

TANZWUT
Die nun aufspielenden Spielleute von TANZWUT hatten alle Mhe, den Stimmungslevel zu halten, geschweige denn zu toppen. Mich konnte der CORVUS CORAX-Ableger mit seiner wilden Mischung aus Mittelalterklngen und Elektronik heute nicht mitreien. Zwar haben die Mnner um Snger Teufel mit "Labyrinth der Sinne" ein gutes Album in der Hinterhand, aber so richtig Begeisterung sollte bei mir nicht aufkommen. Dafr kamen die Songs viel zu emotionslos und monoton rber. An der Performance gab es indes nichts auszusetzten. Komischerweise verschwand erneut die Sonne, auch wenn Snger Teufel das irgendwie anders sah. Egal, beim Publikum kam die dargebotene Mischung anfnglich jedenfalls gut an und mit "Labyrinth Der Sinne" und "Meer" kamen bereits recht zeitig zwei Hits zum Zug. Die Dudelsack-Fraktion war viel unterwegs, aber mit zunehmender Spieldauer lie sich beobachte', wie die anfnglich Euphorie abflaute, was ich darauf zurckfhre, dass das musikalische Potpourri elektronischer und hrter wurde und somit der noch von FIDDLER'S GREEN aufgebaute Gute-Laune-Faktor nach und nach in den Keller sank. Nun ja, vielleicht war es einfach nicht das richtige Festival fr TANZWUT! (T. Ritter)

Epica Epica

EPICA
Auch Epica rockten gut wie immer mit viel Bombast und wallenden Mhnen. Die Damen hatten gutaussehende (O-Ton) Kerle in Muskelshirts und einen Keyboarder namens Coen Janssen mit drehbarem Instrument, was ihm viel Spa machte. Die Mnner durften bei Frontfrau Simone Simons sabbern, deren rote Matte natrlich durch einen Ventilator gut in Szene gesetzt wurde. Ansonsten gab es wenig neues, dafr aber bewrtes und gutes inklusive einer Best Of Setlist und viel Konservensound bezglich Chre und Bombast. Damit die gute Simone, welche mit deutschen und freundlich-natrlichen Ansagen punktete auch mal Verschnaufen konnte, gab es auch mal nen Song ohne sie bei denen Gitarrist Mark Jansen wie immer den Grunzer gab. Leider war nach nur sieben Liedern Schluss, trotz Zugabe-Rufen. (Th. Dietrich)

DIE APOKALYPTISCHEN REITER
Mit den APOKALYPTISCHEN REITERN folgte der eigentliche Headliner des "Summer's End Festivals", denn es war brechend voll und die Band wurde inbrnstig und mit viel Applaus empfangen. Gleich mit den ersten Klngen von "Wir sind das Licht" war klar, was uns in den kommenden Minuten erwarten wrde: druckvoller, melodischer Heavy Metal! Die Apokalyptischen Reiter Die Apokalyptischen Reiter Nach dem ganzen Bombast von EPICA klang das nicht nur fr mich wie Musik in den Ohren. Die Songs kamen jedenfalls alle sehr viel rauer als von der der Konserve rber. Es war zudem nicht verwunderlich, dass es sowohl auf der Bhne als auch davor reichlich Bewegung gab. Snger Fuchs verdiente sich Kilometergeld, denn er war viel unterwegs und sorgte fr eine grandiose Stimmung. Souvern und agil fhrte er durch einen leider viel zu kurzes Set. Mit "Wir sind Boten einer neuen Zeit" gab es zudem einen neuen Song zum Besten, welcher ordentlich Arsch trat und sich als weitere typische Reiter-Hymne entpuppte. Nach der von FIDDLER'S GREEN praktizierten Wall of Folk gab es dann auch eine echte Wall auf Death und anhand der Reaktion konnte ich ausmachen, dass sich ein Groteil der Fans hierauf bereits riesig gefreut hatte. Die Zeit verging wie im Flug und gegen Ende waren berall nur glcklich Gesichter auszumachen. Das Einzige, was mich strte, war das bertriebene Gehabe von Keyboarder Dr. Pest, welches zwar zur Show gehrt, aber fr mich trotzdem nicht ins Bild passte. (T. Ritter)

SUBWAY TO SALLY
Nach einer viel zu langen, endlos erscheinenden, Umbaupause war es dann schlielich an der Zeit fr SUBWAY TO SALLY das Summersend Festival zu rocken und einen abwechslungsreichen Tag zu beenden. Subway to Sally Subway to Sally Vor ein paar Jahren htte mich dieser Augenblick sicher gefreut und in Begeisterungsstrme versetzt - konnte die Band mich doch mit jedem Gig in Euphorie versetzten - aber seit sie mit "Engelskrieger" eine Metamorphose hin zu hrteren Klngen unter Vernachlssigung vergangener Trademarks vollzogen haben, litt bei mir Spafaktor bei den Konzerten und ich trauere den guten alten Zeiten hinterher. Zwar legte das Septett mit "Henkersbraut", "Kleid aus Rosen" und "Feuerland" gut los, was auch entsprechend honoriert wurde, aber es lie sich bereits beobachten, dass es sich vor der Bhne geleerte hatte. Wie beim "Blackfield-Festival" Ende Juni, dass ebenfalls von SUBWAY TO SALLY geheadlinet wurde, stimmte eigentlich alles, von den mittlerweile unmglichen Ansagen von Snger Eric Hecht mal abgesehen, denn die Show mit Pyro-Einlagen war super und auch Gesang und Sound waren in Ordnung, aber bei mir wollte der Funke einfach nicht berspringen. Vielleicht lag es am nostalgischen Schwelgen meinerseits oder der Tatsache, dass ich vom wechselhaften Wetter dieses Samstags ein wenig mde war. Nach den beiden folgenden Songs war es dann genug und ich beendete das Festival sowie die Open Air Saison 2010, indem ich die Heimreise antrat. Zurck blieb der Wunsch an die Verbliebenen, noch viel Spa mit SUBWAY TO SALLY zu haben, in der Hoffnung, dass es nicht wieder regnen wrde und ein paar weitere Klassiker Gehr finden sollten. Hoffen wir, das 2010 auch wieder so ein schnes Festival an gleicher Stelle kommt! (T. Ritter)





Mono Inc. Mono Inc. Fiddler's Green Fiddler's Green Tanzwut Tanzwut Epica Epica Die Apokalyptischen Reiter Die Apokalyptischen Reiter Subway to Sally Subway to Sally Subway to Sally



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