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24. November 2014 - Uhr
 
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695 Reviews in der Datenbank
Billing WINGER, FIVE AND THE RED ONE
Ort Aschaffenburg, Colos Saal
Datum 10.04.2010
Autor Thorsten Schwalbach
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Es gibt Bands, die aus irgendeinem Grund einmal in eine Ecke gedrngt werden, in die sie eigentlich gar nicht passen. Und da kommen sie danach nur schwer wieder raus. Eine dieser Bands ist fr mich WINGER, die gerne dem "Hair Metal" zugeordnet werden obwohl sie viel mehr zu bieten haben. Wer diese Band live gesehen hat wird besttigen, dass die Jungs in ihren Konzerten einfach jede Menge Energie gepaart mit musikalischem Knnen auf hchstem Niveau rberbringen. Und weil das aktuelle Album "Karma" auch ein echter Hammer ist der so richtig rockt habe ich mich tierisch auf ihr Konzert im Colos Saal gefreut. So ging es dann samstags nachmittags los Richtung Aschaffenburg und WINGER schafften es, meine Erwartungen sogar noch zu bertreffen. Doch dazu spter mehr.

FIVE AND THE RED ONE FIVE AND THE RED ONE

Vorher durfte aber noch die junge sddeutsche Band FIVE AND THE RED ONE als Support ran. Die Jungs um Snger David "Dave" Spiegler haben sich dabei wirklich achtbar geschlagen. Weil ich von dieser Band vorher noch nie etwas gehrt habe spare ich mir jetzt mal auf einzelne Songs einzugehen. Ihre Musik liegt irgendwo zwischen Alternativ und Melodic Rock und kam im erfreulicherweise ziemlich vollen Colos Saal gut an. Die Band war auch gut in Bewegung und zog das Publikum in ihren Bann. Mittelpunkt der Band ist Dave, der eine recht krftige ausdrucksstarke Stimme hat. Im letzten Song schaffte er es sogar, die Leute zum Klatschen und Mitsingen zu animieren. Insgesamt sicher ein Erfolg fr die Jungs, die wohl gerade ihr zweites Album verffentlicht haben. FIVE AND THE RED ONE haben an diesem Abend sicher ein paar neue Fans dazu gewonnen.

Nach einer rd. halbstndigen Umbaupause kamen WINGER auf die Bhne und wurden mit begeistertem Jubel empfangen. Die sehr gute Stimmung bertrug sich auf die Band, die von Anfang an eine mitreiende Spielfreude an den Tag legte. Die Jungs stiegen mit dem schnellen recht heftigen "Pull Me Under" vom neuen Album "Karma" mit seinem prgnanten Anfangsriff in ihr Set ein. Ausnahmegitarrist Reb Beach und der zweite Gitarrist John Roth (mittlerweile auch bei GIANT aktiv) berzeugten schon in diesem Song durch przises Zusammenspiel, das in einem virtuosen zweistimmigen Solo gipfelte. Einfach klasse! Snger und Frontmann Kip Winger war sehr gut bei Stimme, wirkte trotz seiner blauen Sonnenbrille die er fast whrend des gesamten Gigs anbehielt bodenstndig und sympathisch und baute eine Bindung zum Publikum auf.

Das folgende "Blind Revolution Mad" wurde vom Publikum begeistert mitgesungen. Und auch die Band setzte nicht nur in diesem Stck die mehrstimmigen Chorgesnge perfekt um. Die Setlist war ein gelungener Querschnitt durch smtliche Alben. Als dritter Song fand das Erfolgsalbum "In The Heart Of The Young" mit dem eingngigen "Easy Come Easy Go" seine erste Bercksichtigung. Whrend dieses Songs ging Kip nach vorne an den Bhnenrand und klatschte groe Teile der ersten Reihen ab. Sptestens jetzt (aber eigentlich von Anfang an) war eine echte Bindung zwischen Band und Publikum gegeben. In der Ballade "Rainbow In The Rose" setzte sich Kip Winger zum ersten Mal hinter das Keyboard, das recht unscheinbar am linken Bhnenrand aufgebaut war und berzeugte durch gefhlvollen melodischen Gesang.

WINGER WINGER

John Roth legte in "Down Incognito" tolle bluesige Soloparts hin und durfte danach einen kurzen Solospot mit schnellen leicht countrymigen Parts spielen. Hat mir sehr gut gefallen und war wirklich eine nette berraschung. Vorher stellte Kip ihn recht witzig als "Chicken Picker" vor. Danach bercksichtigten WINGER mit "Your Great Escape" das eher melancholisch angelegte Vorgngeralbum "IV" und anschlieend zeigte Reb Beach in seinem Solospot mit einer gekonnten Mischung aus virtuosen tapping-beeinflussten und eher melodisen Parts, dass er wirklich zu den ganz groen Gitarristen gehrt. Whrend des gesamten Gigs gingen Kip und John beim Spielen immer mal wieder ganz nach vorne was wirklich gut ankam. Drummer Rod Morgenstein (u. a. DIXIE DREGS und STEVE MORSE) erhielt auch noch ein nicht zu langes Solo, in dem er sein Drumkit gekonnt und energiegeladen bearbeitete. berhaupt begeisterte mich Rod whrend des ganzen Konzerts durch dynamisches kraftvolles Spiel das sich aber nie zu sehr in den Vordergrund stellte. Zum Ende des regulren Sets kramten WINGER mit den begeistert mitgesungenen "Can't Get Enough" und "Seventeen" nochmal so richtig in ihrer Vergangenheit. Die Band ging von der Bhne und kam relativ schnell wieder. Kip Winger stellte die Crew vor und lobte diese in den hchsten Tnen. Anschlieend setzte er sich nochmal hinters Keyboard und zeigte in der Megaballade "Miles Away" seine Klasse wobei ihm die Gitarristen mit eingngigen Melodien in nichts nachstanden. Nach "Madalaine" war dann nach insgesamt ungefhr 80 Minuten leider endgltig Schluss und WINGER wurden verdient abgefeiert. Reb kam aber nochmal mit einem gefllten Halbliterbecher zurck, den er angefeuert vom Publikum "auf ex" abpumpte. Respekt dafr und dieses Getrnk hatte er sich wirklich verdient. Ein begeisterndes Konzert einer komplett sympathischen Band die durch die Bank aus Ausnahmemusikern besteht und an diesem Abend einfach nur abgerockt hat. Was will man mehr...


    Setlist WINGER:
  • Pull Me Under
  • Blind Revolution Mad
  • Easy Come Easy Go
  • Stone Cold Killer
  • Rainbow In The Rose
  • Deal With The Devil
  • Down Incognito
  • Gitarrensolo John Roth
  • Your Great Escape
  • Gitarrensolo Reb Beach
  • You are The Saint
  • Schlagzeugsolo Rod Morgenstein
  • Headed For A Heartbreak
  • Can't Get Enough
  • Seventeen
  • Zugabe:
  • Miles Away
  • Madalaine



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