Navigation
                
18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing FOREIGNER, CHUCKS
Ort Frankfurt, Jahrhunderthalle
Datum 18.04.2010
Autor Thorsten Dietrich & Thorsten Schwalbach
>> Als E-Mail versenden

Mit neuer Scheibe und groen Zuschauerzuspruch sind Foreigner auf Tour! Das merke ich als ich von weitem den vollen Parkplatz der Jahrhunderthalle erblicke, also schwupps etwas weiter weggeparkt und 4 Euro Parkgebhr und Warterei nach dem Konzert gespart! Chucks Foreigner In der Halle war das Publikum sehr bunt gemischt, ltere Herrschaften berwiegen, aber erfreulich viele Teenies wurden von ihren Eltern mitgebracht, ja gar ganze Familien sind da. Der normale Metalhead mit Matte ist da eher eine Seltenheit. Warum die Kanadier von Saga nicht an Bord sind, konnte ich nicht herausbekommen, waren sie doch auf den anderen Dates am Start. 30 Minuten hatten die Teenies (18-21 Jahre) von CHUCKS Zeit die vielen Fans zu begeistern. Der Hard Rock mit Alternative Anleihen war zwar nett, hatte aber nicht die Klasse von Kissin' Dynamite und passte musikalisch wenig zum Headliner! Brav ertrug das Publikum die gar nicht untalentierte Band, die ihre eigenen Songs durch Coversongs von Mtley Cre und Led Zeppelin aufwertete. Leider spielte der durchaus talentierte Snger Alain Slimani Alibigitarre. Das Teil wurde ab und an benutzt und hing ansonsten vor seinem hsslichen Ed Hardy Shirt herunter. Zwei Fehler auf einmal, er htte beides ausziehen sollen! Schlielich sind zwei Gitarristen in der Band. Vielleicht wei er einfach nicht was er sonst mit sich und seinen Hnden auf der Bhne anfangen soll? Ein richtiger Frontmann htte der Show mehr Drive gegeben! Aber ich habe wieder was gelernt, Chucks sind nicht nur Schuhe! (Thorsten Dietrich)

Der folgende Umbau wird erfreulicherweise schnell durchgezogen und schon gut 30 Minuten spter geht das Licht wieder aus. Ein kurzes Intro, dann kommen FOREIGNER auf die Bhne und legen mit "Double Vision" flott los. Die Band wird von der mittlerweile richtig vollen Jahrhunderthalle begeistert empfangen. Snger Kelly Hansen zeigt sich als sehr agiler Frontmann. Von Anfang an ist er pausenlos unterwegs, nutzt die Tiefe der Bhne samt der beiden Laufstege und hat das Publikum voll im Griff. Der Bhnenaufbau ist insgesamt schlicht aber effektiv mit einem Backdrop des Logos des neuen Albums, schwarz-weien Trmchen und davor die Keyboards von Michael Bluestein sowie das durchsichtige Schlagzeug von Brian Tichy. Die farbenfrohe atmosphrische Lightshow kommt hier so richtig zur Geltung. Aber nicht nur Kelly ist sehr agil. Auch "Chef" Mick Jones begeistert nicht nur als Gitarrist in allen Belangen sondern ist viel in Bewegung und rockt richtig ab. Und der ehemalige DOKKEN-Bassist Jeff Pilson hat schon Kilometergeld verdient. Er rennt das ganze Konzert hin und her, post mit den Fans und sorgt fr den richtigen Groove. Die ganze Band ist richtig gut drauf, was sich von Anfang an aufs Publikum bertrgt und whrend des ganzen Konzertes so bleibt. Foreigner Foreigner Als nchste Stcke folgen "Head Games" und "Cold As Ice". Es wird klar, dass FOREIGNER berwiegend auf die Klassiker ihrer ersten vier Alben bauen. Die Songs werden bis auf die Tribne der Halle begeistert mitgesungen und alle haben einfach Spa an diesem mitreienden Gig. Kelly Hansen klettert mal eben kurz ins Publikum und lsst sich ein paar Meter auf Hnden tragen. Berhrungsngste hat der definitiv nicht. Kurz darauf dankt ihm das Publikum mit einem Geburtstagsstndchen (der Mann wird an diesem Tag 49). Danach wird es dunkel und Kelly singt nur von Mick Jones am Keyboard begleitet mit "Waiting For A Girl Like You" die erste Ballade des Abends. Einfach Gnsehautatmosphre pur. Der Rest des Songs wird von der ganzen Band vorgetragen. Hierbei berzeugen Mick, Jeff Pilson und Rhythmusgitarrist Tom Gimbel mit auf den Punkt sitzenden Chren. Diese Chorgesnge sind berhaupt whrend des ganzen Konzerts eine der Strken der Band und bringen einen einfach zum Mitsingen. Whrend der folgenden aktuellen eher ruhigen Single "When It Comes To Love" geht die gute Stimmung um kein Fnkchen zurck. Mick Jones untermalt den Song gefhlvoll mit der Akustikgitarre und Tom darf zum ersten Mal zum Saxophon greifen. Dass er dieses Instrument perfekt beherrscht zeigt er spter in "Urgent", dessen Spielzeit durch sein mitreiendes Solo ziemlich ausgedehnt wird. In "Starrider" wird es proggig und spacig. Dieser Song ist eine nette Abwechslung in der Setlist. Zum Abschluss des regulren Sets singt Kelly gefhlvoll die ersten Takte von "Juke Box Hero" bevor Mick Jones in diesem einen Akkord irgendwie alle Rock'n'Roll - Trume auf den Punkt bringt. Bei diesem Song, in den noch "Whole Lotta Love" von LED ZEPPELIN integriert wird, geben Band und Publikum nochmal alles. Ich finde es brigens sehr gut, wie Kelly Hansen sich an Lou Gramm orientiert, aber durch seine etwas tiefere Stimmlage doch etwas Eigenes in die Songs einbringt. Danach geht die Band kurz von der Bhne, kommt aber schnell fr drei weitere Songs zurck, auch das bejubelte "I Want To Know What Love Is". Nach rund zwei Stunden rocken FOREIGNER in "Hot Blooded" zum Abschluss nochmal richtig ab. Dann wird diese komplett sympathische Band verdient vom begeisterten Publikum abgefeiert. Ein wirklich tolles Konzert, das noch vom Radiosender "HR1" perfekt abgerundet wird. Die lassen direkt anschlieend noch eine Stunde Hits der Band im Radio laufen, weshalb die Konzertstimmung auch auf dem Heimweg erhalten bleibt. Einfach ein gelungener Abend! (Thorsten Schwalbach)

Setlist FOREIGNER:

  • Double Vision
  • Head Games
  • Cold As Ice
  • Blue Morning, Blue Day
  • Waiting For A Girl Like You
  • When It Comes To Love
  • Dirty White Boy
  • Can't Slow Down
  • Starrider
  • Feels Like The First Time
  • Urgent
  • Keyboard-/Schlagzeugsolo
  • Juke Box Hero / Whole Lotta Love
  • Zugaben:
  • Long, Long Way From Home
  • I Want To Know What Love Is
  • Hot Blooded

Bilder: Britta Stippich





Foreigner Foreigner Foreigner





<< vorheriges Review
WINGER, FIVE AND THE RED ONE - Aschaffenburg, Colos Saal
nchstes Review >>
KATATONIA, LONG DISTANCE CALLING - Frankfurt am Main, Batschkapp


Zufällige Reviews