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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing KATATONIA, LONG DISTANCE CALLING
Ort Frankfurt am Main, Batschkapp
Datum 05.04.2010
Autor Jennifer Laux & Thorsten Ritter
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Ostermontag, Sonne, nachmittags ein gemtlicher Mittelaltermarkt und abends in die Batsche, KATATONIA genieen und das verlngerte Wochenende gemtlich ausklingen lassen. Als wir jedoch gegen 20.30 Uhr vor der Lokation aufliefen, bot sich uns ein Bild, mit dem wir nicht unbedingt gerechnet htten, denn vor dem Eingang prsentierte sich eine uns unerwartet groe Masse von Menschen. Wer htte das gedacht? So dauerte es natrlich eine Weile, bis wir "die heiligen Hallen" betreten konnten, in denen es schon ordentlich voll war.

Den Auftakt des Abends bestritt ab 21 Uhr die Mnsteraner Postrock-Band LONG DISTANCE CALLING. Mir war das Quintett bislang nicht gelufig und so berraschte es mich dann auch, dass kein Snger am Start war. Der Gig schien somit Einiges an Spannung zu bieten, da ich nicht unbedingt ein Freund rein instrumentaler Mucke bin und mir schon lngere Solo-Passagen bei Prog-Combos auf den Zeiger gehen. Long Distance Calling Daher verblffte es mich, dass die jungen Musiker einen Auftakt nach Ma erwischten. Treibende Rhythmen, sphrische Soundteppiche und eine versierte Leadgitarre dominierten das Geschehen. Die zumeist doch ziemlich langen Songs versprhten zum Einen ein leicht progressives als auch melancholisches Flair. Den Beteiligten auf der Bhne sah man jedenfalls frmlich an, dass sie die Mucke mit jeder Faser ihres Krpers zelebrierten. Es berraschte daher auch nicht, dass einige Fans vor Ort waren, die die Band ordentlich abfeierten, wobei whrend des Auftritts weiterhin Leute Richtung Bhne strmten. Mit ihrer Performance schafften LONG DISTANCE CALLING es, die Anwesenden auf ihre Seite zu ziehen und konnten sicher ein paar neue Anhnger dazu gewinnen. Ich fand den Auftritt jedenfalls sehr gelungen, da er sich spannend gestaltete und trotz fehlendem Snger mehr als ordentlich rockte. Ich muss jedoch gestehen, dass ich mit zunehmender Spieldauer das Ganze doch als ein wenig anstrengend empfand, da es fr mich nun mal keine Easy-Listening-Musik ist und ich nach etwas mehr als einer Dreiviertelstunde fr diesen Abend auch gesttigt war. Im Nachhinein fand ich es zudem schade, dass Jonas Renkse von KATATONIA fr die Nummer "The Nearing Grave" nicht auf die Bhne kam.

Setlist: Long Distance Calling

  • Black Paper Planes
  • Fire In The Mountain
  • I Know you Stanley Milgram
  • Apparitions
  • Metulsky Curse Revisted

Mit tobenden Applaus und nach kurzer Umbaupause wurde schlielich die Bhne fr den Hauptakt KATATONIA gerumt, die es sich zur Hauptaufgabe gemacht hatten, den Fans ihr neues Album "Night Is The New Day" darzubieten. Bereits vom ersten gespielten Ton an schwappte die Melancholie der Dster-Metaller ber und die Stimmung schien jeden Einzelnen in seinen Bann zu ziehen. Katatonia Katatonia Erstmalig prsentierten sich die Schweden in ihrer neuen Besetzung, mit den Aushilfsmusikern Per "Sodomizer" Eriksson an der Gitarre und Basser Niklas Smith. Dies verschaffte weder der extrem Matten-schttelnden Performance, noch den spielerischen Fhigkeiten der Combo einen Abriss. Ganz im Gegenteil: Es schien, als sei es nie anders gewesen. Die Jungs waren alle in Top Form und in ihrem musikalischen Element. Das Gesamtbild harmonierte zu einer Einheit wie nie zuvor. Jene Spielfreude und der Wohlfhlfaktor bertrugen sich auch auf die Masse, die bis zur letzten Sekunde in einer anderen Sphre zu schweben schien und vor Begeisterung sprhte. KATATONIA gaben Songs all ihrer Alben zum Besten, wobei der Schwerpunkt natrlich auf der neuen Scheibe lastete. Positiv ist mir auch der Sound aufgefallen. Demnach wrde ich fast behaupten, dass ich selten so einen geniales Klangbild in der Batsche vernommen habe. Nach gut 90-mintiger Spielzeit verlieen zufriedene Fans die Rumlichkeiten in Frankfurt und am Gerede des Getmmels, das sich Richtung Ausgang bewegte konnte man noch mal vernehmen, dass die Schweden wirklich die Stimmung auf die Zuhrer bertragen konnten und sie wohl in ihren Augen einer ihrer besten Live-Gigs der letzten Zeit abgeliefert haben. Respekt Jungs! Voller Einsatz, der sich bezahlt gemacht hat. Emotionaler und energiegeladener Doom vom Feinsten!

Setlist: Katatonia

  • Forsaker
  • Liberation
  • My Twin
  • Onward Into Battle
  • Complicity
  • Longest Year
  • Omerta
  • Teargas
  • Saw You Drown
  • Idle Blood
  • Ghost Of The Sun
  • Evidence
  • July
  • Criminals
  • Day And Then The Shade
  • For My Demons
  • Dispossession
  • Leaders

Fotos: Marco Klein





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