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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PRIMAL FEAR, KISSIN' DYNAMITE, ELVENKING
Ort Aschaffenburg, Colossaal
Datum 21.09.2010
Autor Thorsten Schwalbach
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PRIMAL FEAR sind live immer eine Bank. Nachdem mich die Jungs auf ihrer aktuellen Tour schon im Sommer in Los Angeles ziemlich begeisterten ergab sich die Chance, das Ganze im schnen Colossaal auch noch in unserer Gegend anzusehen. Elvenking Elvenking Und vorab, auch hier schaffte es die Band mal wieder, mich komplett mitzureien.

Vorher gab es noch zwei Vorbands. Die Italiener von ELVENKING sollten um 20:00 Uhr anfangen. Die Band bot sehr melodischen Metal mit Folk - Einflssen, die besonders durch die Violine prsent wurden. Leider beendeten die Jungs schon um 20:20 Uhr ihren Set, weshalb ich hier wirklich nur einen groben Eindruck wiedergeben kann, da ich leider auch noch etwas zu spt ankam. Trotzdem muss ich sagen, dass ELVENKING in Aschaffenburg musikalisch und auch optisch wesentlich kompakter wirkten als vor einigen Jahren in Andernach. Die Jungs haben sich definitiv zu einem sehenswerten Liveact weiterentwickelt.

Danach kam mit KISSIN' DYNAMITE dann fr mich eine der nervigsten Bands, die ich live zu ertragen hatte. Der stampfende Metal dieser Band ist einfach nicht mein Fall. Da werden smtliche Klischees zwischen Glam / Poser Metal und True Metal aufgegriffen und zu Songs zusammengeschustert, einschl. "passender" Titel. Hierzu gibt es Refrains, die sich wirklich sptestens beim zweiten Mal mit jedem Alkoholpegel problemlos mitsingen lassen. Kissin Dynamite Kissin Dynamite Jungs, ihr habt bestimmt irgendwo eure Existenzberechtigung, aber bestimmt nicht bei mir. Und komme mir jetzt keiner mit Argumenten wie "Gib doch dem Nachwuchs einen Chance!" oder so hnlich. Die Bands, bei denen sich KISSIN' DYNAMITE bedienen sind immer noch aktiv und werden das auch noch eine Zeit lang bleiben. Und wenn ich auf diese Sounds Lust habe greife ich halt lieber zu den Originalen wie ACCEPT, U.D.O. oder MTLEY CRE, bei denen sich die Band gerne mal in paar Elemente "ausleiht". Bei vielen Leuten kam die Band gut an und wurde abgefeiert. Aber die fragenden Blicke im restlichen Teil des Publikums deuteten darauf hin, dass nicht nur ich mit dieser Band so meine Probleme hatte. Fr mich passen KISSIN' DYMAMITE einfach nicht ins Vorprogramm einer Band wie PRIMAL FEAR, die halt schon eher "erfahrenere" Konzertgnger anzieht und nicht unbedingt Bands hren will, die ihre Kinder sein knnten.

Setlist KISSIN' DYNAMITE:

  • Intro
  • Run For Your Life
  • Metal Nation
  • In The Name Of The Iron Fist
  • I Hate Hip Hop
  • Hysteria
  • Steel Of Swabia
  • Addicted To Metal
  • My Religion
  • Supersonic Killer

Gegen 22:00 Uhr startete dann das PRIMAL FEAR - Intro vom Band und das "Deutsche Metal Kommando" um die Kapitne Mat Sinner und Ralf Scheepers ging mit dem schnellen "Sign Of Fear" direkt in die Vollen. Primal Fear Primal Fear An den Gitarren waren diesmal die Alex Beyrodt und Magnus Karlsson dabei, wodurch das ganze ziemlich virtuos wurde. Da Alex auch auf der Homepage der Band zurzeit als Mitglied gefhrt wird knnte dieses Duo (hoffentlich) zuknftig das neue Gitarrenteam von PRIMAL FEAR sein. Wrde fr mich auf starke Studioarbeit hoffen lassen. Das tolle Zusammenspiel der Beiden kam in Songs wie "Killbound" mit prgnanten zweistimmigen Soli besonders gut rber. Dieser Song berzeugte mit einem eingngigen Refrain und den typischen kraftvollen "OhOhOh" - Chren, die vom Publikum krftig mitgesungen wurden. Im atmosphrischen "Seven Seals" berzeugt Ralf mit ausdrucksstarkem kraftvollen Gesang und Alex Beyrodt mit einem sehr gefhlvollen Solo. Danach sorgte das schnelle "Nuclear Fire" fr die ntige Abwechslung und wurde vom mittlerweile vielleicht zur Hlfte gefllten Colossaal abgefeiert und mitgesungen. Schlagzeuger Randy Black berzeugte durch ein kraftvolles nicht zu langes Solo und anschlieend in der schnellen durch Double - Bass geprgten Abgehnummer "Blood On Your Hands". Danach folgte mit der Ballade "Fighting The Darkness" fr mich das Highlight des Abends, das auch in Aschaffenburg wieder komplett gespielt wurde. Hier begeisterte Ralf durch enorm ausdrucksstarken Gesang, aber auch die Gitarristen glnzten wieder mit ihrem virtuosen Zusammenspiel. Primal Fear Primal Fear Vor dem letzten Stck des regulren Sets "Metal Is Forever" stellte der Snger die Band recht humorvoll vor und leitete souvern in den Anfangsschrei des Songs ber. Danach gingen PRIMAL FEAR kurz von der Bhne und griffen anschlieend mit den nochmal begeistert mitgesungenen Zugaben "Angel In Black" und "Running In The Dust" tief in die Vergangenheit. Leider war nach rd. 90 Minuten endgltig Schluss und die Band verlie unter dem verdienten Beifall des Publikums die Bhne. PRIMAL FEAR haben mich in Aschaffenburg mal wieder voll begeistert und besonders durch den bis zum Ende berragenden Gesang und das starke Zusammenspiel der beiden Gitarristen berzeugt. Schade, dass die Band hier nicht wie in Los Angeles noch die Megaballade "Hands Of Time" gespielt hat, was den tollen Auftritt noch gekrnt htte. Aber da hoffe ich dann mal auf die nchste Tour...

Setlist PRIMAL FEAR:

  • Introduction (Intro vom Band)
  • Sign Of Fear
  • Chainbreaker
  • Killbound
  • Rollercoaster
  • Seven Seals
  • Nuclear Fire
  • Six Times Dead (16.6)
  • Drumsolo
  • Blood On Your Hands
  • Fighting The Darkness (Fighting The Darkness / The Darkness / Reprise)
  • Riding The Eagle
  • Final Embrace
  • Metal Is Forever
  • Zugabe:
  • Angel In Black
  • Running In The Dust





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