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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PRIMAL FEAR, REDEMPTION
Ort House Of Blues, West Hollywood (Los Angeles)
Datum 08.06.2010
Autor Thorsten Schwalbach
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Whrend meines Urlaubs in Kalifornien spielten PRIMAL FEAR im legendren "House Of Blues" am Sunset Boulevard in West Hollywood, welches glcklicherweise neben meinem Hotel lag. Damit gab es also keine Entschuldigung, nicht zu diesem Konzert zu gehen. Auerdem ist man ja auch neugierig, was in den USA metalmig so abgeht. Und PRIMAL FEAR haben an diesem Abend gezeigt, dass es um den traditionellen Power Metal in den USA nicht schlecht steht. Das "House Of Blues" stand irgendwann mal am Mississippi und wurde dann in Einzelteilen nach L. A. transportiert. Im oberen Teil ist ein Restaurant und Konzerte gibt es in der darunterliegenden gemtlich mit Holz ausgebauten Halle. Insgesamt ein toller Abend, an den ich mich noch gerne und lang erinnern werde.

Vorher spielten noch ein mir nicht bekannter Localsupport (den ich mir aber geschenkt habe) und die "Proggies" von REDEMPTION, von denen ich nur die letzten beiden Songs mitgekriegt habe. Auch mit dieser Band bin ich leider nicht so firm. Mein Eindruck war aber, dass die Jungs um FATES WARNING - Snger Ray Alder und den Gitarristen Bernie Versailles (u. a. AGENT STEEL) eine spielfreudige und kompetente Liveband sind. Und so wurde die Band von den Fans, die whrend dieses Auftritts aber noch nicht so zahlreich anwesend waren, gut abgefeiert. REDEMPTION sollten einfach mal eine Konzertreise nach Europa machen, damit mehr Fans des hrteren progressiven Metals diese Band entdecken knnen. Nachfolgend die Setlist ohne Gewhr, die ich unverndert von der auf der Bhne bernommen habe.

    Setlist REDEMPTION
  • Threads
  • Suffocating
  • Leviathan
  • Nocturnal
  • Walls
  • Black And White
  • Death Of F & R

Whrend der folgenden gut halbstndigen Umbaupause, in der brigens nur von Ronnie James Dio eingesungene Songs liefen (die vom Publikum begeistert mitgesungen wurden), hing vor der Bhne noch ein dicker Vorhang. Beim kurzen Intro vom Band wurde der Vorhang gelftet und PRIMAL FEAR gingen mit dem schnellen Kracher "Final Embrace" direkt richtig in die Vollen. Die ganz Band, bei der Alex Beyrodt neben Henny Wolter Gitarre spielte, legte eine beeindruckende Spielfreude an den Tag, die sich sofort aufs Publikum bertrug, das von Anfang an die Songs begeistert mitsang und richtig abging. Mittlerweile durften es ungefhr 200 Leute gewesen sein, die fr gute Stimmung sorgten, die sich wieder auf die Band bertrug. Insbesondere Mat Sinner, der irgendwie das Rckgrat von PRIMAL FEAR ist, schien richtig Spa an dem Konzert zu haben, war pausenlos in Bewegung und kommunizierte auf nette Art mit den Fans. Die Jungs spielten einen gelungenen Querschnitt durch ihre Karriere, wobei mich insbesondere die schnellen hymnenhaften Banger wie "Nuclear Fire" oder "Angel In Black" richtig begeisterten. Aber auch das aktuelle Album "16.6 (Before The Devil Knows You're Dead)" war mit insgesamt 4 Stcken gut vertreten. In "Seven Seals" kam dann die von QUEENSRYCHE bekannte Sngerin Pamela Moore auf die Bhne und sang dieses Stck in einem beeindruckenden Duett mit Ralf Scheepers. Das atmosphrische "Fighting The Darkness", welches PRIMAL FEAR komplett umsetzten, sangen die beiden gemeinsam in genauso starker Art. Henny und Alex spielten gemeinsam einen lngeren Solopart, in dem sie sich abwechselnd Sololufe zuspielten. Whrend der Vorstellung der Band, zu der die Jungs dem Ort entsprechend einen Blues spielten, lobte Mat das Publikum in hchsten Tnen, was ihm jubelnd honoriert wurde, und nach gut 75 Minuten war mit dem abgefeierten "Metal Is Forever" erst mal Schluss. Bereits wenig spter kamen PRIMAL FEAR zurck und nahmen auf Barhockern Platz, um halbakustisch die Ballade "Hands Of Time" zu spielen, bei der auch Henny Wolter zeigen durfte, dass er passabel singen kann und Pamela Moore die Band erneut verstrkte. Nach "Chainbreaker" stimmte die Band das JUDAS PRIEST - Cover "Metal God" an und fr mich gab es noch das totale Highlight, weil mit Roy Z einer meiner absoluten Helden auf die Bhne kam und den Song mit den Jungs zockte. Danke fr diesen unerwarteten Gastauftritt! Danach war Schluss und PRIMAL FEAR wurden verdient vom begeisterten Publikum richtig abgefeiert. Die Jungs haben an diesem Abend den deutschen Power Metal in L. A. wirklich sehr gut vertreten und einen absolut starken Auftritt abgeliefert, bei dem das Publikum bewies, dass auch in den Staaten diese Musik noch sehr lebendig ist. Danach wurde dann sehr schnell die Halle geleert und die Theken waren auch nicht mehr besetzt, was mich ein wenig wunderte. Gerne htte ich noch einen kleinen Absacker zu mir genommen. Naja, andere Lnder, andere Sitten. Trotzdem ging es dann glcklich ins Hotel zurck. "House Of Blues", ich komme bestimmt wieder...

    Setlist PRIMAL FEAR:
  • Introduction
  • Final Embrace
  • Killbound
  • Nuclear Fire
  • Six Times Dead (16.6)
  • Angel In Black
  • Seven Seals
  • Guitar Solo
  • Sign Of Fear
  • Fighting The Darkness (a) Fighting The Darkness / b) The Darkness / c) Reprise)
  • Riding The Eagle
  • Batallions Of Hate
  • Metal Is Forever
  • Zugabe:
  • Hands Of Time
  • Chainbreaker
  • Metal God
  • (Fotos: Sabine Dembach)

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