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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HARTMANN, RED CIRCUIT
Ort Idstein, Die Scheuer
Datum 17.09.2010
Autor Thorsten Schwalbach
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Der feine Liveclub "Die Scheuer" in Idstein schafft es immer wieder, neben berregionalen Coverbands auch schon bekanntere "eigene" Bands zu prsentieren. Innerhalb der letzten 12 Monate spielten dort TEN YEARS AFTER, BERNARD ALLISON oder THE BREW, die aber eher Blues- / Bluesrockfans ansprachen. Red Circuit Red Circuit Fr Fans der etwas hrteren melodischen Richtung gab es Mitte September HARTMANN, die Band um Snger Oliver Hartmann, der durch sein Mitwirken bei AVANTASIA oder AT VANCE schon eine gewisse Bekanntheit erreicht hat. Vorher spielten RED CIRCUIT aus dem Wiesbadener Raum, die in Idstein quasi ein "Heimspiel" hatten. So war die Scheuer recht gut gefllt und die anwesenden Fans haben bestimmt nicht bereut, diesen Abend mit zwei abwechslungsreichen hochwertigen Bands zu verbringen.

Die Wurzeln von RED CIRCUIT liegen grundstzlich im Progressive Metal. Die Band baut aber viele Elemente aus dem Power Metal - und dem Rockbereich in ihre Songs ein, wodurch die Jungs sehr eigenstndig klingen. Mittelpunkt der Band ist der aus Sri Lanka stammende Snger Chity Somapala, der mit Bands wie AVALON oder FIREWIND einen sehr guten Ruf erreichte. Auch in Idstein begeisterte Chity mit seiner kraftvollen variablen Stimme und berzeugte als ausdrucksstarker Frontmann. Die Qualitt der anderen Bandmitglieder steht ihrem Snger aber nicht nach. Und so schafften es RED CIRCUIT an diesem Abend mal wieder, ihre ausgefeilten aber stets nachvollziehbaren Stcke live begeisternd umzusetzen. Die Band spielte zu groen Teilen Songs aus ihrem letztjhrigen Zweitwerk "Homeland". Aber auch ltere Songs wie das im Midtempo liegende "Under The Sun" werden gekonnt in die Setlist integriert. Chity machte seine Ansagen in Englisch, was ihm nach seinen Aussagen einfach eine grere Sicherheit gibt. Red Circuit Red Circuit Er streute aber immer wieder einige deutsche "Brocken" ein. Dadurch erhlt das Ganze einen sympathischen Charme. Gespielt haben RED CIRCUIT an diesem Abend Songs wie das schnelle "The World Forgotten Sons" mit markanten Gitarrenriffs, das atmosphrische "Absinth" mit seinem dramatischen gesangsbetonten Intro mit passender "dunkler" Beleuchtung oder den Abgehsong "See The Light" mit sehr eingngigem Chorus. Whrend des gefhlvollen Instrumentals "Changes" berlie der Snger seinen Kollegen die Bhne und Gitarrist Christian Moser erinnerte in begeisternder Steve Vai - / Paul Gilbert - Art an groe Momente der Gitarrenhelden der 80er - Jahre. Dieses Stck stammt brigens noch von SHEELA, der Melodic Band, in der Christian Moser und Keyboarder Markus Teske frher gespielt haben. Nach dem Midtempostck "Sun Of Utopia" ging die Band kurz von der Bhne, um fr zwei weitere Songs zurckzukommen. Dabei war der letzte Song, die sehr emotional gespielte Ballade "You Can Sleep While You're Dead" nochmal ein echtes Highlight. Diesen Song, der mit fast allein stehendem gefhlvollen Gesang begann, widmete Chity einem kurz zuvor verstorbenen Freund. Irgendwie war fast fhlbar was bei diesem Stck in dem Snger mit der groen Stimme vorging. Danach war leider Schluss und RED CIRCUIT gingen mit dem absolut verdienten Applaus von der Bhne. Fans aus der progressiven Ecke sollten diese Band, die auch auf ihren CDs begeistert, einfach mal anchecken.

Setlist RED CIRCUIT

  • Spear Of Fate
  • Under The Sun
  • Through The Eyes Of A Child
  • Haze Of Nemesis
  • Homeland
  • The World Forgotten Sons
  • Absinth
  • Changes
  • See The Light
  • Canonize Your Sins
  • Sun Of Utopia
  • Zugabe:
  • Is It Gold?
  • You Can Sleep While You're Dead

Nach einem relativ kurzen Umbau, den die Bands grtenteils selbst erledigten, gingen HARTMANN auf die Bhne. Auch bei dieser Band steht mit Oliver Hartmann ein schon bekannter Snger im Mittelpunkt, der sich zustzlich mit Mario Reck noch die Gitarrenarbeit aufteilt und einen Groteil der Soli bernimmt. Mit ihrem Melodic Rock stammen HARTMANN aus einer ganz anderen musikalischen Ecke als die vorherigen RED CIRCUIT, kamen aber beim Publikum in Idstein nicht weniger gut an. Hartmann Hartmann Die Band stieg mit "I Won't Get Fooled Again" recht schnell in ihren Set ein. Im folgenden "The Sun's Still Rising" wurde das Tempo etwas zurckgenommen und Oliver Hartmann berzeugte als Gitarrist in einem abwechslungsreichen Solo. Danach gab es die aktuelle Single "Suddenly" vom Album "3" mit sehr eingngigem melodischen Chorus. Oliver hat als ausdrucksstarker Rocksnger in "mittelhoher" Tonlage an diesem Abend wirklich berzeugt. Irgendwie erinnert mich seine Stimme an David Coverdale, aber nur als grober Anhaltspunkt. Aber auch der Rest der Band besteht aus recht guten Sngern wodurch einige mehrstimmige Chre beispielsweise in "Right Here Right Now" richtig gut rberkamen. In der gefhlvollen Ballade "All I Can Say" kam die Stimme besonders gut zur Geltung und in "Don't Give Up Your Dream" spielte sich Mario Reck als Gitarrist in den Vordergrund. HARTMANN boten in der Scheuer kompetent ein wirklich abwechslungsreiches Melodic Rock - Programm und erhielten entsprechend gute Reaktionen des Publikums. Besonders beeindruckt hat mich noch der Song "Higher Than Me" mit leichter "Hendrix - Atmosphre", in den die Band dann passend auch einen lngeren jamartigen Solopart einbaute. Die Jungs haben ihren Set mit der berzeugenden Coverversion des John Miles - Hits "Music" beendet und wurden mit verdientem Applaus verabschiedet. Ein wirklich toller Abend mit zwei sehr guten Bands, wobei mir RED CIRCUIT etwas besser gefallen haben, was aber die Leistung von HARTMANN nicht schmlern soll. Die guten Publikumsreaktionen sollten die Macher der Scheuer ermutigen, ruhig fters etwas "hrtere" Bands dieser Grenordnung nach Idstein zu holen. Wir wren sicherlich wieder dabei.

Setlist HARTMANN:

  • I Won't Get Fooled Again
  • The Sun's Still Rising
  • Suddenly
  • Lost In Havanna
  • Right Here Right Now
  • All I Can Say
  • From Outta Space
  • Don't Give Up Your Dream
  • Somewhere Someday
  • I Will Carry On
  • Higher Than Me
  • Alive Again
  • What If I
  • 1. Zugabe:
  • Crying
  • Out In The Cold
  • Listen To Your Heart
  • 2. Zugabe:
  • Music





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